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"EU"-weit wird die gewohnt oberflächliche Sprechblasen-Politik ausschließlich in und von den gnadenlos naturentfremdeten Großstädten bestimmt. Angesichts der brutalen Problematik rapide entvölkerter und verwilderter Berggebiete im Piemont hat das ganze großartige Gelaber und Geschwätz total versagt, und das schon seit vielen Jahrzehnten. "Die Letzten dort oben" sind zuwenig Leute und zudem nicht vernetzt, niemand interessiert sich für sie, außer ihnen selbst kennt kaum jemand tatsächlich ihre alltäglichen Lebensumstände ...

... zukunftsweisende Projekte überlegt sich eh niemand, zunehmend verarmt sind sie sowieso, und "EU"-typisch wird beim ganz großen Geldverteilen wie gewohnt rotzfrech, superarrogant, Extrem Undemokratisch und weltfremd über die Köpfe der echten Einwohner hinweg entschieden. Topaktuelle Interviews aus dem aussterbenden Sesiatal gibt es hier.
Ganz anders lebt man in der schon seit Jahrhunderten direkt- und urdemokratischen Schweiz: dort haben die Bergkantone die Mehrheit im Parlament und vertreten auch entsprechend effektiv und währschaft ihre Wähler.

Beispielsweise hat der städtische Kanton Zürich mit seinen weit über 1 Million Einwohnern im Ständerat (Stand ist eine alte Bezeichnung für Kanton) dasselbe Gewicht, nämlich genau zwei Vertreter, wie der urchige Bergkanton Uri mit nur 35000 Einwohnern. Der Verfasser obiger Anfrage, Hansheiri Inderkum, stammt konkret aus Gurtnellen UR am Gotthard, und nur ein Bergler wie er kennt die Natur und ihre Gefahren. Haargenau in Gurtnellen ereignete sich gerade mal zwei Jahre nach seiner vorausschauend weisen Interpellation ein massiver Felssturz, der zwei deutsche Touristen aus Pforzheim auf der Fahrt nach Italien tötete, riesige Materialschäden anrichtete und mitten im Pfingstferienreisechaos eine einmonatige Totalsperrung der Gotthardstrecke erforderte. Die Fallenergie der gigantischen Felsblöcke wurde durch den Wilerwald glücklicherweise stark gebremst. Ohne diesen Schutzwald, dessen Erhaltung und Ausbau astronomische Summen verschlingt und für den die "EU" mit ihrem umwelt- und menschenzerstörenden Transitschwerverkehr - belgische Hormonturboschweine tausende Kilometer weit nach Italien gekarrt und dann umetikettiert zurück nach Deutschland als sogenannter "Parmaschinken", pfui Teufel! - keinen Cent an die Schweiz bezahlt, hätte es hier noch viel mehr Tote gegeben!
Einen weiteren Felssturz auf die Gotthard-Autobahn ohne Personenschäden gab es, wiederum bei Gurtnellen, soeben erst am 8. Februar 2009!

Bergbauern in Bayern, Frankreich, Österreich und insbesondere in der vorbildlichen Schweiz werden wegen der schwierigen Arbeitsbedingungen und für gezielte Landschaftspflege umfangreich subventioniert. Insbesondere für die Bealpung, für Wegarbeiten und für die Infrastruktur gibt es viel Geld, eben um die Kulturlandschaft zu erhalten - die natürlich auch dem in diesen Ländern lebensnotwendigen Massentourismus dient - , und um dadurch die Entstehung von Wildnisgebieten zu verhindern. In Italien gibt es keinen Cent für "die letzten dort oben". Es gibt zwar theoretisch
Es gibt im Piemont aber real nichtIn der Flachland-Provinz Vercelli, dem größten Reisanbaugebiet Europas, hat es über 180000 Einwohner, davon alleine 45000 in der Hauptstadt Vercelli, 14000 in Borgosesia und weit unter 10000 in den anderen Kleinstädten wie Santhià und Gattinara. Das Sesiatal selbst ist eine abgelegene Gebirgsregion, die vor 200 Jahren in ihrer Blütezeit sogar eine eigene Provinz war; die spannende Geschichte beschreiben wir hier. Es hat gerade mal 6800 echte (und nicht nur angemeldete) Einwohner, davon knapp 5000 in Varallo. Bleiben also rund 1800 meist ältere Leute in den abgelegenen Bergtälern, die untereinander nicht vernetzt sind, und jeder kann sich ausrechnen, daß die paar Eingeborenen da hinten in der reichen padanischen Tiefebene drunten sowieso niemanden interessieren und daß sie bei Wahlen keinerlei Gewicht haben. An der hypsometrischen Kurve der Provinz sieht man genau, daß die Gebiete, die höher als 1500 Meter liegen, gerade mal 14 Prozent der Gesamtfläche ausmachen.
Gert Trego vom Verlag der Weitwanderer, der viele Jahre lang die GTA betreut und unterstützt hat, schrieb schon 1993 in seinem Wanderführer Der große Walserweg auf Seite 135 über die Alpen im Gebiet des oberen Sesiatals: "Sieht man, wie hier Bergbauern der EG wirtschaften müssen, und vergleicht das mit der Agrarpolitik in Brüssel, so kann, wenn nicht schnell etwas geschieht, der Tod der Wirtschaft dieser Bauern bereits heute vorausgesagt werden." Ecco!
Von den Milliardengeldern, die seit über einem halben Jahrhundert von der sogenannten "EU" alleine für deren idiotische, umweltzerstörende und hochkriminelle Agrarpolitik verpulvert werden, abgezockt insbesondere von Frankreich mit netto 3 000 000 000 EUR pro Jahr, das sind unglaubliche 95 EUR pro Sekunde!, ahnen die letzten Einwohner dort oben glücklicherweise nix. "Europa" funktioniert bekanntlich so, daß genau diejenigen Nationen das meiste Geld abzocken, die von Anfang an ihre rücksichtslosesten Manipulatoren an den entscheidenden Schaltstellen der Macht installiert haben, wo sie dann weisungsgemäß ausschließlich im nationalen Interesse am lautesten schreien und lügen und bluffen und auf den Tisch hauen: an allererster Stelle - wie immer seit über einem halben Jahrhundert! - die zentralistischen und extrem korrupten Gallier, dann kommt verdammt lange NIX mehr, und dem perfekt manipulierten Rest gibt man buchstäblich den Rest. Dadurch verstärkt sich vollautomatisch der perverse Effekt, daß ausgerechnet dieses Land mit lächerlichen 2 (zwei, nicht zwölf oder zwanzig. Zwei!) Prozent Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (Fischer Weltalmanach 2010 Seite 204) - und nicht etwa tatsächliche Agrarstaaten wie Bulgarien Griechenland Rumänien Süditalien - auch noch die meisten Agrar- (und Struktur-) Gelder abzockt, nämlich satte 17 Prozent von total 55 000 000 000 EUR. Economist, 24. Dezember 2005: "A modern EU budget would not be one that spends 40 % on agriculture ¦¦and another 20 % on 'structural aid' - JK¦¦. This policy benefits France to the tune of 3 000 000 000 EUR net, per year. If France likes wasting taypayer's money on big, rich farmers, which is what the Common Agricultural Policy (CAP) does, it should surely pay for this folly itself. The deal puts off any serious chance for further CAP reforms until 2013." Wir schreiben jetzt 2010 und das alles ist einfach ein permanenter ungeheurer Skandal, denn auf Druck der französischen Politmafia und der gallierhörigen bundesdeutschen Attrappenpolitiker - lascia perdere, diese dummdeutschen Dorfdeppen aus Berlin! - soll diese EU = Extrem Undemokratische Riesensauerei weitere fünfzig Jahre lang ungebremst und genauso pervers weitergehen. "Europa ist nach innen korrupt und nach außen eine Gefahr für den globalen Handel." Sunday Times, 18. Dezember 2005. Bravo, ragazzi, dem ist wahrhaftig nix mehr hinzuzufügen. Und die Entvölkerung in den vergessenen und verlassenen italienischen Bergdörfern geht genauso ungebremst weiter!
Das exakte Gegenteil davon ist die urdemokratische Schweiz, die sich gottseidank nicht dem verbrecherischen "EU"-Agrarwahnsinn unterworfen hat - Stichwort Hormonturboschweine siehe oben! - und ihre Bergbauern eben gerade nicht verrecken läßt. Economist, 29. September 2007: "There are subsidies for feeding cows only grass and hay, and subsidies for letting them graze outdoors in summer. Swiss voters are big on animal welfare, and tourists like animals. Wildflower meadows, wooded riverbanks and steep fields all attract cash. Officials insist these are payments for public goods that do not distort the market."
Unverbrauchte junge Fachleute, die sich noch nicht durch Geld oder Macht korrumpieren lassen, haben diese Zusammenhänge schon lange begriffen. So schrieb beispielsweise Rainer Rothfuss vom Gemeinsamen Technischen Sekretariat des Interreg 3 Alpenraumprogramms beim Alpenforschungsinstitut in Garmisch am 28. August 2003: "Gestern Abend hat mir meine Mutter erzählt, dass eine ihrer Freundinnen (Ingeborg Lenzer) ganz begeistert von einer von Dir geführten Wanderung in Rimella gewesen sei. Weil Du aus Tübingen kommst und ich dort auch Geographie studiert habe und jetzt auch mit der Alpenthematik zu tun habe, dachte ich mir, ich melde mich mal kurz. Wir haben ja schon einige Projekte und Anträge vorliegen, die sich mit einer ähnlichen Thematik beschäftigen, wie die Rimella-Initiative, leider kommen aber die Projektpartner fast immer nur aus den ohnehin reicheren Regionen der Alpen. Wir suchen gerade nach einer Lösung für dieses Problem, da wir ja die Ungleichgewichte zwischen den Regionen mit unserem Programm nicht noch weiter verstärken wollen!" Nach eingehender Aufklärung unsererseits über die tatsächliche Situation vor Ort, insbesondere in Rimella, schrieb er am 30. September 2003 im szenetypischen "EU"-Sprech an seine Kollegen: "In solch benachteiligten Regionen fehlt das Potenzial, um im transnationalen Rahmen zu kooperieren. Um im Interreg-3-B-Rahmen regionale Disparitäten wirksam abzubauen statt eventuell sogar zu verstärken (in der Mid-Term-Evaluation wird ja deren Zunahme während der letzten Jahre erwähnt werden), sollten wir uns Gedanken machen, wie wir auch diese Partner ¦¦gemeint ist die private Initiative Pro Rimella¦¦ in unser Programm einbinden können, die nicht schon unabhängig vom Alpenraumprogramm aufgrund bereits bestehender struktureller Stärken international kooperieren können."
Die Provinzbürokraten im topfebenen Flachland von Vercelli, dem Zentrum des Reisanbaus in der Padanischen Tiefebene, haben absolut Null Ahnung von den Bedürfnissen und Problemen der Valsesiani oben in den wilden Bergen, und wenn tatsächlich mal aus Versehen Geld ins Tal kommt, handelt es sich durchwegs um völlig sinnlose Projekte, selbstverständlich "EU"-gefördert, an Absurdität sowieso nicht mehr zu überbieten und von den Einheimischen vor Ort, die "EU"-typisch sowieso nie gefragt werden, ausgiebigst begrinst und verlacht. Die hochkriminelle, sinnlose und überaus lächerliche Subventionspolitik der sogenannten "EU" wird auch in einem Artikel im Spiegel vom 19. März 2007 beschrieben, aus dem wir hier zitieren. Nachstehend nur einige Beispiele, denen man unterwegs begegnet - inutile dire che, das ist nur die Spitze des Eisbergs!
Auf der gegenüberliegenden Talseite sieht es noch übler aus. Schon mit bloßem Auge sieht man unterhalb des Grats, der vom Col Baranca zum Pizzo del Moro zieht, auf mehreren Hundert Metern Breite einen über zehn Meter hohen Abriß mit drei Bögen, der sich nach unseren jahrelangen Beobachtungen - nota bene, wir reden hier nicht von 10 Millionen Jahren, sondern von zwölf Jahren! - in allen drei Dimensionen ständig vergrößert. Auf deutsch: irgendwann und demnächst kommt hier der ganze Berg herunter, was auch Sergio und Alda von der Alpe Baranca bestätigen. Sie reden übereinstimmend von riesigen Mengen labilem Eis im Berg, das an verschiedenen Stellen nur wenige Meter unter der Erdoberfläche zutage tritt und das von ihnen schon seit Jahrzehnten, weiter oben natürlich auch von uns den Wilderern, als natürlicher "Kühlschrank" genutzt wird, und sie alle haben vollkommen recht. Es wäre also auch deswegen lebensgefährlich, eine Fahrstraße ausgerechnet durch das Val Baranca zu führen, das außerdem oft bis in den Mai hinein durch Lawinen bedroht ist. Die schweizerische Geologin Dr. Andrea Rieser, die vor einigen Jahren in Rimella gearbeitet und mit einem ungeheuren Aufwand eine neue geologische Karte des Gebiets erstellt hat, schrieb am 4. Februar 2006: "Ich würde das einfach als Rutschung oder Hangrutschung bezeichnen mit klarer oberer Abrisskante. Die Tatsache, dass die Rutschung eine so gerade Oberkante hat, könnte darauf hinweisen, dass das Ganze auf tauenden Permafrost zurückzuführen ist, oder aber dass eine Störung dort entlang läuft. In dem Fall ¦¦Störung¦¦ würde ich aber erwarten, dass man auch im felsigen Teil ein Lineament erkennen kann, und das ist hier nicht der Fall." Volltreffer! Kommentar der Einheimischen aus Fobello und Cravagliana: Sarebbe ora! Es wäre an der Zeit! Ein Teil erhofft sich von der Straße tatsächlich einen neuen Tourismus. Ein anderer Teil ist voll dagegen, vor allem wegen der riesigen Folgekosten für den Unterhalt, die allerdings auch von den Befürwortern als unbezahlbar akzeptiert werden. Auch hier wird diese Schnapsidee heiß diskutiert.










Zuerst war die rundumerneuerte Luxusbude für Jugendgruppen aus dem Flachland vorgesehen, man kommt aber sowieso nur zu Fuß hin, also hat man diesen unglaublichen Blödsinn ziemlich schnell aufgegeben, denn drunten in Tiefitalien gibt es, anders als in deutschsprachigen Ländern, keine organisierte Wanderbewegung, und kein Flachlanditaliener ist so dumm und läuft freiwillig stundenlang einen steilen Bergweg hinauf! GTA-Weitwanderer kommen ebenfalls nicht in Frage, denn was sollen sie dort tun? Dieser Ortsteil ist schon seit Jahrzehnten völlig verlassen, kein Mensch wohnt mehr dort, und selbst im Hochsommer geht dort am Osthang nachmittags gegen 1700 die Sonne unter und dann wird es sofort lausig kalt, während unsere Wandergruppen im Albergo Fontana, direkt gegenüber am Westhang im lebendigen Zentrum von Rimella, auf der riesigen Terrasse noch drei Stunden länger Sonne und Wärme genießen können, selbstverständlich in angenehmer Gesellschaft zusammen mit den Einheimischen.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Sesiatal prophezeien wir: kein Mensch wird jemals diese Bude betreiben, das Geld wird also buchstäblich zum Fenster hinausgeschmissen, denn nach einer Anstandsfrist von gerade mal zwei Jahren wird die Bude letzendlich dem berüchtigten italienischen WWF vermacht, der sie dann mit seinen Saufbanden, die im Vollrausch die Möbel verheizen, die Küche zertrümmern und die Matratzen zum Fenster hinausschmeißen, innert einem Jahr genauso zugrunderichten wird wie vor wenigen Jahren eine ehemals sehr schöne Berghütte zwei Seitentäler weiter oben am Monte Rosa. Die Höhe unserer solcherart sinnlos verheizten "EU"-Steuergelder kann man amtlich bestätigt hier finden: 200024 EUR! Kommentar der Einheimischen aus Rimella: Sono matti, le maledette teste ronde lagiù in Italia! Die sind verrückt, die verdammten Rundköpfe da unten in Italien (sic). Ausgerechnet in Roncaccio superiore. Wem so etwas einfällt, der muß schwer krank sein. Es wäre besser, sie würden endlich etwas für unser Dorfzentrum tun, bevor es endgültig zu spät ist!
Notizia Oggi, 15. Juni 2009: "Italo Bignoli, sindaco di Rimella: 'Il bando per l'affidamento dalla gestione del rifugio del Roncaccio è andato deserto.' " Es ist also haargenau so gekommen, wie wir es an dieser Stelle - siehe oben! - schon vor mehreren Jahren präzise vorhergesagt haben: auf die absurde "Ausschreibung" hat sich niemand gemeldet, denn kein Mensch ist so blöde, sich jährlich auch noch 1200 EUR abzocken zu lassen, um eine sinnlose Bude irgendwo in einem einsamen Wald, und erst noch kilometerweit von einem speditiv aussterbenden Bergdorf entfernt, zu "betreiben"!






Der Torrente Mastallone soll unterhalb der markanten Kurve südwestlich von Cravagliana gefaßt und in einem Rohr vollständig nach Vocca ins Sesiatal abgeleitet werden. Restwassermengen sind nicht vorgesehen beziehungsweise werden sie vermieden durch die üblichen kriminellen Tricks der Wasserkraftmafia, die man unterwegs sieht.
Wenn man gleichzeitig einen Straßentunnel baut, würde niemand mehr an der spektakulären Ponte della Gula vorbeifahren, und keiner würde sich über den fehlenden Wildfluß beschweren: äußerst raffiniert eingefädelt von der bergbachgeilen Wasserkraftmafia aus Mailand und Turin!
Ponte della Gula, eine der größten Sehenswürdigkeiten im unteren Mastallonetal bei der Fahrt von Varallo nach Rimella. Spilker: "Eine kleine Steinbrücke, die sich elegant von einer Klammwand zur anderen schwingt. 35 Meter unter der Ponte della Gula schimmert das grünliche, glasklare Wasser des Mastallone. Es ist hier über 10 Meter tief, senkrecht ragen die Felswände rechts- und linksufrig aus dem Fluß. An der Felswand erkennt man einen alten Saumpfad. Die Klamm selbst ist unproblematisch. So haben wir Muße, die Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Weit hängen die ausgespülten Felswände über uns, düster und unheimlich ist es hier unten. Ab und zu verirrt sich ein Sonnenstrahl und läßt das klare, tiefe Wasser grünlich schimmern. Ich lasse mich zu Freudenschreien hinreißen. Was gibt es doch für schöne Fleckchen auf unserer Erde!" Natürlich kennen wir auch in diesem wilden Gebiet zahlreiche schöne und versteckte alte Bergwege. 1. Juli 2008. Foto anklicken!

SOS Riva Valdobbia: 2008 wurde bekannt, daß in Riva Valdobbia außer einem künstlichen "Walserdorf Prà di Riva" für dumme Touristen aus dem Flachland ...

... jetzt auch noch ein Industriegebiet, Sie lesen richtig: EIN INDUSTRIEGEBIET!!!, gebaut werden soll. Eine Fabrikhalle ist bereits im Bau. Inutile dire che, die sogenannte "EU" finanziert auch dieses idiotische Projekt, wie man der Pressemitteilung der Gruppe Wir Walser für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus entnehmen kann.

Wir haben bereits 2008 an dieser Stelle vorausgesagt: Die logische Folgerung aus einer derartig einseitigen "touristischen Entwicklung" wird sein, daß demnächst auch in der landschaftlich schönen Talweitung von Scopa, im mittleren Sesiatal, ähnliche Wahnsinnsprojekte realisiert werden, denn woanders ist das Sesiatal viel zu schmal. Wir kennen Scopa und die einsamen Wege in der Umgebung recht gut - hier steht ein Digitalpanoramafoto vom wilden Valmala - und haben 2007 zum ersten Mal die spektakuläre Überschreitung Piaggiogna - Scopa mit begeisterten Wandergruppen durchgeführt. Kommen Sie mit uns zum Bergwandern ins Sesiatal, bevor auch noch diese superschöne Gegend vom sogenannten "Fortschritt" gnadenlos verschandelt wird!

Das Geheimprojekt wurde am 20. April 2007 von der Lokalzeitung Notizia Oggi aufgedeckt und veröffentlicht mit einem äußerst realistischen und giftigen Kommentar: "L'augurio più caldo e sincero che possiamo fare è che questa idea della metropolitana sotto il Monte Rosa finisca in qualche cassetto e ci resti per svariati decenni. Non si può sperare altro, per un programma del genere. Il guai è che, quando l'affare ammonta a varie centinaia di milioni di euro, anche gli incubi più assurdi rischiano di trasformarsi in realtà. Basta dire la parola magica: sviluppo. Da ripetere più spesso che si può. Sviluppo, sviluppo, sviluppo. Un bel giorno qualche ingegnere se ne esce dicendo che trapanare il massiccio è un progetto essenziale 'per garantire un futuro' ai paesi intorno al Rosa. Alla fine si trasforma in progetto, possibilmente agganciato a qualche bando europeo. Una sola parola: pazzesco! Un Monte Rosa come Gardaland, con il trenino che va su e giù a portare la gente a vedere i panorami? Ma il mondo reale non è un parco dei divertimenti. Se si vuole investire seriamente sulle valli, si pensi piuttosto a valorizzare i boschi, o a creare mercati validi per gli allevatori. Meglio una vacca sopra la montagna che un treno sotto." Nota bene, dieser Kommentar stammt nicht von uns, aber er bestätigt unsere jahrzehntelange Erfahrung: je absurder ein "Entwicklungsprojekt" ist und je mehr Millionen Steuergelder abgezockt werden sollen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein derartiger Wahnsinn auch schnellstmöglich realisiert wird. Beweise und Fotos siehe oben!


Am 26. Februar 2007 haben wir per Einschreibbrief diese Anfrage gerichtet an die für den Jahresplan 2007-2013 zuständige "EU"-Behörde in, of all countries, Frankreich. Eine Antwort haben wir bis heute noch nicht erhalten.
Am 12. April 2007 haben wir per Einschreibbrief dieselbe Anfrage gerichtet an den National Contact Point des Alpine Space Programme in Garmisch-Partenkirchen. Eine Antwort haben wir bis heute noch nicht erhalten.
Am 12. April 2007 haben wir per Einschreibbrief dieselbe Anfrage gerichtet an das Joint Technical Secretariat des Alpine Space Programme in Rosenheim. Abgespeist wurden wir per E-Mail - eine Frechheit per se! - mit einem völlig sinnlosen Serienbrief aus dem Phrasenbaukasten, dessen gnadenlos sinnlosen Inhalt Sie gerne hier nachlesen können.
Die perverse Bürokratie der "EU"-Superseckel wird hier von einer betroffenen Projektchefin äußerst treffend beschrieben. Wieso eigentlich wird dieselbe totale Kontrolle nicht auch über die kriminelle "EU"-Kommission darselbst verhängt? Der Knaller ist, daß bei diesen mickrigen Alpinprojekten mit bestenfalls ein paar hunderttausend EUR Kostenbeteiligung schon 20 Prozent Abweichung vom schärfstens kontrollierten Finanz- und Zeitplan (!) nicht toleriert werden. Die größenwahnsinnige "EU"-Kommission unter totalitärer gallisch-zentralistischer Diktatur foutiert sich bekanntlich seit Jahrzehnten um demokratische oder gar haushälterische Prinzipien. Wenn also deren Idiotenprojekte, beispielsweise das überaus lächerliche und künstlich hochgejazzte "Galileo", die mindestens um den Faktor 1 0 0 0 0 (z e h n t a u s e n d !) mal teurer sind, ohne jeglichen seriösen Finanzplan (!) angeleiert werden und dann erst noch, wenn überhaupt jemals irgendwann vielleicht, zehn Jahre zu spät kommen und unglaubliche 13 M I L L I A R D E N - oder eher 30 M I L L I A R D E N ! - statt der von Anfang an total verlogenen 3 M I L L I A R D E N kosten, dann ist das anscheinend völlig (l)egal!
Ein Bürger des Piemont, der wegen der Arbeit oft in Brüssel weilt, hat sich den Spaß gemacht und unter dem Vorwand, Touristeninformationen anzufragen, die sogenannte "Vertretung der Region Piemont bei der EU" in Brüssel aufgesucht. "Die ist noch sinnloser als die Regionalvertretung in Rom. 65 Leute. Steht nicht im Telefonbuch. Schwierig aufzufinden. Die Region Piemont ist praktisch abwesend. Niemand spricht Italienisch, nur Französisch und Flämisch. Es gibt keinerlei Informationen. Ist unser Außenministerium nicht ausreichend?" Dem ist wahrhaftig nix mehr hinzuzufügen!
Derartige Projekte sind aufgrund der Erderwärmung sowieso sinnlos, da es selbst in der ehemaligen Schneeschmelzzeit mangels Schnee fast kein Wasser mehr hat, wie man hier an den amtlichen Statistiken der Region Piemont sieht.











Absurde Wasserkraft-Projekte: Der Staatsmonopolist ENEL baut jetzt in den vergessenen piemontesischen Alpentälern, ohne angemessene Rücksicht auf Mensch und Natur, Dutzende von Mikro-Wasserkraftwerken für die ewig energiehungrigen und unglaublich verschwenderischen Menschenmassen in der voll industrialisierten und total übervölkerten Po-Ebene. Der alleine in der Provinz Vercelli geplante Wahnsinn ist hier beschrieben, und potentielle Naturzerstörer können sich dort gleich die nötigen Antragsformulare herunterladen. Überleitungsstollen, Staudämme und Wasserkraftwerke bewirken, daß in vielen idyllischen Tälern unterhalb eines Niveaus von 800 - 1100 Metern kein Wasser mehr fließen wird - mit den verheerenden Folgen für das Mikroklima und die Pflanzen- und Tierwelt, die wir schon vor zwanzig Jahren in Kärnten feststellen mußten: dort hatte die KELAG beispielsweise im Maltatal extra für die lästigen Tagestouristen ferngesteuerte "Druckknopf"-Wasserfälle mit einer "Stoßbeschickung" von Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr eingerichtet ... Zur "Akzeptanzverbesserung" wird der nichtsahnenden Bevölkerung vor Ort dann schnell mal eine neue Brücke hier und billiger Strom da versprochen.
Unterhalb von Rimella wurden bereits drei Gebirgsbäche abgeleitet, die Konzession der Provinz Vercelli vom 27. Januar 2001 erlaubt total durchschnittlich 3,78 Kubikmeter pro Sekunde und maximal 8,30 Kubikmeter pro Sekunde:
Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindest-Restwassermengen werden schon beim Bau der Wasserfassungen kriminell vermieden, indem von Anfang an raffinierte Fixierschienen für Vollstaubretter mit einbetoniert werden: ein Skandal per se. Es merkt ja eh keiner, weil normalerweise sowieso niemand an diese extrem abgelegenen und gefährlich zu erreichenden Orte gelangt ... Pech für die ach so grüne naturzerstörende Bergwassermafia, daß uns unsere Kollegen Wilderer natürlich sofort auf diese unglaubliche Umweltsauerei aufmerksam gemacht haben und daß wir das alles natürlich umgehend mühsamst dokumentiert haben ... Minimo Deflusso Vitale: "La quantità minima di acqua che deve essere assicurata per la sopravvivenza delle biocenosi acquatiche, la salvaguardia del corpo idrico e in generale per gli usi plurimi a cui il fiume è destinato (balneazione, navigazione e scopi ricreativi ed estetici). Ciò vuol dire che il deflusso minimo vitale deve essere una quantità d'acqua rilasciata dalle dighe abbastanza elevata da permettere la sopravvivenza delle biocenosi naturali, e cioè di quelle forme di vita che vivrebbero nell'acqua secondo il normale corso della natura." Provinz Vercelli, 27. Juli 2001: "Deflusso Minimo Vitale: il concessionario ha l’obbligo di lasciar defluire liberamente, immediatamente a valle delle opere di presa, le seguenti portate costanti e continue: sul torrente Bise Rosso lt/sec. 57; sul torrente Scarpiola lt/sec. 21; sul torrente Rondo lt/sec. 48. L’esercizio della derivazione dovrà essere sospeso ogni qualvolta che la portata istantanea disponibile risulti uguale o inferiore ai valori minimi sopra prefissati." Zum Totlachen, weil von Anfang an die Totalableitung sämtlicher Wildbäche vorgesehen war, wie unsere einzigartigen Dokumente beweisen:


Am 30. November 2006 teilte uns Frau Lehringer aus dem benachbarten Stronatal mit, daß auch hier ein Kraftwerk gebaut werden soll. Die Provinz Verbania-Cusio-Ossola hat seit Mussolinis Zeiten italienweit sowieso schon den höchsten Anteil von Strom aus Wasserkraft. Geplant ist ein Staudamm direkt in Campello Monti, einem seit über 20 Jahren vollkommen ausgestorbenem ehemaligen Ortsteil von Rimella - unmittelbar betroffen sind die GTA-Etappen 2 und 3! - und praktisch eine Totalableitung des Strona mit einem Kraftwerk unterhalb von Piana di Forno.
Es kommt noch besser: im September 2002 wurde bekannt, daß die ENEL den gesamten Sesiafluß zwischen Balmuccia und Doccio, also auf einer Länge von über 20 Kilometern, total ableiten will. Das geplante Rohr für dieses von der Bevölkerung mehrheitlich und nachdrücklich abgelehnte Wahnsinnsprojekt soll unglaubliche 5 Meter Durchmesser haben! Am 30. November 2006 teilte uns Frau Lehringer aus dem benachbarten Stronatal mit, daß auch hier ein Kraftwerk gebaut werden soll. Die Provinz Verbania-Cusio-Ossola hat seit Mussolinis Zeiten italienweit sowieso schon den höchsten Anteil von Strom aus Wasserkraft. Geplant ist ein Staudamm direkt in Campello Monti, einem seit über 20 Jahren vollkommen ausgestorbenem ehemaligen Ortsteil von Rimella - unmittelbar betroffen sind die GTA-Etappen 2 und 3! - und praktisch eine Totalableitung des Strona mit einem Kraftwerk unterhalb von Piana di Forno. Wir bitten Sie, bei Ihren zukünftigen Wanderungen im Piemont diesbezüglich die Augen und Kameras offenzuhalten und die Einheimischen höflich auf die dramatischen Langzeitfolgen der unkontrollierten Wasserableitung aufmerksam zu machen. Das Kommittee zur Verteidigung des Flusses Sesia und seiner Nebenflüsse ist wegen interner Streitigkeiten leider mit sich selbst beschäftigt. Eine geplante vier Kilometer lange Ableitung des Mastallone-Flusses im Gebiet der spektakulären Römerbrücke von Gula wurde allerdings unter Umweltgesichtspunkten noch nicht genehmigt, und die in diesem Dokument dargelegte ausführliche Argumentation kann praktisch für das gesamte Sesiatal hergenommen werden ... Übrigens: die Wasserkraftwerke im Mairatal betreibt die bundesdeutsche Firma Harpen, die wiederum zu 95 Prozent dem Monopolkonzern RWE gehört!
Ponte della Gula, eine der größten Sehenswürdigkeiten im unteren Mastallonetal bei der Fahrt von Varallo nach Rimella. Spilker: "Eine kleine Steinbrücke, die sich elegant von einer Klammwand zur anderen schwingt. 35 Meter unter der Ponte della Gula schimmert das grünliche, glasklare Wasser des Mastallone. Es ist hier über 10 Meter tief, senkrecht ragen die Felswände rechts- und linksufrig aus dem Fluß. An der Felswand erkennt man einen alten Saumpfad. Die Klamm selbst ist unproblematisch. So haben wir Muße, die Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Weit hängen die ausgespülten Felswände über uns, düster und unheimlich ist es hier unten. Ab und zu verirrt sich ein Sonnenstrahl und läßt das klare, tiefe Wasser grünlich schimmern. Ich lasse mich zu Freudenschreien hinreißen. Was gibt es doch für schöne Fleckchen auf unserer Erde!" Natürlich kennen wir auch in diesem wilden Gebiet zahlreiche schöne und versteckte alte Bergwege. 1. Juli 2008. Foto anklicken!
Umweltsauerei Nummer Eins: Anstatt endlich einen natur- und sozialverträglichen Trekking- und Wandertourismus zu fördern, wie wir ihn auf eigene Kosten und mit einem ungeheuren Aufwand seit vielen Jahren in Rimella und Varallo organisieren, beglücken die gnadenlos unfähigen Politiker aus dem Flachland das arme Sesiatal mit Extrem"sport"arten wie Bergfahrradrunterraserei, Geländemotorradraufrunterraserei, Gleitschirmfliegen, Schlauchbootfahren, Sporthallen(!)klettern und dergleichen mehr. Derartige Aktivitäten erfordern einen Riesenaufwand bei der Materialproduktion und -beschaffung, lassen jedoch im Gegensatz zu durstigen, hungrigen und müden Bergwanderern prinzipiell keinen Cent Geld vor Ort, da ausnahmslos Tagestrips durchgeführt werden und die hektische Anreise ins Zielgebiet selbstverständlich stets mit dem Auto erfolgt!

Umweltsauerei Nummer Zwei: man glaubt es kaum, aber im Sesiatal gibt es eine Firma, die mit dem Helikopter reiche Touristen, darunter auch etliche Deutsche, mitsamt ihrem Geländemotor- oder Fahrrad auf die Berggipfel fliegt, damit diese dann eine "sportliche" Abfahrt genießen können: ebenfalls eine perverse und, wie es das National Geographic Magazine zweifellos bezeichnen würde, "a very aggressive activity still rooted in consumerism"!

What's more, wir haben am Gipfel des Pizzo Tracciora di Cervatto schon Deutsche getroffen, die mit einem einheimischen "Führer" und zwei Motorrädern stundenlang den ganzen Bergweg von Boccioleto aus herauf- und hinunterfahren. Gemäß regionalen Gesetzen ist das eindeutig verboten. Schon eine einzige "sportliche" Befahrung - auf deutsch: rasen und bremsen - mit Stollenreifen zerstört die, wie man oben sieht, hauchdünne Vegetationsdecke im Hochgebirge! Auch die Trendsportart Mountainbike ist zunehmend problematisch. Einzelne, rücksichtsvolle und umweltbewußte Biker sind harmlos und somit gern gesehene Touristen, insbesondere wenn sie sich an das vom ADFC und BUND wohlüberlegte und gemeinsam! aufgestellte Leitbild halten. Aber in Massen auftretende Mountainbiker sind für die geschundene Natur keinen Deut besser als durchgeknallte Motorradfahrer, denn sie bewirken natürlich dieselbe katastrophale Erosion, die auch in den einschlägigen Internetforen durchaus offen zugegeben wird. MTB-Forum: "Es gibt Leute, die sich hochliften lassen, um dann irgendwelche Wanderpfade wie die Bescheuerten runterzuknallen und dabei alles kaputtbremsen und der Erosion freien Lauf lassen." "Sorge bereitet auch die zunehmende Ausweisung von Down-Hill-Strecken für Mountainbiker. Die sensible Grasnarbe erleidet hier sehr schnell irreparable Schäden." schreibt auch Klaus Schulz vom BUND in Quo Vadis. Bundesamt für Naturschutz: "Die hohe mechanische Belastung durch das MTB (großer Druck auf eine kleine Auflastungsfläche, verbunden mit hohen Zug- und Scherkräften) führt in jedem Falle zur Schädigung der Vegetationsdecke, wenn Wege und Straßen verlassen werden. Geht die stabilisierende Wirkung des Pflanzenkleides verloren, kommt es zur Erosionstätigkeit: Humusabtrag, Freilegung des darunter liegenden Schotter- und Felsbodens. Verletzungen der Grasnarbe entstehen vor allem durch blockierende Reifen beim Bremsen oder durch plötzliches Anfahren und Beschleunigen. Der geübte Mountain-Biker versucht zwar eine derart unökonomische Fahrweise zu vermeiden, aber aufgrund der derzeitigen Entwicklung dieser Sportart muss wohl vermehrt mit Laien auf diesem Gebiet gerechnet werden." Zu exakt denselben Ergebnissen kommt eine seriöse Studie aus der Schweiz. Wegen der unglaublichen Arroganz und Uneinsichtigkeit dieser Leute und insbesondere der von gerade derartigen Laien profitierenden Reiseverunstalter - MTB ist ein Riesenmarkt, bei dem es um Unsummen von Geld geht! - muß jetzt in den am schlimmsten geschädigten Gebieten sofort die Notbremse gezogen werden. Regione Trentino: "A seguito di una attenta e collettiva valutazione si è ritenuto corretto, anche nell’intento di contemperare i vari obiettivi di fruizione e valorizzazione turistica con quelli di tutela ambientale e di sicurezza, consentire la ciclabilità di tutti i percorsi aventi pendenze inferiori al 20 % e larghezze mediamente superiori all’ingombro trasversale della bicicletta sul terreno." Magazin des Österreichischen Alpenvereins, Jänner 2006: "Wanderwege und Steige werden auch in Südtirol und dem Trentino von den alpinen Vereinen ehrenamtlich instandgehalten und markiert. Durch den Mountainbike-Boom der letzten Jahre wurden die Wege stark in Mitleidenschaft gezogen. Die starke Zunahme geführter Mountainbiketouren deutscher Veranstalter hat jetzt zu neuen gesetzlichen Regelungen geführt: erlaubt ist nur noch das Befahren von Forststraßen und außerdem von Wegen, die weniger als 20 % steil und so breit sind, wie ein Fahrrad lang ist. Ab 1. Mai 2006 Fahrverbot für Mountainbikes auf Wanderwegen. Übertretungen werden mit Abmahnungen geahndet, ab 2007 werden uneinsichtige Bergradler abgestraft!" Im Gebiet des Monte Paganella nördlich von Trient, das seit Jahrzehnten von durchgeknallten Bergradlern überrannt und zerstört und erst noch von weiteren Skiliften bedroht wird, werden jetzt endlich die Konsequenzen gezogen: die Gesellschaft der Tridentiner Bergsteiger SAT mit 23000 Mitgliedern gibt jetzt das teure und sinnlose Herrichten und Unterhalten sämtlicher Bergwege, das stets auf dem kostenlosen und mühsamen Arbeitseinsatz engagierter Freiwilliger beruht hat, mit sofortiger Wirkung endgültig auf, wie man hier lesen kann: "Così la legge che disciplina la circolazione delle Mountain Bike su determinati sentieri è annacquata e sostanzialmente elusa." Sämtliche Hinweistafeln und Wegmarkierungen wurden umgehend entfernt, und weitere vom Massentourismus und der MTB-Mafia überrannte Gebiete haben noch 2008 dieselben Konsequenzen gezogen - nicht nur in Nordostitalien!
2008/2009 erlebten wir im Piemont einen Winter wie zuletzt vor 35-40 Jahren. Diese Ausnahme ändert nicht das geringste an der Erderwärmung, am flächendeckenden Auftauen des Permafrosts oder gar an der Tatsache, daß es von 1975 bis 2007 weit mehr als 30 Jahre lang - also während mehrerer Jahrzehnte (!) - keine 1950er- oder 1960er-Winter mehr gegeben hat mit Schnee von November bis April. In den Alpen fehlt es an neuen Ideen für einen intelligenten Tourismus - ein Begriff, mit dem die Einheimischen im Sesiatal unsere Initiative Pro Rimella bezeichnen und den auch die lokale Presse hier aufgegriffen und angeregt hat. Stattdessen, trotz der rasanten Klimaveränderung mit immer höheren Temperaturen und immer weniger Regen und Schnee, panisches Festklammern - buchstäblich ums Verrecken! - an der alpenweit noch immer üblichen touristischen Einheitsidiotie: Schlepplifte, Seilbahnen, Schneekanonen und Skifahren, die alpintouristische Umweltsauerei Nummer Drei - beispielsweise bei Scopello auf der grünen Wiese der Alpe Mera, wo es natürlich auch schon lange nicht mehr richtig schneit, in lächerlichen 1700 Metern Höhe, und natürlich "EU"-gefördert: alleine für die neue Zufahrtstraße werden uns Steuerzahlern 1823016 EUR abgezockt, wie man hier sieht, und der neue Staudamm für das Kunstschneewasser, die kilometerlangen unterirdischen Wasserrohre und die Kunstschneekanonen kosten uns weitere 12000000 EUR!

Trotz zigfacher Ausschreibung findet sich seit zig Jahren keine einzige Firma, die Mera erstellen und betreiben möchte. So frech, immer noch auf Blöde zu hoffen, ist nur die berüchtigte Mera-Aktiengesellschaft in Scopello - und, siehe "Fondi Docup", die sogenannte "EU" sowieso!

Berge, März 2006: "Skifahren ist der einzige Sport, der binnen weniger Jahrzehnte ganze Landstriche umgemodelt und auch beschädigt hat." Der exzellente Alpenflora-Führer des SAC schreibt auf Seite 97 knallhart: "Schlimm sind die Skipistenplanierungen. Hier wird bedenkenlos Raubbau an der Natur getrieben. Der während vielen Jahrhunderten gebildete Humus wird zerstört und die Feinerde weggeschwemmt. Wenn gegen besseres Wissen heute weiterhin von den Behörden großflächige Planierungen bewilligt werden, so ist das unverantwortlich, degradiert unsere schönen Gebirgslandschaften zu Schuttgebieten und entzieht langfristig dem Sommertourismus die Grundlage." National Geographic Magazine, February 2006: "Glaciers in Switzerland have lost 20 % of their surface area in the past 15 years. As temperatures rise, so does the snow line. Says Willi Krüger of the Pitztal resort: 'If I were investing, I wouldn't invest in any ski area lower than 5500 feet ¦¦= 1800 metres¦¦. ' Artificial snow damages the plants and disturbs the water cycle. I had looked at a series of photographs of a mountain in the process of becoming a ski area. It resembled the pictures of a person's face after plastic surgery, just when they take the bandages off. The scars will remain. Ski slopes, discotheques, wine, massages. This has left an indelible mark on the mountains. Skiing is a very aggressive activity. It's aggressive to go there in your car, aggressive to go up the mountain on a ski lift. It's a tourism that's still rooted in consumerism. Prostitution of the snow." Neue Zürcher Zeitung, 7./8. Januar 2006: "Das Skigebiet auf der Belalp bekundet große Mühe, die Ersatzanlagen von alten Skiliften zu finanzieren. Viele Skigebiete im schweizerischen Alpenraum vermögen die nächste Investitionsrunde nicht mehr zu bestreiten. Trotzdem schmieden auch die angeschlagenen Skigebiete immer wieder Ausbau- und Verbindungspläne, die mit den insgesamt über 100 Vorprojekten und Projektideen in der ganzen Schweiz eines gemeinsam haben: sie sind kaum finanzierbar. Im Saastal, wo eben erst drei Gemeinden mit kantonalen Mitteln vor dem Bankrott bewahrt werden mußten, weil sie sich bei der Finanzierung von touristischer Infrastruktur übernommen hatten, träumt man immer noch von einem riesigen Skizirkus im Monto-Moro-Gebiet an der schweizerisch-italienischen Grenze. Kostenpunkt: 180 Millionen Franken." Vielleicht kommen diese Herren aus Saas Fee irgendwann doch noch auf die glorreiche Idee, buchstäblich höchst und persönlich mal auf den Monte-Moro-Paß zu rennen, nach Macugnaga, dem alten Walserdorf Makanà, hinunterzuschauen und endlich zu kapieren, daß in ihrem nur 13 Kilometer entfernten italienischen Nachbarort schon seit Jahrzehnten der Skitourismus mangels Schnee und Erreichbarkeit verreckt: von 272866 Übernachtungen im Jahr 1972 auf lächerliche 41690 in 2006, mithin ein Rückgang um 85 Prozent! Im Winter 2005/2006 hat es erst am 28. Januar richtig geschneit. Und wenn es keinen Schnee mehr gibt ...

... dann verunstalten sie stattdessen eben Morodisco! Skifahrer aus Mailand fahren sowieso schon immer und viel lieber auf der Autostrada ins Aostatal, statt sich das ewig lange Toce- und Anzascatal bis nach Makanà hinaufzuquälen, vero o non?, die marode Seilbahn ist more often than not außer Betrieb und die seit Jahren vorgeschriebene Totalrevision kann sowieso nicht mehr bezahlt werden, und genau wegen dieser strategisch grottenfalschen Einseitigkeit findet schon seit über 30 Jahren eine massive und unumkehrbare Entvölkerung hinunter ins industriegeprägte Tocetal statt. Im übrigen: wenn selbst die steinreiche Schweiz schon keinen Profit mehr mit dem längst abgehakten Skitourismus macht, wie bitte soll das dann erst in Bayern, in Österreich oder gar in Scopello funktionieren? Neue Zürcher Zeitung, 31. März / 1. April 2007: "Skigebiet zu verschenken. Keinesfalls ein Aprilscherz. Oberwalliser Bergbahnen Ernergalen. Oberhalb von Fiesch. Betriebskosten 520000 CHF. Profitabel ist das Skigebiet nicht." Inzwischen prostituiert sich das ehemals währschafte Wallis konsequent und brutalstmöglich für die kommunistisch-kapitalistischen Neureichen. Selbst in der steinreichen Schweiz geht ohne die Russenmafia, die jetzt etliche so serbelnde wie verkommene Skigebiete zum Preis von einem Franken plus Mehrwertsteuer aufkauft und für die Ansprüche ihrer verkommenen Klientel superelegant herrichtet, garnix mehr: Mirax baut derzeit in Moskau das höchste und großkotzigste Bürogebäude "Europas", den Gazprom-Turm. Jetzt klingelts endlich: Putin - Komitet Gosurdastwennoij Besopasnosti - Erdgasmafia - Schröder - Lupenreiner Demokrat - Gepanzerter Mercedes - KGB undsoweiter: zum Kotzen! Neue Zürcher Zeitung, 14. Januar 2008: "Energalen nicht über den Berg. In ihrer Not setzt die Territoriumsgemeinde Mollens nun voll auf das Großprojekt der Moskauer Bau- und Immobilienfirma Mirax ... Zweitwohnungen erstellt und ab Plan an zahlungskräftige russische Interessenten verkauft."

Die Vorteile eines intelligenten Wintertourismus sind derart eklatant, daß man sich fragt, weshalb die Tourismusverantwortlichen immer noch nicht flächendeckend und speditiv umdenken. In einer umfassenden Analyse der Neuen Zürcher Zeitung vom 24. Januar 2008 wird exemplarisch auf die rosige Zukunft des Schneeschuhwanderns verwiesen:


Jörg Klingenfuss
Initiative Pro Rimella
Mitglied CAI Sektion Varallo
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D-72070 Tübingen
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Fax 07071 600849
E-Mail info@rimella.de
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