Ausrüstung für Bergwanderungen
in Rimella und auf der GTA

Überblick
Was Sie mitnehmen müssen
Was Sie mitnehmen können
Qualität

Überblick

Diese persönlichen Tips beziehen sich auf unsere Bergwanderungen in Rimella. Natürlich gelten sie auch für Weitwanderungen auf der GTA. Auf der GTA sollte Ihr Rucksack samt Inhalt, ohne Wasser und Lebensmittel, NICHT MEHR ALS 10 BIS 11 KILO!!! wiegen. Es ist anstrengend genug, mit zwei Litern Wasser und etwas zum Essen an die 14-15 Kilo über die GTA zu zerren, und es ist völlig verrückt, mit 20 Kilo Gepäck über die GTA zu rennen. Intelligentes und ergonomisches Rucksackpacken bedeutet NICHT, alles Mögliche und Unmögliche "vorsichtshalber" mitzunehmen, sondern vielmehr, alles Unnötige konsequent und radikal WEGZULASSEN! Sie müssen NICHT Gaskocher, Gaskartuschen, Kochtöpfe, Militärbesteck und kiloweise Astronautennahrung, Bananenchips, Energierationen, Erbswurstsuppe, Fruchtschnitten, Geschmacksverstärker, Instantgetränkepulver, Konservendosen, Kraftriegel, Müslischachteln, Schokoladetafeln, Spaghettistangen, Vitaminpillen und Wasserentkeimungstabletten auf die GTA mitschleifen, geradeso als ob unterwegs der Atomkrieg kommt. Ausgerechnet im Piemont, wo man so gern und so gut ißt wie nirgendwo sonst in Europa, ist noch niemand verhungert!

Was Sie mitnehmen müssen

... und ins warme Italien im Sommer auch nicht!
Umständliche Klarstellung durch Markus Piep vom Globetrottel Hamburg
Globetrotter-Magazin 4-Seasons, Frühjahr 2012

Was Sie mitnehmen können

Qualität

Sicher haben auch Sie schon am eigenen Leib erfahren beziehungsweise erwandert, dass man als Verbraucher aus dem riesigen Werbeaufwand einer bestimmten Firma und ihrem dadurch "bekannten" Namen keineswegs auf eine zuverlässig gute Qualität ihrer Produkte schließen kann. Paradebeispiele sind Komperdell, Meindl und Schöffel. Seien Sie also äußerst kritisch, glauben Sie nicht an Werbelügen, verlassen Sie sich nicht auf angeblich neutrale Tests, die - wie beispielsweise der Bergschuhtest der Zeitschrift Outdoor 9/2004 - "ergänzend zu den Praxiseinsätzen" (Zitat Boris Gnielka) ausgerechnet im firmeneigenen Labor der getesteten Materialhersteller durchgeführt werden, denen dann natürlich erst noch ausführlichst Gelegenheit gegeben wird darzustellen, weshalb man in den buchstäblich sagenhaften Goretex-Schuhen trotzdem noch naß wird, denn der blöde Kunde ist sowieso immer selbst schuld. Madonna! Über drei Viertel der Einwohner in "hochentwickelten" Ländern leben schon in den Städten. Alle diese schönen bunten Heftchen mit dem glitzernden Schein von Wildnis und Freiheit und Abenteuer und Lagerfeuer leben von genau diesen Abermillionen Marlboro-Träumern, die solche Heftchen kaufen oder gar abonnieren, und VOR ALLEM von den Anzeigenkunden aus einem der zukunftssichersten und gewinnbringendsten und daher brutalsten Industriesektoren! Die tatsächlichen Größenverhältnisse beispielsweise im Bereich Tourismus werden klar, wenn man sich mal ein paar Zahlen aus 2012 ansieht. "Nach Jahren schwindender Aussteller- und Besucherzahlen, teilweise nur notdürftig kaschiert ... ein Plus von etwa zwei Prozent" schrieb Inside Channels am 5. März 2012 über die serbelnde Computermesse Cebit in Hannover, die 1999 noch 7000 Aussteller hatte und 2012 mit viel Glück 4000 Aussteller schafft. Die gleichzeitig stattfindende Internationale Tourismusbörse in Berlin hatte 11200 Aussteller, also praktisch das Dreifache!

Wenn niemals Testurteile wie ausreichend, mangelhaft oder ungenügend gefällt werden, dann ist das ganze großartige Test-Schauspiel reinster Betrug. Exemplarisch sind die unverschämten Fehlurteile im lächerlichen GPS-Test wiederum der Zeitschrift Outdoor 11/2004. Da wird bockelhart festgestellt "Die Magellan-Modelle rechnen falsch vom UTM-Gitter in das Gauß-Krüger-Gitter um, wodurch die Position um 20 Meter falsch angegeben wurde. Beim Alan werden die gespeicherten Koordinaten im Gauß-Krüger-Gitter manchmal sogar gelöscht. Magellan Meridian Color: unübersichtliche Menüführung; auf dem Bildschirm kann man ohne Licht oder bei direktem Sonnenschein kaum etwas erkennen. Bei drei Test-Geräten ("die beiden Magellan und das Alan" - Boris Gnielka) spielte die Software verrückt - auf Tour kann das fatale Folgen haben. Wenn man der vorgegebenen Route oder dem Track nicht genau folgt, hatten die genannten Geräte Probleme, die korrekte Richtung zum Ziel anzuzeigen, sobald man wieder auf der Originalroute war. Dann hilft nur noch ein Stop der Navigation mit anschließendem Neustart." Das darf ja wohl nicht wahr sein! Entschuldigung, aber kauft man diese Produkte nicht genau dafür, dass man die eigene Position und den zugehörigen vier(!)dimensionalen Bewegungsvektor mitten in der Pampa und selbstverständlich abseits von "vorgegebenen Routen oder Tracks" - wo denn sonst, porco cane?, das Heftchen nennt sich schließlich "Outdoor" und nicht "Indoor"! - zuverlässig feststellen kann? Wenn dies sogar das billigste Garmin-Gerät Geko ("bestimmt die Position nicht nur genau, sondern auch fix") für lächerliche 150 EUR fertigbringt, wieso sind dann die wesentlich teureren Produkte von Alan und Magellan zu dumm dazu? (PND-Test im PC-Magazin vom Oktober 2006: "Dass man es einem Anwender richtig schwierig machen kann, die Funktionen eines Navigationsgeräts zu erschließen, zeigt Magellan.") Derartige grobe Mängel sind im Zeitalter von Hochtechnologie und Software-Ergonomie absolute Hämmer, und trotzdem - man glaubt es kaum - erteilt dieses Heftchen derart mangelhaften Produkten durchwegs das Testurteil GUT: eine echte Frechheit!

Aus unserer massiven Kritik an derart absurden "Tests" haben die Redakteure leider überhaupt nix gelernt. In einem weiteren Test im "Outdoor"-Heft März 2006 sollte festgestellt werden, "welche Geräte zum Wandern am besten geeignet sind". "Alan Map 600: umständliche Menüführung, sehr schwammige Steuertaste, Trackback-Funktion fehlt ebenso wie die Wegpunkt-Projektion, und der Stromverbrauch ist hoch. Testurteil gut." Man kann sich wirklich nur noch an den Kopf langen: übelster Alanschrott kostet freche 330 EUR, es fehlen überlebenswichtige Funktionen für den Ernstfall, die man für weit weniger als die Hälfte Geld schon im bald 10 Jahre alten Garmin-Grundmodell Etrex hat, und derartiges Glump wird trotzdem mit "gut" beurteilt - ein Beweis mehr für unsere durchschlagende Feststellung von 2004 nach der Lektüre mehrerer solcher "Tests": "Outdoor" ist heute ein Riesenmarkt, auf dem es wirklich um Unsummen von Geld geht. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Januar 2011: "Das markante Logo mit der Bärentatze bestimmt längst das Bild auf deutschen Straßen. Selbst über einem Anzug wird inzwischen eine Outdoor-Jacke getragen. Outdoor-Kleidung ist nicht billig, dafür aber lange halt- und belastbar." Allein in Deutschland hat es rund 2000000000 EUR Umsatz pro Jahr, das sind Tag für Tag satte sechs Millionen, und europaweit sind es unglaubliche 10000000000 EUR! Wolfskin beispielsweise ist längst der Uni-Form-Fetzen "gewisser Kreise" geworden, die sich darin gerne auch mitten in der Großstadt zeigen; der Branchenprimus - die haben allerdings tatsächlich gscheite Jacken und keinen gottverdammten Schöffelschrott! - war der Beteiligungsgesellschaft Blackstone im Jahr 2011 immerhin 700 Millionen EUR wert. Entsprechend knallhart sind die Methoden und noch raffinierter die angedeuteten Manipulationen. Die Heftchen mit der größten Auflage bestehen bereits heute nachweislich zu über 70 Prozent aus Werbung einschließlich billigst nachgedruckter Werbetexte - die schon lange nicht mehr als solche gekennzeichnet sind, sondern stattdessen als Ergebnis redaktioneller Arbeit dargestellt werden! - und Werbefotos aus den Presseabteilungen der allmächtigen Outdoor-Industrie. - Die unendliche Geschichte der unseriösen Hochjazzerei völlig untauglichen Magellanschrotts durch "Outdoor" geht immer noch weiter: im Heft November 2007 wird ein empfangsschwaches Explorist-Produkt mit der Steinzeit-Technologie von vor 10 Jahren - Schwarzweißbildschirm und langsamem Aufbau der Kartenseite, auf deutsch: unzureichender Speicher! - als "gut" beurteilt, obwohl es zum selben Preis das superempfindliche Garmin Venture mit Farbbildschirm gibt. Wer die giftigen Kommentare in den einschlägigen Foren liest, lacht sich tot: "These Magellans are just sh** …" Ach ja, hinter Magellan steckt ausgerechnet Thales, eine dieser superunfähigen gallischen Staatsmafiafirmen. Das sagt wohl alles. Dass die außer ihrem systemischen krankhaften Größenwahn absolut NIX beherrschen, bestätigt satte vier Jahre später Alpin im Heft Mai 2011: "Dem Magellan geht schon nach vier Stunden die Puste aus, während der Testsieger, das Garmin GPSmap 62st, selbst mit preiswerten Batterien fast zwölf Stunden durchhält. Magellan: kein Support, kein Handbuch." Ecco: Gallierschrott. Geht's eigentlich noch? Fortsetzung folgt!

Es gibt heute hervorragende Ausrüstung, siehe oben, und aufgrund unserer jahrzehntelangen Erwanderung sprechen wir deren Herstellern wirklich mit dem größten Vergnügen ein ganz großes Kompliment aus. Noch nie zuvor gab es so tolle Bergstöcke, Blasenpflaster, Buschmesser, Digital-Kameras, Ferngläser, GPS-Geräte, Hüftgurtsysteme, Moskitoschmiere, Motorsägen, Rucksäcke, Sandalen, Sitzkissen, Taschenlampen, Trekkingstiefel, Trinkflaschen, Vliesjacken und Wandersocken. Complimenti, Signori, es ist wirklich eine Freude, die Produkte von Autan, Black Diamond, Canon, Compeed, Falke, Fitwell, Four Seasons, Garmin, Hansaplast, Husqvarna, Leki, Optolyth, Renoldi, Sigg, Sirex, Stihl, Swarovski, Teva und Wolfskin am Körper und im (Vaude-) Rucksack herumzutragen und sich darauf verlassen zu können! Es wird aber auch in Zukunft immer noch jede Menge Schrott geben, und wie wollen Sie das als Laie beurteilen, wenn Sie es nicht wissen können und lediglich aufgrund des Geschwätzes eines "Fach"verkäufers, der bei einem hohen Produktpreis natürlich auch eine höhere Umsatzbeteiligung kassiert, beispielsweise zighundert EUR für einen "Funktions"fetzen auf den Tisch schmeißen sollen? Jeder hat mal irgendwann mit dem Bergwandern angefangen, und wenn Sie noch wenig Erfahrung haben, sprechen Sie vor dem Kauf Ihrer Ausrüstung unbedingt mit möglichst vielen Leuten, die nicht nur während zwei Urlaubswochen pro Jahr, sondern buchstäblich laufend draußen unterwegs sind und die daher die gute oder schlechte Qualität ihrer Ausrüstung aus umfassender eigener Praxis bestens beurteilen können. Solche Leute finden Sie in jeder Alpenvereins-Sektion und in jedem Wanderverein und selbstverständlich auch in den entsprechenden Foren im Internet. Labortests sind ein schlechter Witz, und das Paradebeispiel dafür ist eben Goretex: irgendeine Plastikfolie, die laut Werbung von Jahr zu Jahr, ja wer hätte das geahnt, ja so eine Überraschung aber auch, ja heilixblechle wäärhäddaudeeeeesdeeegt!, "noch wasserdichter" wird - we're tickled to death! - und die alles verspricht und NIX kann!


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Der Autor

Jörg Klingenfuss

Initiative Pro Rimella
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