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Die meisten Weitwanderer gehen im Juli und August auf die GTA. Für eine gleichmäßigere Auslastung der mühevoll betriebenen Etappen-Stützpunkte wäre es sehr wünschenswert, daß ein paar Leute mehr auch im Juni und im September kommen. Nur so können die Posti Tappa mittelfristig überleben. Ohne sie wird es die GTA nicht mehr geben! Wir selbst waren beispielsweise 2003 2004 2005 2006 2007 zwischen April und Oktober mehrere Male wochenlang im Raum Rimella - Mastallonetal - Sesiatal unterwegs, und diese wilde und einsame Gebirgslandschaft ist in der Vor- und Nachsaison mindestens so faszinierend wie im Hochsommer. Der eindrucksvollste Monat ist sowieso Mitte Mai bis Ende Juni, wenn die Bergblumenpracht regelrecht explodiert, unmittelbar nachdem die schon sehr starke Sonnenstrahlung den restlichen Schnee in der subalpinen und alpinen Höhenstufe ruckzuck weggebrannt hat. Laut GPS ist am 15. Mai in Rimella Sonnenaufgang 0457 Sonnenuntergang 1949, fünf Wochen später dauert der längste Tag des Jahres von 0436 bis 2020, also gerade mal 52 Minuten länger. In der langjährigen Praxis hat sich bei uns im Mastallone- und im Sesiatal der Mai zum Bergwandern genausogut bewährt wie der Juni. Das gilt natürlich nicht für 3000 Meter hohe Pässe auf der GTA! Informationen zur GTA im Herbst stehen hier. Die aktuelle Schneelage im Piemont sehen Sie hier.



Nachstehend ein paar repräsentative Digitalfotos von Jörg Klingenfuß. Klicken Sie auf die Fotos, um sie zu vergrößern. Die Erdbeeren und die Steinpilze haben übrigens so lecker geschmeckt, wie sie aussehen. Weitere 50 Superfotos von Blumen aus dem wilden Mastallonetal finden Sie hier!
Ausgewählte Wetterdaten kann man hier abrufen. Auf der interaktiven Karte der Agenzia Regionale per la Protezione Ambientale del Piemonte (ARPA) kann man zahlreiche automatische Wetterstationen im Alpenbogen anklicken und für jede aktive Station deren genaue Lage auf einer CTRN-Karte 1:10000 einschließlich der exakten UTM-Koordinaten sowie das Niederschlags- und Temperaturdiagramm der letzten fünf Tage anschauen. Mehrere Meßstationen liegen in unmittelbarer Nähe der GTA und der Zugangstäler: Domodossola, Stresa, Varallo, Borgofranco d'Ivrea, Ala di Stura, Salbertrand, Luserna San Giovanni, Costigliole Saluzzo, Demonte, Cuneo, Valdieri, Chiusa di Pesio, Garessio. Achtung, die Zeiten sind gemäß den Gepflogenheiten des WMO WWW GTS natürlich in UTC. Addieren Sie zwei (!) Stunden, um MESZ zu erhalten: 1200 UTC = 1300 MEZ = 1400 MESZ. Die Umrechnung auf der Regione-Piemonte-Webseite ist falsch! Wer sich für die Dekodierung der WMO-Meßstations-Nummern und der internationalen Wetterschlüssel interessiert, der findet sie in einem englischsprachigen Standardwerk von Jörg Klingenfuß hier. Auf der ARPA-Webseite selbst finden sich viele nützliche Informationen auch für Bergwanderer.
In der Region Sesiatal - Rimella hatten wir 2001 von Ende Mai bis Mitte Juni wechselhaftes Wetter, von Ende Juni bis Mitte Juli Superwetter und von Anfang bis Ende September Superwetter. Die globale Klimaveränderung hat uns dann wieder mal einen "typischen" Winter 2001/2002 beschert: es gab zeitweise große Kälte, jedoch keine tagelangen Regenfälle, und das bischen Schnee fiel sogar erst im Februar 2002. Dadurch gab schon seit dem Frühsommer kaum noch Schmelzwasser und insgesamt viel zu wenig Wasser in den Bächen und Flüssen, was sich natürlich auch auf die Wasserversorgung bei unseren geführten Bergwanderungen im Sommer auswirkte: höhergelegene "geheime" Quellen wie die bei der exponierten Alpe Sasso del Gatto waren schon im Juni ausgetrocknet. Jedenfalls konnten wir bei schönem Wetter schon Ende April 2002 nahezu schneefrei den Monte Cápio und den Pizzo Tracciora di Cervatto überschreiten, und sämtliche Bergwanderungen aus unserem Tourenprogramm sowie etliche neue Wege konnten wir schon von Mitte bis Ende Mai teilweise mehrfach begehen. Von Mitte bis Ende Juni gab es eine noch nie erlebte Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit wie in Malaysia! Im Juli hatten wir meistens schönes Wetter mit gelegentlichen Gewittern. Im September hatten wir anfangs wolkiges Wetter mit Hochnebel und abwechselnden Regen- und Sonnentagen. Ab etwa 22. September bis weit in den Oktober hinein war dann wieder schönstes Herbstwetter. Der Winter 2002/2003 war genauso typisch wie der vorhergehende - siehe oben! Im Frühjahr 2003 war es wesentlich wärmer als gewöhnlich, und von Mitte Mai bis Ende September gab es eine ungewöhnliche Hitzewelle und monatelang keinen richtigen Regen. Die ausgetrockneten Flußbetten des Po und seiner Zuflüsse legten die großen Wasserkraftwerke still, so daß es in den Großstädten zu flächendeckenden Stromausfällen kam. In der Folge gab es im Spätsommer und Herbst katastrophale Ernteausfälle insbesondere in der Reisebene bei Novara und Vercelli, sowie in ganz Italien stark erhöhte Preise bei Obst und Gemüse und insbesondere für gutes Olivenöl. Rimella liegt allerdings auf 1200 Metern Höhe und wir hatten auch im Supersommer 2003 stets mehr als genügend Wasser in den Bergbächen; anders als in den Städten der padanischen Tiefebene geht hier oben auch immer ein angenehmer Wind! Zu den Auswirkungen der extrem hohen Temperaturen im Wahnsinnssommer 2003 lesen Sie unbedingt das Thema Klima in BERGE Januar 2004: "Der Sommer der verbrannten Wände ... die Bergschründe weit offen, die Gletscher zerhackt und zerfetzt ... Die größte Lawine kommt mitten in der Nacht (selbst auf 3600 Meter Höhe wird es nicht mehr kalt) ... ein Bergsturz hüllt den Gipfel in einer atompilzartige Staubwolke." Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 3. Mai 2004: "Allein im Sommer 2003 sind die Eismassen bis zu zehn Prozent abgeschmolzen." Needless to say, von diesen Auswirkungen für Bergsteiger sind unsere Bergwanderungen in Rimella natürlich nicht betroffen! Der Winter 2003/2004 brachte viel Schnee noch bis Mitte Mai und machte die höher als 2000 Meter gelegenen Übergänge sogar noch bis Juni unpassierbar. Daran anschließend hatten wir einen ganz normalen schönen Sommer mit gelegentlichen Hitzeperioden und einigen Gewittern. Der Winter 2004/2005 war genauso schneearm wie die letzten 20 Jahre mit der Ausnahme von 2003/2004, und erst im April 2005 fiel etwas Schnee, der kurz darauf bis unter 2500 Meter schon wieder abgetaut war. Wenn man so wie wir die richtigen Wege und deren Exposition kennt, kann man also schon im Mai praktisch schneefrei auf viele schöne Aussichtsgipfel gehen. Deshalb bieten wir auch 2008 schon im April individuelle geführte Bergwanderungen an! Ab Juni herrschte wieder hochsommerliches Schönwetter mit großer Hitze. Die extrem hohen Temperaturen im Wahnsinnssommer 2003 wurden schon Ende Juni übertroffen. Am 26. Juni - lange vor dem Hochsommer! - lag die Nullgradgrenze im Piemont schon bei unglaublichen 4700 Metern, höher als sämtliche Gipfel des Monte Rosa! Von Juli bis September hatten wir einen idealen Wander-Sommer. Obwohl es tagelang viele Wolken gab mit entsprechend schlechter Sicht, hat es kaum geregnet und Seitenbäche des Mastallone wie beispielsweise Valbella waren buchstäblich durchgehend ausgetrocknet. Bei der letzten Rückfahrt mit dem Zug nach Tübingen am 30. September 2005 führte bei Biasca und Faido auch der mächtige Fluß Ticino kaum noch Wasser. Der Winter 2005/2006 war bis zum 28. Januar schneefrei, und im Sesiatal herrschte von Oktober bis Mai Wassernotstand; richtige Schneefälle gab es erst von Mitte Februar bis Anfang Mai. Anschließend herrschte den ganzen Sommer über der inzwischen schon "normale" Wassermangel. Neue Zürcher Zeitung, 9. Dezember 2006: "In 10 Jahren werden 20 Prozent der Schweizer Gletscher geschmolzen sein!" Der Winter 2006/2007 war genauso schneearm wie immer; schon am 14. Januar 2007 wurden die ersten Schlüsselblumen im Sesiatal fotografiert, man kann sie hier betrachten ... Insgesamt gab es in acht "Winter"monaten nur drei Schneefälle und statt dem Winter eine verheerende Dürre: aufgrund der fehlenden Niederschläge wurde schon Ende März in mehreren Regionen, auch im Piemont, der Wassernotstand ausgerufen.

Greenreport meldete am 2. März "Neve sugli Appennini non c’è, mentre sulle Alpi è la metà di quella che c’era lo scorso anno. Tutta l’agricoltura italiana è, dunque, in stato di allarme. Dal Piemonte alla Sicilia." Wenn das so weitergeht, gibt es den gewaltigen Fluß Po in zehn Jahren nicht mehr. Was dann? Wir waren von Mitte April bis Mitte Mai 2007 im Sesiatal, haben wieder zahlreiche neue Wege und spektakuläre Überschreitungen erkundet - auch im Val Sermenza und im Val Grande! - und hatten total nur zwei Regentage und einen Nebeltag und ansonsten Superwetter:

In Rimella gab es zwischen dem 5. Juli und dem 7. August 2007 genau 40 Minuten (vierzig Minuten, nicht Stunden!) schwachen Regen. Die superdummen Politiker in den gnadenlos übervölkerten Großstädten der Padanischen Tiefebene, die ihren komplementären Kollegen weit unten in Flachdeutschland gewiß in nix nachstehen, schreien nach neuen Staudämmen im Mastallonetal, damit ihre Klimaanlagen ununterbrochen rattern können. Außer heißer Luft gibt es aber nix mehr zu stauen. Vabäng, 'ndumma! Ce n'è! - Gegen Ende September gab es die früher üblichen Schneefälle bis herunter auf 1600 Meter, was die Überquerung hochgelegener GTA-Übergänge einige Tage lang blockierte, und ab Anfang Oktober wieder das übliche Schönwetter, das den Schnee - natürlich nur auf der Sonnenseite! - wieder bis weit über 3000 Meter hinauf weggebrannt hat. Im Nordpiemont gab es nach monatelanger Trockenheit ergiebige Schneefälle erst im April 2008. Von Anfang Mai bis Anfang Juni 2008 herrschte im gesamten Südwestpiemont bis ins Aostatal wochenlanges Katastrophenwetter mit zahlreichen Erdrutschen und Überschwemmungen, Dutzenden von weggespülten Brücken und Häusern und einigen Toten. Besonders stark betroffen waren die Täler Gesso Grana Maira Pellice Stura Susa Varaita. Im klimabegünstigten und wettergeschützten Sesiatal und in Rimella gab es dagegen "nur" lange und starke Regenfälle - laut den Alten "wie seit 1941 nicht mehr" - ohne größere Auswirkungen!
Achtung GTA-Wanderer, auch auf 2000 Metern Höhe in den Bergen hat es fallweise bis zu 30º Hitze. Die Kombination von Hitze, Sport und Wassermangel ist lebensgefährlich! Nimbusweb warnt: "Le attuali temperature arrecano moderato disagio nelle ore più calde e in conseguenza della durata e dell'aumento dell'umidità un disagio più marcato per le persone anziane e malate. Anche gli sportivi e le persone che lavorano all’aperto devono adottare precauzioni per evitare colpi di calore. CONSIGLI DI COMPORTAMENTO: trascorrere alcune ore nei luoghi più freschi della casa, bagnare il corpo più volte durante la giornata. Bere frequentemente. Evitare di esporsi al sole nelle ore più calde." Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung als Bergwanderführer in Rimella warnen wir:
In den Nordflanken ab etwa 800 m Höhe und erst recht in den ganztägigen Schattenlagen muß bereits ab Mitte September mit objektiv gefährlichen Rauhreif-Grashängen und vereisten Felsen gerechnet werden.
Die anhaltende Klimaänderung mit immer höheren Durchschnittstemperaturen bewirkt bereits jetzt, vor unseren Augen und in unserem eigenen Arbeitsgebiet!, das Auftauen des Permafrosts und entsprechend dramatische Rutschungen. Topaktuelle Fotos sehen Sie hier!
Der ausführlichste Wetterbericht für das Piemont steht hier. Der ausführlichste Wetterbericht für das Sesiatal steht hier. Der präziseste Wetterbericht für unser Mastallonetal steht an einem Haus in Catognetto di Fobello:

Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung stellen wir fest, daß sich das beispielsweise in 2002 sehr schlechte Sommerwetter in Mitteleuropa gerade in Rimella und im Sesiatal NICHT auswirkt. Die Ausläufer der zahlreichen atlantischen Tiefdruckgebiete, die 2002 monatelang in endloser Serie Deutschland beregneten, wirken sich 100 Kilometer westlich von Rimella viel dramatischer aus. Gemäß den Gesetzen der Meteorologie - die nichts anderes ist als angewandte Physik - regnet sich der allergrößte Teil der Wassermassen dort ab, wo die gigantischen, fast 5000 Meter hohen Gebirgsmassive des Gran Paradiso und des Monte Bianco die östliche Begrenzung der riesigen, aber nur ein paar hundert Meter hohen französischen Pampalandschaft bilden. Im Aostatal, das unmittelbar dahinter liegt, gibt es seit Jahren zunehmend katastrophalere Regenfälle, die inzwischen ganze Dörfer hinuntergeschwemmt und auf Dauer unbewohnbar gemacht haben. Wer die stocksture und bodenverbundene Mentalität der italienischen Bergbewohner kennt, der kann sich vorstellen, wieviel schon passiert sein muß, wenn diese Leute jetzt endgültig ihre Häuser und ihre Dörfer und ihre Heimat aufgeben. Auf der Landkarte sieht man deutlich, daß der Alpenbogen exakt am Monte Bianco aus der Süd-Nord-Richtung scharf nach Osten abknickt. Logischerweise profitiert das lokale Klima in Rimella genau davon, nämlich daß das Dorf in Richtung Westen auf über 100 Kilometer Entfernung durch die höchsten Berge der Alpen - Gran Paradiso, Monte Bianco, Grand Combin, Matterhorn und Monte Rosa - geschützt ist und daß die Wassermassen deshalb im klimatisch begünstigten Sesiatal erst gar nicht ankommen. Dasselbe gilt für den aus dem hohen Lebensstandard entstehenden Smog aus der mit über 20 Millionen Menschen völlig übervölkerten Po-Ebene sowie die Industrieabgase aus Mailand und Turin und so weiter, die zusammen als Giftwolke vorschriftsgemäß nach Osten Richtung Südtirol und Dolomiten geblasen werden. In Rimella ist in den letzten Jahren kein einziges Haus durch Unwetter schwer beschädigt worden, oder gar abgerutscht wie ganze Dörfer im Aostatal oder am Simplonpaß, und Waldsterben ist sowieso ein Fremdwort. Die Luftqualität ist sehr hoch, wie man auch an der Vielfalt von Flechten als Indikatorpflanzen sieht. Wenn Sie wieder einmal einen intakten (Ur-)Wald erleben möchten, oder wenn Sie so etwas noch gar nie gesehen haben, dann kommen Sie ins Sesiatal und nach Rimella!
Im zeitweise subtropischen Piemont-Klima wächst das neue Gras nach der Schneeschmelze in nur wenigen Wochen ein bis anderthalb Meter hoch. Schlecht markierte, lange nicht mehr ausgeschnittene und daher zugewachsene GTA-Etappen sind somit im Spätsommer und im Herbst, wenn die starke Sonneneinstrahlung das Gras zusammengedörrt hat und die Trittspuren optimal sichtbar werden - oder noch besser unmittelbar nach der Schneeschmelze vor dem rasanten Beginn der alles überwuchernden Vegetation - besser zu gehen als im Frühsommer. Beispielsweise haben wir zusammen mit den Jägern und einigen jungen Leuten von Cravagliana am 26. Mai 2002 den uralten Weg durch das geheimnisvolle Valle Meula zum Colma Galmanna ausgesägt (mit zwei Motorsägen), freigeschnitten (mit sechs Buschmessern) und neu markiert. Dafür benötigten wir zu zehnt volle acht Stunden! Am 21. Juni 2003 haben wir mit dem harten Kern derselben Truppe einen weiteren uralten Weg an der östlichen Peripherie des Valle Meula hergerichtet, der unseren Wandergruppen jetzt eine einzigartig bequeme Panoramatour durch ein faszinierendes Wildnisgebiet ermöglicht. Weitere Dschungelwege im "Tal der Hölle" im unteren Mastallonetal haben wir im Sommer 2004 entdeckt und hergerichtet. Das nur noch bei Wilderern bekannte Valle dell'Inferno steht auf keiner Karte!
Auf der GTA gibt es fallweise schlechte Wegmarkierungen. Abseits der GTA ist sowieso praktisch NIX markiert. Unterwegs finden Sie sich erheblich leichter zurecht, wenn Sie sich in die völlig andersartige Denkweise der italienischen Bergbewohner hineinversetzen und die Markierungen entsprechend vorsichtig interpretieren oder im Zweifelsfall erst gar nicht beachten. Natürlich übertreiben wir hier, aber längst nicht so stark, wie Sie jetzt vielleicht denken!
Im Piemont werden Wege üblicherweise alle Jubeljahre einmal markiert und dann jahre- bis jahrzehntelang nicht mehr. In unserem Arbeitsgebiet bedeutet das, daß der CAI Varallo nach seiner völlig unzulänglichen Farbkleckserei im Jahr 2001 im Mastallonetal jetzt mindestens 15 Jahre lang NIX mehr macht. Außerdem kennt der CAI traditionell nur "seine" wenigen durchnumerierten Wege. Die wirklich interessanten Wege dagegen sowie deren intelligente Kombination zu einzigartigen Rundwanderungen kennen nur wir! "Il CAI non sa niente" ist das Standard-Grinsgesprächsthema des echt knallharten Kerns der tatsächlichen Gebietskenner, Jäger und/oder Wilderer wie Arturo Bo., Mario Ca., Nando Co., Jörg Kl., Marino Mo., Marco Pr., Giovanni Re., Dario und Ugo Ro., Vittorio St., Maurizio Te., Donato To., Renato To., Corrado Va., Germano und Sergio Vi. und Costantino Za., wenn wir miteinander bei Piera Ri. in Rimella die neuesten Entdeckungen frischer Wild- und uralter Weg-Spuren diskutieren: "Der CAI hat null Ahnung!" Ein großes Problem ist auch, daß der CAI alte Wege meistens nur mehr schlecht als recht markiert und NICHT aussägt und ausschlägt. Dadurch bleiben sie für Normalsterbliche in der grünen Hölle des Piemont genauso unbegehbar wie zuvor. Paradebeispiel ist der Chaoten"weg" 578 ex San Gottardo di Rimella zur Alpe Emra: wer ex Rimella irgendwelchen CAI-Wegtafeln nachrennt, der landet ziemlich sicher in der Pampa, in diesem Falle konkret in meterhohen Brennnnnnesseln! Wir arbeiten genau umgekehrt. Ein zugewachsener Weg wird zuerst im Aufstieg mit Motorsägen und Buschmessern wieder freigemacht: freiwillige Sklavenarbeit, für die wir jedoch eine recht erfahrene und wortwörtlich schlagkräftige Mannschaft haben. Erst dann, wenn der Weg hergerichtet ist, wird er im Abstieg markiert! Wer ähnliches vorhat, der sei eindringlich darauf hingewiesen, daß man in der Wildnis des Piemont nur mit Profisägen weiterkommt. Bewährt haben sich mittelstarke Profisägen wie die seit zehn Jahren praktisch unveränderte Stihl 260, die knapp fünf Kilo wiegt, und die relativ neue 341, die mit fünfeinhalb Kilo gerade noch tragbar ist, jeweils mit 40er-Blatt. Irgendwelche 500-EUR-Spielzeugsägen verrecken spätestens beim ersten harzreichen Schnitt! Harzige Bäume gibt es mehr als genug, denn "Ich habe noch nie einen so schönen Wald gesehen, und erst jetzt wird mir klar, wie krank unsere Wälder zuhause sind", sagte Frau Ingrid Runde aus Straßlach in Oberbayern beim Bergwandern in Rimella im September 2003. Im Sesiatal herrscht Westwind und folglich gibt es auch kein Waldsterben, denn im Westen ist außer den fast 5000 Meter hohen Gebirgsmassiven des Gran Paradiso, des Monte Bianco und dem Aostatal - NIX! Für die Klein- und Feinarbeit benötigt man ein geeignetes einheimisches Buschmesser. Teures Hochglanz-Teflon-Spielzeug aus dem Globetrottel- oder Dreckingreiseabenteuer-Katalog wie sogenannte "Dreckingäxte" und "Haumesser" und ähnlichen Firlefanz kann man gleich vergessen. "Fox Gurkha Machete. Die typische Waffe der nepalesischen Stämme. Sehr gut angepasster und strukturierter ABS-Kunststoffgriff. 110 EUR." Auf deutsch: Griff mit einer Riffelung, die sich sofort mit Dreck zusetzt, aus billigstem Plastik made in China, das bei verschwitzten und schmutzigen Händen (soll bei der Wegarbeit im subtropischen Piemont gerüchteweise eventuell angeblich gelegentlich vielleicht schon mal vorkommen) null Reibung = Halt bietet, Parier-Stange oder -Ring gibt es sowieso nicht, somit große Verletzungsgefahr, und das ganze Glump dann erst noch sauteuer. Einhundert-und-zehn Mickymausdollar für ein banales Plastikbuschmesser. Zweihundertzwanzig Mark. Därfsabisslemeehsai? Iglaubischpenn! È da morir dal ridere! Die "nepalesischen Stämme" - auf deutsch: die Gurkhas mit ihrem Kukri-Kampfmesser - von der SAS, die wir vom Dschungelkampf nach der Konfrontasi in Sarawak nur zu gut kennen, würden sich garantiert kaputtlachen über diesen hinterchinesischen Plastikschrott, der bestenfalls zum Gurkenschneiden taugt, und die berüchtigten schwäbischen Stämme aus dem wehrhaften Bergdorf Hagelloch bei Tübingen sowieso: ilachmezdaud! Es ist echt bewundernswert, mit welch saudummem Werbefuzzi-Geschwätz man den Millionen von Möchtegern-Abenteurern das Geld aus der Tasche ziehen kann. Lascia perdere! Die unentbehrlichen Buschmesser aus der Praxis heißen Falcetto, sie sind etwa 40 - 45 Zentimeter lang und nur vorne spitz gebogen, haben also etwa die Form eines langen J, und der Griff besteht natürlich aus einer tausendfach bewährten robusten Rindslederstreifen-Ummantelung. Man kauft sie für nur 15 - 20 EUR (je nach Länge) neu im Werkzeugladen am Bahnhof in Varallo, oder gebraucht dienstags am Wochenmarkt. Den Metallhaken zum Einhängen am Hosengürtel darf man nicht vergessen. Beim Schuhmacher Moscatelli in der Altstadt (Via Umberto 73, Telefon 0163 51811) läßt man sich für ein Spottgeld aus dickem Restleder eine stabile Scheide mit Druckknopfverschluß machen, damit kann man das rasiermesserscharfe Teil auch mal im Rucksack transportieren oder es mit der entsprechenden Schlaufe am genialen Hüftgurtsystem einhängen.

Im Gegensatz zum CAI Varallo arbeiten wir auch nachhaltig! Im Anschluß an die Sklavenarbeit wird einer aus der Mannschaft für genau diesen Weg verantwortlich gemacht, das heißt konkret: er muß mindestens einmal pro Jahr, idealerweise im Juli vor Beginn der Hauptwanderzeit, wenn das ganze Grünzeug wie Äste, Büsche, Farne und Gräser schon meterhoch steht, "seinen" Weg mit dem Buschmesser ausschlagen und herrichten.
Im übrigen gehört jedem "Erschließer", der einfach mit der Planierraupe einen unbefestigten "Güterweg" in den Hang fräst, dieses Buch stundenlang um die Ohren gehauen. Solche neuen "Straßen", die wir soeben erst wieder im Sabbiatal gesehen haben, rutschen schon beim ersten Starkregen ab und werden durch Erdrutsche verschüttet. In diesem Buch steht genau, wie man es richtig macht!
GTA-Wanderer, die mit dem Zelt unterwegs sind, haben uns schon öfter nach schönen Zeltplätzen auf den ersten Etappen gefragt. Beachten Sie bitte, daß in Italien wildes Zelten prinzipiell VERBOTEN ist - wegen der gerade im Hochsommer im Sesiatal extremen korsikamäßigen Waldbrand- und Buschfeuergefahr auch völlig zu recht! - und insbesondere im Naturpark Oberes Sesiatal auch NICHT geduldet wird. Die Strafen sind sehr hoch, und daß gerade im Piemont fallweise sehr hart durchgegriffen wird, sollte sich spätestens seit dem Dopingskandal bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 sogar bis nach Deutschland und Österreich herumgesprochen haben. Zum wilden Zelten gibt es ein empfehlenswertes Merkblatt vom Schweizerischen Alpenclub, dessen Hinweise unbedingt beachtet werden sollten. Da wir geführte Bergwanderungen in Rimella anbieten, würden wir aufgrund unserer umfassenden Ortskenntnisse - FALLS wildes Zelten erlaubt WÄRE! - folgendes vorschlagen:
Das Befahren von Maultierpfaden, Naturstraßen und Wanderwegen außerhalb des öffentlichen Straßennetzes durch motorisierte Fahrzeuge ist in der Region Piemont - jedoch leider nicht in sämtlichen Regionen Italiens! - durch ein regionales Gesetz ausdrücklich verboten. Hiervon sind natürlich ausgenommen die von Bergbauern, Viehhirten und Waldarbeitern durchgeführten Transporte sowie schwere Notfälle und Waldbrandbekämpfung. Derzeit übt die rücksichtlose Fahrzeug- und Freizeitindustrie sehr starken politischen Druck aus, um dieses Verbot landesweit aufzuheben und die Befahrung beispielsweise von Bergwegen aller Art durch Geländeautos, Motorräder, Quads, Trials und ähnliche Folterwerkzeuge für Bergwanderer und Naturfreunde durch das geplante Gesetz 2991 zu legalisieren. Bitte helfen Sie als GTA-Weitwanderer mit, diesen Wahnsinn zu stoppen. Sie haben die volle Unterstützung der italienischen Verbände CAI = Italienischer Alpenverein, CIPRA, Legambiente, Mountain Wilderness, Pro Natura und WWF. Aus unserer Erfahrung heraus empfehlen wir folgendes Vorgehen:
Natürlich haben auch die Einheimischen von derartigen Umweltsauereien zunehmend die Nase voll. Franco Dragoni aus Varese schreibt in der Zeitschrift Lo Scarpone Februar 2006 des CAI: "Una sola, grande amarezza. Appena lasciato il rifugio Antermoia, iniziata la discesa verso la val Duron in prossimità del Pas de Dona, mi sono imbattuto in tre motociclisti che se ne andavano a conquistare la Cima del Montel. Mi chiedo: pur ammettendo che la moto può essere considerato uno sport, come mai a loro è permesso di salire sui sentieri in questo caso strettissimi, rovinando il fondo (le traccie lasciate erano ahimè vistosissime!), rompendo un silenzio meraviglioso e sopratutto costringendo chi cammina a buttarsi letteralmente fuori dal sentiero per non essere investito?"
Im übrigen ist es skandalös, daß insbesondere deutsche Umweltsünder sich beispielsweise hier im Internet darüber austauschen, wo man überall mit dem Motorrad oder mit sogenannten "Geländewagen" herumrasen kann. Offensichtlich sind diese Leute über die Einschränkungen zuhause derart frustriert, daß sie im Ausland völlig rücksichtlos "endlich mal die Sau rauslassen" (Zitat von hier), denn die Umwelt und die Gesetze beispielsweise in Italien, Kroatien oder Spanien sind ihnen scheißegal. Aus den einschlägigen Foren geht glasklar hervor, daß sich diese Leute über das - nicht nur im Piemont geltende! - ausdrückliche und umfassende Fahrverbot abseits öffentlicher Straßen sehr wohl im klaren sind!
Zuerst Klartext 1-7, um möglichen Mistverständnissen vorzubeugen:

Im übrigen ist es mehr als komisch, daß manche Autoren von Wanderführern für Wildnisgebiete beispielsweise in Italien die sinnvolle Anwendung der bereits seit über zehn Jahren weltweit bewährten und auch zivil umfassend eingesetzten amerikanischen GPS-Militärtechnik weder beherrschen noch erwähnen. Come mai? Vorbildlich ist Wanderführer Christoph Hennig aus Bologna, der bei uns im März 2006 einen GPS-Praxiskurs gemacht hat und in seinem empfehlenswerten Abruzzen-Wanderbuch "Wilde Wege, stille Dörfer" vom Mai 2007 jetzt natürlich auch GPS-Wegpunkte aufführt. Wir selbst veröffentlichen komplette hochpräzise Tracks im Internet. So macht man das heute!

![]() Gallischer Superschrott Karte anklicken! |
![]() Schweizer Superpräzision Karte anklicken! |
Die revolutionäre Satellitennavigation GPS bietet ungeahnte Möglichkeiten für GTA-Weitwanderer. Ungenaue oder falsche Wegmarkierungen, Beschreibungen und Landkarten können mit GPS-Messungen jetzt nahezu perfekt korrigiert werden. Die exakten Koordinaten eines Weganfangs, einer Abzweigung oder einer Bachüberschreitung - oder die präzise Spur einer kompletten GTA-Etappe - werden mittels GPS erfaßt und abgespeichert und können somit anderen GTA-Weitwanderern beispielsweise über Internet zur Verfügung gestellt werden.


Seit der Abschaltung der willkürlichen Verfälschung der Navigationsgenauigkeit für zivile GPS-Benutzer sind bereits satte acht Jahre vergangen. Die Preise für halbwegs brauchbare GPS-Taschengeräte sind inzwischen auf weit unter 200 EUR gefallen. Ideal für Bergwanderer ist das Garmin Etrex Vista HCX für knapp 250 EUR. Seien Sie beruhigt, dieses Modell gibt es schon seit fünf Jahren, es ist sehr gut und es hat absolut NIX mit dem katastrophalen PC-Betriebssystem Windows "Vista" zu tun! Wer noch mehr investieren kann, der wirft 350 Mickymausdollar auf den Tisch und leistet sich das aktuelle Traumgerät Garmin GPSmap 60CSX. Mit diesen superempfindlichen und supergenauen Geräten gibt es endlich keine lästigen Empfangsunterbrechungen und grobe Meßfehler mehr im Auto, im Zug, im Dschungel und in den wilden Schluchten der supereinsamen Berge des Piemont. Das nachstehende Foto zeigt dieses amerikanische Spitzengerät garantiert ohne Zusatzantennen und andere Manipulationen!
Die Initiative Pro Rimella hat auch auf diesem Technologie-Sektor von Anfang an Pionierarbeit für den intelligenten Tourismus im Sesiatal geleistet. In nur drei Jahren - von 1998 bis 2001 - haben wir 300 uralte Wege im riesigen Wildnisgebiet weit abseits der GTA, von Varallo bis hinauf nach Rimella, systematisch recherchiert, erfaßt und grob vermessen. Während der Feinarbeit von 2002 bis heute wurden weitere 300 uralte Wegspuren und Wildererpfade aufgezeichnet, und wir haben noch viel viel mehr Ideen!
Es gibt also keine Ausrede mehr, sich als Bergwanderer nicht mit GPS zu beschäftigen, zumal die Preise wegen der aktuellen Wechselkurse noch etwas weiter fallen werden. Wir bieten zu beliebigen Terminen und insbesondere im Frühjahr hier in der unmittelbaren Umgebung von Tübingen GPS-Praxiskurse an. Einzelheiten stehen hier. Den Teilnehmern an unseren geführten Bergwanderungen in Rimella und im Sesiatal stehen während der gesamten Tourenwoche unsere wenig benutzten Garmin-Reservegeräte Etrex oder Etrex Summit oder Etrex Vista zum praktischen Einsatz zur Verfügung - natürlich kostenlos!

Ausschnitt aus der IGC-Karte 10 mit geheimen Wegpunkten und Spuren. Die Alpe Catcuràa ist wie viele andere markante Einzelheiten nicht in der Karte eingezeichnet, es gibt sie aber tatsächlich - natürlich auch auf unseren Foto-CDs. Die violette Linie mit Höhen- und Zeitangaben ist eine unserer hochpräzisen GPS-Spuren vom Mai 2008 im Wildnisgebiet Valbella, das wir so gut kennen wie sonst niemand!
Verkleinerter Ausschnitt Richtung 195º aus unserem total 9974 • 2161 Pixel großen Digital-Panorama Cima di Rondo Richtung Valbella. Foto anklicken! Links vorne die Cima Razzarola mit dem Grat über die Cima Lunga und die Cima del Nico runter zum Monte Galerno in der Bildmitte über dem unteren Valbella. Über der Razzarola die Cima di Vaso mit dem langen Grat nach rechts zur Cima Lavaggio. Hinten links der Bec d'Ovaga, Hausberg von Varallo, mit dem wilden Grat nach rechts zu den Denti di Gavala. Am Horizont in der Bildmitte der Monte Barone, rechts davon die Bocchetta della Boscarola, über die viele Mountainbiker auf einem uralten Handelsweg vom Sesiatal ins Sesseratal zur Panoramica Zegna fahren, und ganz hinten rechts der Punta Tre Vescovi an der Grenze zum Aostatal. Eine spektakuläre Überschreitung, die nur wir kennen, führt von der Alpe Cevia Bassa im oberen Valbella über die Cima di Rondo direkt nach Rimella!
Mit den neuesten Geräten wie Garmin GPSMAP 60CSx ist es jetzt sehr bequem, eigene Wegpunkte und Tracks anderen GTA-Weitwanderern zur Verfügung zu stellen und/oder fremde GPS-Daten zu nutzen. Sie müssen dafür NICHT irgendwelche superteuren Mapsource- oder andere Digitalkarten in Ihr Gerät laden - die es vom GTA-Gebiet sowieso NICHT gibt! - oder gar komplexe professionelle Programmpakete wie Fugawi, Ozi-Explorer oder Touratech Quo Vadis erwerben, erlernen und anwenden!

Ein firmenneutrales Dateiformat für den internationalen Austausch von GPS-Daten ist das GPS Exchange Format mit der Datei-Endung gpx , das hier exakt definiert ist und das jeder versteht.

Auf der winzigen 128-Megabyte-Original-Speicherkarte im Gerät läßt sich über ein Jahr an Tages-Tracks speichern, denn die gpx-Dateien sind einfachste Textdateien und keine speicherplatzfressenden und aufgeblasenen Monstergrafiken. 32 Tages-Tracklogs mit je etwa 3-4 Stunden ergeben total nur 4,55 Megabyte!

Gigabyte-Micro-SD-Speicherkarten werden nur für teure digitale Landkarten benötigt, und sie - sowohl die Speicherkarten als auch die digitalen Landkarten - machen oft genug große technische Probleme!

Dateien erstellen und im Internet veröffentlichen


Dateien aus dem Internet herunterladen und verwenden

Nachdrückliche Warnung: Der nachstehende Text ersetzt NICHT die unentbehrlichen GTA-Wanderführer! Er beschreibt NUR die neuesten Änderungen in Bezug auf die GTA-Wanderführer!
Die Neuauflagen der GTA-Wanderführer erschienen im August 2006 und können zusammen mit den nötigen Wanderkarten direkt bei uns bestellt werden - Einzelheiten stehen hier. Schicken Sie Ihre Ergänzungen und Korrekturen zur aktuellen GTA-Infrastruktur bitte direkt an Jörg Klingenfuß, Adresse siehe ganz unten - um uns Schreibaufwand und Zeit zu sparen natürlich möglichst per E-Mail! Geben Sie bitte stets die Nummer der jeweiligen Etappe an (wie im GTA-Führer), damit wir wissen, von welcher Gegend Sie gerade berichten. Die in den GTA-Führern verwendeten Abkürzungen können Sie gerne verwenden. Wir selbst lesen jedoch am liebsten Klartext und stellen daher die aktuellen Informationen zur GTA-Infrastruktur auch im Klartext zur Verfügung. Wir bedanken uns jetzt schon für Ihre Mitarbeit, die einem guten Zweck dient: dem Erhalt der GTA und der langfristigen Etablierung eines nachhaltigen und umweltfreundlichen Wandertourismus in einer der faszinierendsten Kultur- und Naturlandschaften Europas. Aktuelle Informationen zu den Unterkünften finden Sie hier!
Die nachstehenden Änderungen, Ergänzungen und Korrekturen beziehen sich ausdrücklich auf die Neuauflage 2006 der GTA-Wanderführer. Liegen für eine Etappe mehrere Änderungsmeldungen vor, werden sie durch - Striche - voneinander getrennt und mit der Jahreszahl versehen, und die neuesten Änderungsmeldungen stehen immer vorne.
Anreise und Start der GTA beschreiben wir hier. Der neue Standardzugang zur GTA wurde Ende der 1990er Jahre von der Initiative Pro Rimella festgelegt und ausschließlich auf der GTA-Webseite propagiert. Nach persönlichen Gesprächen mit vielen Gästen in Rimella stellen wir fest, daß inzwischen schon weit über die Hälfte der GTA-Weitwanderer diese bequeme Zugangsmöglichkeit anwendet!
Etappe 1
Wir haben bis heute noch nicht begriffen, weshalb man die GTA-Weitwanderer ausgerechnet am ersten Tag, wo sie sowieso alle wahnsinniges Übergepäck mitschleifen und meistens hundemüde von der langen Anreise sind, im zweiten Drittel dieser Etappe 800 Höhenmeter senkrecht den steilen Bergwald zur Alpe Camino hochhetzt und sie dann ewig lange queren und zur "Bruchbude" (Zitat Neubronner, Der Weg, Seite 12) Alpe del Lago erst wieder absteigen (!) läßt, anstatt den ganz normalen Talweg zur Alpe Serra und dann den wesentlich sanfteren Alpweg hinauf zur Alpe di Lago zu nehmen. Witzigerweise ist genau dieser logische Anstieg im alten GTA-Führer 1994 auf Seite 142 richtig skizziert! Auch Bätzing schreibt im neuen GTA-Nord-Führer auf Seite 44: "Die Etappe 1 stellt wegen ihrer Länge keine Eingehetappe dar." "Die Sektion Macugnaga des Club Alpino Italiano hat hier noch viel zu tun" schreibt Neubronner. Eben. Und deshalb beginnen wir die GTA schon seit mehreren Jahren einfach in Forno - siehe unten! - 2008: Der Erdrutsch aus 2007 ist beseitigt und der Weg wurde wieder hergerichtet. - 2008: Auch das wunderschöne wilde Val Segnara ist, bis auf ein paar verschwiegene Angler und Wilderer, praktisch menschenleer und somit durch die völlig durchgeknallten Projekte der "grünen" Wasserkraftmafia aus den gnadenlos übervölkerten Großstädten der Padanischen Tiefebene bedroht, wie man hier lesen kann. Am 10. August 2008 berichteten uns italienische Bergwanderer von der Rundtour Bannio - Colle Baranca - Fobello - Colle Dorchetta - Bannio, daß die Wasserkraftmafia jetzt auch das obere Anzascatal ausbeutet und überall große Baustellen entstehen. Dasselbe traurige Schicksal - die Totalableitung des Hauptbachs und selbstverständlich augenzwinkernd einschließlich der lästigen gesetzlich vorgeschriebenen Restwassermengen - droht leider auch dem paradiesischen oberen Stronatal (Etappe 2). - 2006: Der Einstieg ist schwer zu finden. Von der Kapelle geht ein Weg links steil den Berg hinauf, allerdings mit einem Betreten-Verboten-Schild, etwas rechts davon ein steiler Trampelpfad, der die letzten Meter durch die Wildnis geht. Anstrengend und schlecht zu laufen. Wir sind bis zur Alpe Pianale auf der orographisch rechten Seite des Flusses gegangen. Den Weg auf der anderen Seite haben wir nicht gefunden/gesehen. Der Weg zur Alpe Fontane ist sehr gut erst blau/gelb anschließend nur noch gelb markiert, aber auch ziemlich steil. Die Alpe Fontane ist komplett mit Brennnesseln, Himbeeren und Kraut zugewachsen, man muss sich durchschlagen, aber die wunderschöne Ausicht entschädigt. Der Weg zwischen Alpe Fontane und Alpe del Lago ist nicht markiert, beginnt aber gut ausgetreten am oberen Ende der Alpe. - 2004: Leider ist der Weg von der Alpe Serre über die Alpe Fontane kaum markiert und manchmal kaum zu erkennen (oberhalb der verfallenen Alpe Fontane steil über die Weiden und im Zickzack in den Wald und eben zur Alpe del Lago).

Etappe 2
Kurz vor dem Sattel des Ostgrates der Punta dell'Usciolo biegt die GTA scharf rechts ab. Nicht dem Weg entlang des Grates folgen. - 2007: Der Weg zwischen der Alpe del Lago und der Alpe Pian Lago ist nach wie vor schlecht markiert, ziemlich überwachsen und stellenweise ein steiler, schräger Grassteig, beschwerlich zu gehen, wo bei Nässe und Nebel Vorsicht angesagt ist. Rutschgefahr! Der Abstieg von der Bocchetta dell'Usciolo nach Campello Monti wurde neu rot-weiss markiert und mit den Initialen GTA/SI versehen. - 2004: Gegenrichtung: Im Stronatal und bis zum Lago di Ravinella ist der Weg gut markiert, dann deutlich schlechter, aber zusammen mit der Trampelspur bis zur Alpe Pian Lago immer noch zu finden. Hinter der Alpe geht der Weg etwa auf der Höhenlinie mit alten Markierungen weiter. Dann nach einem letzten großen Steinmännchen nur noch Trampelspuren im Gras den Hang hinauf und auf der Höhenlinie weiter geradeaus. Trotz Suche keine Markierung und kein Pfad mehr zu finden. Im Albergo Leone hat man mir gesagt, es ginge von der Alpe Pian Lago aus ohne Weg quer über die Wiese auf den Sattel hinauf. Dort sei der Weg dann wieder sichtbar. Der Sattel ist auf der Karte IGC 10 und von der Alpe Pian Lago aus in natura deutlich sichtbar.
Etappe 3
Matteo Piana und Jörg Klingenfuß haben am 10. Mai 2001 den alten Strona-Talweg als neuen Standard-Zugang zur GTA von Forno nach Campello Monti durchgehend hergerichtet und markiert. Unsere Freunde aus Forno haben den weiteren Anstieg von Campello Monti bis zur Bocchetta di Rimella und zahlreiche andere Wege im Stronatal ebenso perfekt markiert und beschildert. - 2005: Auf dem Weg von Forno nach Campello Monti gibt es an der Straße ein Schild auf dem Campello Monti nach links ausgeschildert ist. Dies ist richtig, auch wenn jemand darunter auf die Leitplanke NO! geschrieben hat.

2008: Topaktueller GPS-Track von Jörg Klingenfuß Abstieg Bocchetta di Campello Monti - Rimella. - 2008: GPS-Track von Hans und Cristine Herberholz Forno - San Gottardo di Rimella. - 2005: Die nachstehende detaillierte Beschreibung von Jörg Klingenfuß von der Bocchetta nach Rimella ist ein Paradebeispiel für unser Projekts GPS. Diese Etappe wurde von den Einheimischen bestenfalls NICHT, meistens aber UNLOGISCH oder sogar FALSCH markiert; es empfiehlt sich daher, sämtliche mehr oder weniger sinnlosen Farbkleckse und Schilder TOTAL zu ignorieren! Genauso falsch ist die IGC-Karte: der Weg macht NICHT wie darin eingezeichnet westlich der Bocchetta eine markante große Schleife nach Südosten bis mitten in die Alpe Pianello hinein! Die GTA führt stets OBERHALB und NÖRDLICH sämtlicher Alpen und Ortsteile (Alpe Pianello, Alpe Werch, Alpe Wan, San Giorgio, Alpe Selletta, San Gottardo) direkt auf die Fahrstraße San Gottardo - Sella. (Nur wer bei Signora Graziella Dago Käse kaufen möchte, geht den Umweg über die Alpe Pianello!) Ab der Bocchetta (GPS BMONTI 439950 5085533 1932) geht man auf dem Trampelpfad 160 m genau nach Süden und biegt noch VOR Erreichen des von Bätzing erwähnten Graskopfs (unter dem vom Weg aus nicht einsehbar die Alpe Pianello liegt) ...

SCHARF NACH RECHTS in eine leichte Senke ab (GPS D_1891 439949 5085370 1891).

Den anfangs schwachen und dann immer deutlicher werdenden Wegspuren folgt man genau nach Westen bis zu einem Steinmann (GPS G_1790 439597 5085416 1790). Hier geht man nach links = Südosten 100 m (und nicht weiter!) in Richtung der inzwischen sichtbaren Alpe Pianello zu einem weiteren Steinmann (GPS G_1764 439651 5085328 1764). Hier geht man wieder nach rechts = Westen! Nach einigen Minuten trifft man auf die Einmündung des Wegs von der Alpe Pianello her (GPS D_1718 439412 5085301 1718). Man geht immer geradeaus weiter und quert mehrere Gräben am weiten Hang, der vom Gratic (in der IGC-Karte "Punta del Pizzo" 2232 m) über den Punkt 1851 m zum Stutz (IGC Kreuz 1709 m) reicht. Nach etwa einer halben Stunde kommt die erste größere Bachüberquerung (GPS E_1640 439006 5085276 1640), dann kommt man direkt oberhalb der Alpe Werch vorbei (GPS G_1556 438626 5084936 1556), ...

... zweite Bachüberquerung (GPS E_1516 438363 5085148 1516) - hier, wo es keinerlei Abzweigungen gibt und wo es völlig sinnlos ist, trifft man zum ersten Mal auf ein GTA-Zeichen! -, und erstmals bei der Alpe Selletta kommt man direkt hinter der obersten Hütte vorbei (GPS ASELLE 438025 5084822 1447).

Nicht nach Süden nach San Gottardo absteigen! Weiter durch den nächsten Graben und dahinter in den Wald zu einem Aussichtspunkt (GPS G_1422 437955 5084700 1422) und immer weiter im Wald nach Westen zur Kapelle bei der Posa dei Morti unter der überhängenden Felswand (GPS KMORTI 437710 5084332 1388).

Geradeaus weiter und links runter zur Straße (GPS D_1332 437197 5084148 1332). Man folgt der Straße nur ein paar Minuten - irgendwo rechts hat jemand dort, wo es sowieso nur geradeaus gehen kann, in schwarz auf dunkelbraunem Fels GTA gemalt! -

- und geht dann links runter auf Betontreppen (Markierung auf der obersten Stufe)

und einen schmalen Weg.

Diesem Weg folgt man nach Sella, geht vor dem Platz vor der Kirchentür (GPS FSELLA 436962 5083961 1290) ...

... im rechten Winkel links RUNTER nach Süden an der Villa Edelweis vorbei ...

... und dann bei einem Holzpfeil, der recht unleserlich schwarz auf dunkelbraun bemalt wurde, gleich wieder EBEN nach rechts (!) aus Sella heraus zu einem Holzkreuz im Wald unter der Straßenkurve. Hier steigt man weiter ab und überquert die Straße (GPS D_1234 436807 5084065 1234) zu einer Kapelle. Weiter runter durch den Wald und über die Wiese zur Terrasse der Bar Monte Càpio, abwärts zur großen Kirche, an ihr eben vorbei zum Portal und am Postamt / Rathaus vorbei runter direkt zum Albergo Fontana (GPS FONTAN 436509 5084166 1155).
Seit 2002 bietet die Initiative Pro Rimella von Jörg Klingenfuß geführte Bergwanderungen abseits der GTA an; Einzelheiten finden Sie hier!
Etappe 4
2008: Topaktueller GPS-Track von Jörg Klingenfuß Aufstieg Rimella - Alpe La Res. Topaktueller GPS-Track von Jörg KlingenfußAbstieg Alpe La Res - Fobello Zentrum (nicht Santa Maria di Fobello!). - 2008: GPS-Track von Hans und Cristine Herberholz San Gottardo di Rimella - Alpe Baranca. - 2008: Wir hatten keine Lust, zwischen La Piana und Santa Maria di Fobello auf der Straße zu laufen und sind dem Wegweiser Antico Sentiero kurz hinter La Piana nach rechts gefolgt. Der Weg war sehr schön, wenn auch zunehmend zugewachsen und führt wieder auf die Straße nach Santa Maria di Fobello zurück. - 2007: Die von Bätzing erwähnte Kapelle ist von der Straße aus nicht mehr sichtbar. Dafür gut sichtbares GTA-Zeichen in der Nordkehre. Im Jahr 2002 wurde unterhalb von Rimella zwischen den Ortsteilen Pianello und Grondo eine neue Rohrleitung für ein Wasserkraftprojekt verlegt. Die GTA verläuft jetzt unterhalb der Nordkehre auf etwa 100 Metern Länge auf einem neuen Weg direkt auf dem eingegrabenen Rohr. Achtung, oberhalb vom obersten Haus von Roncaccio superiore geht es links hoch - nicht rechts! - 20 Meter durch Ginsterdschungel zur Zisterne! - Wenn Ihnen die Wegbeschreibung - sowohl im GTA-Führer als auch nachstehend - von der Alpe La Res hinunter auf die Straße zu umständlich ist, gehen Sie einfach an den Stromleitungsmasten entlang geradeaus über die Wiese hinunter ...

Hier leicht links haltend durch die Wiese und lichtes Stangenholz hinunter nach Belvedere. Vor den Häusern scharf eben nach rechts (GPS D_1228 435031 5083104 1228). Nach 300 Metern abwärts im Wald, immer runter gehen - und nie nach rechts Richtung Ronco, denn den alten Weg hinter Ronco gibt es nicht mehr! Vor der markanten Kapelle der Frazione Sant'Antonio folgt man dem Wegweiser nach links. Nur wenig unterhalb des Wegweisers kommt man bald auf eine Lichtung, wo der Pfad zunächst auf das Ende der Teerstraße beim Parkplatz von Boco Superiore führt und dann - zunächst am unteren Ende von Boco Superiore entlang - hinunter nach Riva. In Boco sieht man die mondänen Villen der Familien Rizzetti und Musy, die in der Belle Epoque vom berühmten Architekten Costantino Gilodi erbaut wurden. Von ihm stammt auch die geheimnisvolle Villa Aprilia auf Baranca, an der die meisten GTA-Weitwanderer achtlos vorbeirennen. Von Riva alter Weg nach Piane und Santa Maria. - 2003: Der Lebensmittelladen in Riva ist nicht leicht zu finden, wenn man auf die Karte schaut, weil es so aussieht, als ob Riva noch am Hang liegt. Man muß ganz unten im Tal die Straße ein wenig talabwärts gehen.
Wer direkt ins Zentrum von Fobello absteigt (Bushaltestelle, Bar Trattoria Centrale, 2007 Neueröffnung ex-Albergo della Posta als Bed & Breakfast), der geht auf dem schlecht markierten Weg "Antichi sentieri di Fobello" 15 stets nach Südwesten abwärts: genauso wie oben nach Belvedere. Durch die Häuser hindurch, immer geradeaus, direkt an der unteren Villa links vorbei, auf der alten Mulattiera quer über die Fahrstraße und immer weiter über die Wiese nach Costa. Zwischen den Häusern 10 Meter nach links und auf der alten Mulattiera wieder unten raus quer über die Fahrstraße und abwärts nach Campelli direkt zwischen die Häuser, nicht links runter über die Wiese zum Bach. Nochmals unterhalb der Häuser quer über die Fahrstraße - zehn Meter westlich am Hinweisschild liegt oberhalb der Straße das neue Bed & Breakfast La Squara - auf die Wiese mit der Kapelle und weiter abwärts in den Wald, zuletzt auf Kapellenweg direkt ins Zentrum bei der großen Kirche.
Wem die Etappe 4 zu kurz ist, der kann sie elegant verlängern: von Rimella geht man von der erwähnten Nordkehre auf einer Fahrstraße nach Norden über Sant'Antonio auf dem Weg zum Colle Dorchetta bis zur Alpe Helo. Hier ist dieser Weg mitsamt unseren GPS-Wegpunkten (in umgekehrter Richtung) beschrieben. Von der Alpe Helo geht man auf dem schönen Panoramaweg mehr oder weniger eben über diesen Geländepunkt (GPS G_1778 434687 5086407 1778), diesen Geländepunkt (GPS G_1761 434854 5086040 1761), diesen Geländepunkt (GPS G_1747 434854 5085659 1747), die Alpe Rossa Inferiore (GPS AROS_U 434862 5085600 1720), die Alpe Faut (GPS A_FAUT 435161 5084917 1656), die Kapelle südlich davon (GPS K_1594 435106 5084442 1594), die Abzweigung des Wegs zum Monte Tracciora (GPS D_1559 435147 5084151 1559) bis zur Alpe La Res (GPS ALARES 435375 5083675 1453) und dann normal weiter. Total etwa 3½ Stunden länger.
Wer - weshalb auch immer - nicht bei Bossi übernachten möchte, der kann ex Rimella morgens um 0700 den ersten Bus nach Fobello nehmen und gleich zur Etappe 5 weiterrennen. (Im Albergo Fontana bekommt man nach vorheriger Absprache selbstverständlich auch schon um 0630 das gewohnte gigantische Frühstück!)
Wer im neuen Posto Tappa in der Frazione Roy übernachtet, der geht wie oben über dem Foto beschrieben nach Boco Inferiore. Nun entweder auf der Fahrstraße nördlich über die Brücke und dort, wo die vielen Autos stehen, auf einem Fußweg links hoch direkt zur Latteria, oder 200 Meter nach Süden in den Ortsteil Piana di Roy und auf ausgeschildertem altem Fußweg ("Antichi Sentieri di Fobello") direkt hoch nach Roy.
Wem die Etappe 4 nach Roy erst recht zu kurz ist, der geht folgende Variante, die wir fallweise auch in unsere geführten Bergwanderungen ex Rimella einbauen: Wie oben direkt ins Zentrum von Fobello (GPS FOBAR 434720 5082108 907). Vor der großen Kirche geht man über die Brücke zum Friedhof und vor dessen Eingang auf einem Fahrweg nach links. Man folgt diesem etwa zehn Minuten dem Fluß entlang abwärts, rechts vorbei an den Picknickplätzen und links vorbei an den neuen Tennisplätzen (nicht zu dem eingezäunten Haus im Wald nach oben gehen!) bis zu einer alten Steinbrücke über den Mastallone-Fluß. Diese Bogenbrücke kann natürlich auch auf der normalen Fahrstraße erreicht werden. Ab hier geht der "Antico Sentiero di Fobello" 2 hoch in den Wald direkt nach Cervatto, das am Parkplatz vor dem markanten Schloß erreicht wird. An der Piazza vor der Kirche beginnt der "Antico Sentiero di Fobello" 3, der nach einem kurzen Anstieg über die Frazione Torno (GPS FTORNO 434186 5082043 1035) praktisch eben und aussichtsreich direkt nach Roy führt.
Etappe 5
2008: Topaktueller GPS-Track von Jörg Klingenfuß Aufstieg Gazza di Fobello - Alpe Baranca - Alpe Selle di Baranca. - 2008: GPS-Track von Hans und Cristine Herberholz Alpe Baranca - Carcòforo. - 2008: Von Santa Maria talein bis zu den Häusern von Gazza. Nicht weiter Richtung Westen bis in die Häuser von Campo gehen. Ab Gazza immer den Schildern Richtung Baranca folgen. Die GTA beginnt in Gazza am Ende der Fahrstraße und führt kurz rechts hoch Richtung Norden durch einen kleinen Graben und dann immer Richtung Nordwesten auf immer besser werdender Mulattiera. Direkt oberhalb der Alpe Baranca vorbei auf der jetzt klassisch schönen Mulattiera und nach fünf Minuten oberhalb einer uninteressanten Kapelle vorbei, hinter der ein rostiger Seecontainer liegt. Die elegante Mulattiera gewinnt mit zwei markanten Serpentinen die Höhe des schönen Wasserfalls, der direkt aus dem Lago di Baranca entspringt. Ein sehr schönes Foto zeigen wir hier. Am See östlich vorbei aufsteigend zum Colle Baranca (hier liegt nur 50 Meter entfernt am Weg nach Bannio Anzino eine sehenswerte Alpinikapelle) und eben durch die Alpe Selle hindurch. Von der Alpe Selle (GPS ASEBAR 430307 5086854 1813) zum Colle d'Egua (GPS B_EGUA 428774 5086285 2212) braucht man tatsächlich fast anderthalb Stunden, wie auf den neuerdings recht guten Markierungen angegeben. Unterwegs passiert man einen kleinen Zwischensattel (GPS G_2100 429236 5086829 2100). Bei Nebel auf die Steinmännchen achten. Wem der lange Anstieg zum Colle d'Egua nicht genügt, der rennt dort nach links auf den 2453 m hohen Cimone, einen Schrofengipfel südlich des namenlosen Übergangs B_2286 (GPS 428892 5086004 2286) mit hervorragender Aussicht zum nur 16 Kilometer entfernten Monte-Rosa-Massiv. Der Cimone wird fallweise auch bei unseren Bergwanderungen in Rimella im Rahmen einer spektakulären Rundwanderung erstiegen. - 2005: Unterhalb der Alpe Egua besteht grosse Gefahr der Unpassierbarkeit nach starken Regenfällen. Hinweis auf Alternativweg über Le Piane wäre sinnvoll.
Etappe 6
2008: GPS-Track von Hans und Cristine Herberholz Carcòforo - Rima. - 2006: Bei der Ankunft in Rima darf man nicht mehr dem GTA-Wegweiser (mit Hausmerkmal) nach rechts folgen, sondern es geht geradeaus an der Kirche vorbei. Dort ist auf dem Platz ein Hinweis auf das Büro, in dem der Schlüssel für den Posto Tappa abgeholt werden kann. Falls das Büro geschlossen sein sollte, ist der Schlüssel auch im Grillo Brillo erhältlich. In dieser Straße befindet sich ebenfalls wenige Meter vorher der Posto Tappa. - 2004: Der Weg ist von Carcoforo bis zum Colle del Termo vom CAI Varallo komplett neu und vorbildlich hergerichtet worden und hervorragend neu rot-weiss-rot markiert als Weg 112. Auch in dem Wegteil, der noch unter einem relativ großen Schneefeld lag, war stets irgendwo eine Markierung als Orientierung sichtbar. Im vergangenen Winter beziehungsweise in diesem Frühjahr ist trotz der Wegsicherungsmaßnahmen kurz unterhalb des Colle Terme der Weg auf kurzer Strecke abgerutscht, was jedoch nur bei Regen oder Nässe zu Problemen führen dürfte. Auch der Abstieg vom Colle del Termo nach Rima ist offensichtlich neu markiert: Weg 93 in rot-gelb-rot.
Etappe 7
2005: Innerhalb Rimas muss man erst den Wegen 92 und 91 folgen. Erst nach dem Ort geht es auf Weg 96 weiter. - 2003: Weil von Alagna nach Riva Valdobbia nur sehr selten Autobusse fahren und weil das Gehen auf der Straße eine Zumutung ist, empfiehlt es sich, in Alagna auf die orografisch linke Seite des Flusses Sesia zu wechseln. Von hier führt ein ruhiger Uferweg nach Balma, wo eine Brücke wieder nach Riva hinüberleitet. - 2003: Man muß von der Rifugio Ferioli etwa 20 Minuten nach Nordwesten zum sogenannten Belvedere aufsteigen, um den Monte Rosa zu sehen.
Zwischen Etappe 7 und 8 empfehlen wir eine Extra-Etappe durch eines der schönsten Seitentäler des Sesiatals und insbesondere an den schönsten Walserhäusern südlich des Monte Rosa vorbei. Man übernachtet in Alagna. Tags darauf fährt man mit der Kabinenseilbahn vom Zentrum von Alagna auf die Alpe Pianalunga, Betriebsbeginn im Sommer auch an Werktagen um 0730, am Abend zuvor sollte man vorsichtshalber die aktuellen Betriebszeiten erfragen.

Auf dem alten Wanderweg 5, oder einfacher auf der wüsten neuen Skipiste, geht man eine knappe Stunde Richtung Col d'Olen. Bei etwa 2340 Meter zweigt an einem Felsblock ...

... nach links, kaum ansteigend, der Weg ab zum Passo Foric 2444 Meter (GPS BFORIC 414032 5079052 2444). Hier ändert sich schlagartig die Landschaft, man schaut in das unberührte Valle d'Otro, wo es keinerlei Skitourismus und Seilbahnen gibt - Natur pur wie sonst nur noch in Rimella! Wer fit ist, geht vom Paß noch ein paar Serpentinen hoch zu dem rotweißen Masten, hinter dem die Alpe Zube 2524 Meter liegt (GPS A_ZUBE 413822 5078861 2524). Superpanorama auf den unmittelbar gegenüberliegenden Monte Rosa und das gesamte obere Sesiatal. An der Abbruchkante der hochalpinen Bergwiese hat es Edelweiß, bitte nur fotografieren und stehenlassen. Mit Südbogen geht es unmarkiert zurück zum Paß ...

... und auf dem Weg Tour Monte Rosa = TMR abwärts zur Alpe Pianmisura (GPS AMISUR 414799 5077505 1845).

Die folgenden Otro-Ortsteile Weng, Scarpia, Dorf und Follu werden eben durchschritten, man steigt nie zum Bach ab.

Es empfiehlt sich eine Übernachtung in der urigen Rifugio Zar Senni, Telefon 0163 922952, unbedingt reservieren! Anders als der mit dem Auto erreichbare Ortsteil Pedemonte mit dem allzu berühmten Walsermuseum unten im Talkessel von Alagna ist Otro nicht von Turnschuh-Mailändern überlaufen, weil ins Valle d'Otro keine Straße hinaufführt und man somit nur nach anderthalb Stunden Fußmarsch ex Alagna hinaufkommt. - Zuletzt auf steilem Waldweg abwärts und eben hinein ins Zentrum von Alagna. Bus nach Riva Valdobbia, der Fahrplan steht hier.
Dies ist ausnahmsweise eine bezahlte Anzeige. Die netten Wirtsleute von der Berghütte Zar Senni, das bedeutet Zur Sennerin im uralten Walserdialekt, haben uns um die Veröffentlichung folgender Information gebeten: Die Unterkunft ist eine alte Walserhütte im Ortsteil Follu, auf einer schönen Wiese gelegen direkt oberhalb der kleinen Kapelle. Es gibt drei Doppelzimmer mit Stockbett, ein Zimmer mit vier Betten und ein Zimmer mit sechs Betten. Aus der Küche kommen natürlich einfache lokale und traditionelle Gerichte.



Wer sich länger in diesem schönen Wandergebiet aufhält, dem empfehlen wir die IGC-Wanderkarte 109 Monte Rosa, Alagna Valsesia, Macugnaga, Gressoney im großen Maßstab 1:25000, jetzt auch mit UTM-Gitter für GPS, die bei uns bestellt werden kann. - Eine weitere Überschreitung, die wir persönlich noch nicht kennen, die aber die Leute von der Rifugio Zar Senni sehr empfehlen, ist Otro - Passo Foric - Alpe Zube - Passo Zube 2874 Meter mit spektakulärem Panorama - Lago Gabiet 2367 Meter.

Von Otro bis zum Passo Zube sind es etwa drei Stunden: am Passo Foric (GPS BFORIC 414032 5079052 2444) hält man sich nach links auf Weg 3B zur Alpe Zube (GPS A_ZUBE 413822 5078861 2524) und ab hier geht es ohne Markierung rechts haltend auf einer Bergwiese rauf zum Paß. Unten am See befindet sich die Rifugio del Gabiet. Wer eine Rundtour machen möchte, der kann vom Lago Gabiet auf der Tour Monte Rose Weg 6 den Col d'Olen 2881 Meter überschreiten und über den oben erwähnten Weg 5 - Achtung Skipistengebiet, nicht sehr romantisch! - runter zum Felsblock bei 2340 Meter und über den Passo Foric wieder einsame Wege zurück nach Otro gehen.
2008: Die Etappe ist wirklich sehr lang. Schon bis zur Alpe Maccagno benötigt man rund vier Stunden und die Wegsucherei in völlig verlassenen Geröllhalden-Hochtälern beginnt erst dahinter. Stabiles gutes Wetter ist Grundvoraussetzung! - 2008: Die Neuauflage der IGC-Karte 9 ist jetzt direkt bei uns in Tübingen erhältlich. Sie enthält außer der GTA und der Via Alpina auch den genauen Wegverlauf verschiedener "Geheimtips" wie Sentiero Frassati und GTB (Grande Traversata del Biellese), die in 15 Etappen über 200 Kilometer umfaßt und hier beschrieben ist. Weitere Informationen zu diesen Wegprojekten und viele Prospekte erhält man bei der sehr engagierten Azienda Turistica Locale, Piazza Vittorio Veneto 3, I-13900 Biella, Telefon 015 351128, Fax 34612, Internet. - 2008: Der im Führer auf Seite 119 erwähnte Toma di Maccagno wird im ganzen Piemont geschätzt und verkauft. Er stammt natürlich nicht (nur) von dieser winzigen Alpe, die ihm zwar vor Jahrhunderten den Namen gab, wo aber höchstens noch zwei oder drei Kühe herumrennen. Es ist eine geografische Herkunftsbezeichnung für das gesamte Berggebiet der Provinzen Biella und Vercelli, das hier exakt definiert wurde. - 2008: Digitale Wanderkarten im Maßstab 1:25000 für das gesamte Gebiet der Provinz Biella gibt es hier. Das Relief ist gut, die Wege grottenfalsch. - 2007: Die Abzweigung kurz nach dem Colle Lazoney ist gelb gekennzeichnet. Man folge dem Weg 6a, der mit gelben Markierungen und Richtungspfeilen gut markiert bis zum Colle della Mologna Grande führt. Erst dort gibt es wieder GTA-Markierungen.

Etappe 9
2006: Die im Text erwähnte Panoramica Zegna hat eine gute Webseite, auf der zahlreiche einsame und interessante Bergwanderungen und Mountainbike-Touren beschrieben sind. Es gibt kostenlos eine hervorragende Carta dell'Oasi Zegna 1:30000 mit UTM-Gitter (!), die man bestellen kann bei Zegna oder bei der oben erwähnten ATL Biella. Für Bergwanderungen in der rimellamäßigen Wildnis nördlich der Panoramica Zegna übernachtet man am besten in einer der Unterkünfte direkt auf der Panoramastraße. Coggiola wäre zwar ebenfalls ein recht guter Standort, das dortige Albergo Italia ist aber eine bossimäßige Frechheit und hat seinen großen Namen nicht verdient. Es versteht sich von selbst, daß man im Fabrikverkauf beispielsweise in Coggiola oder Trivero aktuelle Zegna-Fetzen zu Sonderpreisen erhält! - 2006: Am alten Ortseingangsschild von Gliondini ist ein GTA-Schild angebracht. Man geht links und kommt bald auf die alte Mulattiera. Die erwähnte eingestürzte Brücke ist inzwischen neu errichtet. - 2004: Die Carta del Biellese Nord-Ovest ist in der Tat im Lebensmittelladen in Piedicavallo zu erhalten und sehr zu empfehlen. Insgesamt sind die Markierungen auf diesem Abschnitt weniger deutlich als auf den davor liegenden Etappen. Meistens war die GTA gelb-rot markiert, was jedoch auch für andere lokale Wanderwege zu gelten scheint. - 2003: Auf den Etappen 9 bis 12 ist sehr zu empfehlen die Carta del Biellese Nord-Ovest (grün) 1:25.000 . Erhältlich in Oropa und hoffentlich in Piedicavallo.
Etappe 10
2007: Zwischen San Giovanni und dem Colle della Colma gibt es immer wieder weiße Punkte auf dem Asphalt der Straße. Sie führen zu Lücken in den Leitplanken und zu der alten Mulattiera. Die ist freigeräumt und ebenfalls mit weißen Punkten auf dem Boden gekennzeichnet, aber leider auch sehr steil. Die Locanda della Galleria Rosazza liegt - von San Giovanni kommend - direkt vor dem Tunneleingang. - 2006: Als Alternative zu der im Führer beschriebenen Wegführung bietet sich nach Oropa die Via delle Fede an. Die Wegführung ist auf einer großen Übersichtskarte rechts des Einfahrtstores von San Giovanni dargestellt. Man folgt zunächst wie die GTA der Straße Richtung Galleria Rosazza. Nach etwa 10 Minuten folgt man an einer Rechtskehre links der Markierung E1 Richtung Colle/Monte Cucco, am Monte Cucco mündet von links die Grande Traversata Biellese ein. Im weiteren Verlauf bis Oropa ist der Weg markiert mit D15/GTB. Für den sehr gut markierten und in Schuß gehaltenen Weg braucht man etwa 3 Stunden 20 Minuten. Ab der oben genannten Abzweigung von der Straße verläuft der Weg bis Oropa praktisch eben (!), meist angenehm beschattet im Wald, aber auch mit schönen Aussichtspunkten auf San Giovanni, das Cervotal und kurz vor Oropa auf die gesamte Oropa-Anlage. - 2006: Die Straße wird zur Zeit hinter San Giovanni neu gebaut, es sind aber immer wieder gute Hinweisschilder auf die GTA vorhanden. Ein wenig muß man aber doch auf der Straße laufen. Auf der Galleria Rosazza ist die GTA sehr wohl zu finden. Etwa 400 m vor dem Locanda Ristorante ist in der Mauer zum Hang hin eine kleine Treppe. Verschiedene Wanderzeichen einschließlich GTA sind vorhanden. Der Pfad führt über den Berg und ist herrlich zu laufen. Also bitte nicht durch den Tunnel, sonst wächst der Weg demnächst ganz zu. Wenn der Weg beim Abstieg wieder auf die Straße trifft, muss man einige Kehren auf dieser laufen, bis man auf die alte Mulattiera nach Oropa Sport stößt. - 2004: Hinter San Giovanni, wo die GTA von der Strasse abzweigt, ist der richtige Weg schwer zu finden und geht teilweise als kurze, steile Abkürzungen zur Strasse durch den Wald. Die beiden Karten (IGC und Carta del Biellese) helfen an dieser Stelle nicht, sind eher widersprüchlich.Wir sind teilweise auf der Strasse gegangen, da die GTA nicht zu finden war. Dasselbe Problem hinter der Galleria Rosazza hinunter nach Oropa, es gibt aber auch hier die Möglichkeit auf der Strasse zu laufen. - Man folgt vom Talort Rosazza einfach der Fahrstraße am Santuario di San Giovanni vorbei, und übernachtet entweder vor dem Tunnel im neu eröffneten Locanda Ristorante Galleria Rosazza (nicht in der Karte eingezeichnet) oder setzt den Weg durch den Tunnel fort und steigt auf gut markiertem Weg -rechts des Tunnels- noch nach Oropa ab. - Ab Gliondini kann man knapp unterhalb der Autostrasse auf der alten Mulattiera gehen. Einstieg: am alten Ortsausgang von Gliondini, also schon unterhalb der Autostrasse, neben der eingestürzten alten Brücke den Bach überqueren. Danach unproblematisch bis auf einen Taleinschnitt, wo man kurz auf die Autostrasse ausweichen muss.
Etappe 11
Die Rezeption in Oropa öffnet um 0800, die Seilbahn ab 0830, erste Bergfahrt um 0830, letzte Talfahrt um 1700. - 2007: Zwischen Bocchetta del Lago und Rifugio Coda wird die GTA gerade für 45000 EUR wiederhergestellt. Der Weg wird verbreitert und an den meisten Steilstellen gibt es schon Stufen und zusätzliche Sicherungsseile.
11 und 12 unter Umgehung des Rifugio Coda auf dem unteren Weg C4 (Verzweigung kurz hinter der Bocchetta del Lago): Abzuraten, weil schlecht zu finden und durch ewiges Auf und Ab sehr lang und anstrengend. Auf etwa 1700 m teilt sich der Weg (laut 25.000er Carta del Biellese) nochmal: entweder über C4b und C3 zum Rifugio Coda oder zum Colle Carisey, also nix gewonnen. Oder auf C4, später C3 Abstieg bis auf 1240 m, dann auf C2 Anstieg bis zum Colle della Lace. Die in der IGC-Karte eingezeichnete, hoehergelegene Querung von L'Arcomune nach Brangolone existiert laut Biellese-Karte nicht.
Etappe 12
2008: Der Weg teilt sich nach einiger Zeit in den Kammweg und den Weg im Osthang (GTA). Weil mein Mann sich auf dem Kammweg unwohl fühlte, sind wir den Weg im Hang gegangen. Ich war froh, als wir beim Colle della Lace ankamen. Der Weg ist wenig begangen, sehr zugewachsen und teilweise stapften wir durch Gras und Gestrüpp mit mehr als 50 Zentimeter Höhe. Die Markierungen sind schwer zu finden, und der Weg ist wie beschrieben an einigen Stellen sehr abschüssig und bei Nebel oder Regen überhaupt nicht zu empfehlen und höchstwahrscheinlich gefährlicher als der Kammweg. Colle della Lace bis Maletto: Das war das einzige Stück Weg auf unserer gesamten Wanderung, wo wir Probleme hatten, den richtigen bzw. überhaupt einen Weg zu finden. Hinter dem Colle della Lace sind wir zunächst am Colle di Giassit gelandet, wissen aber nicht, wo wir einen anderen Weg übersehen haben könnten. Bis wir dann den richtigen Weg wiedergefunden haben sind wir eher querfeldein zu Tal gelaufen, und bis Maletto gab es noch einige Stellen, wo wir uns unsicher waren ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. - 2008: Durch umfangreiche Sicherungsarbeiten ist der Weg gut markiert und gesichert und jetzt auf jeden Fall fertig. Wir sind 2007 noch an einer Baustelle beim Abstieg zum Pass vorbeigekommen, wo wir uns an Seilen nach unten hangeln mußten, aber das dürfte jetzt auch okay sein. Bei Nässe ist es vielleicht etwas ungemütlich und man sollte einigermaßen trittsicher sein - wer Gratwege nicht mag ist hier falsch - aber es ist eine lohnende Alternative und nach allem, was über die "originale" GTA im Netz steht, besser zu laufen als diese. - 2007: Vom Rifugio Coda kommend sind alle Wege Richtung Maletto gut ausgeschildert und problemlos zu finden. Der Weg über den Grat war im Juli 2007 mit drei (!) Schildern gesperrt, was wir dann doch ernst genommen und stattdessen den Weg durch die Flanke - eigentliche GTA - eingeschlagen haben, obwohl die Hüttenwirtin uns davor gewarnt hatte, hohes Gras, man rutscht. Dieser schmale Pfad ist in der Tat ziemlich zugewachsen, ist aber so gut rot markiert, dass man ihn noch problemlos findet. Vor allem wenn Steine und Vegetation nass sind, muss man gut auf seine Füße aufpassen und kommt sicher nicht so schnell voran wie im Buch angegeben, es ist aber auf jeden Fall gut machbar. Wegführung: anfangs tendenziell bergab, zwischendrin ein kurzer Anstieg auf einem Grasrücken, danach relativ hangparallel. Andere Richtung: Die Beschilderung am Colle della Lace Richtung Rifugio Coda erschien ziemlich konfus. - 2006: Die im Buch erwähnte Flankenquerung ist vor dem Aufstieg zum Monte Bechit gut ausgewiesen, nach links abbiegen, und auf der ganzen Strecke ausreichend markiert. Leider wächst der Weg bestimmt wieder zu, wenn er nicht begangen wird. Es ist eine schöne Alternative für Wanderer, die nicht unbedingt Wert auf Gratwanderungen im Wolkendunst mit ausgesetzten Wegeteilen legen. - 2005: Der Weg von der Alpe Bechera ist in der Nähe der Alpe schlecht markiert. Es finden sich hinter der Alpe nur vereinzelt und nach intensivem Suchen Markierungen, die dann im Laufe des Weges besser und häufiger werden. Statt dessen führen gute Markierungen falsch in Wegesrichtung weiter nach Westen und dann Nordwesten. - 2004: Es ist nur noch der Höhenweg Alta Via delle Alpi Biellese als GTA ausgeschildert. Obwohl gut abgesichert, ist der Weg doch anspruchsvoll und die Zeitangabe 3 Stunden auf den Schildern dort für einen normalen Wanderer zu knapp. Wir haben in gemütlichem Tempo etwa 5 Stunden gebraucht. Hinterm Colle della Lace haben wir trotz dem Hinweis im Internet, dass der Weg rechts entlang des Bergrückens verläuft, den Weg nicht auf Anhieb gefunden, denn der Weg verläuft relativ weit oben am Hang. Bei Alpette verzweigt sich die GTA in die Varianten 841 und 848, die wohl beide nach Maletto führen. Die Variante 841 entspricht jedoch der Karte und ist wohl auch kürzer. - Vom Rifugio Coda zum Colle della Lace:
Variante 1: Wir sind auf Empfehlung des Wirtes des Rifugio Coda den Höhenweg über Monte Bechit und Monte Roux gegangen, der als "Alta Via delle Alpi Biellesi" ausgezeichnet markiert und an den ausgesetzten Stellen beim Abstieg über die Flanken sehr gut mit Seilen abgesichert war. Nicht nur wegen des Blicks auf die Walliser Alpen eine sehr schöne Route.
Variante 2: Flankenquerung auf der GTA. Anders als bei Bätzing beschrieben, scheint der Weg schon am Colle Carisey abzuzweigen. Stellenweise ziemlich zugewachsen? Markierung teilweise recht frisch, an kritischen Stellen jedoch fehlend. In die Gegenrichtung wandernd, hatten wir an einer Stelle, wo der Weg von der Horizontalen ziemlich unvermittelt in die Vertikale wechselt und sich anschickt, auf einem Grasrücken kräftig an Höhe zu verlieren, ein so ungutes Gefühl, dass wir lieber zum Grat aufgestiegen sind. Wer ist den Weg in die übliche Richtung gegangen und kann näheres berichten?
Vom Colle della Lace nach Maletto:
Die GTA ist kurz nach dem Colle nicht mehr gekennzeichnet. Sie verläuft rechterhand, entlang des Bergrückens in Richtung Alpe Bechera. Später wieder Markierung rot-weiß, gelb und Nummer 2. Am besten in der bestoßenen Alpe Bechera nach dem Weg fragen.
Etappe 13
2007: Wenn man bei Carema aus dem Wald kommt, geht die GTA in einer der nächsten Kurven links ab Richtung Quincinetto. Es folgt ein kurzer Aufstieg, dann geht es eben durch den Wald. Wenn dann an einer Stelle viele neue rote Markierungen nach rechts abbiegen und auf einen Felsen hinaufführen, ist das trotzdem nicht der richtige Weg! Vermutlich muss man den Pfad, auf dem man sich vorher befindet, einfach weiter gehen. - 2004: Wegen starkem Regen haben wir von Maletto ein Taxi ins Tal genommen, um unseren Zug noch zu erreichen. Das nächste Taxiunternehmen ist in Ivrea (Telefon 0125 49113), die Fahrt von Maletto nach Pont Saint Martin hat für 5 Leute mit Wanderrucksäcken 45 Euro gekostet. - Der Weg ist gut gekennzeichnet, man kommt allerdings oberhalb von Quincinetto in Carema aus den Weinbergen heraus. - Folgt man dem reizvollen und gut gekennzeichneten Weg bis Carema, kann man von dort mit dem Linienbus (alle 1 bis 2 Stunden) nach Quincinetto fahren. Die Bahnlinie ist dort durch eine Buslinie nach Ivrea und Turin ersetzt