Individuell geführte Bergwanderungen
www.rimella.de - www.valsesia.de
Rimella
Unten der Ortsteil San Gottardo
Im Hintergrund der Monte Rosa
Foto anklicken!
Termine
Angebot
Führung
Aufwendungen
Unterkunft
Transport
Treffpunkt
Natur pur
Wege
Referenzen
Termine
Wir bieten Ihnen zwei Möglichkeiten, mit uns in Rimella und Varallo zu wandern:
- entweder Bergwanderwochen zum Festpreis in einer kleinen Gruppe von höchstens 8 bis 10 Teilnehmern zu festen Terminen, die hier stehen, oder
- individuell mit Ihren Bekannten, Freunden oder Verwandten zwischen diesen festen Terminen; diese Möglichkeit beschreiben wir nachstehend. Die Reisekosten berechnen sich in diesem Fall nach der Zahl der Wandertage und der Teilnehmerzahl. Gerne organisieren wir auch entsprechend angepaßte Wanderungen für ältere Bergfreunde oder für Familien mit Kindern!
Individuell geführte Bergwanderungen sind ideal für kleine Gruppen von Bergfreunden, die gerne unter sich bleiben und wirklich mal etwas Besonderes erleben möchten. Nach aktueller Buchungslage sind mit Standort Rimella oder Varallo in 2010 noch beliebige Termine möglich zwischen
- Mitte April bis 26. Juni Abreise
- 4. Juli Anreise bis 10. Juli Abreise
- 1. August Anreise bis 29. August Abreise
- 5. September Anreise bis 9. September Abreise
- 13. September Anreise bis 18. September Abreise
- 26. September Anreise bis Anfang Oktober
Bei Interesse melden Sie sich bitte umgehend für die rechtzeitige Reservierung der Unterkünfte sowie für die Absprache von Terminen und gewünschten Trekkingtouren. Das Anfrageblatt finden Sie auch hier als .pdf-Dokument und hier als Word-Dokument. Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie einfach an!
Nach einer schönen Tour zum Lago di Baranca
sitzt eine Gruppe von älteren Sportfreunden aus Stuttgart
beim Imbiß vor der Alpe Baranca
Selbstverständlich organisieren und führen wir -
Ihren individuellen Wünschen entsprechend -
auch bequeme Halbtagswanderungen für Seniorengruppen!
8. September 2008, 1337
Pause bei der Alpe Werch
Ein Paradies für naturnahe Familien mit Kindern
Was es alles zu sehen und zu tun gibt, steht hier!
7. August 2008, 1155
Angebot
Gerne machen wir Ihnen ein konkretes Angebot. Da wir normalerweise sowieso schon "unten" sind, berechnen wir fairerweise - im Gegensatz zu kommerziellen Tourenführern, siehe oben - keinerlei Kosten für Anreise und Abreise des Wanderführers! Das alleine erspart Ihnen bei den derzeitigen Energiepreisen schon weit über 200 EUR. Zusätzlich stehen den Teilnehmern während der Wandertage unser GPS-Spitzengerät Garmin GPSmap 60CSx zum praktischen Einsatz zur Verfügung - kostenlos! Zum Vergleich: dreitägige "GPS-Seminare" des kommerziellen "DAV Summit Club" mit 20 Teilnehmern kosten alleine schon 350 EUR!
Die nachstehende Tabelle zeigt die Gesamtkosten pro Teilnehmer für Privatführungen ex Albergo Fontana in Rimella. Sie enthalten
- Erfassung, Dokumentation, Planung, GPS-Strategie, Erschließung, Koordination, Wegarbeit, Vorbereitung, Organisation und Führung
- Abendessen am Anreisetag, Halbpension an den Wandertagen, Frühstück am Abreisetag. Sehr gute und vielfältige traditionelle Küche im legendären Albergo Fontana: mindestens drei verschiedene Antipasti, Brot, Suppe, Primo, Secondo, Salat und sämtliche Getränke beim Abendessen (Mineralwasser, Qualitätsweine aus dem Piemont, regionale Grappe, Caffè usw.) sind im Preis enthalten. Werner Bätzing schreibt im neuen GTA-Führer Nord auf Seite 208: "Das Piemont ist europaweit bekannt für seine besonders gute Küche, für die besten Rotweine Italiens und für hervorragende Lebensmittel." Auf Wunsch wird natürlich auch vegetarisch gekocht. In Italien besteht das "Frühstück" normalerweise aus einem schnellen Caffè an der Bar und einem "Brioche" aus der Plastikverpackung. Im Albergo Fontana dagegen ist das Frühstück den Bedürfnissen unserer Gäste entsprechend mehr als reichlich mit Brot, Brötchen, Butter, Joghurt, Käse, Marmelade, Obst, Salami und Tè oder Caffè ohne Ende
- Unterkunft und Verpflegung des Wanderführers
- Versicherung für Insolvenz-Sicherungsschein und Führungs-Haftpflicht
- Nach erfolgter Anmeldung erhält jede individuelle Gruppe vorab ein kostenloses Exemplar der IGC-Wanderkarte 10!
| Tarif 2010 |
2 Teilnehmer |
3 Tn |
4 Tn |
5 Tn |
6 Tn |
7 Tn |
8 Tn |
| 3 Wandertage |
695 |
550 |
477 |
448 |
440 |
434 |
430 |
| 4 Wandertage |
875 |
690 |
597 |
560 |
550 |
542 |
537 |
| 5 Wandertage |
1055 |
830 |
717 |
672 |
660 |
651 |
645 |
| 6 Wandertage |
1235 |
970 |
837 |
784 |
770 |
760 |
752 |
| 7 Wandertage |
1415 |
1110 |
957 |
896 |
880 |
868 |
860 |
| 8 Wandertage |
1595 |
1250 |
1077 |
1008 |
990 |
977 |
967 |
| 9 Wandertage |
1775 |
1390 |
1197 |
1120 |
1100 |
1085 |
1075 |
| 10 Wandertage |
1955 |
1530 |
1317 |
1232 |
1210 |
1194 |
1182 |
| 11 Wandertage |
2135 |
1670 |
1437 |
1344 |
1320 |
1302 |
1290 |
| 12 Wandertage |
2315 |
1810 |
1557 |
1456 |
1430 |
1411 |
1397 |
Beim Standort Albergo Italia in Varallo kommen pro Tag und Teilnehmer 5 EUR dazu.
Beispiel: Berechnung der Kosten für sechs Teilnehmer und fünf ganze Wandertage in Rimella, Ankunft Montagnachmittag, Abreise Sonntagvormittag:
Erfassung, Dokumentation, Planung, GPS-Strategie, Erschließung, Koordination, Wegarbeit, Vorbereitung, Organisation und Führung: 240 EUR • 5½ Tage = 1320 EUR
Abendessen von Montag bis Samstag, Frühstück von Dienstag bis Sonntag = 6 Tage Halbpension • 60 EUR • 6 Teilnehmer = 2160 EUR
Unterkunft und Verpflegung des Wanderführers: 60 EUR • 6 Tage = 360 EUR
Anreise und Abreise des Wanderführers: NIX!
Versicherung für Insolvenz-Sicherungsschein und Führungs-Haftpflicht: 20 EUR • 6 Personen = 120 EUR
Gesamtkosten 3960 EUR: pro Teilnehmer nur 660 EUR!
Führung
Die Kosten für die Führung sind oben in der gelben Tabelle bereits enthalten. Wie sie sich genau errechnen, erklären wir nachstehend!
Erfassung, Dokumentation, Planung, GPS-Strategie, Erschließung, Koordination, Wegarbeit, Vorbereitung, Organisation und Führung
- für Gruppen mit bis zu vier Teilnehmern: 180 EUR pro Gruppe und Tag
- für Gruppen von fünf bis acht Teilnehmern: 40 EUR pro Teilnehmer und Tag
- maximale Gruppengröße acht Teilnehmer, in Ausnahmefällen zehn
- Anreisetag (Vorbesprechung, Abendessen) und Abreisetag (Frühstück, Abreise bis 1000) berechnen wir fairerweise zusammen nur als einen halben Tag!
- Führung: Jörg Klingenfuß. Seit 13 Jahren mit GPS, Motorsäge und Buschmesser im Piemont!
Mangels Gebietskenntnissen und Verdienstmöglichkeiten sind professionelle Bergführer weder fähig noch bereit, etwas in der Art der von uns angebotenen Bergwanderungen zu organisieren und zu führen. Die nachstehende Tabelle mit typischen Tagestarifen beruht auf einer Internet-Suche vom Oktober 2009. Die kommerziellen Anbieter sind rein zufällig Schweizer Bergführerverband und Viktor Steiner aus Mallnitz, weil wir sie als erste im Netz gefunden haben. Für Wandergruppen sind Bergführer in Italien sogar noch teurer, da hier 276 EUR plus 20 (zwanzig anstatt der üblichen zehn!) Prozent mehr für jeden weiteren Teilnehmer berechnet werden! Außerdem rennen die italienischen Kollegen aus Alagna natürlich lieber auf den Monte Rosa als auf den Monte Càpio, denn alleine der Aufstieg auf die höchste Hütte der Alpen bringt schon 380 EUR, und wer am nächsten Tag auf die Punta Dufour steigen will, der zahlt dann 540 EUR (categoria 6). Das riesige Wildnisgebiet im Sesiatal oder gar im Mastallonetal kennen sie sowieso nicht, und außerdem sprechen sie natürlich nicht Deutsch. Das Angebot der Initiative Pro Rimella ist in jeder Hinsicht sehr attraktiv, weil wir kein profitorientierter Kommerzveranstalter sind, sondern eine private Initiative mit großem persönlichem Einsatz:
Tarif 2010 Anbieter |
Verband Schweiz |
Mallnitz Österreich |
Verband Italien |
Initiative Pro Rimella |
pro Teilnehmer in EUR |
in CHF |
| 2 Teilnehmer |
278 |
275 |
331 |
180 |
90 |
146 |
| 3 Teilnehmer |
306 |
300 |
386 |
180 |
60 |
97 |
| 4 Teilnehmer |
334 |
325 |
442 |
180 |
45 |
73 |
| 5 Teilnehmer |
361 |
350 |
497 |
200 |
40 |
65 |
| 6 Teilnehmer |
389 |
375 |
552 |
240 |
40 |
65 |
| 7 Teilnehmer |
417 |
400 |
607 |
280 |
40 |
65 |
| 8 Teilnehmer |
445 |
425 |
662 |
320 |
40 |
65 |
In diesen Tarifen sind die Berufsaufwendungen des Führers enthalten, beispielsweise Bergausrüstung, Briefporto, Büromiete, Computer- Hard- und Software, Drucke, Haftpflicht-, Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Internet, Organisationsaufwand, Telefon, Urlaub, Weiterbildung und so weiter. Nicht enthalten sind bei kommerziellen Bergführern die erheblichen Kosten während der Tour selbst für Unterkunft, Verpflegung, Bergbahnen, PKW-Abschreibung, Kilometergeld, Mautgebühren, öffentliche Verkehrsmittel und so weiter. Diese Kosten kommen also jeweils noch dazu!
Aufwendungen
Die Kosten für die Aufwendungen sind oben in der gelben Tabelle bereits enthalten. Wie sie sich genau errechnen, erklären wir nachstehend!
- Unterkunft und Verpflegung des Wanderführers in Rimella oder Varallo: 60 EUR pro Tag
- Versicherung für Insolvenz-Sicherungsschein und Führungs-Haftpflicht: einmalig 20 EUR pro Teilnehmer
Unterkunft
Die Kosten für die Unterkunft sind oben in der gelben Tabelle bereits enthalten. Wie sie sich genau errechnen, erklären wir nachstehend!
- 60 EUR pro Tag und Teilnehmer für Halbpension im Albergo Fontana in Rimella. Fotos vom schönen Jugendstil-Speisesaal und den urigen Zimmern sehen Sie hier.
- 60 EUR pro Tag und Teilnehmer für Halbpension im Albergo Italia in Varallo. Fotos von diesem Traditionshotel aus der Goldenen Zeit mit seinen schönen Zimmern und dem legendären Ballsaal sehen Sie hier.
Wir sind seit vielen Jahren mit den einheimischen Familien, die diese beiden stilvollen Hotels unter großem persönlichem Einsatz betreiben, persönlich befreundet. Diese 60 EUR verstehen sich natürlich - wie bei allen unseren Wandergruppen - mit Frühstück und umfangreichem Abendessen mit mehreren Gängen und einschließlich aller Getränke. Um möglichen Mist-Verständnissen vorzubeugen, machen wir nachdrücklich darauf aufmerksam, daß es sich hier um Freundschaftspreise ausschließlich für unsere privaten Wandergruppen handelt. Normale Touristen bezahlen außer dem wesentlich höheren Grundpreis zusätzlich für alle Extra-Antipasti und natürlich separat für jedes einzelne Getränk!
Preisliste Albergo Fontana 2009
Nota benone: DALLE TARIFFE ESPOSTE SONO ESCLUSE LE BEVANDE E GLI ANTIPASTI!
Transport
- mit dem Linienbus etwa 2 EUR pro Person und Fahrt;
- mit dem Taxibus etwa 2 EUR pro Kilometer unabhängig von der Teilnehmerzahl; anders als in Deutschland gibt es keine "Grundgebühr". Für mehrere Personen also beinahe genauso spottbillig wie der (subventionierte) Linienbus, der nicht immer und überall hinfährt: Varallo - Camasco etwa 9 Kilometer, Varallo - Balmuccia etwa 12 Kilometer, Rimella - Cravagliana etwa 12 Kilometer.
Treffpunkt
Am Anreisetag bis 1900 im Albergo Fontana in Rimella oder im Albergo Italia in Varallo. Die Anreise ist hier beschrieben.
Natur pur
Unbekannte Aussichtsgipfel, spektakuläre Überschreitungen, eindrucksvolle Flora, Geisterdörfer im Dschungel, einsame Wildnistäler, kristallklare Badegumpen: Natur pur. Kein "Stocknägel-Tourismus", kein "Nightlife", keine "Events", keine "Almhof-Tenne", keine "Bierschwemme", keine "Jausenstationen", keine "Welcome Party", keine "Aufstiegshilfen", keine "Beautyfarm", keine "Kuhstalldisko", kein "Weiberhimml", keine "Schaukäserei", kein "Bladercross", keine "Stempelstationen", keine "Heimatabende", keine Horden grölender "Tagestouristen": extrem einsame Wanderungen. Alpwirtschaft wie vor hundert Jahren, lokale Produkte, freundliche Einheimische, die wir seit vielen Jahren persönlich kennen und denen wir zahlreiche Geheimtips für uralte Wege verdanken: eine andere Welt.

Hinter diesen Viertausendern tobt der Massentourismus von Zermatt im Wallis ...
... und davor, bei den Walsern in Rimella, hat man noch seine Ruhe!
Das riesige Massiv des Monte Rosa
Punta Giordani - Piramide Vincent - Corno Nero - Ludwigshöhe -
Punta Parrot - Punta Gnifetti - Punta Zumstein - Punta Dufour - Punta Nordend
Standort Chiehvurku
31. August 2006, 1215
Hinter diesen Viertausendern tobt der Massentourismus von Saas Fee im Wallis ...
... und davor, bei den Walsern in Rimella, hat man noch seine Ruhe!
Strahlhorn - Rimpfischhorn - Allalinhorn - Alphubel - Täschhorn - Dom - Lenzspitze
26. Mai 2006
Als Krönung erwartet uns abends die traditionell gute Küche des Piemont! Die inzwischen weltweit tätige Organisation Slow Food wurde schon 1989 gegründet - selbstverständlich im Piemont, wo man so gut ißt wie nirgendwo sonst in Europa, und zwar konkret in der Osteria dell'Arco in Alba! - und die weltgrößte Messe des guten Geschmacks "Salone del Gusto" findet selbstverständlich in der piemontesischen Hauptstadt Turin statt. Wo sonst!? Lesen Sie dieses Buch, und Ihnen läuft schon zuhause das Wasser im Mund zusammen. "Italy is proud of its food, and rightly so; its culinary legacy to the world is without comparison." schrieb The Economist am 6. September 2003.
Wir kennen über 800 Wege und Wegspuren und deren Kombinationsmöglichkeiten zu spektakulären Rundwanderungen. Aufgrund umfassender Ortskenntnisse und jahrelanger eigener GPS-Messungen können wir Ihnen eine ungewöhnlich große Auswahl an Wanderungen für jeden Geschmack anbieten: von den dschungelüberwucherten Geisterdörfern im unteren Mastallonetal bis zu langen Überschreitungen im alpinen Wildnisgebiet von Rimella im Naturpark Oberes Sesiatal.

Verkleinertes Panorama über 180º (von 40º bis 220º) von der Bocchetta 1730 Meter. 22. Juli 2005, 0911. Diese Scharte steht auf keiner Karte, und der Weg dorthin auch nicht, und markiert ist sowieso nix in der ganzen Gegend, und das ist gut so, denn so haben wir immer unsere Ruhe. Von links nach rechts sehen Sie Kaval, Massa del Turlo (über dem i unseres Wasserzeichens), Alpe Campo di Sabbia (hinter dem h), Cima di Razzarola (hinter dem 2006), Sasso Negro (unter dem n), Cima di Vaso (unter dem f), Bec d'Ovaga (recht vom ss), Monte Galerno (unter dem T), Castello di Gavala (über dem u), Cima Tono (unter dem e), Monte Barone (über dem b), Cima Lavaggio (unter dem ge) und die Wiesen der äußerst exponiert gelegenen und genau deshalb seit über 80 Jahren verlassenen Alpe Vairolo. Foto anklicken!
Wege und Ziele sprechen wir kurzfristig ab und selbstverständlich individuell je nach Kondition und Wetter; eine kleine Auswahl finden Sie hier. Wir organisieren ganztägige Bergwanderungen, mit festem Standort im Hotel in Varallo oder Rimella, in den Gebieten
- Oberes Mastallone-Tal: Rimella - Fobello - Cervatto
- Mittleres Mastallone-Tal: Cravagliana - Sabbia
- Unteres Mastallone-Tal: Cervarolo - Camasco - Morondo
- Sesiatal: Varallo
- Sermenza-Tal: Balmuccia - Boccioleto
Varallo liegt etwa 450 Meter hoch, und dort ist es im Sommer natürlich einige Grad wärmer als oben in Rimella auf 1200 Metern Höhe. Anders als auf den Alpwegen und Bergwiesen oberhalb von Rimella benützen wir deshalb im unteren Mastallonetal und in der Umgebung von Varallo öfters schöne und unbekannte Waldwege, bei denen man angenehm im kühlen Schatten aufsteigen kann. In den Tälern gibt es wilde Bäche und Flüsse mit exzellenten einsamen Badegumpen zum Abkühlen, die nur zu Fuß erreichbar sind und die außer uns deshalb kaum mehr jemand kennt. Wir haben unterwegs genügend Zeit für Pausen zum Baden, Beerensammeln und Faulenzen! Einsame Aussichtsberge wie Bec d'Ovaga, Cima del Camossaro, Cima del Vaso, Massa del Turlo, Monte Croce und Monte Quarone liegen mit 1200 - 2000 Metern Höhe natürlich oberhalb der Waldgrenze und bieten entsprechend großartige Panoramen von den Walliser Viertausendern mit dem alles beherrschenden Massiv des Monte Rosa und der Mischabelgruppe bei Saas Fee bis hinunter in die Po-Ebene mit Monviso, Seealpen, Ligurische Alpen und dem toskanischen Appennin weit hinter Florenz.
Im längst vergriffenen Sesiatal-Führer aus dem Jahr 1924 - also am Ende der Belle Epoque des Alpinismus, aus der auch unsere beiden Traditionshotels stammen - sind einige dieser einsamen Wege noch ansatzweise beschrieben. 86 Jahre später ist außer uns offensichtlich niemand mehr in der Lage, diese schon längst völlig vergessenen Wege zu finden oder gar zu spektakulären Überschreitungen intelligent zu kombinieren. Viele Wegspuren haben wir erst in den letzten Jahren wiederentdeckt und freigesägt. Es gibt zwar italienische Gebietsführer, allerdings werden darin nur die recht wenigen Routen beschrieben, die der ziemlich ahnungslose CAI Varallo kennt. Dieser konzentriert seine Aktivitäten nämlich auf das Gebiet von Alagna am oberen Ende des Sesiatals, weil er ebendort am Monte Rosa die meisten seiner 19 Sektionshütten betreibt. In absehbarer Zeit wird es keinen Wanderführer und schon gar keine brauchbare Karte geben für die wilden Berge unmittelbar bei Varallo. Die wirklich interessanten Wege in diesem Gebiet kennen sowieso nur wir, beispielsweise Alpe Varambello, Bocchetta della Graziella, Cima del Vaso, Cima Moscatelli, Colma Galmanna, Corno di Vegliana, Cresta della Diga, Hubal, Massa dei Ratei, Molino superiore di Cervarolo, Sasso Negro, Sella dell'Oca, Stutz, Zuccarolo und Valle dell'Inferno: das Tal der Hölle, das auf keiner Landkarte steht und in dessen Peripherie sich nur noch die Wilderer herumtreiben!
Nur wir - und nicht etwa die Einheimischen vor Ort! - kennen tatsächlich über 800 Wege und Wegspuren und deren Kombinationsmöglichkeiten zu spektakulären Rundwanderungen. Nur wir - und sonst niemand! - verfügen über umfassende schriftliche Aufzeichnungen einschließlich der kompletten Erfassung sämtlicher Wegpunkte und Tracks mittels GPS durchgehend seit 1999! Im Jahresheft 2010 des CAI Varallo stellt der neue Präsident der Kommission für Wegmarkierung in einer frustrierten Bestandsaufnahme knallhart fest, daß nicht einmal die Einheimischen mehr ihre Wege kennen, daß viele Wege im Zuge der jahrzehntelangen Entvölkerung des Berggebiets völlig "vergessen" wurden und daß sich praktisch niemand mehr an die ursprüngliche Wegführung erinnert. Inutile dire che, die Kollegen Wilderer kennen noch am ehesten die alten Wege, aber sie erzählen es garantiert niemandem ... und natürlich kennen sie jeweils nur ihr eigenes (Seiten-) Tal und bei weitem nicht das gesamte riesige Gebiet so wie nur wir. Ausschnitt anklicken!

Den oben erwähnten älteren Wanderfreunden aus Stuttgart hat es in Rimella so gut gefallen, daß einer der Teilnehmer einen Videofilm gemacht hat. Grafik anklicken!
Giorgio hat den letzten Einwohnern von Cervatto schöne Fotos mitgebracht von den Alpen und den Bergen, wo sie ihre ganze Jugend verbracht haben und die jetzt im Alter für sie unerreichbar geworden sind --- Die alte Luigina aus San Gottardo erzählt --- Giorgio diskutiert mit Alda und Sergio auf der Alpe Baranca den nagelneuen Prospekt der Gemeinde Fobello --- Imbiß auf der Alpe Baranca
Wege
Gespräch am 27. Juni 2004 abends in Rimella vor der Bar Monte Càpio mit dem Jäger Ugo, übersetzt aus dem Sesiatal-Dialekt:
- Ugo: Coscritto, du kennst ja viele Wege, aber eines kennst du garantiert nicht, das ist das Tal der Hölle, wo ich letztes Jahr auf Rehwild gegangen bin. Wir nennen es so, weil es völlig verlassen ist und weil es dort spukt. Der Dario war auch mit dabei und wir haben uns am Rückweg nach C beinahe verirrt. Zum Wohl!
- Giorgio: Coscritto, jetzt erzähle ich dir mal was. Hinter der D gibt es zwei Stege, einen links über die Mündung des Tals der Hölle und einen rechts über den N. Dazwischen steht im Wald eine Ruine. Links davon beginnt ein alter Weg, der mit ein paar Serpentinen steil hinauf führt zu einigen alten Häusern auf einem ebenen Absatz, der von vielen alten Terrassen umgeben ist. Vermutlich war das mal ein Ortsteil von C, jetzt ist dort nur noch Buchen- und Kastanienwald. Das muß früher einmal ein sehr schöner Ort mit einer Superaussicht gewesen sein. Dort wohnen jetzt die Wildschweine, den ganzen Weg am Rücken hinauf bis zur Abzweigung auf 946 Metern, wo von oben der Weg von S kommt, gibt es frische Spuren. Zum Wohl!
Seit Jahrzehnten verlassenes Geisterdorf im Wald
Die jungen hellgrünen Buchenblätter sammelt man in einer Stofftasche
Sie sind eßbar und schmecken leicht säuerlich - als Salat oder im Salat!
29. April 2005, 1247
- Ugo: Das gibt es ja gar nicht. Du bist sowieso total verrückt. Und wieso ausgerechnet 946 Meter? Du spinnst doch!
- Giorgio: 946 Meter deswegen, weil ich es schon vor zwei Monaten mit dem GPS gemessen habe und weil ich es vorher unten an der D kalibriert habe. Die D ist ein Referenzpunkt Erster Ordnung auf der CD-Digitalkarte 1:10000, die nicht mal der saudumme Geometer Claudio aus dem Aostatal besitzt, der sich vor zwei Jahren bei der Planung der Wasserfassung unterhalb von San Gottardo so granatenmäßig verrechnet hat, nämlich um satte 700 Meter, und schon damals hat außer mir keiner von euch etwas gemerkt. Von 946 geht rechts ein Weg leicht fallend nach C. In C fragen sie einen immer, ob man unterwegs "etwas gesehen" hat, das sind alles Wilderer genauso wie die Leute von Morca, die haben das alle im Blut, es vererbt sich vom Vater auf den Sohn wie eine Krankheit, und jeder weiß es. Die Carabinieri tun garnix, damit sie ihre Ruhe haben, und Wild gibt es sowieso mehr als genug für alle. Wenn es im Agriturismo von Morca Gams gibt zum Abendessen, kommt er immer ganz aus der Nähe! Vom Ortsteil R von C habe ich beim letzten Haus links oben, das ist das gelbe Haus oberhalb der Bienenstöcke, schon den Anfang des alten Wegs abwärts direkt zu diesen Terrassenhäusern gefunden, es fehlen mir nur noch 800 Meter Luftlinie, und die kriege ich demnächst auch noch raus. Links von 946 geht ein guter Weg, auf dem den Spuren nach recht viele Rehe herumrennen, in 20 Minuten zu einem schönen Bach und rauf zur Alpe V. Dort hat es Tannen wie im Bosco dell'Impero bei Cravagliana und es sieht so romantisch aus wie im tiefsten Schwarzwald, nur eben ohne Waldsterben, also noch viel schöner. Hinter der ersten Hütte geht ein Weg links hoch in fünf Minuten auf den mit umgefallenen Bäumen zugeschmissenen Querweg, auf dem man praktisch eben durch den ganzen Talhintergrund nach rechts bis auf die Hirschwiese knapp oberhalb der S gehen kann. Wir werden nächstes Jahr mal mit den Motorsägen da durchgehen und nebenher auch ein paar große Aussichtsfenster zwischen den Bäumen freischneiden, dann gibt es eine Super-Rundtour. Zwischen der Hirschwiese und dem Gipfel der C gibt es im meterhohen Elefantengras sehr viele Mehlbeerbäume, und wir werden Ende September mit ein paar Leuten und Eimern zum Ernten hinaufgehen, und die Piera muß uns dann Xälz daraus kochen so wie früher. Alla salute!
- Piera Rinoldi: sitzt daneben und grinst.
- Übrigens, erst gestern mittag habe ich den ganzen Weg von der Ruine hinauf zu den Terrassenhäusern und weiter zu 946 mit dem Buschmesser wieder hergerichtet. Es war eine Sauarbeit und ich habe drei Stunden gebraucht und bin beinahe verreckt in der Hitze. Madonna! Jetzt kann man von der C über den ganzen langen Rücken Richtung F absteigen, und bei der D kann man baden, im alten Sesiatal-Führer von 1924 steht, daß es dort die besten Forellen vom ganzen Sesiatal gibt: le più squisite trote che vanti la Valsesia. Den Weg vom kleinen Kieselstrand hinauf nach V habe ich sowieso schon vor Monaten gefunden und hergerichtet. Die alte Lidia, die in V noch die Bar betreibt, wo sie den Gästen Panini mit Super-Tomakäse direkt vom Dorf macht, hat erzählt, daß sie als Kinder mit ihrem Lehrer auf diesem Weg hinunter zur Mühle gegangen sind und denen bei der Arbeit zugeschaut haben. Sie weiß natürlich nicht mehr, wo dieser Weg beginnt. Es ist aber ganz einfach: man geht hinter der Kirche über die Walderdbeerenwiese und am Waldrand geht es 20 Meter links vom M hinunter. Der Weganfang ist wie immer absichtlich zugewachsen und das lassen wir auch so, damit es niemand sonst findet. In V und C bin ich seit Wochen das Dorfgespräch, weil sich natürlich langsam herumspricht, wo sie überall meine gelben Zettel gefunden haben ... Von diesen ganzen Wegen steht wie immer kein einziger in der Karte aus Turin, die die Touristen benützen. Da steht nur die alte Mulattiera von P nach V, und die ist erst noch krottenfalsch eingezeichnet, denn sie beginnt nicht weit unterhalb an einer Kurve von der neuen Fahrstraße, sondern natürlich mitten im Ort, wo denn sonst? Das ist die schönste Mulattiera weit und breit im Sesiatal mit hervorragender Aussicht ins Tal. Von unten sieht man sie aber nicht; wenn du mit dem Auto herauffährst und vor der scharfen Linkskurve bei B geradeaus hochschaust, siehst du ganz oben im Wald eine kleine weiße Kapelle, genau dort geht diese Mulattiera vorbei. Eine alte Frau in P hat sich bedankt dafür, daß ich die andere Mulattiera vom P herauf hergerichtet habe, und sie hat erzählt, daß man früher noch bis nach G hinübersehen konnte, aber jetzt hat der Wald alles verschluckt. Möchtest du sonst noch etwas wissen? Zum Wohl!
- Piera Rinoldi: sitzt daneben und lacht sich tot.
- Ugo: sagt nix mehr.

Wir kennen Hunderte von Orten und Wegen,
die nicht mal die Einheimischen kennen
Nadia, Sekretärin des Alpenvereins Varallo, fragt:
Wo ist Val di Mengo?
DA geht es ins Val di Mengo
Wer hier den Weg nicht kennt, der verreckt im Dschungel ...
Foto anklicken!
25. September 2009
DA ist Val di Mengo,
das spektakulärste Geisterdorf im ganzen Sesiatal,
laut GPS nur 6,4 Kilometer von Nadias Büro entfernt,
und nur wenige Kilometer von Morondo, wo sie wohnt
Nur wir kennen alle Wege dorthin ...
Foto anklicken!
25. September 2009
Alpe Chieboregg, in extrem exponierter Lage hoch über Rimella
Ureinwohner Gelindo vom Albergo Fontana:
"Ma dimmi pure dove si passa? Io lì non sono mai andato ..."
Nur wir kennen den einzigen sicheren Weg dorthin!
7. Oktober 2009
Referenzen
Schwäbisches Tagblatt, 26. Februar 2005
Zeitungsartikel anklicken!
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Tausend Bilder sagen mehr als eine Million Worte. Seit 2005, als wir mit der Wegarbeit für die Wandersaison in Rimella begonnen haben, haben wir mit einer Digitalkamera schon über 20000 (zwanzigtausend!) Fotos gemacht und zuhause am PC zahlreiche spektakuläre digitale Panoramen erstellt. Diese sind jetzt im Datenformat JPG auf Foto-CDs erhältlich, zusammen mit einer Auswahl von über 1400 der schönsten Fotos mit der idealen Auflösung von 2272 • 1704 Pixel. Weitere Informationen stehen hier. Wer sonst hat topaktuelle Panoramafotos von der Cima del Camossaro, von der Cima del Nico oder von der Cima Moscatelli? So wie viele weitere exklusive Gipfelziele unserer Bergwanderungen in Rimella finden sich diese Namen und Wege natürlich nicht auf der Wanderkarte. Auf unserer italienischen Rimella-Webseite finden Sie unter Sentieri della Val Mastallone (SVM) ein von uns exakt ausgearbeitetes Projekt eines neuen Rundwanderwegs im Mastallonetal mit über 20 Tagesetappen, illustriert durch weitere spektakuläre Fotos!
"Caro Giorgio, ricevuto tutto, cartoline e CD, grazie, sono molto belli. Due serie di fotografie le ho già vendute." Piera Rinoldi, Bar Monte Càpio, Prati di Rimella, 22. Oktober 2005.
Der Autor
Jörg Klingenfuss
Initiative Pro Rimella
Hagenloher Str. 14
D-72070 Tübingen
Telefon 07071 62830
Fax 07071 600849
E-Mail info@rimella.de
Mitglied CAI Sektion Varallo
NACHDRÜCKLICHE WARNUNG: Verwenden Sie niemals E-Müll, wenn Sie zuverlässige Kommunikation wünschen. Während eine Privatperson ihre E-Müll-Adresse jederzeit beliebig ändern kann, ist dies für uns als Inhaber dieser Webseite nicht möglich. Der Austausch von Mitteilungen über E-Müll mitsamt Virus und Spam ist ein Alptraum geworden und macht diese Art von "Kommunikation" extrem ärgerlich, zeitaufwendig, gefährlich und unzuverlässig. Wenn Sie von uns innerhalb einer vernünftigen Zeit, das heißt nach 48 Stunden, noch keine Antwort erhalten haben, dann haben wir Ihre Mitteilung nicht erhalten. Außerdem werden E-Mülls nicht sofort beantwortet, während wir unterwegs sind, also laufend zwischen April und Oktober und insbesondere vor, während und nach den von uns organisierten und geführten Bergwanderungen in Rimella und im Sesiatal; die Termine stehen hier. Außerdem haben wir nach ein paar Wochen Abwesenheit wahrhaftig etwas Besseres zu tun, als unter zigtausend Viagras im Spamfilter auch noch ein paar "echte" Mitteilungen herauszusuchen. Vergiß es! Telefax und Briefpost sind immer noch - und jetzt wieder! - die schnellsten und sichersten Arten der Kommunikation!