Ausrüstung für Bergwanderungen
in Rimella und auf der GTA
Überblick
Was Sie mitnehmen müssen
Was Sie mitnehmen können
Qualität
Überblick
Diese persönlichen Tips beziehen sich auf unsere Bergwanderungen in Rimella. Natürlich gelten sie auch für Weitwanderungen auf der GTA. Auf der GTA sollte Ihr Rucksack samt Inhalt, ohne Wasser und Lebensmittel, NICHT MEHR ALS 10 BIS 11 KILO!!! wiegen. Es ist anstrengend genug, mit zwei Litern Wasser und etwas zum Essen an die 14-15 Kilo über die GTA zu zerren, und es ist völlig verrückt, mit 20 Kilo Gepäck über die GTA zu rennen. Intelligentes und ergonomisches Rucksackpacken bedeutet NICHT, alles Mögliche und Unmögliche "vorsichtshalber" mitzunehmen, sondern vielmehr, alles Unnötige konsequent und radikal WEGZULASSEN! Sie müssen NICHT Gaskocher, Gaskartuschen, Kochtöpfe, Militärbesteck und kiloweise Astronautennahrung, Bananenchips, Energierationen, Erbswurstsuppe, Fruchtschnitten, Geschmacksverstärker, Instantgetränkepulver, Konservendosen, Kraftriegel, Müslischachteln, Schokoladetafeln, Spaghettistangen, Vitaminpillen und Wasserentkeimungstabletten auf die GTA mitschleifen, geradeso als ob unterwegs der Atomkrieg kommt. Ausgerechnet im Piemont, wo man so gern und so gut ißt wie nirgendwo sonst in Europa, ist noch niemand verhungert!
Was Sie mitnehmen müssen
- Ausdrucke unserer Internet-Seiten Unterkünfte und Wege - entsprechend zurechtgeschnitten für Ihr genaues Zielgebiet - , damit Sie stets die aktuellsten Änderungen dabeihaben.
- Bergschuhe mit Original-Vibram-Profilsohlen für Anwendungsbereich B = klassischer Trekkingschuh für Weitwandern und Höhenwege. Legen Sie unbedingt und kompromißlos ALLERGRÖSSTEN Wert auf wirklich perfekt angepaßte und bestens eingelaufene Bergschuhe! Ein Kilogramm pro Schuh ist die Obergrenze für bequemes Bergwandern. In Rimella benötigt man KEINE steigeisenfesten Hochtouren-Bergstiefel mit extrem starker Wärmedämmung und einem Gewicht von anderthalb Kilogramm oder gar noch mehr pro Schuh! Seit 2008 bieten die wichtigsten Hersteller endlich wieder mehrere neue Modelle ohne die ebenso überschätzte wie überflüssige amerikomische Plastikfolie an: Hanwag Grünten und Tatra und Yukon, Lowa Banff und Terrano und Trecker, Meindl Bernina und Engadin und Vakuum, und Salewa Deer. Warum wohl? Haben die es nach über zehn Jahren jetzt endlich auch schon geschnallt, daß das ganze "GTX"-Zeux absolut NIX taugt? - Wir haben jahrelang das Modell Meindl Borneo empfohlen, einen der letzten Schuhe ohne dieses gottverdammte Goretex. Leider verwendet (nicht nur!) dieser deutsche Hersteller seit einigen Jahren recht dünnes und katastrophal schlechtes Innenleder, das bei normalem Gebrauch schon nach zwei bis drei Wanderwochen an den raffiniert vorgestanzten Sollbruchstellen einreißt und die Schuhe dadurch völlig unbrauchbar und unreparierbar macht, und das bei Ladenpreisen von satten 180 bis 200 EUR. Das haben wir und andere Verbraucher bereits mehrfach (!) leidvoll erfahren.
Meindl Borneo, praktisch neu
Schon nach zehn Wandertagen zerlegt sich das katastrophal schlechte Innenleder
Derartige Produkte sind reinster Betrug!
Seit 2005 empfehlen wir daher nur noch die Produkte der rätselhaften italienischen Firma Fitwell. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dieser Tarnname eine spezielle Produktionsserie - zu einem sehr attraktiven Preis ausschließlich für den einheimischen Markt! - eines bedeutenden italienischen Bergschuhherstellers aus dem berühmten Lederprodukte-Industriecluster in der Provinz Treviso, genauer: aus Onigo di Pederobba. Fitwell-Produkte sind nicht in größeren Städten wie Novara oder Mailand oder Turin erhältlich, jedoch beim empfehlenswerten Berg-Schuh-Macher Moscatelli in Varallo (Via Umberto 73, Telefon 0163 51811), wo sie auch schon von Dutzenden Teilnehmern aus unseren Wandergruppen gekauft wurden. Das Modell 80400 Marmolada ...
... ist mit einem sehr guten und robusten Innenleder ausgestattet und wiegt bei Größe 45 trotzdem nur 850 Gramm und ist somit für unsere Zwecke geradezu ideal.
Das Modell Marmolada wird seit 2010 nicht mehr produziert
Mauro Anhaus von Fitwell empfiehlt stattdessen das Modell Giove
Wer auf die Reise zusätzlich zwei Satz Fußbetten mitnimmt (die wiegen fast nix) und sie täglich mit den naßgeschwitzten Fußbetten im Schuh austauscht und trocknet, der hat jeden Morgen trockene Sohlen unter den Socken. Durchnäßte Bergschuhe niemals nahe am Feuer trocknen, das Leder wird sofort hart, brüchig und kaputt! Die nächste Schicht unter dem Fußbett ist die Leder-Zwischensohle, und auch die kann und soll man regelmäßig herausnehmen: wer sich auskennt, läßt sich deshalb bei Moscatelli für einen Spottpreis die Original-Zwischensohlen zweimal "kopieren", und trocknet und tauscht dann auch diese täglich aus. Und noch eine, wortwörtlich nach-drückliche, Warnung: seit einiger Zeit gibt es Billig-Bergschuhe mit einer kräftigen Innennaht genau auf der Ferse - natürlich von der ach so "boarischen" Traditionsfirma M.: Superseggl varreggte! Diese primitive Produktionsmethode aus Hinterchina führt zu starker Reibung und resultierte bei Teilnehmerinnen an unseren Bergwanderungen um-gehend in riesengroßen Wasserblasen. Wir empfehlen Ihnen dringend, schon aus reinem Egoismus konsequent auf derartige kommunistische Billigprodukte mit krimineller Kinderarbeit und Fersennaht zu verzichten. Das Innenfutter über der Ferse muß selbstverständlich aus einem einzigen durchgehenden Stück Leder gefertigt sein - ohne irgendwelche idiotischen Nähte!
- Bergstöcke: die Benützung von zwei (zwei, nicht nur einer!) Bergstöcken zumindest für den Abstieg im weglosen Gelände und für das bequeme Überqueren der Bäche und Flüsse ohne Brücke wird dringendst empfohlen. Die wilde Bergwelt des Piemont ist das Idealgelände für den Einsatz von Bergstöcken. Wir verwenden sie seit Jahren bei allen längeren Abstiegen - sowie bei weglosen Aufstiegen im steilen Bergwald - und sind von den Vorteilen schon längst voll überzeugt: NUR die Verwendung von zwei Bergstöcken macht eine aufrechte Haltung und somit eine optimale Belastung der Wirbelsäule, der Gelenke und der Tritte (!) im weglosen Gelände überhaupt erst möglich. Im übrigen hat auch jeder Jäger im Gebirge selbstverständlich stets seinen Bergstock zur Hand, und das garantiert nicht, um damit das Wild totzuprügeln! Der angebliche Verlust der Trittsicherheit ist ein saudummes alpines Ammenmärchen und ist dieses lediglich als das übliche Geschwätz derjenigen Trottel (darunter auffallend viele selbsternannte "professionelle Wanderführer") zu begrinsen, die aus Prinzip selbst dann nie etwas Neues ausprobieren, wenn es schon seit Jahren im Kreuz und in den Gelenken so richtig schön knirscht und kracht. Viele weglose Auf- und vor allem Abstiege im Piemont konnten wir NUR mit dem Einsatz von Bergstöcken einigermaßen trittsicher und somit auch innerhalb einer akzeptablen Zeit bewältigen, was in dem oft gewittrigen Mikroklima ein zusätzlicher wichtiger Sicherheitsfaktor ist! Beispielsweise führt von Forno im Stronatal zwar ein guter Weg zur Alpe Pocca di sopra, aber den steilen Bergwald dahinter und vor allem den undurchdringlichen Latschengürtel beim Direktaufstieg zur Piano del Pozzo (von wo aus man einfach dem freien Rücken folgend sehr bequem den tollen Aussichtsgipfel Cima di Scaravini erreicht) kann man NUR mit Bergstöcken überwinden: man stellt sie auf die größte Länge ein und latscht über den verdammten Latschengürtel einfach obendrüber! (Von weitem schaut das aus wie Mickymaus im Vollrausch, funktioniert aber hervorragend; außerdem schaut eh niemand zu, denn wer kennt schon die Cima di Scaravini? Pro Person mindestens vier Liter Wasser mitnehmen ex Forno, im Sommer gibt es oben nirgends Wasser!!!) Ein weiteres Beispiel: die alte Steigspur vom Colle Dorchetta (nördlich von Rimella) nach Westen zur Ziegenscharte südlich des Pizzo Nona (Superaussicht auf das Monte-Rosa-Massiv) ist von Latschen überwuchert, und NUR mit Bergstöcken kann man sich halbwegs elegant um die blöden langen Äste herumschleichen. Beim anschließenden stundenlangen Gang über den endlosen Grat nach Süden zum Sattel La Res di Fobello garantieren bei Gewittergefahr NUR die Bergstöcke blitz(!)schnelle weglose Notabstiege zu den zahlreichen Alp(ruin)en in den Steilhängen links und rechts unten. Und wenn man beim Abstieg irgendwo die Wegspur verliert und das Gelände es zuläßt, rumpelt man mit den Bergstöcken einfach und schnell senkrecht hinunter - für uns seit Jahren eine tagtägliche Routine, die in derartigem Gelände ohne Bergstöcke völlig undenkbar wäre (weil viel zu unsicher) und bei der einem außerdem ohne Bergstöcke zur Freude aller Orthopäden spätestens nach zwei oder drei Tagen die Band- mitsamt den Kniescheiben herausspringen würden. Außerdem müßte man sich ohne Bergstöcke am Hang ziemlich weit nach vorne beugen, um die Last des Rucksacks auszugleichen, was dann zusätzlich auch noch die Atmung behindert. Achtung Skifahrer: BERGstöcke setzt man zum ABBREMSEN beim Abstieg VOR die Füße und um Himmels Willen NICHT zum "Gasgeben" irgendwo hinter den Körper! Wann immer möglich werden sie zur Optimierung des Gleichgewichts - sofern es der Weg erlaubt - leicht SEITLICH eingesetzt! Hände RAUS aus den Schlaufen, sonst besteht bei einem Drehsturz aufgrund der Hebelwirkung die große Gefahr übelster Verletzungen der Handgelenke! Das Leki-Makalu-Standardmodell kostet derzeit knapp 50 EUR und ist ideal, denn wir haben es trotz intensivster Bemühungen erst nach 5 Jahren kaputtgekriegt; zusätzlicher Firlefanz wie Teleskopfedern oder gebogene Handgriffe kostet nur mehr Geld und ist unnötig oder sogar gefährlich. "Easy Lock System", "Nordic Thermo Trigger Komfortgriff", "Super Power Cross Trigger Schlaufe": lassen Sie sich von solchen saudummen Sprüchen und erst noch grottenfalschem Werbefuzzi-Englisch nicht abschrecken. Die Stöcke sind trotzdem gut, auch wenn man sie den Deppen von der Firma Leki (LEnhart in KIrchheim, Telefon 07021 94000) stundenlang auf den Dummkopf schlagen sollte, damit diese wieder normales Deutsch oder wenixtens Schwäbisch schwätzen! Auch der Test von Bergstöcken in ALPIN Februar 2005 sagt: "Beim Leki Makalu Classic bekommt man für sein Geld den größten Gegenwert." Nur Leki-Produkte haben weit über 100 Kilogramm Stützwirkung und Rückdrehsicherheit, und alle anderen Hersteller sollte man im Interesse der eigenen Sicherheit sofort vergessen - siehe wiederum ALPIN August 2007. Schrottstöcke aus dem Sportbilligmarkt sind lebensgefährlich! Sie klemmen genau dann hervorragend, wenn man sie zusammenschieben möchte, und sie klemmen garantiert nie, wenn es unterwegs wirklich drauf ankommt: ein weiteres Beispiel von großkotziger Firmenpropaganda und untauglichen Produkten. ALPIN Februar 2008: "Während die Firma Komperdell in Ihrem Heft mit ganzseitigen Anzeigen auftritt ... sind Stöcke dieser Bauart für den Verwendungszweck nicht geeignet ... mit der Folge eines bösen Sturzes im Geröll. Die Trail Light Compact müssen ständig nachgespannt werden." Forum Gipfeltreffen: "Mathilde: Bin von meinen sauteuren Komperdell ebenfalls enttäuscht - bei höherer Belastung rutschen sie sehr leicht zusammen. Mountainbiker: Die rutschen dauernd zusammen und die Spitzen und Teller nützen sich auch sehr schnell ab und rutschen dauernd runter." Einen derartigen Schrott hat Leki noch nie produziert: die halten wirklich gut, und damit basta!
- Faserpelzjacke (Fleece) oder -Pullover
- Führer - die unentbehrlichen GTA-Führer gibt es hier
- Funktions-Unterwäsche, wer sie mag, auch als Reserve wasserdicht im Rucksack verpackt
- Handschuhe und eine warme Mütze, falls Sie schon im Frühjahr oder noch im Herbst in größeren Höhen unterwegs sind oder wenn es im Hochsommer mal naß und windig sein sollte. Schwarze Textilien absorbieren Sonnen-Strahlungsenergie und sind in diesen Fällen sinnvoller als helle Farben.
- Hüttenschlafsack, falls Übernachtungen auf Hütten des Italienischen Alpenvereins geplant sind.
- Karten - unsere Empfehlungen stehen hier. Wanderkarten sollte man einseitig mit einer transparenten Klebefolie kaschieren, um sie haltbarer zu machen. Wie das geht, steht hier.
- Pflaster zum Überkleben kritischer Stellen an den Füßen, beispielsweise der Fersen, VOR der Tour, dann reibt es nämlich auf dem Pflaster und nicht auf der Haut. Sehr empfehlenswert ist Hansaplast Sensitive, denn es läßt sich am Ende der Wanderung recht leicht von der empfindlichen Haut lösen, ohne daß diese - wie bei "normalem" Pflaster, das viel zu stark klebt - gleich fetzenweise mit abgerissen wird, denn dann ist der Urlaub buchstäblich "gelaufen". Die Packung mit der Produktnummer REF 46040 und der PZN 4827512 enthält 1 Meter mal 6 Zentimeter in 10 Abschnitten, und wenn man diese mit der Schere halbiert, erhält man genau die Pflaster-Größe, die man zum Abdecken einer Ferse benötigt. Für sechs Wandertage braucht man also zwei Packungen pro Person, oder drei Packungen für zwei Personen, und hat dann noch Reserve! Falls trotzdem einmal eine Wasserblase entstanden ist, bedeckt man sie mit speziellem Blasenpflaster beispielsweise der dänischen Firma Compeed, das in verschiedenen Größen zu Wahnsinnspreisen in Drogerien und Apotheken erhältlich ist; diese "zweite Haut" ist ihr Geld allerdings wert, denn sie hat schon so manchen Wanderurlaub gerettet.
- Plastiktüten zum Schutz der Ausrüstung im Rucksack bei Regenwetter. Kein Rucksack ist wasserdicht!
- Rucksack mit Hüfttragegurt, etwa 40-50 Liter Inhalt. Seit Jahrzehnten hervorragend bewährt haben sich Produkte der schwäbischen Firma Vaude, die zuletzt im Test Alpin Oktober 2009 wieder mit Sehr gut bewertet wurden: "Einer gefiel allen: Der Astra 65+10 von Vaude hatte in allen Kategorien die Nase vorn. Alpin-Testsieger." Ein uralter Vaude Polaris 65 erfüllt seine Funktion auch nach über zwanzig Jahren Wildnistouren im Piemont und anderswo - einschließlich wochenlanger Wegarbeit im dichten Dschungel mit Motorsägen und Buschmessern - noch wie am ersten Tag, und es läßt sich leider nicht absehen, daß das Teil irgendwann mal kaputtgeht, denn nach soo langer Zeit hätte man gerne mal einen Farbwechsel ...
- Shorts und Trekkinghosen und Hemden oder Blusen oder T-Shirts zum Wandern
- Sigg-Aluflaschen, insgesamt mindestens 2 Liter pro Person!
- Sonnenschutz: wir wandern im Piemont auf zweitausendirgendwas Metern, und da brennt der Planet im Sommer - und auch noch im September! - ganz anders herunter als in der Preußischen Tiefebene oder im Boarischen Urwald, also: Sonnenbrille, entsprechend starke Sonnencreme oder Sonnenmilch und Sonnenhut! Falls Ihre Lippen gegen intensive Sonnenstrahlung empfindlich sind: Labiosan-Creme!
- Taschenlampe mit Batterien und Ersatzbirnen (!). Mit einer neuen LED-Lampe benötigt nur noch alle zwei oder drei Jahre neue Batterien!
- Taschenmesser; ideal sind handliche Schweizermesser mit maximal zehn Funktionen: kleines und großes Messer, Dosenöffner, Flaschenöffner, Korkenzieher, Schraubendreher, Ahle, Säge (mit der haben wir schon Bäume von 20 Zentimeter Durchmesser umgelegt), Zahnstocher und Pinzette. Die schweren und unhandlichen Angeber-Messer mit 50 oder 100 Werkzeugen und weiterem Firlefanz braucht man nur zum Zerlegen eines Atomkraftwerks! Hinweis: wer bis Ende Juni 2010 zufällig in die Nähe von Prangins kommt - das ist ein Dorf im Großraum Genf, knapp neben Nyon - der kann dort im Keller des Schweizerischen Nationalmuseums eine hervorragende Sonderausstellung zur Geschichte der "Sackmesser" - auf flachdeutsch: Taschenmesser - anschauen.
- Taschentelefon mit aufgeladenem Ersatzakku und ausreichendem Gesprächsguthaben für Notfälle. Akkus gibt es beispielsweise hier. Bei dem dramatischen Unglück einer deutschen GTA-Wanderin im Sommer 2007 war das Taschentelefon lebensrettend, eine weitere Nacht in der Wildnis hätte die Schwerverletzte wohl nicht mehr überlebt. Die italienweite Rufnummer der Bergrettung ist 118, sie ist kostenlos und rund um die Uhr besetzt. Sehr umfangreiche und nützliche Hinweise für das Verhalten in den Bergen stehen hier. In Italien spricht man italienisch und damit basta. Falls Sie nicht Italienisch sprechen, lassen Sie sich für den Notfall wenigstens einige wichtige Worte und Sätze aufschreiben, denn sie sind überlebenswichtig. Unser Wörterbuch speziell für GTA-Weitwanderer im Piemont steht hier!

Bei Unfällen in der Schweiz, beispielsweise beim Zugang zur GTA vom Tessin oder vom Wallis, ruft man die internationale Notrufnummer 112, die automatisch das Mobilnetz mit dem nächsten Polizeiposten verbindet. Dies funktioniert auch bei Taschentelefonen ohne gültige SIM-Karte. Alternativ ruft man direkt die Kantonspolizei mit der kostenlosen Nummer 117. Im Wallis sollte mit der kostenlosen Nummer 144 direkt die Kantonale Walliser Rettungs-Organisation alarmiert werden. Die Rufnummer der Hubschrauberrettung Rega ist 1414. Die nächstgelegenen Einsatzbasen sind Locarno im Tessin, Telefon 091 7453737, und Gsteigwiler im Berner Oberland, Telefon 033 8289030, von denen selbstverständlich auch Einsätze ins angrenzende Piemont geflogen werden. In der nachstehenden Grafik des Schweizer Alpenclubs steht Natel für Taschentelefon, das in Italien wiederum Cellulare oder Telefonino heißt. Den absurden Begriff "Handy" kennt außerhalb von Deutschland, und insbesondere in Italien, in der Schweiz oder gar in englischsprachigen Ländern, kein Mensch!

Wer sich oft in Italien aufhält und dort nicht die unverändert unverschämten Auslandstelefongebühren seines heimatlichen Dienstanbieters bezahlen will, der verwendet ganz einfach ein Taschentelefon mit italienischer SIM-Karte. Als Alternative zu den allgemein üblichen betrügerischen und unübersichtlichen Mobilfunk-Verträgen mit mindestens zwei Jahren Laufzeit wählt man natürlich ein Gerät mit Gebühren-Vorauszahlung, denn dann gibt es keine monatlichen "Grundgebühren" und somit überall und jederzeit die totale Kostenkontrolle. Benötigt werden dafür eine feste Wohnadresse mit Nachweis sowie, believe it or not, die persönliche italienische Codice Fiscale = Steuernummer. Terroristen und Bergwanderer können über dieses unglaubliche bürokratische Affentheater nur lachen: man läßt sich einfach von italienischen Freunden eines ihrer "alten" Telefonini mit einer SIM-Karte der Telecom Italia Mobile registrieren. Eine Minute Telefonieren ins italienische Festnetz und netzintern kostet dann nur noch 0,15 EUR, und in andere italienische Mobilfunknetze 0,30 EUR. Mit der Prepaid-Karte erhalten Sie - das heißt in Wirklichkeit natürlich Ihre italienischen Freunde, die den Vertrag mit der TIM machen und die Ihnen anschließend das Gerät zur Verfügung stellen - auch Ihre eigene italienische Telefonnummer, unter der Sie erreichbar sind, ohne für eingehende Anrufe nochmal extra abgezockt zu werden. Unter der kostenlosen Rufnummer 4916 kann laufend die Höhe des Gebührenguthabens überprüft werden. TIM-Läden finden sich auch in Provinzkäffern wie Varallo, und bei Bedarf kann man hier das Gebührenguthaben auf einfachste Weise, nämlich durch Barzahlung - und vor allem ohne dumme Fragen nach italienischer Wohnsitzadresse und Bankverbindung und Steuernummer - wieder beliebig erhöhen. TIM hat mit Abstand die größte Funknetzabdeckung, was man auf der interaktiven Karte hier sieht. Wie man auf den jeweiligen Funknetzkarten sieht, kann man die anderen italienischen Netzbetreiber H3G, Omnitel-Vodafone und Wind in den piemontesischen Alpen - und genau um dieses menschenleere Gebiet geht es hier! - getrost vergessen. In den wilden Bergen da oben kann eine größtmögliche Funknetzabdeckung im Notfall über Leben oder Tod entscheiden, und dann wird garantiert nicht mehr wegen ein paar Cent mehr oder weniger Kosten pro Minute herumdiskutiert!

Merkblatt der Bergrettung Varallo
Grafik anklicken!
- Trekking-Socken. Zuerst zieht man die Socken an und dann erst die Schuhe. Daraus folgt, daß man auf perfekt sitzende und robuste Socken genausoviel Wert legen muß wie auf die Bergschuhe. Es ist völlig sinnlos, chinesische Kinderarbeit-Sklavenarbeit-Zwangsarbeit-Zwei-EUR-Aldi-Billigsocken in einem boarischen Zwoahundertfuchzg-EUR-Qualitäts-Bergschuh zu tragen, sich schon nach wenigen Stunden mit Druckstellen, Faltenbildung, Paßformproblemen, Schmierschweiß und Blutblasen herumzuplagen und sich die Füße und damit den teuren piemontesischen Tausend-EUR-Trekkingurlaub trottelmäßig zu ruinieren. Die wohlverdiente Strafe folgt hier nämlich buchstäblich auf dem Fuß! Wir empfehlen ausschließlich die relativ flauschigen Socken von Falke: Serie RU für Running - auf deutsch: Jogging - in der Pampa, und Serie TK für Drecking in Rimella und auf der GTA. Die TK9 sind hochvolumig, die TK3 dünner. Die legendären TK1, die einzigartigen unerreichten Supersocken, sind dicker und wir kaufen sie tatsächlich dutzendweise auf Vorrat vor lauter Angst, daß es sie irgendwann mal nicht mehr gibt! Als mittlere Alternative gibt es auch die TK2. Warnung: die teuren Socken der teuren Firma Rohner sind bereits nach einem Tourentag völlig aus der Form (aus 45 mach' 47!) und in den Bündchen derart ausgeleiert, als hätte man sie schon einen Sommer lang getragen. Finger (und Zehen!) weg von derartigem Sockenschrott!
Falke TK1 - die Supersocken
Vor einer Wanderwoche sollten die Zehennägel recht kurz geschnitten und sauber rund abgefeilt werden, damit beim Bergabgehen, bei dem das ganze Körpergewicht plus Rucksack stundenlang mit effektiv 200-300 Kilopond in die Schuhspitzen drückt, die teuren Supersocken nicht mit Gewalt buchstäblich perforiert und somit ruiniert werden. Beim Bergwandern schwitzen die Füße, insbesondere wenn sie in Goretex-Plastikfolie eingeschweißt sind, und Haut, Socken und Schuhe werden dadurch von innen her feucht. Auf nasser Haut entstehen vollautomatisch Wasserblasen, daher sollte man im Rucksack stets ein bis zwei Paar wasserdicht verpackte und somit trockene Reserve-Trekkingsocken dabeihaben, die man unterwegs wechselt: wir haben unterwegs wirklich genügend Zeit und wir machen mehrere Pausen. Trockene Haut in trockenen Socken in perfekt passenden Schuhen ist einfach ein Genuß! Die mittelalterlichen Methoden, zwei Paar Socken übereinander oder gar dasselbe Paar (womöglich sogar Woll-)Socken tagelang zu tragen und weder zu wechseln noch zu waschen, sind heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Noch dümmer ist nur noch das uralte Märchen, daß man die Schuhe unterwegs nie ausziehen soll. Natürlich kann und soll man bei schönem Wetter die Schuhe und die Socken ausziehen und genauso wie die Füße selbst so in die Sonne legen, daß sie möglichst schnell trocknen. Das allerdümmste wäre es allerdings, die heißgelaufenen Füße jetzt in einen Bergbach zu hängen, denn die Haut quillt dann auf und danach bekommen Sie trotz aller Abtrockenversuche erst recht Blasen. Ihre Ersatzsocken können Sie notfalls auch als Handschuhe benützen, oder um empfindliche Ausrüstungsteile wie Digitalkameras zu polstern. Wenn Sie auf der GTA unterwegs sind, scheuen Sie sich nicht, bei schönem Wetter feuchte Socken und Unterwäsche einfach zum schnellen Trocknen in der starken Sonne außen auf dem Rucksack zu befestigen. Es schaut sowieso fast niemand zu, denn wer kennt schon die GTA?!
- Verbandszeug. Die handelsüblichen Erste-Hilfe-Beutel mit Inhalt enthalten niemals das, was man unterwegs oder gar im Notfall tatsächlich braucht. Besser ist es, einen sinnvoll unterteilten und robusten Erste-Hilfe-Beutel ohne Inhalt zu kaufen, beispielsweise die sehr gute First-Aid-Tragetasche von Tatonka. Dann überlegt man sich zuhause in aller Ruhe, was man selbst und in der Wandergruppe wirklich benötigt, beispielsweise Alkoholtücher, Blasenpflaster, Fingerpflaster, Hansaplast, Kompressen, Pinzette, Schere, Schmerztabletten, Schnellverband, Sicherheitsnadeln, Wundpflaster, Zeckenkarte, Zehenpflaster und so weiter. Anhand dieser Liste kauft man dann im Drogeriemarkt und in der Apotheke ein - in dieser Reihenfolge! Die Kartonverpackungen für eine Handvoll Pflasterstreifen im Aufreißpapier sind für unterwegs natürlich viel zu voluminös. Also packt man zuhause das ganze Zeug aus, schreibt mit dickem schwarzem Filzschreiber auf das Aufreißpapier den Inhalt und das Haltbarkeitsdatum, das auf der wegzuschmeißenden Kartonverpackung steht, beispielsweise BLASEN 2013 oder FINGER 2015 und packt alles, was zusammengehört, mit Gummiringen wieder zusammen und dann in separate Fächer im blutroten Tatonkabeutel. Durch diese klare Beschriftung sind im Ernstfall die notwendigen Utensilien sofort und ohne lange Sucherei und Auspackerei erkenn- und greifbar. Notfallretter machen es genauso!
- Wetterfester Anorak und Überhose für Regentage; mit Goretex für den, der noch an Märchen glaubt. Zum Thema Goretex schrieb vor einiger Zeit ein Mitglied in den "Mitteilungen" des Deutschen Alpenvereins: "Winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv: ich lache mich tot. Ich wäre schon froh, wenn ich bei Regenwetter trocken vom Hauptbahnhof Köln zu meiner Wohnung in der Altstadt kommen würde." Heute würde dieser ehrliche Leserbrief vom totalitären und völlig kommerziellen DAV komplett zensiert, denn "winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv" sind wortwörtlich die unverschämten Werbelügen des DAV-Werbe-Großkunden Schöffel. Unsere eigenen Erfahrungen mit einem 600 Mark teuren Original-Schöffel-Goretex-"Funktions"-Anorak "Lhotse" und der zugehörigen "hochfunktionellen" Überhose "Keystone" (450 Mark), die beide eben NICHT "funktion"ieren, sind genauso katastrophal: in diesen insgesamt weit über eintausend Mark teuren Fetzen ist man spätestens nach einer Stunde im Regen klatschnaß. Das ist nicht nur eine echte Frechheit, sondern reinster Betrug! Daß diese Firma abgesehen von ihrem Goretex-Schrott nicht mal die Uralt-Technik der Polyurethan-Beschichtung richtig beherrscht, steht knallhart in TEST 12/2004 auf Seite 74-77: eine PU-Jacke von North Face ist "sehr gut" regendicht, der Schöffel-Fetzen dagegen bei einem erst noch höheren Preis gerade mal "ausreichend" und zu allem Übel noch "nach dem Waschen undicht"! Und obwohl die "rundum gute" North-Face-Jacke 400 Gramm leichter ist, ist ihre Wärmeisolation "sehr hoch", beim wesentlich schwereren Schöffel-Fetzen dagegen nur "mittel". Im Fazit aus diesem Test ("Unser Rat") wird dieser üble Schöffel-Fetzen nicht mal erwähnt, dagegen sehr wohl die "guten" Produkte von Berghaus, Lafuma, Mammut, North Face und Wolfskin! (Jeder Depp aus Hinterchina kann inzwischen gute Faserpelzjacken basteln, nur Schöffel ist wie gewohnt zu blöde dazu: lesen Sie dazu den Test in Outdoor Februar 2005!) Im übrigen: wenn es regnet, wird man naß, und damit basta. Wer diese Urerfahrung aus den Zeiten des keulenschwingenden Neandertalers vermeiden möchte, der bleibt besser gleich zuhause in der Zivilisation hinter dem warmen Ofen. Dann hat er auch genügend Zeit, unter Google Groups die einschlägigen Diskussionsgruppen nach Goretex und "nicht wasserdicht" zu durchsuchen und sich totzulachen: "Reklamation an Lowa. Beide Schuhe sind NICHT wasserdicht. Haben Sie trockneres Wasser, wenn Sie Ihre eigenen Schuhe testen? Oder mache ich etwas falsch? Setzt 'dauerhafte Wasserdichtheit' voraus, daß man mit Ihren Schuhen nur im Trocknen läuft?" "Hoi, dem kann ich nur zustimmen. Es gibt KEINEN wasserdichten Goretex Schuh. Sollte irgend ein Hersteller oder Händler hier mitlesen, ich bin gern bereit den Beweis für meine Behauptung im Feldversuch anzutreten. Pfiat enk, Franz Mock." "GTX Hosen und Jacken sind in der Praxis genau so wenig wasserdicht wie GTX Schuhe." "Was auch immer da drin ist, es regnet durch." "Ich bin gerade in Patagonien unterwegs und es regnet hier in Strömen. Die letzten Tage bin ich fast ausschliesslich durch Regen gefahren und kann mich über die Gore-Werbesprüche von wegen Guaranteed to keep you dry nur wundern. Ich meine, es ist nicht das erste Mal, dass ich in Gore Tex nass werde aber es wundert einen immer wieder, welche abenteuerlichen Übertreibungen über dieses Zeug immer noch verbreitet werden nicht nur von Gore, sondern gerne auch von Globi und Konsorten. Ich habe jetzt jeden Abend mühsam meine Sachen wieder trocken gekriegt und am Morgen dauert es mal gerade 30 bis 40 Minuten, bis ich von innen her total nass geschwitzt bin und da wird - wenn das Aussenmaterial nass ist (die Jacke ist NEU!) - garnichts mehr nach aussen transportiert ... Und eigentlich müssten die Aussentemperaturen (3 bis 5 Grad) für ein taugliches Temperaturgefälle sorgen. Nasse Grüsse aus Chile, Oli." "Glaub mir mit der Jacke hast du noch vergleichsweise einen Glücksgriff getan. Du solltest mal Schuhe mit eingenähter GoreTex-Membran testen - die sind erst besch....en. GoreTex-Schuhe sind meiner Meinung nach ein gutes Beispiel eines Wegwerfproduktes der heutigen Industrie. Jens." "Nie wieder GTX Schuhe - Vollleder mit ner guten Imprägnierung. Im Sommer gerne auch Synthetikmaterialien, aber nie wieder GTX. Gruß, Menial." Rimella-Wandergruppen-Teilnehmerin Sabine aus Berlin: "Ich spiele Golf und habe Goretex-Golfklamotten von Schöffel. Die haben nicht nur satte eintausend Mark gekostet wie Dein Schöffelschrott für Bergsteiger. Die haben total fast zweitausend Mark gekostet. Du glaubst es nicht, aber nach nur einer halben Stunde im Regen ist alles pitschnaß. In Berlin, nicht im Himalaya. Ich finde es voll gut, daß sich endlich mal einer traut und über diese unglaubliche Goretex-Lüge die Wahrheit schreibt." Naß wird man entweder von außen durch den Regen oder von innen durch den eigenen Schweiß in der wasserdichten Plastikkleidung, in der Praxis also sowohl von außen als auch von innen, und das ist dann besonders unangenehm. Der ganze Firlefanz mit wasserdichten Ponchos, unverschämt teuren Goretex-Fetzen und integrierter Regenhülle für den Rucksack erhöht lediglich das Gewicht und vor allem die Kosten der Ausrüstung und beinträchtigt außerdem erheblich den Komfort des Bergwanderers wegen dem unglaublichen Zeitaufwand für Ein- und Auspacken, Anziehen, Ausziehen, Zusammenfalten, Trocknen, Waschen und Nachimprägnieren. Die handelsüblichen Regenüberzüge sind derart idiotisch konstruiert, daß sie das Wasser auf der gesamten Körper- und Rucksack-Oberfläche sammeln und diese Quadratmeter gezielt literweise in die Trekkingstiefel ableiten. Nach unserer jahrzehntelangen Erfahrung hat es sich bei Bergwanderungen in warmen Weltgegenden und im Piemont bestens bewährt, bei einsetzendem Regen einfach ohne lange Überlegungen weiterzugehen. Wer stehen bleibt und herumdiskutiert, der beginnt wegen der plötzlich fehlenden Bewegungswärme natürlich sofort zu frieren. Dann zieht er sämtliche Funktionsfetzen an, die er in seinem Rucksack findet, geht weiter und beginnt natürlich sofort wieder zu schwitzen. Che casino! Im Sommer kühlt es bei Regenschauern nur unwesentlich ab und man geht sowieso nur in Shorts und T-Shirt. Viel wichtiger als irgendwelche Anoraks und Überhosen, unter denen man garantiert im eigenen Saft schwitzt, ist eine Mütze mit Schild, die verhindert, daß einem die Regentropfen direkt in die Augen schlagen. Nur wenn starker Wind aufkommt, zieht man wegen dem Kühlfaktor auf der Hautoberfläche eine leichte Jacke über und eine lange leichte Trekkinghose an. Erst dann, wenn man an einem geschützten Rastplatz ankommt - beispielsweise in einer alten offenen Alphütte, deren Dach noch halbwegs intakt ist, unter einem Felsvorsprung oder unter einem großen Baum - zieht man die nassen Kleider aus und holt die trockenen Sachen aus dem Rucksack, wo man sie vorschriftsgemäß in wasserdichten Plastikbeuteln, beispielsweise Supermarkttüten, verstaut hat. Achtung: "Gelbe Säcke" sind zwar schön groß, aber absichtlich NICHT reißfest (eben damit sie nicht als Müllsäcke verwendet werden können!) und daher ungeeignet! Wer wegen der fehlenden Bewegung jetzt anfängt zu frieren, der zieht noch einen leichten Pullover über oder eine Vliesjacke, die fast nichts wiegt und erst noch wärmt. Ein zighundert EUR teurer klatschnasser Goretex-Anorak wärmt genausoviel wie ein Müllsack im Dauerregen, nämlich NICHT! Weil derartige Fetzen also nachweislich weder funktionieren noch wärmen, stecken wir stattdessen lieber zwei (zwei!) Faserpelzjacken (Fleece) oder -Pullover in den Rucksack, aber um Gotteswillen keinen Schöffelschrott, siehe oben! Unter einem derartigen Teil spürt man den Regen auch erst nach einer Stunde, und dann ist man sowieso schon halb unten im Tal, und vor allem hat man es warm. Wenn es immer noch weiter regnet, zieht man einfach das zweite trockene Teil unter das nasse - so bleibt man erfahrungsgemäß stundenlang trocken und erst noch warm! Für den Fall, daß die Trekkingschuhe richtig naß werden, hat man stets mindestens 2 (zwei!) Paar Trekkingsocken wasserdicht verpackt im Rucksack dabei, denn die Kombination von nassen Schuhen und nassen Socken führt wegen der dadurch rundum aufgeweichten Haut sofort zu schmerzhaften Wasserblasen. Wie Christian Bahlow von der Schuhabteilung des Globetrottel Hamburg schreibt, beruht der wortwörtlich sagenhafte Goretex-Effekt auf dem Temperaturunterschied zwischen innen und außen. Daraus folgt vollautomatisch, daß der ganze gigantische Goretex-Bluff in warmen Ländern sowieso überhaupt nie funktionieren kann, weder in Bergschuhen noch in irgendwelchen schweineteuren Textilfetzen, denn im Sommer hat es im Piemont more often than not außen 40º und innen 30º bis 35º! "Dieses Prinzip funktioniert nur deshalb, wenn die warmen Wasserdampfmoleküle an die kältere Umgebung abgegeben werden können. Das ist auch der Grund dafür, daß Bekleidung mit Goretex-Membrane nur solange funktioniert, wie die Umgebungsluft kälter ist als die Körpertemperatur." Auch das DAV-Panorama schreibt im August 2005 auf Seite 70: "Voraussetzung, daß überhaupt etwas passiert: es muß außerhalb der Jacke kälter sein und eine geringere Luftfeuchtigkeit haben als innerhalb." Alpin, September 2008, Seite 77: "Gehst du mit Rucksack schnell bergauf, wird keine Membran der Welt den anfallenden Schweiß absorbieren können." Ecco. And that was that!
Was Sie mitnehmen können
- Alpenvereins-Ausweis. Mitglieder haben das Gegenrecht beim CAI, nicht nur auf den Hütten, sondern fallweise auch beim Kauf von Büchern, Landkarten und Postern direkt in der Geschäftsstelle des CAI Varallo!
- Badetuch und Badehose oder Badeanzug oder Bikini oder garnix zum Baden im Fluß oder im Gebirgsbach
Lago di Capezzone
Ein typischer Karsee, genau 2100 Meter hoch
Das Wasser ist echt so saukalt, wie es aussieht ...
... und so supersauber, daß man es trinken kann!
Ein Panoramafoto steht hier
22. Juli 2006, 1231
- Fernglas. Hochwertige Marken sind Leica und Zeiss. Qualitativ unübertroffene Spitzenprodukte kommen von Swarowski aus Tirol, sie sind entsprechend teuer und seit Jahrzehnten von echten Profis wie Jägern, Naturforschern und Wilderern hochgeschätzt. Letztere schmeißen, wenn sie gestört werden, eher ihre Büchse in den Busch als ihr sagenhaftes Swarovski! Das gute - wirklich verdammt gute! - alte 10x42er Habicht im währschaften Disaihn der k.u.k. Jagdxellschaft kostet so um die 1000 EUR. Das bewährte 10x50er SLC mit seiner weltweit konkurrenzlosen Supervergütung kostet etwa 1700 EUR und ist wegen seiner unhakeligen Form ideal für den dichten Dschungel im Sesiatal. Eine derartige Anschaffung macht man natürlich nur einmal im Leben, und in dieser Qualitätsklasse gibt es dann standardmäßig auch mindestens 30 Jahre Garantie. Wer nur ein paar hundert EUR ausgeben möchte, wählt Optolyth oder Steiner. Ein superleichtes und extrem lichtstarkes Optolyth 12x50er Monokular, das mit der rasanten Geldentwertung heute etwa 1200 EUR kosten würde, ist jetzt auch schon jahrzehntelang beim Wi.... scusa, bei der Jagd im Einsatz. Gottseidank geht es nie kaputt, denn es wird leider leider leider nicht mehr hergestellt. Optik und Vergütung sind nach wie vor exzellent, und nach zigtausenden Stunden tropischer Hitze, arktischer Kälte, Regen, Schnee, Eis und Ultraviolett-Bombardierung im Hochgebirge sieht man auch außen keinerlei Veränderungen an den genialen Okularmuscheln oder gar an der Gummiarmierung. So sieht saubere süddeutsche Superqualität aus!
Analoge und digitale Optik seriell
Optolyth Monokular und Canon Digital Ixus 70
Aufnahme freihändig ohne Stativ!
Das drei Meter hohe Gipfelkreuz ist klar erkennbar
Standort Rimella Bar Monte Càpio
Entfernung über 6 Kilometer, laut GPS exakt 6764 Meter!
16. Mai 2009, 1240
Foto anklicken!
Alle anderen Hersteller kann man getrost vergessen. Gute Optiken kosten gutes Geld, daraus folgt, daß man mit einem 100-EUR-Plastikfernglas aus Bulgarien oder China oder Japan in kritischen Situationen wie Dämmerung oder Nebel oder Regen - oder alles gleichzeitig! - nix mehr sieht, und die Haltbarkeit solcher Schrottoptiken ist sowieso ein Witz; selbst die "Gummi"armierung zerbröselt sich bei derartigen Billigprodukten made in Hinterchina schon nach wenigen Jahren ...
- Fotoapparat. Kleine Digitalkameras sind für Bergwanderer geradezu ideal: handlich, leicht und leistungsstark! Geradezu ideal war die legendäre Canon Ixus 40 mit nur 170 Gramm einschließlich Akku und Ledertasche und einer Unmenge an Funktionen. Mit komplett 350 Gramm gerade noch tragbar ist die Canon Powershot 120 mit zehnfachem optischem (!) Zoom und riesigem Display von 6 mal 4,6 Zentimeter, die man natürlich zuallererst von völlig sinnlosen 10 Megapixel für garantiert schlechtere Bilder - siehe unten! - herunterschaltet auf höchstens 6 Megapixel. Jetzt steht man nicht mehr vor der ewig falschen Entscheidung, ob man die pfundschwere Kleinbild- oder gar die kiloschwere Spiegelreflexkamera mit allen möglichen Zusatzobjektiven wirklich unbedingt wieder über sämtliche Berge mitschleifen soll oder ob man das ganze teure und empfindliche Gerümpel doch lieber gleich zuhause läßt. Im Wildnisgebiet von Rimella gibt es praktisch jeden Tag etwas neues - oder uraltes - zu entdecken, und den riesigen Ärger "Wie dumm, hätte ich bloß den Foto mitgenommen"gibt es jetzt jedenfalls nicht mehr, denn die Brusttaschenfotokanone ist natürlich immer und überall dabei! Seit 2002 machen auch kleine Digitalkameras endlich gute Bilder, wie man anhand der schönen Fotos unserer Teilnehmer Volker Gänssle und Horst Weise in unserer Fotogalerie sieht, und vor allem natürlich auf unseren Foto-CDs. "Ab 4 Megapixel Auflösung liefern die Digitalkameras selbst bei großen Bildformaten derart gute Resultate, daß filmbasierte Fotos dagegen eher weich wirken, ein knackiger Schärfeeindruck fehlt ihnen." schreibt Guido Krebs im empfehlenswerten Handbuch "Digitalfotoschule" (ISBN 3-925334-64-5). Das gilt insbesondere auch für händische Makroaufnahmen, die in dieser Superqualität mit dem altmodischen Analoggerümpel vollkommen unmöglich wären. Beweis: Ausschnitt 1745 • 1166 Pixel aus unserem 2272 • 1704 Pixel großen Foto Schmetterling auf Dianthus furcatus - Gabel-Nelke, Rimella San Giorgio, 23. Juli 2006. Man sieht Einzelheiten, die man mit dem bloßen Auge niemals erkennen würde: manche Schmetterlinge haben nicht nur lange Antennen, sondern sogar winzige Hörner! 50 Spitzenfotos von Bergblumen im Gebiet Rimella und Mastallonetal finden Sie hier. 35 Spitzenfotos von Insekten im Gebiet Rimella und Mastallonetal finden Sie hier. Foto anklicken!
Wir haben den begeisterten Freunden in Rimella schon Ausdrucke im Format A4 mitgebracht, die im Foto-Markt auf Fujicolor-Maschinen produziert wurden, und man sieht erstens auch mit der Lupe keine einzelnen Bildpunkte (Pixel), und zweitens sind die Farben jetzt endlich natürlich und nicht wie früher durchgehend Kodak-rot oder Agfa-blau! Aktuelle Modelle ermöglichen einen Aufnahmeabstand von 3 (drei!) Zentimeter bis unendlich, in Wirklichkeit sogar schon ab zwei Zentimeter: als Beweis nochmal eine Makroaufnahme, Ausschnitt 1667 • 1334 Pixel aus unserem 2272 • 1704 Pixel großen Foto Heuschrecke 2, Ponte Vecchio di Cervarolo, 15. Juli 2005. Auch hier sieht man Einzelheiten, die man mit dem bloßen Auge niemals erkennen würde: auch Heuschrecken haben Haare, hier etwa einen halben Millimeter (!) lang, die ihnen zu Berge stehen, eben weil sie Bergheuschrecken sind. Foto anklicken!
Einzigartige Panoramen bis zu 360º und weiter schießt man heutzutage ohne Stativ aus der Hüfte: man stellt sich auf einen Gipfel, macht eine Serie sich überlappender Rundumaufnahmen und überträgt die Serie zuhause auf den PC. Die Einzelfotos sollte man unbedingt im Hochformat machen, damit es auch vertikal vernünftige Pixelzahlen gibt. Professionelle Ergebnisse erhält man mit dem ausgereiften Programm Panoramastudio, das auch dreidimensionale Panoramen bis zu 360º • 180º ermöglicht. Man fotografiert einfach von links nach rechts, dann darüber von rechts nach links, dann darüber von links nach rechts, oder umgekehrt, also mehr oder weniger in Schlangenlinien, oder beliebig kreuz und quer, und die Ausrichtung der Einzelbilder - deren Anzahl pro Reihe bei dreidimensionalen Kugelsektionen natürlich nicht dieselbe ist, siehe nachstehenden Screenshot mit 5 Einzelfotos oben - 4 in der Mitte - 3 unten! - geht trotzdem vollautomatisch. Einfach unglaublich!

Einlesen von drei horizontalen Reihen einzelner Fotos,
die freihändig ohne Stativ aufgenommen wurden
Screenshot anklicken!
Vorschau der vollautomatischen Ausrichtung und Verzerrung der Einzelfotos
Screenshot anklicken!
Endgültige Berechnung des dreireihigen Panoramas
Screenshot anklicken!
Das fertige Panorama hat 113º vertikalen Blickwinkel
Screenshot anklicken!
Panorama Spitzberg Kieferneck 17. Januar 2010
Links Hirschau, unter der Sonne Rottenburg, rechts Wurmlinger Kapelle
Das Original ist über 17 Megabyte groß
Reduziert für diese Webseite auf 2½ Megabyte
Foto anklicken!
Zwei Reihen ergeben mehr als 70º vertikaler Blickwinkel
Drei Reihen mehr als 100º ... und so weiter
Alpe Pianello 13. Oktober 2009
Screenshot anklicken!
Bei 30 Einzelbildern rechnet das Programm dann auch auf einem schnellen PC einige Minuten lang herum, aber das Ergebnis ist geradezu sensationell. Seit 2005, als wir mit der Wegarbeit für die Wandersaison in Rimella begonnen haben, haben wir mit einer Digitalkamera schon über 20000 (zwanzigtausend!) Fotos gemacht und zuhause am PC Hunderte von spektakulären digitalen Panoramen erstellt. Einige sind jetzt im Datenformat JPG auf Foto-CDs erhältlich, zusammen mit einer Auswahl von über 1400 der schönsten Fotos vom Sommer 2005 mit der hohen Auflösung von 2272 • 1704 Pixel. Weitere Informationen stehen hier. Wer sonst hat topaktuelle Panoramafotos von der Cima del Camossaro, von der Cima del Nico oder von der Cima Moscatelli? So wie viele weitere exklusive Gipfelziele unserer Bergwanderungen in Rimella finden sich diese Namen und Wege natürlich nicht auf der Wanderkarte! Auf Wunsch können auch durchgehende (!) Digital-Panorama-Ausdrucke bis zum Format 330 x 40 Zentimeter angefertigt werden. Eine einmalige Geschenkidee!
Mit entsprechenden Programmen, beispielsweise Bildschutz, kann man sich für jedes einzelne Foto aus den in die JPG-Grafikdateien eingebetteten EXIF-Daten eine Unmenge von technischen Daten im Klartext anzeigen lassen, beispielsweise für unser Superfoto von der Alpe Scarpiola:


Die Nachfolge-Modelle Canon Ixus 50, 55, ... machen - wie so oft - trotz höherer Pixelzahl nicht mehr so tolle Fotos. Diese üble Erfahrung vom Herbst 2005 beruht erstens auf über 20000 gemachten Fotos und zweitens auf einfachsten physikalischen Tatsachen, die sich selbst durch raffiniertes Werbegelaber nicht verbiegen lassen und die unter der Hand auch von mehreren Fachverkäufern bestätigt werden sowie von Color Foto Januar 2006: "Auslaufmodelle erweisen sich als Schnäppchen: Der Trend zu immer höheren Pixelzahlen auf kleinen Chipflächen sorgt bei Digitalkameras der Kompaktklasse für ein stärkeres Bildrauschen." Test kleine Digitalkameras im PC-Magazin Oktober 2006: "Wenn eine Digitalkamera mit 10 Megapixel angeboten wird, dann darf man eine hohe Auflösung erwarten. Vier Konkurrenzmodelle, die 2 beziehungsweise 4 Megapixel weniger haben, übertreffen sie bei weitem. In der Praxis bedeutet das, daß Poster und Vergrößerungen mit den Konkurrenzmodellen zu besseren Ergebnissen führen, obwohl wesentlich weniger Megapixel vorliegen!" Test März 2007: "Pixelwahn mit Folgen. Fataler Trend, immer mehr Pixel einzubauen. Canon G7: Deutlich zeigen sich die Nachteile der üppigen zehn Megapixel. Die Bildqualität ist schlechter. Sony Cybershot DSC-T10: auch bei ihr schmälern mehr Pixel die Bildqualität." Einer der härtesten Artikel zum Megapixelwahn steht hier: Je mehr Pixel, desto schlechter das Bild. Und satte drei Jahre nach unserer Erkenntnis fällt endlich auch Test das längst überfällige umfassend vernichtende Urteil. Dezember 2008: "Eine aktuelle teure 10-Megapixel-Kamera rauscht schon bei 100 ISO mehr als eine 6-Megapixel-Kamera aus 2005 bei 800 ISO. Die höheren Pixelzahlen verstärken das Bildrauschen. Alte Kameras sind besser." Ecco ragazzi! Krallen Sie sich sofort eine Ixus 40 oder 70, solange es sie noch gibt - eventuell gebraucht im Internet! Unsere neue Ixus 70 verwenden wir grundsätzlich nur mit der Voreinstellung 2592 x 1944 Pixel = 5 Megapixel und ISO 100, da sie mit möglichen 7 Megapixeln nachweislich schlechtere Fotos produziert! Die Superqualität der Ixus 40 mit 4 Megapixeln, oder der Ixus 70 eingestellt auf 5 Megapixel, demonstrieren wir gerne auch den Teilnehmern am Bergwandern in Rimella oder Varallo, denn extra für sie haben wir einige Dutzend unserer Superfotos im Format A4 auf teurem Fujicolor Crystal Archive Premium Fotopapier produziert! Bemerkenswert ist, daß sich Ende 2009 ausgerechnet Canon bei einer sehr erfolgreichen Modellserie endlich vom Megapixelwahn verabschiedet. Man darf echt gespannt sein, ob andere Hersteller nach einem sinnlos vergeudeten halben Jahrzehnt idiotischen Megapixelwahns ebenso intelligent und konsequent sind! Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Dezember 2009: "Das wirklich Neue an der Canon Power-Shot G11 ist das Umdenken: die Zahl der Pixel reduzierte sich von 14 auf 10 Megapixel. Die Bilder werden auch bei schlechter Beleuchtung besser aussehen, weil sie nicht so verrauscht sind." Bravo!

Die besten Display-Schutzfolien für die wertvolle Digitalkamera heißen Vikuiti und sie kommen von Bedifol aus Konstanz: abartig teuer, aber sehr gut!
Ideal für Wanderungen ist das revolutionäre neue Fotostativ Gorillapod, Gewicht 46 Gramm. Bezug über Martin Schmidt, Telefon 06172 937920, Fax 689565. Anwendungsbeispiele anklicken!
Auf dem Autodach Füße aus Vollgummi |
Im Zaun |
Auf dem Zaun |
Unter dem Zaun Am PC wird das Foto gedreht |
Unter einem Ast Am PC wird das Foto gedreht |
Auf einem Pfahl |
An einem Holzgeländer |
An einem Verkehrsschild |
Auf einer Sitzbank Senkrecht für Digitalpanoramen |
Vor einer Mauer Ein Fuß steckt in der Ritze |
- Gefrierdosen zum Beerensammeln
- Geldkarten oder Postsparkarten mit Geheimzahlen (getrennt!) - unsere Erfahrungen stehen hier
- GPS-Gerät: unsere langjährigen Erfahrungen stehen hier. Wir bieten im Frühjahr, rechtzeitig vor Beginn der Wandersaison, Praxiskurse im Gelände an, siehe hier. Den Teilnehmern an unseren Bergwandergruppen steht zum praktischen Einsatz neben unserem Spitzengerät Garmin GPSmap 60CSx (!) selbstverständlich auch unser Akku-Ladegerät Varta Multi Comfort Charger zur Verfügung, das ausdrücklich für Nickel-Metallhydrid-Akkus spezifiziert ist. Die Anwendung der GPS-Technik erfordert aktives Mitdenken und eine gewisse technische Intelligenz. Auf deutsch: ein angelernter Kistenschieber im Geldgeizmarkt, dessen beschränkter Horizont bestenfalls die Zielgruppe Autofahrer erfaßt, kann Ihnen garantiert keine Fachberatung für Bergwanderer bieten. Aus langjähriger Erfahrung empfehlen wir Globetrottel, sehr guter Kundendienst nach dem Kauf, und Woick mit satten 14 Seiten GPS im Katalog. Die besten Display-Schutzfolien für das wertvolle GPS-Gerät heißen Vikuiti und sie kommen von Bedifol aus Konstanz: abartig teuer, aber sehr gut!
Ausschnitt aus der IGC-Karte 10 mit geheimen Wegpunkten und Spuren. Die Alpe Catcuràa ist wie viele andere markante Einzelheiten nicht in der Karte eingezeichnet, es gibt sie aber tatsächlich - natürlich auch auf unseren Foto-CDs. Die violette Linie mit Höhen- und Zeitangaben ist eine unserer hochpräzisen GPS-Spuren vom Mai 2008 im Wildnisgebiet Valbella, das wir so gut kennen wie sonst niemand!

Cima di Rondo Richtung Valbella. Foto anklicken! Links vorne die Cima Razzarola mit dem Grat über die Cima Lunga und die Cima del Nico runter zum Monte Galerno in der Bildmitte über dem unteren Valbella. Über der Razzarola die Cima di Vaso mit dem langen Grat nach rechts zur Cima Lavaggio. Hinten links der Bec d'Ovaga, Hausberg von Varallo, mit dem wilden Grat nach rechts zu den Denti di Gavala. Am Horizont in der Bildmitte der Monte Barone, rechts davon die Bocchetta della Boscarola, über die viele Mountainbiker auf einem uralten Handelsweg vom Sesiatal ins Sesseratal zur Panoramica Zegna fahren, und ganz hinten rechts der Punta Tre Vescovi an der Grenze zum Aostatal. Eine spektakuläre Überschreitung, die nur wir kennen, führt von der Alpe Cevia Bassa im oberen Valbella über die Cima di Rondo direkt nach Rimella!
- Handtuch. Ein kleines und möglichst flauschiges Handtuch legt man unterwegs immer wieder ins kalte Wasser der Bäche oder Flüsse. Damit kann man sich bei warmem Wetter optimal die Stirn kühlen und das verschwitzte Gesicht und die Arme abwaschen. Es ist auch ideal zum Draufsitzen, oder beim Spontanbaden in einem Bach oder Fluß. Man kann es auch um die Siggflaschen wickeln und hat somit eine gute Wärme- oder Kältedämmung
- Höhenmesser. Vorsicht, die neuen digitalen Höhenmesser sind in der Praxis sehr ungenau und mit Preisen von bis zu 470 EUR erst noch unverschämt teuer. Für wesentlich weniger Geld gibt es schon ein sehr gutes und genaues GPS-Gerät wie das Garmin GPSmap 60CSx, auf das Sie sich wirklich verlassen können! Einige Teilnehmer unserer Rimella-Wandergruppen hatten in den letzten Jahren verschiedene Höhenmesser mit Pulsfunktion und ähnlichem Quatsch dabei, die durchwegs absurd falsche Daten lieferten: bei einer Eingehtour auf den Stutz wurden statt 600 Höhenmetern Gesamtanstieg über 1000 Höhenmeter angezeigt, bei einer Schlaftour mit einer Standardgruppe auf den Pizzo Tracciora schafften wir angeblich 550 Höhenmeter pro Stunde im Aufstieg, und bei der Überschreitung des Monte Càpio wurden statt 1100 Höhenmetern unglaubliche 1900 Höhenmeter angezeigt. Finger weg von derartigem Digitalschrott! Es ist zwar für gute Leute locker möglich, als Nachmittags-Spaziergang ohne Herzkasper 600 oder auch 700 Höhenmeter pro Stunde zu steigen, wie dieser Track von Jörg Klingenfuß beweist - nota bene: 12:20:08Z auf der Speicherkarte ist Zulu Time und bedeutet Beginn des Aufstiegs um 14:20:08 Mitteleuropäischer Sommerzeit in der Gluthitze des piemontesischen Hochsommers bei Superwetter am 22. Juli 2008 in einem alpinen Wildnisgebiet weit abseits irgendwelcher Wege ...
22. Juli 2008, 1554
... für normale Bergwanderer sind solche Leistungen jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit unmöglich, und nur mit GPS sehen Sie wortwörtlich, was wirklich gelaufen ist!
- Hüftgurtsystem. An und pfirsich ist das nur die teure kommerzielle Perfektionierung der bewährten Materialgurte, die wir uns schon seit Jahren je nach Einsatzzweck im Gebirge individuell zurechtbasteln. Genial für Minimalisten, wenn ein Rucksack zu sperrig ist, und somit ideal für uns bei der Wegarbeit, wenn der eine mit der Motorsäge und der nächste mit dem Benzinkanister-und-Werkzeug-durch-den-Dschungel-Zerren und der dritte mit dem Buschmesser und den Moskitos sowieso schon alle Hände voll zu tun hat. Four Seasons bietet einen 5 Zentimeter breiten bequemen und robusten Hüftgurt mit Blitzverschluss, an dem sich alle möglichen Gegenstände mit Schlaufen befestigen lassen: Bergstöcke, wenn man sie nicht benötigt, Buschmesser in der Moscatelli-Lederscheide, Fototasche für Digitalkameras, Sichttasche für GPS-Geräte und natürlich verschiedene System-Gürteltaschen: mit zwei Stück "Belt Bag", in die auch eine Siggflasche paßt, ist man flexibler als mit einer einzigen großen Tasche "L". Natürlich hat man stets eine Faserpelzjacke dabei, die man sich einfach über dem Hüftgurt um den Bauch bindet, und auch in deren Taschen läßt sich noch einiges unterbringen!
- Insektenschutzmittel gegen Moskitos; Rinderbremsen sind noch lästiger, und am schlimmsten sind die Riesenmücken mit den orangefarbigen Flügeln, die sich gerne in der Nähe von Schafmist aufhalten, der sich genauso oft wie die blöden Schafe selbst in größeren Mengen mitten auf den schönsten Aussichtsgipfeln findet. Autan-Family-Milch ist kinderverträglich und teuer, hat sich im extrem heißen Sommer 2003 jedoch relativ gut bewährt und ist wesentlich weniger giftig als das normale Teufelszeug aus dem Chemielabor auch anderer Hersteller. Unsere Vermutung, daß es sich lediglich um verdünntes normales Autan handelt, hat sich ein Jahr später voll bestätigt: TEST schreibt im Heft Juni 2004, daß beide Produkte den Wirkstoff Bayrepel enthalten, auf lateinisch Hydroxyethyl-Isobutyl-Piperidin-Carboxylat, dessen toxikologisches Risiko geringer ist als bei Diethyltoluamid. Unsere Erfahrung nach Jahrzehnten in den Tropen mit Dschungelöl, Moskitospiralen, Mückenpiepsern, Vitamin B, Zitronensaft und anderem biologisch-dynamischem Kinderspielzeug lautet schlicht und einfach: ohne Chemie keine Wirkung. Den Hammer Baygon gibt es beispielsweise in Malaysia, und er tötet wirklich alles!
- Italienisch-Lehrbuch und/oder -Lexikon - unsere Empfehlungen stehen hier. Speziell für Bergwanderer in Piemont haben wir sogar ein eigenes Wörterbuch geschrieben!
- Kleinzeug: Cyanakrylat-Kleber für Brillenreparaturen, Gummiringe, Haftnotizen, Kerzen als Notlicht, Kugelschreiber, Lärmstop gegen Schnarcher, Nagelpflegeset, Nähzeug für Notreparaturen, Planzeiger zur Kartennavigation, Schmerztabletten für schwere Notfälle, Schwammtuch zum Reinigen der Ausrüstung (Rucksack, Schuhe), Streichhölzer, Taschenkalender, Taschenrechner, Taschensäge, Telefonliste, Tesafilm, Textmarker
- Kompaß
- Papier-Taschentücher
- Reisewecker
- Satelliten-Telefon. Bis 2005 war das Zeug noch so groß und so schwer wie ein Ziegelstein und sowohl in der Anschaffung als auch von den Kommunikationsgebühren her monopolistisch teuer. Es erinnerte lebhaft an die ersten "Mobiltelefone", die - sechs Jahre vor dem Rest der Welt, selamat malam lah! - schon 1986 in Malaysia und Singapur von superreichen chinesischen Geschäftsleuten protzig auf den Besprechungstisch geknallt wurden ... Seit 2008 gibt es endlich auch halbwegs bezahlbare Produkte und Verträge:
- Nur Iridium deckt die ganze Erde ab. Das 9555 wiegt 380 Gramm und kostet etwa 1700 EUR. Gespräche kosten etwa 1,50 EUR pro Minute.
- Thuraya deckt Europa, Arabien, Indien, Nord- und Zentralafrika ab. Das SG2520 funktioniert wie ein GSM-Taschentelefon mit normaler SIM-Karte. Empfängt es kein GSM-Netz, wechselt das 170 Gramm schwere Gerät automatisch auf Satellitenkommunikation. Das SO2510 dagegen ist ein reines Satellitentelefon - derzeit das kleinste der Welt - und wiegt nur 130 Gramm. Es kostet etwa 650 USD, und mit der Eco-SIM-Karte zahlt man nur 0,43 EUR pro Minute.
- SPOT-1 Satellite Messenger ist ein 210 Gramm leichter GPS-Sendeempfänger, der nur 200 EUR kostet und pro Jahr etwa 120 EUR Gebühren. Er versendet an vordefinierte E-Mail- oder SM-Adressen automatisch Position und Standard-Nachrichten: ALL OK, oder NEED HELP, oder TRACK PROGRESS. Bei Lebensgefahr wird über Satellit ein 911-Notruf ans Notfallzentrum gesendet, das sofort die Rettungskette alarmiert.
- Leihgeräte gibt es beispielsweise bei Christian Peter Nicolai.
- Die Produkte und Techniken anderer Anbieter wie GLOBALSTAR und INMARSAT kann man für unsere Zwecke getrost vergessen.
- Schneeschuhe, je nach Schneelage und Jahreszeit. In Wildnisgebieten wie Rimella und im Nationalpark Val Grande haben sich die MSR Denali Evo Ascent hervorrragend bewährt. Sauteuer, saugut. Stahl statt billigem Alublech, das sich schon beim scharfen Hinschauen verbiegt. Da geht nix kaputt, die Bindung ist genial, und die Teile greifen auch bei Querungen in Steilhängen noch recht gut. Schneeschuhwandern ist einfach schön und hat Zukunft, siehe hier.
- Schnur; im preußischen Tiefland heißt das vermutlich "Bindfaden". Ideal sind einige Dutzend Meter weißer "Polyvenkordel", die bei uns Plastikschnur heißt und die hier in Umreifungsmaschinen zum Verschnüren (oder Verbindfädenen???) von schweren Buchpaketen eingesetzt wird. Sie ist sehr reißfest, wiegt fast nix und ist spottbillig: 1400 Meter kosten beispielsweise hier nur 16 EUR. Man kann sie als Wäscheleine einsetzen und als Ersatz-Schnürsenkel und zum Abspannen von Zelten oder Planen und zur Befestigung von Ausrüstung am Rucksack und zum Verschnüren von Plastiktüten und als Ersatzgürtel und zum Siggflaschen-zum-Kühlen-in-den-Bergbach-Hängen und zum Obstklauen (dazu wirft man einen an der Schnur befestigten Stein in den Baumwipfel und kann damit unauffällig die höchsten und besten Früchte herunterziehen) und natürlich für alle möglichen und unmöglichen Provisorien und Reparaturen, denn anders als Naturfaser-Schnur ist sie gleichmäßig stark und nimmt bei Regen keine Feuchtigkeit auf
- Signalpfeife
- Sitzkissen aus Hartschaumplastik. Ideal im nassen Gras und auf kalten Felsen. Die grünen Sirex kosten 3 EUR, wiegen gerade mal 34 Gramm - weniger als zwei Standardbriefe! -, haben drei Faltkanten, sind 7 Millimeter dick und auseinandergefaltet 34 mal 27 Zentimeter groß. Genial!
- Strohhalm. Wenn es weiter oben Wasser nur noch als Rinnsal in einer Felsritze gibt, kann man es oft nur mit einem Strohhalm heraussaugen
- Teva-Sandalen. Das Original hält nach unserer eigenen Erfahrung, oder besser Erwanderung, zweitausend bis dreitausend Kilometer und/oder fünf Jahre, und dann sind nicht etwa die Riemen abgerissen (die sind nämlich in der Sohle durchgenäht), sondern die Profilsohle ist restlos runtergelaufen, und die Klettverschlüsse sind nach 18000 Zyklen auch ein bischen ausgeleiert ... NUR mit Original-Teva-Sandalen ist es möglich, auf der Insel Rodrigues im Indischen Ozean vom höchsten Berg durch Schrofen und Wald runterzulaufen bis zur Küste, auf einer Furt durch einen Fluß hindurch und mit den nassen Füßen weiter auf der Teerstraße, OHNE Blasen zu bekommen, dann einen kilometerlangen Sandstrand entlang und raus ins Meer auf die messerscharfen Steine der Korallen, und beim Schnorcheln am Riff gehen die Teile erst nicht verloren, weil sie auf dem Wasser schwimmen. Die raubkopierten Billigteile aus Hinterasien dagegen zerlegen sich schon nach wenigen Dutzend Kilometern. Teva-Sandalen sind ideal im Albergo Fontana und im Dorf, und insbesondere natürlich bei mehrfachen Bachüberquerungen wie beispielsweise im Val Meula, jedoch NICHT im Hotel oder Restaurant in der Stadt oder gar auf dem Sacro Monte, denn in Italien gibt es noch so etwas wie Stil und einen guten Geschmack!
- Verpflegung für Ruhepausen beim Bergwandern, denn über Mittag sind wir unterwegs und im Albergo Fontana buchen wir deswegen natürlich nur Halbpension. Vom Obst über Mineralwasser und Brot und Wurstspezialitäten (Lardo, Mortadella, Salame, Speck) und Käse (verschiedene lokal produzierte Tomi) und Kastanien-Kuchen und Schokolade und Zuckergebäck bis zu Batterien und Filmen und Pflaster und Tampons und Telefonkarten und Waschpulver und Zahnpasta gibt es in den kleinen Läden direkt in Rimella so ziemlich alles; beispielsweise kommt der herzhafte Bergkäse, den wir nach den Hauptgängen des umfangreichen Abendessens serviert bekommen, direkt von Signora Graziella Dago auf der Alpe Pianello unterhalb der Bocchetta di Campello Monti (Foto auf Seite 9 des neuen GTA-Nord-Führers). Wer mit dem Auto anreist, der kann sich selbstverständlich den Kofferraum mit aus Deutschland mitgebrachten Lebensmitteln füllen oder italienische Produkte in den Supermärkten von Borgosesia oder Varallo einkaufen; wir empfehlen ganz klar regionale und lokale Produkte und den Einkauf vor Ort in Rimella. Das legendäre Olio Carli aus den ligurischen Bergen wird nur direkt an gute Hotels und Restaurants geliefert und ist fallweise nach mehrwöchiger Vorbestellung unter der Hand auch im Albergo Fontana erhältlich. Wie wir 2003 und wiederum 2004 selbst gesehen haben, liefern auch die Kleinbauern von Cenova direkt an die Fratelli Carli, und deren uralte Fabrik in Oneglia bei Imperia kann ohne Voranmeldung (!) an allen Tagen während der Arbeitsstunden besichtigt werden, Telefon 0183 7080. Andere Panscher sogenannten "Oliven"öls lassen sich niemals nicht in die Produktion und Abfüllung schauen. Im Test-Heft Oktober 2005 konnte man nachlesen, daß von 25 geprüften sogenannten "nativ extra Olivenölen" gerade mal 5 gut waren: 80 Prozent sind gepanschter Schrott ... Noch katastrophaler ist der topaktuelle Test April 2010: von 28 geprüften sogenannten "nativ extra Olivenölen" waren nur noch 4 gut: satte 86 Prozent sind gepanschter Schrott ... È da una vita che sentite parlare bene dell'Olio Carli!
- Wäscheklammern (falls Sie Handwäsche aufhängen
möchten) und Waschmittel (Rei in der Tube): Funktions-Unterwäsche ist schön und praktisch, sie muß aber wegen der mehr oder weniger starken Geruchsentwickung täglich mindestens einmal gewaschen werden
- Zeckenschutzmittel Azaron aus der Apotheke: das Piemont ist teilweise Zeckengebiet
Qualität
Sicher haben auch Sie schon am eigenen Leib erfahren beziehungsweise erwandert, daß man als Verbraucher aus dem riesigen Werbeaufwand einer bestimmten Firma und ihrem dadurch "bekannten" Namen keineswegs auf eine zuverlässig gute Qualität ihrer Produkte schließen kann. Paradebeispiele sind Komperdell, Meindl und Schöffel. Seien Sie also äußerst kritisch, glauben Sie nicht an Werbelügen, verlassen Sie sich nicht auf angeblich neutrale Tests, die - wie beispielsweise der Bergschuhtest der Zeitschrift Outdoor 9/2004 - "ergänzend zu den Praxiseinsätzen" (Zitat Boris Gnielka) ausgerechnet im firmeneigenen Labor der getesteten Materialhersteller durchgeführt werden, denen dann natürlich erst noch ausführlichst Gelegenheit gegeben wird darzustellen, weshalb man in den buchstäblich sagenhaften Goretex-Schuhen trotzdem noch naß wird, denn der blöde Kunde ist sowieso immer selbst schuld. Madonna! Über drei Viertel der Einwohner in "hochentwickelten" Ländern leben schon in den Städten. Alle diese schönen bunten Heftchen mit dem glitzernden Schein von Wildnis und Freiheit und Abenteuer und Lagerfeuer leben von genau diesen Abermillionen Marlboro-Träumern, die solche Heftchen kaufen oder gar abonnieren, und VOR ALLEM von den Anzeigenkunden aus einem der zukunftssichersten und gewinnbringendsten und daher brutalsten Industriesektoren!
Wenn niemals Testurteile wie ausreichend, mangelhaft oder ungenügend gefällt werden, dann ist das ganze großartige Test-Schauspiel reinster Betrug. Exemplarisch sind die unverschämten Fehlurteile im lächerlichen GPS-Test wiederum der Zeitschrift Outdoor 11/2004. Da wird bockelhart festgestellt "Die Magellan-Modelle rechnen falsch vom UTM-Gitter in das Gauß-Krüger-Gitter um, wodurch die Position um 20 Meter falsch angegeben wurde. Beim Alan werden die gespeicherten Koordinaten im Gauß-Krüger-Gitter manchmal sogar gelöscht. Magellan Meridian Color: unübersichtliche Menüführung; auf dem Bildschirm kann man ohne Licht oder bei direktem Sonnenschein kaum etwas erkennen. Bei drei Test-Geräten ("die beiden Magellan und das Alan" - Boris Gnielka) spielte die Software verrückt - auf Tour kann das fatale Folgen haben. Wenn man der vorgegebenen Route oder dem Track nicht genau folgt, hatten die genannten Geräte Probleme, die korrekte Richtung zum Ziel anzuzeigen, sobald man wieder auf der Originalroute war. Dann hilft nur noch ein Stop der Navigation mit anschließendem Neustart." Das darf ja wohl nicht wahr sein! Entschuldigung, aber kauft man diese Produkte nicht genau dafür, daß man die eigene Position und den zugehörigen vier(!)dimensionalen Bewegungsvektor mitten in der Pampa und selbstverständlich abseits von "vorgegebenen Routen oder Tracks" - wo denn sonst, porco cane?, das Heftchen nennt sich schließlich "Outdoor" und nicht "Indoor"! - zuverlässig feststellen kann? Wenn dies sogar das billigste Garmin-Gerät Geko ("bestimmt die Position nicht nur genau, sondern auch fix") für lächerliche 150 EUR fertigbringt, wieso sind dann die wesentlich teureren Produkte von Alan und Magellan zu dumm dazu? (PND-Test im PC-Magazin vom Oktober 2006: "Daß man es einem Anwender richtig schwierig machen kann, die Funktionen eines Navigationsgeräts zu erschließen, zeigt Magellan.") Derartige grobe Mängel sind im Zeitalter von Hochtechnologie und Software-Ergonomie absolute Hämmer, und trotzdem - man glaubt es kaum - erteilt dieses Heftchen derart mangelhaften Produkten durchwegs das Testurteil GUT: eine echte Frechheit!
Aus unserer massiven Kritik an derart absurden "Tests" haben die Redakteure leider überhaupt nix gelernt. In einem weiteren Test im "Outdoor"-Heft März 2006 sollte festgestellt werden, "welche Geräte zum Wandern am besten geeignet sind". "Alan Map 600: umständliche Menüführung, sehr schwammige Steuertaste, Trackback-Funktion fehlt ebenso wie die Wegpunkt-Projektion, und der Stromverbrauch ist hoch. Testurteil gut." Man kann sich wirklich nur noch an den Kopf langen: übelster Alanschrott kostet freche 330 EUR, es fehlen überlebenswichtige Funktionen für den Ernstfall, die man für weit weniger als die Hälfte Geld schon im bald 10 Jahre alten Garmin-Grundmodell Etrex hat, und derartiges Glump wird trotzdem mit "gut" beurteilt - ein Beweis mehr für unsere durchschlagende Feststellung von 2004 nach der Lektüre mehrerer solcher "Tests": "Outdoor" ist heute ein Riesenmarkt, auf dem es um Unsummen von Geld geht: eine Steigerung von 27 auf 31 Prozent (von 7 Milliarden Umsatz an Sportartikeln in 2005) bedeutet bereits weit über 2 Milliarden EUR, das sind Tag für Tag satte sechs Millionen! Entsprechend knallhart sind die Methoden und noch raffinierter die angedeuteten Manipulationen. Die Heftchen mit der größten Auflage bestehen bereits heute nachweislich zu über 70 Prozent aus Werbung einschließlich billigst nachgedruckter Werbetexte - die schon lange nicht mehr als solche gekennzeichnet sind, sondern stattdessen als Ergebnis redaktioneller Arbeit dargestellt werden! - und Werbefotos aus den Presseabteilungen der allmächtigen Outdoor-Industrie! - Die unendliche Geschichte der unseriösen Hochjazzerei völlig untauglichen Magellanschrotts durch "Outdoor" geht immer noch weiter: im Heft November 2007 wird ein empfangsschwaches Explorist-Produkt mit der Steinzeit-Technologie von vor 10 Jahren - Schwarzweißbildschirm und langsamem Aufbau der Kartenseite, auf deutsch: unzureichender Speicher! - als "gut" beurteilt, obwohl es zum selben Preis das superempfindliche Garmin Venture mit Farbbildschirm gibt. Wer die giftigen Kommentare in den einschlägigen Foren liest, lacht sich tot: "These Magellans are just sh** …" Ach ja, hinter Magellan steckt ausgerechnet Thales, eine dieser superunfähigen gallischen Staatsfirmen. Das sagt wohl alles. Fortsetzung folgt!
Es gibt heute hervorragende Ausrüstung, siehe oben, und aufgrund unserer jahrzehntelangen Erwanderung sprechen wir deren Herstellern wirklich mit dem größten Vergnügen ein ganz großes Kompliment aus. Noch nie zuvor gab es so tolle Bergstöcke, Blasenpflaster, Buschmesser, Digital-Kameras, Ferngläser, GPS-Geräte, Hüftgurtsysteme, Moskitoschmiere, Motorsägen, Rucksäcke, Sandalen, Sitzkissen, Taschenlampen, Trekkingstiefel, Trinkflaschen, Vliesjacken und Wandersocken. Complimenti, Signori, es ist wirklich eine Freude, die Produkte von Autan, Canon, Compeed, Falke, Fitwell, Four Seasons, Garmin, Hansaplast, Husqvarna, Leki, Optolyth, Renoldi, Sigg, Sirex, Stihl, Swarovski und Teva am Körper und im (Vaude-) Rucksack herumzutragen und sich darauf verlassen zu können! Es wird aber auch in Zukunft immer noch jede Menge Schrott geben, und wie wollen Sie das als Laie beurteilen, wenn Sie es nicht wissen können und lediglich aufgrund des Geschwätzes eines "Fach"verkäufers, der bei einem hohen Produktpreis natürlich auch eine höhere Umsatzbeteiligung kassiert, beispielsweise zighundert EUR für einen "Funktions"fetzen auf den Tisch schmeißen sollen? Jeder hat mal irgendwann mit dem Bergwandern angefangen, und wenn Sie noch wenig Erfahrung haben, sprechen Sie vor dem Kauf Ihrer Ausrüstung unbedingt mit möglichst vielen Leuten, die nicht nur während zwei Urlaubswochen pro Jahr, sondern buchstäblich laufend draußen unterwegs sind und die daher die gute oder schlechte Qualität ihrer Ausrüstung aus umfassender eigener Praxis bestens beurteilen können. Solche Leute finden Sie in jeder Alpenvereins-Sektion und in jedem Wanderverein und selbstverständlich auch in den entsprechenden Foren im Internet. Labortests sind ein schlechter Witz, und das Paradebeispiel dafür ist eben Goretex: irgendeine Plastikfolie, die laut Werbung von Jahr zu Jahr, ja wer hätte das geahnt, ja so eine Überraschung aber auch, ja heilixblechle wäärhäddaudeeeeesdeeegt!, "noch wasserdichter" wird - we're tickled to death! - und die alles verspricht und NIX kann!
Das Internet ist nicht kostenlos zu haben, und www.gtaweb.de mit derzeit über 600 Seiten und über 600 Fotos muß selbstverständlich durch die Anwender und Nutznießer - das sind Sie! - finanziert werden. Sollten unsere umfangreichen Informationen zum guten Gelingen Ihrer GTA-Weitwanderung beitragen, wären wir über eine angemessene Spende an Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70, Konto 54036709, Jörg Klingenfuß, Verwendungszweck GTA, dankbar. Ihr Beitrag wird ausschließlich für Internetkosten und Telekommunikationsgebühren verwendet, die durch die sehr zeitaufwendige Pflege dieser GTA-Webseite entstehen. www.gtaweb.de kann nur dann weitergeführt werden, wenn wirklich alle GTA-Wanderer mitmachen!
Der Autor
Jörg Klingenfuss
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E-Mail info@rimella.de
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