GTA - Tips für unterwegs

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Anreise über Mailand
Anreise über Nizza
Bahnfahren in der Schweiz
Bahnfahren in Italien
Ausrüstung
Sprache
Geld
Sicherheit
GTA mit Fahrrädern
GTA mit Kindern
GTA mit Hunden
Domodossola
Nationalpark Val Grande
Wandern im Strona-Tal
Wandern im Mastallone-Tal
Wandern im Sesia-Tal
Varallo
Naturpark Marguareis
Verlängerung der GTA bis ans Mittelmeer
Via del Sale und Via Marenca
Italienischer Alpenverein
Deutscher Alpenverein und Massentourismus

Anreise über Mailand

Wer von Flachdeutschland schnell in den Raum Mailand kommen möchte, der kann mit verschiedenen Billigfluglinien nach Bergamo, Linate und Malpensa fliegen. Einzelheiten stehen hier.

Anreise über Nizza

Wer in den Südteil der GTA in die Provinz Cuneo geht, der kann von ganz Deutschland aus auch über Nizza anreisen. Einzelheiten zu Billig-Flugverbindungen finden Sie hier. In wenigen Stunden erreicht man dann mit der Eisenbahn über Ventimiglia und die spektakuläre Strecke über den Tendepaß den Ort Limone Piemonte in unmittelbarer Nähe der GTA-Etappen 52 und 53 sowie die Provinzhauptstadt Cuneo mit guten Weiterverbindungen in die anderen Bergtäler.

Bahnfahren in der Schweiz

Auch als Nicht-Schweizer kann man sämtliche normale Fahrkarten und Sonderangebote für beliebige Verbindungen innerhalb der Schweiz oder von der Schweiz ins Ausland bequem im Internet kaufen, beispielsweise mit dem Regionalzug von Brig nach Domodossola (weil es seit 2010 über die Mittagszeit stundenlang keinen internationalen Zug ex Bern oder Genf nach Mailand gibt), nachdem man zuvor mit einem Sparpreis von Deutschland nach Brig gefahren ist. Falls der Preis für seltene Nebenstrecken nicht sofort online angezeigt werden kann, erhält man innert 24 Stunden ein Angebot via E-Mail und kann dann die Fahrkarte(n) im Internet mit Kreditkarte bezahlen. Die Abholung unterwegs an einem SBB-Schalter ist kostenlos. Die Zusendung per Post ist eine eigentliche Frechheit: da werden unglaubliche 8 CHF abgezockt, obwohl ein Brief im Format C5 ex SBB-Kontaktzentrum Brig (freigestempelt "CH-3902 Glis") nur 2,40 CHF Porto kostet und somit total höchstens 3 CHF angemessen wären!

Wer hingegen jährlich zweimal oder öfter mit dem Zug durch die Schweiz nach Italien reist, sollte ex BRD entweder den Sparpreis Italien nutzen, oder sich gleich das Halbtax-Abonnement der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) kaufen. Im Gegensatz zur Deutschen Bahn (DB) sind die SBB ein modernes und echt kundenfreundliches Unternehmen. Die Schweiz hat mit großem Abstand das weltweit am dichtesten genutzte Schienennetz, und das Halbtax-Abonnement ist wesentlich attraktiver als die unverschämt teure und total eingeschränkte blöde "Bahncard" der DB und kann selbstverständlich auch von jedem Nicht-Schweizer problemlos erworben werden. 2010 waren über 2300000 Halbtax-Abonnements im Umlauf, das heißt, jeder dritte Schweizerbürger, vom Saichling bis zum Urähne, hat ein Halbtax: von einer derartigen Kundenzufriedenheit kann die Deutsche Bahn nur alpträumen!

Halbtax-Abonnemente können direkt hier bestellt werden -
auch von Nicht-Schweizern zum Versand ins Ausland
Die Preise sind seit vielen vielen Jahren gleich geblieben!

Die persönliche Plastikkarte trägt Ihr Foto und Ihren Namen. Sie gilt sowohl für die erste als auch für die zweite Klasse (!) und kostet für ein Jahr 175 CHF und für zwei Jahre 330 CHF und für drei Jahre 450 CHF; bei einem Kurs von inzwischen bis zu 1.20, den wir dem lächerlichen Mickymausgeld "Euro" zu verdanken haben, also etwa 150 EUR beziehungsweise 273 EUR beziehungsweise 375 EUR.

Mit dem Halbtax-Abonnement bezahlen Sie nur den halben Preis auf dem gesamten SBB-Streckennetz von über 18000 Kilometern sowie auf allen Postautos, die in der Schweiz (mit Direktanschluß am Bahnhof) bis in die hintersten Täler und über die höchsten Pässe fahren, auf fast allen Schiffffffffahrtslinien und auf den allermeisten Berg- und Privatbahnen. Das ist insgesamt wesentlich mehr als das DB-Netz, denn in der Schweiz werden laufend neue Strecken eröffnet wie die irrsinnig teuren neuen Alpentransversalen:

In Deutschland hingegen werden Dutzende von Nebenstrecken laufend brutalstmöglich stillgelegt.

Halbtaxler erhalten außerdem 25 Prozent Rabatt auf Zugfahrten von der Schweiz nach Deutschland und Österreich und umgekehrt, wenn ihre Fahrkarte über die Grenze geht, also Tübingen - Bülach kaufen und NICHT Tübingen - Schaffhausen! Wenn Sie das Zwei- oder Drei-Jahres-Halbtax-Abonnement kaufen, müssen Sie nur einmal ein farbiges Paßfoto zusammen mit einer Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses einschicken, auch per E-Mail, oder das Foto an irgendeinem Bahnschalter in der Schweiz mit dem Personalausweis oder Reisepaß vorlegen. Das Bild wird dann als Datei gespeichert und einfach wiederverwendet, wenn Sie nach zwei oder drei Jahren Ihr Halbtax-Abonnement verlängern möchten. Ihre Verlängerungskarte können Sie vor Ablauf einfach per Post oder Telefax oder E-Mail oder Telefon beantragen und mit Ihrer Kreditkarte bezahlen; eine Überweisung wäre ebenfalls möglich, würde aber wegen der unverschämten Auslandsgebühren der bundesdeutschen Bankenmafia mindestens 15 bis 25 EUR zusätzlich kosten. Ihr nahtlos verlängertes Halbtax-Abonnement erhalten Sie dann per Brief. In den supermodernen IC-Doppelstockwagen der SBB gibt es oben in der ersten Klasse übrigens regelrechte Wohnzimmer mit langen Sofas zum Ausstrecken und nette Spielecken für Familien mit kleinen Kindern - ein Komfort, von dem die abgezockten Kunden der DB nicht mal träumen dürfen! Das Halbtax-Abonnement gilt übrigens über die Schweiz hinaus einschließlich der Simplon-Südrampe bis zum Bahnhof von Domodossola und sogar auf dem gesamten italienischen Abschnitt der Valvigezzo/Centovalli-Panoramabahn von Domodossola nach Locarno im Tessin: wichtig für die etwas längere Anreisemöglichkeit Zürich - Gotthard - Bellinzona - Locarno - Centovalli/Valvigezzo-Panoramabahn - Domodossola! Mit dem Halbtax-Abonnement kostete beispielsweise 2013

Jetzt können Sie sicher gut verstehen, dass in der Schweiz viel mehr Leute, und erst noch gutsituierte, viel lieber und viel öfter mit der Bahn und mit dem Bus fahren als im verkehrspolitisch seit Jahrzehnten total blockierten Dauerstau-Deutschland, wo das "chaotische Preissystem" (Test November 2005) sowieso schon lange kein Mensch mehr kapiert. Schweizerische Bundesbahnen, Personenverkehr, Postfach 176, CH-3900 Brig, Fax 0041 51 2257092, Telefon nur innerhalb der Schweiz 0848 335577, E-Mail, weitere Informationen im Internet. Dort finden Sie auch eine vorbildliche Fahrplanauskunft, die selbstverständlich auch alle Verbindungen mit und innerhalb (!) von Deutschland und Italien (!) enthält, und zwar speditiv!

Bahnfahren in Italien

Im Gegensatz zur Deutschen Bahn (siehe oben) fahren die Züge in der Lombardei und im Piemont spottbillig ...

... und einigermaßen pünktlich und zuverlässig. Trenitalia hat jetzt eine Generalvertretung in Deutschland: Aviareps in München. Streiks werden bereits Wochen vorher geplant und angemeldet und hier veröffentlicht, und auf jeder Verbindung gibt es Kurse, die auch bei Streik gefahren werden!

Preisbeispiele aus 2013:

Im übrigen gestaltet sich der Fahrkartenkauf in Italien wie in vielen anderen zivilisierten Ländern wesentlich einfacher als ausgerechnet in Deutschland, wo man sich seit Jahrzehnten wie in Absurdistan hohe Fahrpreise, unverschämte Beschimpfungen durch die Bahn- und Berlin-Bonzen tipo Mehdorn und erst noch wahnsinnige Umstände am Automat oder gar im Internet gefallen lassen muß. In Italien kann man seine Fahrkarte bereits mehrere Wochen oder bis zu zwei Monate vor der Reise kaufen.

Wenn man bestimmte regionale Strecken, beispielsweise Domodossola - Novara - Varallo Sesia - Novara - Domodossola regelmäßig fährt, kauft man sich gleich mehrere Fahrkarten auf Vorrat. In jedem Bahnhof, auch in Provinzkäffern wie Varallo, gibt es orangefarbige Stempelkästen zur Entwertung der irgendwann und irgendwo im voraus gekauften Fahrkarten, die 60 Tage lang gültig sind. Beachten Sie unbedingt, dass man bei diesem narrensicheren System prinzipiell ALLE Fahrkarten (und fallweise Reservierungen) VOR Fahrtantritt entwerten muß, auch wenn man sie soeben erst direkt am Fahrkartenschalter gekauft hat!

Ausrüstung

Unsere persönlichen Tips zur Ausrüstung stehen hier!

Sprache

Italienisch ist eine durchwegs logische Hochsprache und ebendeshalb wesentlich leichter und lockerer zu erlernen als beispielsweise das unglaublich umständliche Latein-Derivat Französisch: ein Alptraum aus dem linguistischen Absurdistan mit über 30 Sonderzeichen vom c mit einem Kleiderhaken darunter über das e mit zwei Punkten darüber bis zum i mit einem Deckel darauf plus irgendwelche mehr oder weniger witzigen Nasal-, Grunz- und Stöhn-Laute. Diesen ganzen total überflüssigen Quatsch wird man im Italienischen zu unserer großen Freude vergeblich suchen. Spiegel, 9. März 2009: "Französische Grundschüler haben es viel schwerer als deutsche oder italienische. Denn im Deutschen und Italienischen schreibt man die Wörter überwiegend, wie man sie spricht. Problematisch wird es vor allem dort, wo der Klang des gesprochenen Wortes nicht eindeutig bestimmten Zeichen zuzuordnen ist. Wenn also die Phonetik der Schrift nicht transparent ist." Alleine für den simplen Laut o, der weltweit in allen intelligenten Sprachen - warum wohl? - auf einfachste Weise durch einen Kringel dargestellt wird, gibt es im Französischen mehr als zehn! verschiedene Schreibweisen (eine absurder als die andere: au ault aux eau eaux eot o oaux od on ot uaux und dasselbe nochmal, weil es soooooo schön war, mit diversen "Akzenten"!!) und kann man diese selbsternannte "Weltsprache" mitsamt ihren größenwahnsinnigen und krankhaft arroganten Proponenten im Zeitalter von Internet und Ergonomie insbesondere im Vergleich mit dem glasklar strukturierten Italienisch - let alone English!!! - nur noch als lächerlich begrinsen. "Das größte Problem für das Französische ist Frankreich selbst" schrieb das Académie-Francaise-(selbstverständlich mit einem c mit einem Kleiderhaken darunter)-Mitglied Jean-Francois (Kleiderhaken!) Deniau in der Süddeutschen Zeitung vom 19. März 2004 auf Seite 1. - Wenn Sie sich vor oder während Ihrer GTA-Weitwanderung (beispielsweise während der Anreise im Zug oder an einem Regentag!) ein paar nützliche italienische Worte und Sätze aneignen, können Sie sich anschließend mit den bescheidenen, freundlichen und hilfsbereiten Bewohnern der piemontesischen Berge optimal verständigen. "Viele GTA-Wochen haben uns immer wieder vom unverstellt freundlichen und zuverlässigen Charakter piemontesischer Bergbewohner überzeugt" schreibt Eberhard Neubronner in "Der Weg". Ideal für unterwegs und mit großem Abstand der Beste seiner Art ist der Geo Saison Reisesprachführer Italienisch vom Bertelsmann Lexikon Verlag, ISBN 3-577-10608-5. Er wiegt nur 200 Gramm und zeigt auf Seite 353 sogar die wichtigsten Sorten Pasta (27 von mindestens 200 verschiedenen) auf einer Farbseite - alleine damit lösen Sie in jedem Ristorante begeisterte Diskussionen über die leckersten Teigwaren aus! Praktisch identisch ist die "Autorisierte Sonderausgabe Orbis Verlag" Reisesprachführer Italienisch (ISBN 3-572-01277-5), der gerade mal 4 (vier) EUR kostet. Informationen zur Schreibweise und Aussprache des piemontesischen Dialekts stehen hier. Speziell für GTA-Wanderer im Piemont bieten wir unser aufgrund jahrelanger eigener Erfahrung in mühseliger Kleinarbeit entstandenes Wörterbuch Italienisch-Deutsch-Italienisch an.

Geld

Eine Wanderung auf der GTA ist nicht unverhältnismäßig teuer. Die GTA ist aber auch nicht kostenlos zu haben. Ihrem gewohnten Lebensstandard entsprechend - von der romantischen Zeltübernachtung mit geschmacksverstärkter Päckchensuppe bis zur sprichwörtlich rimellamäßigen Halbpension in den landestypischen Alberghi, Hotels und Posti Tappa - benötigen Sie einschließlich der Kosten für Unterwegsverpflegungs-Lebensmitteleinkäufe pro Kopf und Tag zwischen 15 und 60 EUR zuzüglich der Kosten für Anreise, fallweise Transfers und Abreise. Im Zeitalter von Ölpreisexplosion und Ökosteuer kostet das Benzin auch in Italien inzwischen 1,50 EUR pro Liter und mehr. Jeder kann sich ausmalen, dass die Transportkosten in ein abgelegenes GTA-Bergdorf, das 30 kurvige Kilometer - und über tausend Höhenmeter! - von der nächsten Dreitausend-Einwohner-Kleinst-"Stadt" mit Wochenmarkt und über 100 Staukilometer von der nächsten Großstadt entfernt ist, entsprechend hoch sind. Äpfel, Bier, Birnen, Brot, Feigen, GTA-Führer, Handgranatengemüse, Joghurt, Kaffee, Kakao, Kekse, Kiwi, Melonen, Müsli, Nektarinen, Nutella, Olivenöl, Orangen, Paprika, Pasta, Pfeffer, Pfirsiche, Polenta, Reis, Salami, Salz, Schokolade, Seife, Speiseeis, Tee, Toilettenpapier, Wanderkarten, Wein, Zahnradgemüse, Zeitungen, Zitronen und Zucker wachsen nun einmal nicht im Hochgebirge auf tausendirgendwas Metern Höhe und müssen für die durchaus anspruchsvollen Gäste - man gönnt sich ja sonst nix! - logischerweise irgendwoher aus dem Tiefpiemont, aus Ligurien, aus der Toskana oder gar eintausendfünfhundert Kilometer weit aus Süditalien herangekarrt werden! Es ist daher völlig unverständlich, dass Gebiets-Neulinge und, schlimmer, Obergscheite auch heute immer noch erwarten, dass das gute Essen am Ende der Welt "irgendwie" (ja wie denn, porca miseria???) besonders "günstig" sein müßte, oder dass sie gar das Preisniveau mit massentouristischen Billigheimer-Destinationen etwa in Bayern oder Tirol vergleichen, die sowieso über eine völlig andere Verkehrs- und Versorgungs-Infrastruktur mit Autobahnanschluß, Eisenbahnhof und Supermarkt mitten in einem sogenannten "Bergdorf" verfügen, selbstverständlich mit "Stocknägel"-Tourismus, "Jausen"stationen, "Aufstiegshilfen", "Stempelstationen", "Heimatabend" und "Tagestouristen". Sind diese Leute, die oft selbst über tausend Kilometer weit mit dem eigenen Auto an- und abreisen, zu dumm zum Rechnen? Zum Glück wandern auf der GTA auch Leute, die in der Lage sind, hinter die Kulissen zu blicken und die schwierige Situation der piemontesischen Bergbewohner zu verstehen, beispielsweise Matthias Mandler hier: "Angesichts der meist sehr üppigen und sehr liebevoll zubereiteten Abendessen in den Posti Tappa finde ich die Preise in Ordnung, zumal der nächste Supermarkt nicht wie den Ostalpen um die Ecke liegt und alles sehr umständlich in die angelegenen Orte gekarrt werden muss." Eben! "Sellajochhaus, Mitgliederpreise: Halbpension 50 EUR, Übernachtung im Zwölfbettzimmer 18 EUR." schreibt ein ÖAV-Mitglied (!) in Bergsteiger Dezember 2005 auf Seite 93! Und in der Zeitschrift Lo Scarpone September 2011 des CAI steht: "Tariffario 2012. Posto letto con materasso e coperte in cameretta fino a 4 posti 24 EUR. Thè 0,3 l. 2,50. Minestrone o pasta asciutta 7,50. Acqua minerale 0,5 l. 1,80. Mezza pensione 10." Macht total mehr als 45 EUR, und dann haben Sie anders als beispielsweise im Albergo Fontana in Rimella, wo Sie für einen korrekten Preis selbstverständlich ein anständiges Hotelbett (statt einem miefigen Massenlager in einer Berghütte) und erst noch ein umfangreiches Frühstück bekommen, noch keine einzige Vorspeise dabei und schon garnicht Brot, Suppe, Salat, oder gar ein Glas Wein und als Krönung einen einheimischen Grappa! Das Albergo Fontana entspricht übrigens der hier angewandten Preisstufe für Unterkünfte der CAI-Kategorie B, denn es ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar: sämtliche Lebensmittel müssen unten an der Hauptstraße umständlich auf eine Materialseilbahn umgeladen werden, die 30 Meter hinauf mitten ins mittelalterliche Bergdorf Rimella führt, das nur für Fußgänger erreichbar ist! "La Commissione centrale rifugi ed opere alpine conferisce alle strutture ricettive, in relazione alla posizione topografica, finalità alpinistiche-escursionistiche, particolari condizioni d'ambiente - anche stagionali -, quota, difficoltà di accesso e conseguenti fattori economici di gestione, distinte categorie."

Bereits im April 2002 ist uns in Süditalien und im Piemont aufgefallen, dass auch in Italien durch die Einführung des Mickymausgelds "Teuro" eine massive Verteuerung bei praktisch allen Produkten und Dienstleistungen des täglichen Lebens stattfindet, die in den teuren Städten natürlich noch exzessiver ist als auf dem Land.

Anders als in den von links bis rechts quasi-totalitär gleichgeschalteten Medien Deutschlands wird diese unglaubliche Teuerung nicht etwa pauschal und erst noch rotzfrech abgestritten, sondern in ganz Italien von Anfang an heiß diskutiert:

Bis auf den heutigen Tag geben viele Händler ihre Preise selbstverständlich auch noch in Lire an
Insbesondere ältere Leute gewöhnen sich nie an das Mickymausgeld "Euro"
Zeitungsausschnitt vom 23. August 2007

Beleg vom mobilen Lebensmittelhändler
für einen Einkauf in Nosuggio di Cravagliana am 26. Juli 2011
Selbstverständlich ist der Preis auch in Lire ausgewiesen

Preistabellen findet man bei der Verbrauchervereinigung und wegen der unverschämten Preiserhöhungen vieler Ristoranti - siehe oben! - wurde sogar der Verein Heute abend gehe ich nicht aus! (sondern koche stattdessen zuhause für mich und meine Gäste) gegründet! Nehmen Sie also in jedem Fall genügend Bargeld mit, insbesondere viele 5- und 10-Euro-Banknoten und viele 50-Cent- sowie 1- und 2-Euro-Münzen. In den kleinen Bergdörfern an der GTA ist das Leben trotzdem noch wesentlich billiger als im Hochpreisland Deutschland - oder gar in der Schweiz! Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass irgendwelche Plastikkarten oder gar Schecks in den kleinen Bergdörfern NICHT akzeptiert werden. Genauso wie die Einheimischen hat man selbstverständlich ALLES IN BAR zu bezahlen! Bank-Automaten zur Bargeld-Versorgung gibt es am Anfang der GTA nur in Domodossola und Omegna und dann erst wieder eine Woche später in Alagna, und dann wissen Sie erst noch nicht, ob das einzige Gerät am Ort nicht gerade defekt ist, ob es Ihre Karte überhaupt akzeptiert und welche Gebühren Ihnen dann von der ausländischen Bank hinterher und hinterhältig abgezockt werden!

Wer viel reist und andere Karten benützt, beispielsweise "richtige" Kreditkarten wie American Express, Mastercard und Visa, der muß verdammt gut aufpassen: mit der Einführung des lächerlichen Mickymausgelds "Euro" wurde von den Kartengangsterbanken zwar die Abzockerei mit den sogenannten "Auslandsgebühren" abgestellt. Dafür werden jetzt in Drittländern, die über eine echte Hartwährung verfügen - auch wenn diese Vollmitglied der sogenannten "EU" sind - "angepaßte" Auslandsgebühren von rund 2 Prozent abgezockt. Drittländer sind unter anderem Dänemark, Großbritannien, Island, Kanada, Malaysia, Mauritius, Norwegen, Schweden, Schweiz, Singapur und Vereinigte Staaten von Amerika!!! ZWEI PROZENT ZUSÄTZLICH IN DER SCHWEIZ - ALS ZUGABE ZUM SOWIESO SCHON KATASTROPHALEN WECHSELKURS CHF/EUR!!!

Pünktlich zur Einführung des angeblich so vorteilhaften Euro wurde außerdem von der deutschen Postbank die Gebühr für die Gutschrift eines Auslandsschecks (gezeichnet in EUR!) von 3 DEM auf 15 EUR und somit um 900 Prozent erhöht. Dies ist keine Ausnahme, sondern bei der bundesdeutschen Bankenmafia völlig normal. Nach wie vor versucht dieses kriminelle Kartell, trotz neuer "EU"-Vorschriften beim Zahlungsverkehr innerhalb der EUR-Zone soviel wie möglich abzuzocken und zwar nicht nur beim Absender, sondern wie gehabt auch völlig unkontrollierbar beim Empfänger. Wenn Sie IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) für eine Überweisung nach Italien verwenden - beispielsweise für die Vorauszahlung einer Ferienwohnung oder den Kauf von Büchern -, achten Sie unbedingt darauf, dass Ihnen von der italienischen Bank die korrekte IBAN mitgeteilt wird (italienisch: Coordinate Bancarie Internazionali), die immer 27 Stellen hat, beispielsweise IT47 X032 0433 3200 0000 0000 031. Etliche italienische Banken stehen in ihrer Frechheit diversen deutschen Banken in nix nach: sie verweigern prinzipiell die Herausgabe der IBAN und zocken nach wie vor unverschämte "Bearbeitungsgebühren" = Profite ab!

Ein Rimella-Freund bezahlt die Speicherkarte mit 4500+ Superfotos
Online-Überweisung von 60 EUR von Italien nach Deutschland
Die Banca Posta Italiana berechnet nur 1 EUR Gebühren ...
So geht's also auch!

Sicherheit

Ende Mai 2012 gab es mehrere starke Erdbeben in der Padanischen Tiefebene, konkret: an deren Südrand im Gebiet Bologna - Modena, also knapp nördlich von Florenz und dem sowieso stark erdbebengefährdeten Toskanischen und Umbrischen Appennin - Stichwort Perugia ... Rimella ist von diesen unberechenbaren Naturgewalten nicht betroffen. Schäden durch Erdbeben sind bei uns in Nordwestitalien - auch historisch - völlig unbekannt - siehe auch Wikipedias Erdbebenliste. Das Sesiatal liegt über 250 Kilometer Luftlinie entfernt von Modena und über 500 Kilometer entfernt von Perugia!

Im Zeitalter des weltweiten Terrorismus ist die Sicherheit bei einer Auslandsreise noch vor deren Kosten der entscheidende Faktor. Wir reden Klartext und informieren Bergwanderer, die sich für das Piemont interessieren, so konkret und umfassend wie nur irgend möglich, genauso wie wir es auch selbst von den Experten vor Ort erwarten würden. Seit Jahrzehnten sind wir auf eigene Faust in den wildesten Gegenden der Welt unterwegs, von Sabah bis zum Orinoco und von Rodrigues bis Sulawesi und von Jemen bis Sumatra und von Sarawak bis Somalia, und natürlich auch in den faszinierenden unbekannten Berggebieten weit hinter Salerno in Süditalien und eben auch im Piemont. Aufgrund unserer Erfahrungen stellen wir fest: der Lebensstandard in Norditalien entspricht dem in Süddeutschland, und entsprechend vielfältig sind wegen der ähnlichen Mentalität auch die guten Beziehungen zwischen den Metropolen Stuttgart - Mailand und den Bundesländern = Regionen Baden-Württemberg - Lombardei, oder auch zwischen München - Verona/Bologna/Venedig und Bayern - Nordostitalien. "Italien ist das wichtigste Importland der Region Neckar-Alb" schrieb die Industrie- und Handelskammer Reutlingen am 2. Januar 2006. Auf Platz 2 liegt die Schweiz, die für uns seit Jahrzehnten der zuverlässigste und wichtigste Handelspartner ist und dank der gottseidank fehlenden idiotischen Bürokratie der sogenannten "EU" auch der weitaus angenehmste, und der Rest ... lascia perdere. "München liegt näher an Bologna als an Berlin", schreibt Henning Klüver in seinem witzigen und lesenswerten Buch "Gebrauchsanweisung für Italien" (ISBN 3-492-27502-8), und wir ergänzen frech: Mailand liegt näher an Tübingen (laut GPS 341 Kilometer) als an Rom (479 Kilometer), und Turin erst recht (400 gegenüber 524 Kilometer)! Die sicheren und somit angenehmen und erst noch typischen Städte sind natürlich hier wie dort die Provinzstädte abseits der Touristenströme und der Großindustrie und der jeweiligen Chaotenregierung, also beispielsweise Tübingen und Novara und Vercelli und Cuneo: Tübingen - Genova 458 Kilometer, Dronero am Mairatal 469 Kilometer, Berlin 541 Kilometer, und das ist verdammt gut so!

Wegen der dramatischen Entvölkerung der Berggebiete gibt es allerdings in ganz Italien einen extremen Gegensatz in der Lebensqualität zwischen den wuchernden Ballungsräumen mit ihren riesigen Menschenmassen und dem entvölkerten Hinterland, wie man ihn so bei uns nicht kennt und wie man ihn sich auch ohne eigenes Erleben niemals vorstellen kann. Für den Bergwanderer ist das glücklicherweise von Vorteil: in einem abgelegenen piemontesischen Bergdorf und auf der GTA, wo man oft tagelang keinen Menschen trifft, ist man garantiert sicherer und erst noch preisgünstiger unterwegs als auf einer teuren und gefährlichen Trekkingreise in Kenia, Nepal, Pakistan, Peru oder sonstwo. Experten in diesen Ländern informieren ihre Staatsbürger topaktuell hier (Australien) und hier (Großbritannien) und hier (Kanada hat mit Abstand die beste und ausführlichste Information) und hier (Vereinigte Staaten von Amerika) über die Situation vor Ort, und es wimmelt nur so von Begriffen wie Gewaltkriminalität, Straßenraub, No-Go-Areas, Drogenmafia, Touristenabzockerei, Geiselnahme, Putschversuch, Rassenhaß, Taschendiebstahl, Flugzeugentführung, Prostitution, Falschgeldwechsler, Car-Jacking, Polizistenmord, Stammeskrieg, Kreditkartenbetrug, Landminen, Streik, Polizeifolter, Religionskrieg, Zugüberfälle und terroristische Anschläge. Wer gerne ins Ausland reist, der informiert sich also am besten VORHER über die Wirklichkeit in seinem vermeintlichen Traumland; NACHHER ist es zu spät! Lesen Sie hierzu auch BERGE Januar 2003 Seite 90-91. Über Italien schrieben die Kanadier im Januar 2012: "Exercise normal security precautions. Canadian visitors to Naples and surrounding areas should be aware that local authorities have been dealing with a garbage disposal problem, which in the past has resulted in tonnes of waste piling up in the streets. The situation has improved in recent months, but some surrounding areas are still affected. Episodes of violence may occur, sometimes involving bomb attacks by organized criminal or extremist groups. Turf wars have occurred in Naples, which have made innocent victims, including a Canadian. The incidence of street crime is similar to that elsewhere in Europe, particularly in large urban centres. Pickpocketing and purse snatching occur at tourist sites, on public transportation, in Internet cafés, night clubs and bars, and at major airports and railway stations. Avoid carrying handbags. Motorcyclists frequently grab bags and other personal belongings from pedestrians, often resulting in injury. Do not leave personal belongings unattended, especially in vehicles. Your luggage should never be left with strangers. Travellers should use only the services of officially licensed taxis and stay at hotels that offer surveillance at entrances. You should pay attention to your surroundings and avoid showing signs of affluence. Avoid displays of money, jewellery, and/or expensive clothing. Ensure personal belongings, passports and other travel documents are secure at all times and avoid carrying large sums of cash. It is recommended that you carry a copy of your passport. In an emergency, call 113 for the police or 112 for the Carabinieri (military police). Travellers should exercise caution and be alert to scams targeting foreigners at gas stations, on highways, and on trains. Car theft occurs at gas stations and on highways. Thieves often work in pairs or groups. One or more will distract the victim while another steals. Ensure your vehicle remains in sight when stopping at service areas. There are also reports of individuals staging roadside emergencies (e.g., a smoking engine or flat tire) to persuade drivers to pull over. Thieves then remove personal belongings from the distracted driver's car. Rail passengers have been offered drugged food or drink and been robbed or assaulted while sleeping. Ensure your compartment door is securely locked. Persons violating Italian law, even unknowingly, may be expelled, arrested, or imprisoned. Penalties for possession, use, or trafficking in illegal drugs are strict. Convicted offenders can expect jail sentences and/or heavy fines. Buying counterfeit merchandise, such as sunglasses, purses, and so on, is illegal. Italian authorities have been handing out fines of up to 10,000 euros to tourists caught buying counterfeit items. In the cities of Venice and Florence, you should observe public notices about conduct. For example, offence tickets and fines may be assessed against visitors for dropping litter, or for sitting, eating or drinking on steps and courtyards around the main churches and public buildings in Florence." Die Situation entspricht also exakt der in Deutschland: Achtung auf islamische Terroristen. Vorsicht in den größeren Städten, in wichtigen Bahn- und Flughäfen, in Reisezügen, an den Autobahntankstellen und an den bekannten Touristenzielen. Im übrigen ist es ein unglaublicher Skandal, dass sich kein einziges Wort zu alldem in den überaus lächerlichen "Sicherheitshinweisen" des bundesdeutschen "Auswärtigen Amtes" findet - uns Weltreisende wundern allerdings die zunehmend paranoiden Auswüchse der Realitätsverweigerung insbesondere von vollfetten Berliner Politbonzen schon lange überhaupt gar nicht mehr! Zu den bekannten Touristenzielen in Italien gehören natürlich ausdrücklich NICHT das Sesiatal oder gar die abgelegenen Bergdörfer an der GTA wie Rimella: hier wohnen in manchen Ortsteilen oft nur noch wenige Bergbauern und Handwerker, die sich freuen, wenn Besuch kommt und sich für Land und Leute interessiert. In Rimella und im Sesiatal lebt man sicherer als in Deutschland! In Boccioleto im Sermenza-Tal, einem der Ausgangsorte für unsere einzigartigen Bergwanderungen im Sesiatal, gibt es ein kleines Kaufgeschäft, das wirklich alles für den täglichen Bedarf anbietet. Wenn abends die wenigen Pendler aus den aussterbenden Bergdörfern weiter hinten im Tal vorbeifahren, ist der Laden natürlich schon geschlossen. Also bestellen sie ihren Einkauf einfach telefonisch, und der Ladeninhaber packt alles in Tüten, schreibt den Namen darauf und hängt das Zeug abends vor die Ladentür, bevor er schließt. Kein Mensch käme auf die Idee, etwas zu stehlen, was ihm nicht gehört! Seine Kunden nehmen ihre Einkäufe dann einfach im Vorbeifahren mit und bezahlen sie irgendwann später. Weshalb die Pendler ihr ganzes Zeug nicht einfach in der Stadt im Supermarkt kaufen? Weil sich ein so kleiner Laden dann nicht mehr halten kann und schließen muß, was für ältere Leute dramatisch ist - siehe die Situation hier vor Ort in Tübingen, einer Provinzstadt mit 90000 Einwohnern, wo es in der ach soooooooo tollen Altstadt kein einziges normales vollsortimentiertes Lebensmittelgeschäft mehr gibt, dafür aber 30 Bäckerbuden (die berühmte 1-A-Lage Neckargasse wurde zur Bäckergasse), 20 Optiker und 10 Telefonläden! - Ein anderer Experte schreibt hier über das Berggebiet südlich des Monte Rosa dasselbe: "Beschränkungen: Kein "wildes" Campen erlaubt. Politische Lage: Kriminalität kein Thema!" Nach Deutschland mit 32 Prozent war Italien nach Spanien und Österreich natürlich auch 2010 wieder wie schon in den Vorjahren das drittbeliebteste Reiseziel der Deutschen. Frankreich und der Rest der Welt: teuer, arrogant, streikgeil, lebensgefährlich unsicher - siehe hier. Außerdem bewirken Eurochaos, Wirtschaftskrise, Geldmangel, Zukunftsangst, Staatsbankrott und weltweiter Terror, dass das gute alte Bergwandern in Europa gerade auch bei jungen Leuten plötzlich wieder voll angesagt ist. Man sagt jetzt eben "Outdoor" und "Trekking" dazu (weil man dabei treckig wird), zieht ein paar leuchtfarbene Pipapo-Tex-Fetzen an, macht aus einem Hüttenabend oder einem Zeltlager einen "Event", und schon läuft die Sache wie geschmiert - siehe hierzu auch den Leitartikel in ALPIN Juni 2003! Die Messe Düsseldorf hat die Zeichen der Zeit bereits erkannt und legte angesichts der rasanten Zuwächse der sogenannten "Trekking"-Branche sogar eine neue (!) Messe für Endverbraucher und internationale Fachbesucher auf, die mit über 20000 Besuchern auf Anhieb ein riesiger Erfolg war. Die "Tour Natur" alljährlich im September bildet schon jetzt einen durchaus erwünschten preußischen Gegenpol zur perfekt etablierten schwäbisch-bayrisch-schweizerischen "Outdoor" in Friedrichshafen am Bodensee.

GTA mit Fahrrädern

Die GTA ist für eine Befahrung mit dem Fahrrad nicht geeignet. Eine topaktuelle Diskussion gibt es im Forum der MTB-News. isartrails: "Der GTA ist weitgehend unfahrbar." bobo2606: "Ich kann @isartrails nur beipflichten. Wir waren auf dem GTA schon unterwegs zum Wandern und ich war froh kein Bike dabei gehabt zu haben." dampflocke: "gta habe ich schon mit dem bike versucht und musste abbrechen. zu fuß sehr empfehlenswert mit dem rad nicht."

Tatsächlich befahrbar sind lediglich die ehemaligen Militärstraßen in der Provinz Cuneo, auf denen etliche Anbieter aus Bayern und aus der Schweiz ihre Kommerzgruppen herumjagen. Mit den entsprechenden italienischen Wanderkarten, die es bei uns gibt, kann man dort natürlich auch alleine planen und fahren. 2003 gab es einen insbesondere für Bergradfahrer hervorragenden italienischen Führer aus dem Verlag Blu Edizioni über die "Kanonenstraßen", den wir dutzendfach für MTBer in Deutschland besorgt haben und der jetzt leider vergriffen ist. Vielleicht gibt es "Le Strade dei Cannoni" noch antiquarisch. Der ideale Ansprechpartner für MTB-Touren im Süden der GTA ist Peter Vogt vom Posto Tappa Ceaglio mitten im Mairatal mit einer schönen Webseite extra für MTBer.

Die Umweltproblematik der Trendsportart Mountainbike beleuchten wir hier.

GTA mit Kindern

Für naturnahe Familien mit Kindern ist die GTA ein Paradies.

Ob das vielleicht der jüngste GTA-Gast war?
Rimella, Albergo Fontana
22. September 2006, 0912

Der größte Teil des piemontesischen Berggebiets ist touristisch unerschlossen und Natur pur. Es gibt sooooooo viel zum Anschauen und Ausprobieren und Basteln und Entdecken und Erforschen und Erstaunen und Faulenzen und Fotografieren und Spielen! Es hat Alphütten, Bäche, Badegumpen, Bergseen, Bogenbrücken, Dschungel, Flüsse, gutes Essen, Höhlen, Käsereien, Kletterfelsen, Krabbelfelsen, nette Leute, Tiere, Wälder, Wasserfälle, Wiesen und Wildwasser ohne Ende. Unterwegs sieht man Millionen von schönen Bergblumen mit vielen Arten, die es in den Nord-, Ost- und Zentralalpen nicht gibt, sowie Adler, Bienen, Blindschleichen, Eidechsen, Enten, Eßkastanien, Falken, Farne, Feuersalamander, Fische, Flechten, Frösche, Geier, Gemüsegärten, Heuschrecken, Hirsche, Hühner, Hummeln, Käfer, Kälbchen, Katzen, Kröten, Kühe, Küken, Moos, Mufflons, Murmeltiere, Nüsse, Obstbäume, Pilze, Raupen, Regenwürmer, Rehe, Schafe, Schmetterlinge, Schnecken, Schweine, Singvögel, Spechte, Spinnen, Steinböcke, Tausendfüßler, Wespen und Ziegen. Zum Mampfen findet man unterwegs Brombeeren, Eßkastanien, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunderbeeren, Johannisbeeren, Mehlbeeren, Preiselbeeren, Stachelbeeren, Wacholderbeeren, Walderdbeeren, Wildkräuter und Wildkirschen.

Spinnennest bei der Alpe Palazzo
Was zunächst aussah wie eine noch unbekannte Bergblume,
entpuppte sich bei näherem Hinsehen als Spinnennest
Die Jungspinnen sind gerade aus dem Eikokon geschlüpft und kleiner als ein Millimeter
Gattung Kreuzspinne - Araneus diadematus
27. April 2007, 1022
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Etliche GTA-Etappen sind für Kinder zu lang und die Etappen-Einteilung muß daher der Ausdauer und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend modifiziert werden. Die Einheimischen sind nett und hilfsbereit und Kinder werden in Italien sowieso richtiggehend verwöhnt.

Rouven 5 Jahre und Leonie 7 Jahre haben riesige Teller Pasta gemampft
Zum Nachtisch gab es Vanille-Eis mit Heidelbeeren von der Alpe Scarpiola
Rimella, Albergo Fontana
7. August 2008, 2105

Kathrin Laschke, 13. November 2007: "Wir sind im August 2007 mit Lena (13 Jahre) und Anika (11 Jahre) die Etappen 3 bis 13 der GTA gegangen. Die Kinder hatten je 8 bis 9 Kilo Gepäck, wir Erwachsenen 15 bis 18 Kilo, je nach aktuellem Lebensmittel- und Wasservorrat. Mit diesem Gepäck haben die Kinder, die über durchschnittliche Kondition verfügen, auch die längeren Etappen ohne größere Probleme bewältigt. Wir hatten allerdings ein Zelt dabei und haben die langen Anstiege am Anfang der Etappen manchmal verkürzt, indem wir einen Teil des Anstiegs schon am Vorabend gegangen sind und dann gezeltet haben; damit haben wir allerdings einigen Posto-Tappa-Betreibern den Verdienst entzogen. Dafür sind wir in drei Wochen mit 500 Euro pro Person, ohne Anreisekosten, ausgekommen. - Wir sind der Meinung, wenn man mit Kindern im Gebirge unterwegs ist, sollte man das Gewicht eines kleinen Zeltes in Kauf nehmen, um bei Schlechtwettereinbrüchen besser geschützt zu sein. Eine Zeltbahn bietet immer Schutz, selbst wenn man keinen Platz zum Aufstellen des Zeltes findet. - Wir halten die Empfehlung, 4 Liter Wasser pro Person mitzunehmen, für übertrieben. Dies ist vielleicht bei extremer Trockenheit nötig. Bei Normalbedingungen reichen 1 Liter für Kinder und 1½ Liter für Erwachsene, da es überall bis kurz unterhalb der Pässe sauberes Wasser gibt. Unterhalb von Viehweiden sollte man natürlich nicht aus den Bächen trinken! - Eine Ausnahme ist der Abstieg vom Col del Termo nach Rima, hier gibt es bis kurz vor dem Ort kein Wasser. - Abschließend noch zwei "Geheimtips": Wir haben mit der Bahn von Leipzig nach Domodossola und zurück zu viert mit Eurosparpreis und Bahncard 25 nur 252 Euro bezahlt. Kinder reisen auch im ICE kostenlos. - Wenn man am Ende der 13. Etappe nach Carema geht, gibt es oberhalb des Dorfes eine Kapelle. Daneben ist ein wunderbarer Ort zum Zelten. Ganz hinten auf der Wiese ist eine kleine Höhle, wo man Gepäck deponieren kann, um unbeschwert zum Pont Saint Martin oder zum Weintrinken zu gehen."

Werner Schmidt, 28. Oktober 2008: "Rundwanderung Campello Monti - Alagna - Türli-Pass - Borca - Molini - Campello Monti: Wir sind diesen Rundkurs Anfang Juli 2008 mit unserem Jungen (7 Jahre) zu dritt gelaufen. Unsere Auswahl ist subjektiv und ein wenig auch auf die Wanderungen mit einem Kind bezogen. Unser Sohn Christian hat die Strecke gut geschafft und war zum Teil begeistert von spannenden Teiletappen, Biwakschachteln und hohen Übergängen. Gute Unterkünfte: Hotel Fontana in Rimella, Alpe Baranca, Casa Prati in Alagna (gehobene Klasse, aber äußerst empfehlenswert), Hotel Alpi in Borca, Biwak Alpe Lago (recht neu, zweckmäßig, sauber). Eher schlechte Unterkünfte: Albergo Leone, Forno (recht teuer, mäßiges Essen und bescheidenes Lager), Santa Maria (sehr, sehr schlecht und teuer, gut, dass die Unterkunft aus der Karte herausgenommen wurde), Biwak Lanti (Decken, sehr enges Lager, Notunterkunftscharakter), Pizzeria in Molini (recht teuer, unsauber, Essen unterdurchschnittlich), Biwak Alpe Pian Lago (Decken, sehr begrenzte Notunterkunft, eher schmutzig)."

Wald-Erdbeere
3. Juli 2008, 1730
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GTA mit Hunden

In vielen Unterkünften, beispielsweise bei uns in Rimella, sind Übernachtungen mit Hunden oder anderen Haustieren nicht möglich, auf deutsch: die Mitnahme von Hunden ins Hotel, in die Gemeinschaftsräume oder gar in die Zimmer oder in den Speisesaal ist verboten. Ebenfalls ist es oft nicht möglich, Hunde in Bars oder Restaurants mitzunehmen. Leuten mit Hunden empfehlen wir daher, prinzipiell mehrere (!) Tage vorher in den eingeplanten Unterkünften anzufragen und die aktuelle Situation abzuklären. Wegen der Probleme gehen Leute mit Hunden deshalb auch öfters mit dem Zelt und übernachten - fallweise nach Absprache mit dem Grundeigentümer - im Freien irgendwo abseits der Dörfer oder Alpen.

Typische lokale Vorschrift in der Provinz Vercelli
Die Strafen reichen von 25 bis 300 EUR

Die GTA ist ein Weg im einsamsten Hochgebirge und in den fast ausgestorbenen Dörfern hat es natürlich keine Metzgerläden. Wenn man es mehrere Tage vorher abspricht, kann aber sicher jemand Hundenahrung vom Tal mit raufbringen in eine Unterkunft oder zu einem Treffpunkt.

In vielen italienischen Natur- und Nationalparks ist die Mitnahme von Hunden, auch wenn diese angeleint sind und einen Maulkorb tragen, verboten: VIETATO INTRODURRE I CANI ANCHE AL GUINZAGLIO! Der Grund ist der Schutz der letzten Wildtiere in den Bergen. Hier wird die Regelung in allen Einzelheiten geduldig erklärt. Beachten Sie bitte, dass die Strafen der Forstpolizei im Ernstfall recht hoch sind - und gnadenlos!

Absolutes Verbot im Nationalpark Gran Paradiso

Achtung auch auf die zahlreichen Hirtenhunde auf den Alpen, die fremde Hunde in ihrem Revier gar nicht gern haben. Die Erfahrungen von anderen Hundehaltern finden sich auch in Wanderforen im Internet. Hinweise findet man auch auf Dogwelcome.

Domodossola

Das Touristenbüro im Rathaus von Domodossola (nicht mehr im Bahnhof!) hält zahlreiche interessante Prospekte, Wanderführer, Landkarten und Tips teilweise auch in deutscher Sprache bereit. Kostenlos erhält man eine gute Wanderkarte. Die Mitarbeiter sprechen auch deutsch und sind sehr hilfsbereit und telefonieren auf Wunsch auch gerne die abgelegenste Unterkunft an, um eine Übernachtung zu reservieren. Telefon und Fax 0324 248265, E-Mail. Sehr praktisch sind die vielen kostenlosen Fahrplanhefte von Bussen und Zügen bis hinein in die hintersten Seitentäler. Italienische Telefonkarten kann man am großen Kiosk in der Bahnhofshalle kaufen, dort gibt es in der Hauptsaison auch deutsche und schweizerische Zeitungen!

Domodossola ist einer der wichtigsten Transit- und Rangierbahnhöfe Norditaliens. Für eine Übernachtung empfehlen wir daher, ein Hotel zu wählen, das nicht ausgerechnet direkt am Bahnhof liegt, wo es rund um die Uhr kracht und kreischt. In fünf Minuten ist man zu Fuß mitten in der schönen Altstadt. Vom Touristenbüro wurde uns vertraulich das Albergo Piemonte da Sciolla genannt (Piazza Convenzione, Telefon und Fax 0324 242633), das auch vom schweizerischen Wanderweb wärmstens empfohlen wird.

Nationalpark Val Grande

Achtung: Wenn Sie im Internet nach "Val Grande" suchen, landen Sie auch woanders, denn Val Grande heißt Großes Tal und das gibt es in Italien natürlich nicht nur einmal! Im Sesiatal beispielsweise wird das obere Tal, von Balmuccia bis Alagna, von den Einheimischen als Val Grande bezeichnet, während das Sermenzatal, von Balmuccia bis Carcòforo und Rima, lokal Val Piccola heißt. Führer und Karten zum Nationalpark Val Grande östlich von Domodossola gibt es ebenfalls im Touristenbüro im Bahnhof Domodossola. Von Mai bis September gibt es im wildesten Teil Italiens erstens ziemlich viele Vipern und zweitens von Experten geführte Wanderungen, bei denen die Teilnahme allerdings nur mit guten Italienischkenntnissen Spaß macht: von Halbtagstouren mit anschließendem Lagerfeuer, bei denen auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten kommen, über Vollmond-Nachtwanderungen bis hin zu extremen mehrtägigen Exkursionen für wirklich konditionsstarke Abenteurer. Kontakt: Ente Parco Nazionale Val Grande, Villa San Remigio, I-28922 Verbania-Pallanza, Telefon 0323 557960, Fax 556397. Seit 2008 gibt es einen topaktuellen deutschsprachigen Wanderführer aus der Schweiz über das Val Grande, den Sie hier bestellen können. Für Wildnisexperten geht es auch anders: Jörg Klingenfuß hat schon 1993, lange bevor es dieses Parkbüro und seine bestens organisierten Touren gab, lediglich anhand einer ungefähren mündlichen Beschreibung des freundlichen Capo Stazione Malesco der Ferrovia Viggezina das Val Grande von Malesco nach Premosello solo mit Zelt in drei Tagen durchquert. Diese Tour wurde inzwischen sogar markiert und durch den Bau von Brücken und diversen Seilgeländern etwas entschärft. Sehr eindrückliche Berichte von Solotrekkings in diesem Gebiet und Dutzende von hervorragenden Fotos aus allen Jahreszeiten gibt es hier, andere interessante Webseiten sind hier und hier. Achtung Lebensgefahr: Im Innern des Val Grande funktioniert kein Taschentelefon, und jedes Jahr gibt es Tote, weil Touristen vom Weg abkommen. Im Juli 2005 sind drei Schweizer ex La Piana auf den aufgelassenen und daher deutlich gesperrten Schluchtweg Richtung Ponte Casletto gegangen. Beim Überqueren der Steilflanke von Arca auf einer längst verrotteten hundert Jahre alten Holzkonstruktion ist diese zusammengebrochen und einer von den dreien tödlich abgestürzt. Die beiden anderen haben sich getrennt (nota bene, ein schwerer Fehler!) und benötigten jeweils über acht Stunden, um wieder die Zivilisation zu erreichen und Hilfe zu holen. Im August 2007 sind zwei junge Schweizer tödlich verunfallt, siehe hier!

Wandern im Strona-Tal

Dieses ursprüngliche Bergtal ermöglicht den derzeit bequemsten und elegantesten Zugang zur GTA. Außerdem liegt es nur eine halbe Autostunde vom allseits bekannten Lago Maggiore entfernt oder mit dem Lokalzug eine knappe Stunde von Domodossola. Es ist also bei weitem nicht so abgelegen wie die Orte im tiefsten Piemont entlang der GTA und kann daher für einen "sanften" Einstieg in den einzigartigen Charakter dieser einsamen Bergwelt zum "Ausprobieren" während eines ein- bis zweiwöchigen Wanderurlaubs wärmstens empfohlen werden. Außerdem ist man zu Fuß vom Talende in nur 3½ Stunden in Rimella. Einzelheiten finden Sie hier!

Wandern im Mastallone-Tal

Dieses wilde Tal am Ende der Welt ist ein Paradies für Abenteurer und Genießer. Haben Sie schon mal etwas von der Cima Altemberg gehört, vom Monte Càpio oder vom Pizzo Tracciora, oder vom Vallone della Meula oder gar vom Valle dell'Inferno, dem Tal der Hölle, das nur noch die Wilderer kennen - und wir? Vom piemontesischen Dschungel überwucherte Geisterdörfer wie Molino Superiore, an die sich nicht einmal mehr die Einheimischen erinnern, und die geheimnisvollen uralten Wege dorthin kennen sowieso nur wir! Seit 2002 bietet die Initiative Pro Rimella von Jörg Klingenfuß begleitete Bergwanderungen abseits der GTA an. Einzelheiten finden Sie hier!

Wandern im Sesia-Tal

Seit 2004 bietet die Initiative Pro Rimella auch im mittleren Sesiatal begleitete Bergwanderungen an. Einzelheiten finden Sie hier!

Varallo

Als weitere angenehme Zugangsmöglichkeit zur GTA bietet sich Varallo an. Varallo Sesia ist Endstation der Bahnlinie von Novara ins Sesiatal und kann über Mailand, oder noch etwas kürzer über Domodossola, erreicht werden. Vom Hauptort des Sesiatals aus sind die GTA-Etappenorte Rimella, Fobello, Carcoforo, Rima und Alagna mit guten Busverbindungen erschlossen: Der Busfahrplan Varallo - Fobello - Rimella steht hier. Der Busfahrplan Varallo - Balmuccia - Boccioleto - Rimasco - Rima - Carcoforo steht hier. Der Busfahrplan Varallo - Alagna steht hier. Fahrpläne und weitere Auskünfte und Prospekte gibt es beim Touristenbüro (Corso Roma 38, Telefon 0163 564404, Fax 53091). Eine Fundgrube ist hier das kostenlose dicke Handbuch 2014 PIEMONTEDALVIVO: in viaggio negli spettacoli fra cultura e turismo; es hat über 200 Seiten und informiert auch in Deutsch über alle Adressen und Termine von Veranstaltungen für Architektur, Essen, Festivals, Kino, Musik, Tanz und Theater. Die beste Unterkunft und Küche gibt es im Albergo Italia, das wir sehr gut kennen und deswegen hier genauer beschreiben. Seit 2004 bieten wir Bergwanderungen im Sesiatal an, und unser Stützpunkt ist natürlich das familiäre Albergo Italia! Der Wallfahrtsberg Sacro Monte ist ein weltbekanntes Pilgerziel. "Fral" und das gesamte Sesiatal werden trotzdem so verschlafen bleiben wie schon immer, denn in den potentiellen "Märkten" ist es praktisch völlig unbekannt trotz der immensen touristischen Möglichkeiten: Bergwanderungen ohne Ende, Faulenzen, Goldbergwerk, Kunstschätze, Mineraliensammeln, Mountainbike, Naturbeobachtungen (Auerhahn, Bartgeier, Bergsalamander, Birkhahn, Bussard, Eichhörnchen, Eule, Falke, Feuerlilie, Feuersalamander, Forelle, Fuchs, Gams, Hase, Hermelin, Hirsch, Königsadler, Luchs, Marder, Maulbeerbaum, Mufflon, Murmeltier, Orchidee, Reh, Schmetterling, Schneehuhn, Specht, Steinbock, Wildschwein), Pilgerfahrten, Sonnenbaden, Spaziergänge, Sportfischen, Wildwasser! Die Kleinstadt hat etwa 7000 Einwohner und bietet eine große Auswahl an Fachgeschäften auch für Bergwanderer und Urlauber. Dienstags gibt es einen großen Wochenmarkt. Die einzigartige Pinakothek ist sogar über das Piemont hinaus berühmt und ein Besuch lohnt sich in jedem Fall (Pinacoteca di Varallo, Via Calderini 25, Telefon 0163 51424, ganzjährig geöffnet von Dienstag bis Sonntag 1030-1230 und 1430-1800, ferner nach Absprache). Wer heute noch nicht gelacht hat, der klickt auf die Chaoten von Piemondo und sieht, was ein italienisch-deutscher Übersetzungsroboter anrichtet: "Die Valsesia hat viele Erde. Es gibt viele grünend zone die die Neigungen Monte Rosa bekommt, der Gipfel höher von Piemont. Alagna ist bleibt ein Walser ..." Es gibt vor allem nix dümmeres als einen Computer. Wohl bekomm's! Am tollsten ist die Käseseite: "Bra. Milch der Rennenkühe Piedmontese, angehoben in kleine Ställe. Die Kruste und die Paste sind den zarten oder harten Versionen, wie auch den Maßen und dem Gewicht ähnlich. Bruss. Das Bruss ist ein nicht Käse, aber eine Molkereiwesenvorbereitung, gebildet mit gegorenem und geklebtem altem Käse mit Butter und einigen Gewürzen. Goat.s-Milchkäse von Rimella. Käseprodukt mit Renette von einem Einjahreskalb, wenn sie zum frischen Verbrauch bestimmt ist-, mit Lamm, wenn Sie gealtert werden. Robiola di Roccaverano. Käse produzierte mit Kuhmilch bis zu ein Maximum von 85 %, mit Ziege oder schafartiger Milch. Farbe: enthäuten Sie dünnstes Elfenbein, Ausdehnungen zu hellgelbem, wenn Sie, mit rötlichen striations gewürzt werden. Die Paste ist frisch kompakt, zart und. Produktion: Länder nähern sich Fluß Tanaro. Copyright Piemondo. In Ordnung aufgehoben." Gallisch und folglich völlig nutzlos ist die Skitourenseite: "Öffnung Cardone. Zwei Brücken auf dem Egua-Strom an q. 1176 nimmt man es mulatiera, das sich zu Camp Ragozzi 1197m. Dépassés das Land führt durchquert lesen des Stromes unter an Alpe Préhension 1414m danach risalgoni schöne pendii bis zur Öffnung, indem es halb- circle (indem es zur AnfangssüdwestOrientierung übergeht an diesem Nordwestfinale macht. Schnee- und Lawinenverhältnisse : Vom Gipfel bis zu Höhe an 1700, frischen leicht vom Wind, aber vom sciabilissima an 200m der Kruste danach bis zur Maschine tragende Kruste an zu einer Route arbeiten." Selamat malam!

Naturpark Marguareis

Man hat also die GTA "gemacht". Tagelang, wochenlang, monatelang. Bis zum Ende. In Carnino. Tutto a piedi. Madonna! Und dann? In Carnino?

Dann ist man nicht etwa in einer korsikamäßig supergeilen einsamen Badebucht mit kristallklarem Wasser gelandet. Namen wie Alassio und Laigueglia zeugen vielmehr vom restlos verblichenen touristischen Charme der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. "Der Endpunkt der GTA in Viozene erlaubt nur eine umständliche Rückkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Cuneo", steht im GTA-Süd-Führer von Bätzing auf Seite 216. Auf deutsch: man befindet sich am Ende der Welt, 40 Kilometer Luftlinie und 100 Kilometer schmaler Bergstraßen ohne jegliche Busverbindung vom Meer entfernt im gebirgigen Hinterland einer der am meisten überlaufenen und touristisch vermüllten Küsten des Mittelmeers (alleine in Alassio gibt es über 150 Hotels!), in unmittelbarer Nähe der chaotischen Metropolen und Menschenmassen von Genua, Nizza und Savona - von denen dann allerdings erstklassige Expreß-Fährschiffe in nur 6 Stunden nach Korsika verkehren.

Nach über 50 Etappen GTA sieht ein krönender Abschluß wahrhaftig anders aus! Zum Beispiel so: Am Ende der 53. Etappe übernachtet man im Rifugio Garelli. Tags darauf steigt man nach Norden ab zur Certosa di Pesio, dem Herzen des Parco Naturale del Marguareis. Der Naturpark Marguareis ist landschaftlich großartig und wurde nicht vom Skitourismus routinemäßig versaut wie diverse westliche und östliche Nachbartäler à la Limone. Im Sommer kann man von der Certosa mit dem Bus - der Fahrplan steht hier! - direkt bis zum Bahnhof der Provinzhauptstadt Cuneo fahren, von der aus man über Turin - Mailand - Basel/Zürich mit Expreßzügen an nur einem Tag bis weit nach Deutschland hinein zurückrasen kann. Fahrplanlinks finden Sie auf unseren Rimella-Webseiten. Sämtliche Wanderkarten für diese Gegend können Sie direkt bei uns bestellen.

Wer es nicht so eilig hat, läßt die GTA-Weitwanderung ausklingen im empfehlenswerten familiären Albergo Ristorante Nuovo Alpinisti am nördlichen Ende der Frazione San Bartolomeo (Via Provinciale 15, I-12013 Chiusa di Pesio, Telefon 0171 738121) (GPS 393300 4902601 730), dem idealen Stützpunkt für einige Tage Wandern im Pesiotal (Gipfelziele: Bisaulta, Bric Costa Rossa, Cima Cars, Punta Marguareis, Punta Straldi). Die zahlreichen Dutzende Kilometer langen hochalpinen Militärstraßen sind zudem ein Paradies für Mountainbiker; Davide, der Sohn des Hauses, kennt sämtliche Tourenmöglichkeiten und Geheimtips aus eigener Er-Fahrung. Als Lektüre empfehlen wir den Guida del Parco del Marguareis, ISBN 88-87417-09-1, erhältlich im Café neben der Certosa di Pesio und in den Buchhandlungen von Cuneo, und als Wanderkarte den zugehörigen Cartoguida BLU # 2 Parco Naturale del Marguareis 1:25000: endlich mal eine verdammt gute italienische topografische Karte, die sogar ein wunderschönes blaues UTM-Gitternetz aufweist, aber witzigerweise ... ohne jegliche Numerierung des Kilometerrasters!

Man kann natürlich auch einen ausführlichen Bummeltag in Cuneo einlegen; die Mitarbeiter des Tourismusbüros in der tollen Altstadt sind persönlich auf zahlreichen Etappen der GTA Süd gewandert und sind sehr hilfsbereit (Ufficio Turistico Città di Cuneo, Via Roma 28, I-12100 Cuneo, Telefon und Fax 0171 693258). Es gibt viele geführte Wanderungen in der Umgebung, die ausführlich im kostenlosen monatlichen Veranstaltungskalender "+E20" der Provinz Cuneo vorgestellt werden. Interessant sind die Prospekte "Annuario Alberghi" und "Montagna Estate", die auch vorab schriftlich angefordert werden können von der ATL = Agenzia di Accoglienza e Promozione Turistica Locale, Via Vittorio Amadeo 13, I-12100 Cuneo, Telefon 0171 690217, Fax 602773, E-Mail. Sehr praktisch ist die kostenlose Carta Turistica-Stradale 1:200000, auf der man gut sieht, dass Cuneo von interessanten Berggebieten regelrecht umzingelt ist. Im Gegensatz beispielsweise zu den Penner-Provinzen Vercelli und Novara, wo bei den mehr oder weniger zuständigen Behörden kein Mensch niemals nix irgendwas von der GTA gehört hat, hat die Provinz Cuneo politisch brutale und äußerst effektive Interessenvertreter in der Verwaltung der Region Piemont sitzen und erhält die "Provincia Granda" deshalb unverhältnismäßig viel Geld insbesondere auch für Berggemeinden und Tourismuswerbung - bei der selbst die GTA nicht zu kurz kommt, wie man an der kostenlosen GTA-Übersichtskarte sieht. Die ewige Klage der Penner-Provinzen "Tutto va per Cuneo" ist durchaus zweideutig zu verstehen!

Eine weitere Möglichkeit ist die trickreiche Verlängerung der GTA um eine Etappe über deren Ende hinaus: auf der 55. Etappe vom Rifugio Carlo Bossi nicht nach Carnino absteigen, sondern zum Rifugio Mongioie der CAI-Sektion Albenga weitergehen (65 Betten, geöffnet vom 1. Mai bis zum 15. September, Telefon 0174 390196 und 345541), wo man übernachtet. Am nächsten Tag wandert man in 6 Stunden auf dem schönen Aussichtsweg "Balconata di Ormea" bis zum Ort Ormea (Touristenbüro Telefon 0174 392157), dem derzeit angesagtesten Ghettokaff der Edelrenovierungs-Deutschen, die sich nach dem gelungenen Ausverkauf der Toskana allmählich nach Ligurien und Piemont ausbreiten, wo sie dann schon mal 100 000 EUR für einen verfallenen Ziegenstall bezahlen ... In Ormea gibt es Eisenbahnanschluß und außerdem fahren die Autolinee Viani, Telefon 0183 293540, direkt nach Cuneo. Die Tour ist genauestens beschrieben in ALP Heft Juni 2001 "Alpe Liguri da Limone Piemonte a Ormea".

Verlängerung der GTA bis ans Mittelmeer

Sämtliche Wanderkarten für diese Gegend können Sie direkt bei uns bestellen: anhand der IGC-Karten 8 (Alpi Marittime e Liguri) und 14 (San Remo - Imperia - Monte Carlo) folgt man vier Tage lang dem Grenzkamm immer nach Süden und geht dort, wo die Grenze nach Westen abbiegt, zwei Tage lang weiter nach Süden. Weil sich Savoien und Piemont jahrhundertelang bekriegt und auf diesen durchwegs ergonomisch angelegten Karrenwegen ihre Kanonen bis auf die höchsten Berge hinaufgezerrt haben und dort erst noch riesige Forts gebaut und Stollen und Magazine in den Berg hineingesprengt haben, gibt es bis zum Monte Saccarello zahlreiche Militärstraßen. Anschließend begeht man den Alta Via dei Monti Liguri, der vermutlich gut markiert ist, in Gegenrichtung (italienische Weitwanderwege sind prinzipiell von Süd nach Nord und von West nach Ost beschrieben, während die meisten deutschsprachigen GTA-Wanderer genau andersherum gehen). In diesem Wanderführer ist er von Ventimiglia bis zum Monte Saccarello genau beschrieben. Posto-Tappa-Liste und ein Preisverzeichnis finden sich hier. Die Fahrpläne der Buslinien von der ligurischen Küste ins Hinterland stehen hier!

Eine Beschreibung der Strecke vom Colle di Tenda nach Ventimiglia von André Zurbuchen mit exakten Wasserstellen vom Juli 2007 steht hier. Eine weitere Variante von Georg Henke steht hier.

Via del Sale und Via Marenca

Das Hinterland von Ventimiglia, San Remo und Imperia ist völlig zersiedelt. Es gibt von der Küste bis hinauf auf den ersten Bergkamm zahllose Schwarzbauten, riesige Gewächshäuser und Chemieplantagen für Blumen, Obst und Gemüse sowie Prominentenvillen mit Privatstraßen. Als Krönung beschallt die auf halber Höhe verlaufende Autobahn "Autostrada dei Fiori" mit ihrem massiven Schwerlastverkehr von und nach Frankreich die ganze Gegend rund um die Uhr. Auch der Wegvorschlag von Michael Kleider im neuen GTA-Süd-Führer ist nicht ganz ideal, denn er führt erstens am und über den Grat Monte Saccarello - Monte Grai, wo die Flachlanditaliener mit ihren Autos auf den nicht (!) gesperrten zahlreichen alten Militärstraßen herumdröhnen, und zweitens landet man ausgerechnet in der nicht besonders reizvollen Stadt Ventimiglia. Auch Reise Know How Ligurien schreibt: "... stark zersiedelte, ausufernde Ferienorte ... der Verkehr ist nur schwer in den Griff zu kriegen ... Blechlawinen ... Autobahntrassen durchpflügen die Hänge ... Treibhäuser bedecken großflächig die Küstenhänge ... wirklich kein schöner Anblick, und es drängt sich die Frage auf, was die Landschaft mehr verschandelt, die Treibhauskulturen oder die Betonwüsten ... Ventimiglia ... heruntergekommene Altstadt ... Grenzstadt mit viel französischem Publikum ..." Auch das noch, die Plage Europas! "Großer 'Franzosenmarkt'. Alles spricht Französisch. Sehr überfüllt. Große Parkplatzprobleme. Man wird von Touristen totgetreten!" steht hier. Alternativen zum Abstieg in dieses Zivilisationschaos, die dem GTA-Weitwanderer unserer Meinung nach eher angemessen sind, finden sich hinter dem ersten Bergkamm in "normalem" Gelände wieder. Völlig unbekannte historische Übergänge führen durch landschaftlich schöne Gebiete, in denen es viel Natur und nur ein paar uralte Bergdörfer gibt - eben GTA-Gebiet! Lokale Initiativen in diesen Bergdörfern planen, zwei uralte Übergänge mit der GTA zu verbinden und zu markieren:

Geplanter Verlauf der Via Marenca: Monte Saccarello - Rifugio San Remo - Monte Monega - Cenova - San Bernardo di Conio - Monte Grande - weiter nach Imperia wie hier in Gegenrichtung beschrieben.

Italienischer Alpenverein

Wenn Sie öfters in den italienischen Bergen unterwegs sind, sollten Sie natürlich auch Mitglied im Club Alpino Italiano werden. Die Atmosphäre ist recht familiär und der Laden ist zum Glück nicht total verkommerzialisiert wie der Deutsche Alpen-ADAC, äh, Verein. Der CAI ist satte 150 Jahre alt und hatte im Jahr 2010 schon 320000 Mitglieder (zum Vergleich: DAV Deutschland 649000, ÖAV Österreich 282000, SAC Schweiz 97000, CAF Frankreich 91000, PZS Slowenien 72000, AVS Südtirol 35000, LAV Liechtenstein 2000).

Empfehlenswert ist beispielsweise die sehr aktive Sektion Varallo in der Via Durio 14, I-13019 Varallo, Telefon 0163 51530, Fax 0163 54384, E-Mail, die auch etliche Dutzend Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat. Varallo ist nach Turin und Aosta die drittälteste Sektion in ganz Italien, gegründet 1867, und im Piemont nach Turin, die nur 500 Leute mehr haben, die zweitgrößte, noch vor Cuneo und Biella. Varallo hat gerade mal 7000 Einwohner, aber zusammen mit den Subsektionen Alagna (GTA-Etappenort unmittelbar am Fuß der riesigen Südwand des Monte Rosa), Borgosesia, Ghemme, Grignasco, Romagnano und Scopello hat die traditionsreiche CAI-Sektion Varallo beinahe 3000 Mitglieder und besitzt sage und schreibe 19 (neunzehn!) Biwaks, Stützpunkte und Hütten, darunter auch die höchste Hütte im gesamten Alpenraum, die Capanna Margherita 4559 Meter auf dem Gipfel der Punta Gnifetti des Monte Rosa, Direkt-Telefon 0163 91039. Zur Ver- und Entsorgung dieser Unterkunft in Extremlage dienen Hubschrauber vom Typ Lama ausschließlich bei CAVOK-HA, beispielsweise der HB-XND der Air Zermatt oder der I-AFET der Airstar Biella mit einer Dienstgipfelhöhe von 7000 Metern.

HB-XND wirbelt beim Abheben Schnee auf

Nachtrag: Am 5. Juni 2010 touchierte HB-XND bei einem Versorgungsflug die Fassade der nigelnagelneuen Monte-Rosa-Hütte und kippte nach links.

Der Pilot wurde verletzt und die Solarpanels der Hütte sowie das Lama schwer beschädigt. HB-XND ist aus dem Luftfahrzeugregister gelöscht worden.

Sonnenuntergang hinter dem Matterhorn
Standort Capanna Margherita
Foto Meteo Varese

Der CAI Varallo dürfte weltweit die einzige Alpenvereins-Sektion sein, deren Arbeitsgebiet 200 Meter Höhe, das Niveau der Weinberge von Ghemme, bis zu über 4600 Metern Höhe umfaßt! Das ganze Jahr über werden zahlreiche geführte ein- und mehrtägige Touren angeboten, von Familienwochenenden und Jugendalpinismus über Höhlenbegehungen und Sportklettern sowie leichte und schwierige Bergwanderungen und Hochtouren in ganz Italien mitsamt allen Inseln bis zu Auslandsexpeditionen auf die höchsten Berge der Welt. Das Jahresprogramm 2014 zeigt wie schon seit Jahrzehnten die totale Vernachlässigung des grandiosen Mastallonetals, in dessen Gebiet gerade mal eine einzige Wanderung durchgeführt wird:

Der traditionsreiche CAI Varallo feierte 2013 sein 150jähriges Bestehen mit zahlreichen zusätzlichen Ausstellungen und Aktivitäten. Sowieso absolut sehenswert ist die hervorragende Präsentation der Sektionsarbeit alljährlich bei der Alpàa Mitte Juli, dem größten Fest im Sesiatal, in einer alten ehemaligen Kirche im Herzen der Altstadt. In dieser Ausstellung gibt es sogar eine begehbare "Höhle" sowie ein "Zimmer" von der "Kopfwehhütte" Capanna Margherita mitsamt dem Panorama-Ausblick vom höchsten Stockbett in ganz Europa. Der Mitgliedsbeitrag für 2014 beträgt 41 EUR; Sie erhalten dann auch monatlich die Zeitschrift "Lo Scarpone" und außerdem sechsmal jährlich eine Beilage mit ausführlichen Beschreibungen von interessanten Touren nicht nur in den italienischen Alpengebieten von den Dolomiten bis nach Ligurien, sondern auch im gesamten Appennin und auf den kleinen und großen Inseln.

Mitgliedschaft im CAI Varallo
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Geheimtip für Leute, die gut Italienisch sprechen: anders als der Name vermuten läßt, sind die Aktivitäten des CAI nicht beschränkt auf die Alpen, die bekanntlich am Ostrand der Ligurischen Alpen enden und gerade mal 33 Prozent der Fläche aller italienischen Berggebiete ausmachen. "Hinter" Genua geht es erst richtig los, zweitausend Kilometer weit über den "Stiefel" hinunter bis zu sämtlichen großen und kleinen Inseln: es gibt in ganz Italien hohe, einsame und wilde Berge! Wer Italien nur vom langweiligen und teuren Badeurlaub her kennt, der wird sich zumindest vage daran erinnern, dass praktisch überall irgendwelche Berge im Hintergrund herumstehen. Insgesamt hat Italien 160920 Quadratkilometer Berggebiete, das ist über 10 % mehr als die Gesamtfläche von Nepal oder Tadschikistan! Daher gibt es in zahlreichen Orten auch Sektionen des CAI mit engagierten Einheimischen, die sich in ihrer Heimat hervorragend auskennen und die oft das ganze Jahr über außerordentlich interessante Bergwanderungen und Familienausflüge und Höhlenbefahrungen und Mountainbiketouren und Schneeschuhwanderungen und Skitouren und Sportklettern und noch viel mehr anbieten. Viele Sektionen veröffentlichen ihr komplettes Programm mitsamt den Adressen und Telefonnummern der Ansprechpartner im Internet. Wer CAI-Mitglied ist und höflich anfragt, kann gerne teilnehmen und erlebt Abenteuer, die mangels Ortskenntnis von den üblichen Kommerz-Reiseverunstaltern gar nicht erst angeboten werden können und die dann sowieso ein Vermögen kosten würden. Als Beispiel nennen wir die Sektion Salerno, die zusammen mit den Sektionen Neapel und Cava dei Tirreni eigene Karten und Führer veröffentlicht und die zum Selbstkostenpreis solche Perlen anbietet wie die mehrtätige "Grande Traversata dei Monti Picentini" oder gar ein mehrtätiges Trekking auf der Sorrentinischen Halbinsel mit phänomenalen Aussichten weit oberhalb der Amalfi-Küste: die "Alta Via dei Monti Lattari"! Im Hinterland von Salerno gibt es noch "vergessene" Eisenbahnlinien aus dem Spätmittelalter, auf wilden Strecken von unglaublicher Schönheit, die bei solchen Gelegenheiten eigens reaktiviert und ins Programm eingebaut werden - das kann garantiert kein Kommerz-Reiseverunstalter anbieten! Ein weiteres Beispiel mit einer Woche Trekking auf den Äolischen Inseln oder auf den Egadischen Inseln ist die Sektion Catania auf Sizilien.

Deutscher Alpenverein und Massentourismus

Glücklicherweise ist aufgrund der geringen Kapazität der Übernachtungsmöglichkeiten ein Massentourismus auf der GTA logistisch nicht durchführbar. Vor einigen Jahren belegte ein total kommerzielles Reisebüro, das den (ehemals...) guten Namen des Deutschen Alpenvereins knallhart mißbraucht - der sogenannte "DAV Summit Club" - dringend benötigte GTA-Unterkünfte mit stationären Touristengruppen und versuchte mit seiner Monopolstellung erst noch, die Posto-Tappa-Betreiber im sowieso schon korrekten Übernachtungspreis auch noch herunterzuhandeln! Teilweise wurden echte GTA-Weitwanderer in den betroffenen Posti Tappa sogar abgewiesen und kamen dadurch in große Schwierigkeiten. Erst durch organisierte und massive Austrittsdrohungen zahlreicher Alpenvereins-Mitglieder konnte erreicht werden, dass derartige Kommerzgruppen zumindest entlang der GTA auf ihre sattsam bekannten Rücksichtslosigkeiten in Zukunft verzichten. Renata Rinoldi, Albergo Fontana, 16. September 2011: "Die haben sich unmöglich benommen. Zuerst hat die Führerin abgesagt, dann war schon in Campello Monti ein Riesentheater, dann sind sie bei uns erst abends angekommen. Wir haben mit großer Mühe nachts noch 13 Paar Bergstiefel getrocknet und geputzt, und die haben sich nicht mal bedankt. Dasselbe Theater haben sie in Carcòforo gemacht. Nie wieder DAV Summit Club!" Alda Falcione, Alpe Baranca, 20. September 2011: "Già a Campello Monti hanno fatto solo casino. Poì a Rimella lo stesso. Pensa te che da noi kuschtaki voleva pagare a fattura in Tedesco, da mandare in Germania su conto nostro. Ma dimmi te! Dopo kuschtaki stava male ed è andata su da bere il genepì. Porco cane. Solo casino!" Inzwischen haben nämlich auch die Posto-Tappa-Betreiber sehr wohl realisiert, dass die GTA von einem stetigen Strom von Einzelwanderern lebt und nicht von Kommerzgruppen, die allenfalls einmal im Jahr für ein paar Tage aufkreuzen - oder gar nur für eine Nacht, wie 2011 und 2012! - und dann auch noch auf gut deutsch die Sau rauslassen, und sie weisen größere Gruppen daher prinzipiell ab. Im "Panorama" April 2002 des DAV schrieb ein Mitglied auf Seite 113: "Individual-Trekker sind den vom Tourismus Abhängigen ohnehin lieber als die ausbeuterischen Organisationen à la Summit Club." Aus diesen Gründen erteilen wir auch keinerlei Auskünfte an derartige Reiseverunstalter und ihre Kommerzgruppen. Ausgerechnet der allmächtige Geschäftsführer dieses völlig rücksichtslosen Reisebüros schreibt dann in "Berge" Januar 2002 "Eine faire wirtschaftliche Behandlung der Grundsätze für sozial- und umweltsensibles Verhalten von Seiten der Gäste ist Gebot." We're tickled to death. Ist die Heuchelei dieses sogenannten "DAV Summit Club" eigentlich noch zu überbieten? Die Mentalität dieses Herrn Sturm trat schon vor einem Vierteljahrhundert glasklar zutage, als er in Alpinismus 3/1978 schrieb: "Wenig Verständnis kann ich einem kleinen Kreis sogenannter Individualisten entgegenbringen, die sich lautstark gegen 'organisiertes Reisen' stemmen ..." Damals mußte er nämlich reichlich frustriert zur Kenntnis nehmen, dass schon laaaaaaaaaaaaaaaaaange vor ihm viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiele uuuuuuuuuuuuunabhängige Individualreisende auf eigene Faust das Trekking in Nepal für sich entdeckt hatten und dass er mit seinen Kommerzgruppen wieder mal wie die alte Fasnet zehn Jahre zu späääääääääääääät kam - genauso wie Mitte der neunziger Jahre auf der GTA! Daß sich dieser sogenannte "DAV Summit Club" in seiner unglaublichen Arroganz einen Dreck um die Sitten und um die Religion der bereisten "Eingeborenen" schert, bestätigt auch die Tibet-Expertin Ludmilla Tüting im Trotter November 2002: "Höchstens gläubige buddhistische Pilger dürfen den heiligen Pfad, der ins Innere des Kailash-Massivs führt, erst nach 13-facher Umrundung desselben begehen. Doch das kümmert den kommerziellen Arms des DAV, den DAV Summit Club, offensichtlich nicht. Er bietet in diesem Jahr eine "mystische Wallfahrt" auf der zweitägigen Inneren Kora an, und das gleich an mehreren Terminen. Dabei haben westliche Touristen in dem inneren Heiligtum nichts zu suchen." Beim Deutschen Alpenverein wundert einen allerdings überhaupt NIX mehr! In den letzten Jahren wurde er brutalstmöglich verkommerzialisiert: man denke nur an die skandalöse, als "Leserumfrage" getarnte vollkommerzielle Datenerhebung für die sogenannte "Outdoor"industrie im PANORAMA vom Juni 2004 (Original-Kostprobe: "Welche Eigenschaften kennzeichnen Schuhe von Lowa? Kennen Sie schon den neuen Internet-Auftritt von Vaude? Wieviel Geld verdienen Sie?"). In diesen Zweimonatsheftchen kann zwischen redaktionellen Artikeln und nachgedruckten Propagandalügen der Bergsportindustrie - man denke an das überaus lächerliche "winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv" des DAV-Werbe-Großkunden Schöffel - schon seit vielen Jahren nicht mehr unterschieden werden, weil derartige Propagandalügen nicht einmal mehr ansatzweise als solche gekennzeichnet werden: schöne neue Welt der totalen Manipulation und ein Fall mehr für den Deutschen Presserat. Beim Schweizerischen Alpenclub dagegen wird beim Nachdruck von Werbetexten und -fotos selbstverständlich korrekt angegeben "Ausserhalb der Verantwortung der Redaktion bzw. des SAC." - siehe DIE ALPEN Juli 2011 Seite 66; dasselbe ist auch für den Österreichischen Alpenverein eine Selbstverständlichkeit: ALPENVEREIN Januar 2003 Seite 10 et al schreibt korrekt "Nach Selbstangabe der Industrie - außer Verantwortung der Redaktion bzw. des ÖAV"!

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