
Die intelligente Anreise aus Deutschland kostet weniger als 70 EUR! Von jedem deutschen Bahnhof für nur 39 EUR nach Mailand, weiter mit der spottbilligen italienischen Eisenbahn in Lokalzügen mit zweimal umsteigen über Novara nach Varallo Sesia und dann Bus rauf nach Rimella. Einzelheiten siehe hier!
Auto
Fahrgemeinschaften
Bahn und Bus
Flugzeug
Klimawandel
Zu Fuß

Durchgehende Autobahn über den Gotthard ins Tessin nach Bellinzona. Für die Benützung der schweizerischen Autobahnen benötigt man einen Mautgebühren-Aufkleber, der 2012 40 CHF kostet und jetzt auch im Internet gekauft werden kann. Das sind weniger als 34 EUR, während beispielsweise in Österreich das Pickerl jetzt weit mehr als das Doppelte kostet ...
Obwohl es ex Bellinzona nur noch 120 Kilometer sind, müssen Sie für die restliche Strecke von der Autobahnabfahrt Bellinzona nach Rimella mit knapp drei Stunden Fahrt rechnen, denn alleine von Ascona nach Verbania benötigt man auf der vielbefahrenen und schmalen und kurvenreichen - und landschaftlich sehr schönen! - Uferstraße bis zu einer Stunde, und es gibt keine Umfahrungsmöglichkeiten. Über Locarno und Ascona am Westufer des Lago Maggiore nach Brissago, wo man unmittelbar vor der Staatsgrenze unbedingt volltanken sollte, denn in Italien ist Benzin wegen der ebenso hohen Besteuerung manchmal noch teurer als in Deutschland! Weiter nach Cannobio - Verbania - Gravellona Toce - Omegna am Lago d'Orta. In Omegna gibt es bei der Firma Alessi weltberühmtes Designer-Küchenzubehör im Fabrikverkauf. Ins Zentrum von Omegna hineinfahren und genau auf die Wegweiser Richtung Nonio - Passo della Colma - Varallo achten: auf der Via Fratelli di Dio unter einer unscheinbaren Eisenbahnbrücke durch, dahinter an der Ampel (vor der Piazza Beltrami) nach links über den Fluß auf die Via E. de Amicis und sofort danach die erste Einbahnstraße rechts runter abbiegen Richtung See. (Wer hingegen ins Stronatal nach Forno möchte, fährt an der Ampel geradeaus auf die Piazza Beltrami und biegt rechts ab auf die Via de Angeli.) Neuer Kreisverkehr am Seeufer, hier links abbiegen über die kleine Brücke und am See entlang, dann rauf nach Nonio und Cesara. 2 km südlich geht nach Westen die wenig befahrene schöne Straße über den 900 m hohen Sattel La Colma ...

... direkt nach Civiasco - Varallo. In Varallo nicht in die enge Altstadt hineinfahren, sie ist für den Durchgangsverkehr aus gutem Grund gesperrt! Man fährt auf der Via Brigate Garibaldi Richtung Centro - Stazione (Zentrum - Bahnhof), biegt jedoch schon nach ein paar hundert Metern vor der TAMOIL-Tankstelle links ab auf die Uscita (Ausfahrt) Varallo Süd der Staatsstraße 299 in Richtung Alagna. (Nur wer zum Albergo Italia möchte, fährt hier geradeaus weiter in die Hauptstraße Corso Roma. Übernachtungsgäste parken im Innenhof. Achtung, dienstags ist von 0700 bis 1200 großer Wochenmarkt in Varallo, dann kann man zwischen 0600 und 1300 das Albergo Italia nicht mit dem Auto erreichen oder verlassen und parkt einfach etwas abseits!) Die Stadt wird westlich umfahren; rechts sieht man ein großes altes Fabrikgebäude. Unmittelbar dahinter nimmt man die unscheinbare Ausfahrt Varallo Nord Richtung Cravagliana - Fobello - Rimella. Rechts in die Via M.T. Rossi, an einer Tankstelle vorbei und links in die Via d'Adda, die geradeaus ins Mastallonetal führt. Im Zweifelsfall immer nach Fobello schauen/fragen, das kennen die Leute (dort ist Lancia geboren). Erst kurz vor Fobello rechts ab nach Rimella.

Das kleine Hotel liegt in einem einsamen mittelalterlichen Bergdorf und ist eine Minute Fußweg von der Straße entfernt. Mit dem Auto fahren Sie bis zur Frazione (Ortsteil) Chiesa (Kirche) und parken Sie auf dem großen ebenen Parkplatz vor der Kirche, wo unter den Bäumen Tische und Bänke bei einer Informationstafel stehen. Hier ist auch die Endstation der Buslinie. Nehmen Sie den Fußweg, der links (westlich) von der großen Kirche abwärts zwischen den Häusern zum Albergo führt - direkt neben dem gelben Baukran!

Warnung: Bei falscher Programmierung zeigen viele GPS-Navigationsgeräte und Internet-Routenplaner NICHT die geniale Abkürzung Omegna - Civiasco - Varallo über die unbekannte Nebenstrecke Passo della Colma. Sie führen viel zu weit südlich nach Borgosesia, oder gar über die Autobahnen um Mailand!
Im Internet gibt es kostenlose Routenplaner, beispielsweise hier. Rimella liegt praktisch genau südlich von Tübingen, laut GPS exakt 299 Kilometer Luftlinie entfernt in Richtung 192°. Anders als bei der Anreise nach südostalpinen Massentourismus-Zielen wie beispielsweise Kärnten (Klagenfurt 453 Kilometer Luftlinie 115°) oder Südtirol muß man also nicht zuerst mal satte 200 Kilometer (!) durch die oberbayrische Pampa nach rechts Richtung Rußland rumpeln, bevor es dann vielleicht irgendwann einmal endlich in die Berge geht. Die Routenkarte zeigt deutlich, dass man von hier aus sofort nach Süden direkt in die Alpen startet. Übrigens liegt Sihlbrugg, unmittelbar südlich von Zürich, laut GPS genau in der Mitte zwischen Tübingen und Rimella!
Wer den Stau am Gotthard und/oder den langen Gotthard-Straßentunnel fürchtet, oder wer eine andere Strecke fahren möchte, der kann zum Beispiel weiter westlich über den Simplonpaß oder weiter östlich über den San-Bernardino-Paß oder -Straßentunnel fahren. Auf mehreren Eisenbahn-Tunnelstrecken gibt es außerdem die geld-, zeit- und nervensparende Möglichkeit der Autoverladung.
Um Enttäuschungen und Mist-Verständnissen vorzubeugen, weisen wir nachdrücklich darauf hin, dass Rimella für die gerade hier bei uns in Süddeutschland allseits beliebten "Wochenendtouren" und "Sektionsfahrten" viel zu weit entfernt ist: hinter Bellinzona ist Schluß mit der Autobahn und vom Lago Maggiore aus sind es dann noch gut zwei bis knapp drei (!) Stunden Fahrt auf kurvigen Landstraßen. Kurzreisen ins Sesiatal sind also bestenfalls von der Nordschweiz aus durchführbar. Hierdurch ergibt sich ein natürlicher Filtereffekt, denn in die abgelegenen und wilden Bergtäler "hinter" dem Monte Rosa kommen wegen der relativ weiten Anreise nur solche Leute, die mindestens vier oder fünf Tage bleiben. Solche Touristen begreifen die Berge nicht nur als Kulisse und die Bergbewohner nicht nur als Attrappen, sondern sie interessieren sich intensiv und nachhaltig für diese unbekannte und unerschlossene Gegend: in Rimella und im Sesiatal haben wir schon jetzt zahlreiche "Wiederholer"! Die aus den Nord- und Ostalpen berüchtigten hektischen Wochenendtouristen, die noch am Freitagabend auf der Autobahn ins Allgäu oder nach Tirol brettern oder im Stau stehen, kommen allenfalls bis ins Tessin und nicht weiter. In Rimella hat man noch seine Ruhe!
In Varallo gibt es Wegweiser nach Locarno. Diesen sollte man bei der Rückfahrt NICHT folgen, denn sie führen mitten in die Pampa zu einem Ortsteil von Varallo, und NICHT nach Locarno am Lago Maggiore!
Wir fahren normalerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Tübingen nach Rimella. Mit dem Auto fährt man spätestens um 0400 los, dann ist man um 0800 - lange bevor die Lastwagen kommen - schon hinter dem Gotthard auf der Südrampe hinunter ins Tessin und kann den Standard-DRS-Drü-Wetterbericht live begrinsen: "Im Süden ziemlich sonnig." Wichtig ist, dass man spätestens um 0630 Zürich weit hinter sich hat, denn der Pendlerverkehr in die größte Stadt der Schweiz ist ein Wahnsinn.
Eine schöne Strecke - und die kürzeste sowieso ...

... führt weiter westlich durch den Lötschberg ...

mit bequemem und speditivem Autoverlad, der Geld, Kilometer, Nerven und Zeit spart und erst noch umweltfreundlich ist:

Die Fahrzeit beträgt eine Stunde. Eine Strecke kostet 91 CHF in 2012.

Eine rechtzeitige Reservation wird dringend empfohlen, einfach per Telefon oder Internet und Bezahlung per Kreditkarte. 10 CHF Rabatt für Vorbuchungen mit Rückfahrten. Die Verkehrslage auf den Zufahrtsrampen steht hier.
An Freitagen und Samstagen fahren Autozüge von Hamburg Hildesheim Düsseldorf Frankfurt direkt nach Alessandria mitten im Piemont. Von dort erreicht man in maximal zwei Stunden praktisch alle Taleingänge im gesamten Alpenbogen der GTA. Von Hamburg nach Alessandria und zurück zahlt man zu viert im Liegewagen mit Abteilbuchung und Frühstückssnack total 1233 EUR, also gerade mal 143 EUR pro Person und Strecke, und umweltfreundlich ist die Reise erst noch. Für wesentlich mehr Geld reist man sogar im Schlafwagen mit Dusche und WC.

Bei frühzeitiger Buchung gibt es natürlich erhebliche Rabatte und Sonderpreise! Mit dem Auto sind das hin und zurück 2400 Kilometer, das kostet beim derzeitigen Benzinpreis alleine an Kraft- und Schmierstoffen schon satte 450 EUR plus Mautgebühren, Abschreibung für Abnutzung und zweimal (!) 13-14 Stunden nonstop Fahrer- und Beifahrerstreß = zwei verlorene Urlaubstage!

Wer mit dem Auto anreist und gerne gut ißt und trinkt, dem empfehlen wir dringend, mindestens 100 Euro pro Person extra mitzunehmen. Wenn Sie nämlich erst mal gesehen haben, welche kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Sesiatal und aus dem Piemont es in Rimella und Varallo original und erst noch günstig zu kaufen gibt, dann laden Sie sich erfahrungsgemäß den ganzen Kofferraum damit voll! Falls Sie durch die Schweiz zurückfahren, lassen Sie sich zum Herzeigen beim Zoll IMMER realistische Quittungen ausstellen. Beamte sehen gerne Kassenbelege mit Buchungsaufdruck und die schweizerischen und deutschen Zöllner sind nicht dumm. Die Personen-Freizügigkeit nach dem Beitritt der Schweiz 2008 in das sogenannte "Schengen-Abkommen" bedeutet lediglich visafreies Reisen und gilt natürlich nicht für Waren, denn die Schweiz ist nach wie vor nicht Mitglied irgendeiner komischen "Zollunion" und bei entsprechendem Verdacht werden weiterhin nicht nur die Waren, sondern auch die Personen kontrolliert, jetzt auch beliebig mitten im Land und nicht nur an der Grenze. Personalausweis oder Reisepaß muß weiterhin zwingend mitgeführt werden! Nähere Auskünfte finden Sie hier.

Damit Sie für die Anreise eventuell Fahrgemeinschaften machen können, teilen wir den Teilnehmern an unseren geführten Bergwanderungen in Rimella und im Sesiatal rechtzeitig vorher die Adressen der anderen Bergfreunde mit, normalerweise mit dem Versand der Reiseunterlagen etwa drei bis vier Wochen vor Reisebeginn. Wenn Sie diese Adreßliste schon vorher benötigen, beispielsweise um sich zwischen Billigflug und Mitfahrgelegenheit und Nachtzug zu entscheiden, kontaktieren Sie uns bitte sofort. Fahrgemeinschaften schonen sowohl die fragile Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel. Außerdem kostet im Zeitalter von Ölpreisexplosion und Ökosteuer das Benzin auch in Italien inzwischen 1,50 EUR pro Liter und mehr. Auch bei der Bahn können Fahrgemeinschaften wegen verschiedener Gruppentarife und Mitnahmeregelungen, zumindest für den deutschen Sektor, sinnvoll sein.
Bahn und Bus
• aus Süddeutschland und Schweiz
• aus Flachdeutschland
• Allgemeine Hinweise
Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man die nationalen Feiertage in Italien kennen, weil dann lokale Verbindungen - beispielsweise von Arona nach Romagnano Sesia nach Varallo nach Rimella - oft ausfallen: 1. Januar Capodanno, 6. Januar Epifania, Ostermontag Lunedì dell'Angelo, 25. April Festa dla Liberazione, 1. Mai Festa del Lavoro, 2. Juni Festa dla Repubblica, 15. August Assunzione di Maria Vergine, 1. November Tutti i santi, 8. Dezember Immacolata concezione, 25. Dezember Natale und 26. Dezember Santo Stefano. Am besten reserviert man sich für solche Reisetage rechtzeitig (das heißt: mindestens einige Tage zuvor!) ein einheimisches Taxi; Tiziano Andreoli holt und bringt Sie freundlich und zuverlässig auch feiertags direkt von und zu den genannten Bahnhöfen. - Außerdem gibt es noch lokale Feiertage, beispielsweise den Namenstag eines Ortsheiligen.
Orte auf der GTA-Anreise sind hier beschrieben. Fahrpläne gibt's im Internet unter Schweizerische Bundesbahnen. Die SBB haben auch sämtliche deutschen und italienischen Nebenbahnen und Provinzzüge in der Datenbank und ist deren Webseite insbesondere nicht mit ärgerlicher Fremdwerbung zugemüllt wie diejenige der Deutschen Bahn!
Ferrovie dello Stato mit Einzelheiten zu sämtlichen italienischen Nebenbahnen, auch der Nebenstrecken im Piemont wie Arona - Romagnano Sesia ( - Santhia) und (Novara - ) Romagnano Sesia - Varallo Sesia. Das hervorragende System der Nahverkehrs-Dieseltriebzüge bietet gute (Umsteige-) Verbindungen, fährt spottbillig und ist auf die Minute pünktlich. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden viele Bahnhöfe und Bahnsteige der Regionalbahnen mit großem Aufwand modernisiert - beispielsweise der Knotenpunkt Romagnano Sesia und teure Brücken bei Quarona im Sesiatal - und es ist davon auszugehen, dass diese Nahverkehrszüge in Zeiten wie diesen mit zunehmenden Staus auf den Straßen noch lange verkehren werden. Die Vertretung in Deutschland ist Aviareps.
Region Piemont Lokaler öffentlicher Nahverkehr in Piemont einschließlich aller Buslinien.
Bahn und Bus aus Süddeutschland und Schweiz
Stuttgart - Zürich - Bern - Brig - Domodossola - Arona - Romagnano Sesia - Varallo Sesia. Wesentlich kürzer als der große Umweg über Novara oder gar über Mailand! Der Busfahrplan Varallo - Rimella steht hier.
Beispielsweise (Fahrplan 2012 an Wochentagen; ohne Gewähr, jeweils etwa 10 Minuten für's Umsteigen)
Italien hat ein massives Haushaltsdefizit und spart schon seit 2009 - anders als beispielsweise Griechenland - jährlich 10 Prozent der öffentlichen Ausgaben. Dies betrifft pauschal sämtliche Sektoren und somit auch den öffentlichen Busverkehr in die Bergdörfer, der zuletzt unter einer immer geringeren Auslastung litt und an einem heutzutage unsinnigen Fahrplan festhielt, der sich immer noch an den starren Arbeitszeiten von vor 50 Jahren orientierte. Als Konsequenz wurde am 3. Oktober 2011 nach 80+ Jahren der gesamte Linienbusverkehr der öffentlich finanzierten Firma ATAP ins Mastallonetal und ins Sermenzatal komplett eingestellt, "eine Schande", wie insbesondere die älteren Leute und unsere Stammgäste sagen, die es jahrzehntelang gewohnt waren, um 7 den "Corriera" runter und um 2 den rauf zu nehmen. Die ATAP-Linie Varallo - Alagna wird zwar erhalten, aber massiv ausgedünnt und mit kleineren Bussen bedient werden. Derzeit gibt es ersatzweise private Linienkurse sowie individuelle Fahrten, die man mindestens einen Tag vorher (!) telefonisch vor Ort anmelden muß, selbstverständlich in Italienisch, denn dieses System wird von der Region und von der Provinz für die letzten Einwohner dort oben finanziert und subventioniert. Erkundigen Sie sich also unbedingt rechtzeitig beim Betreiber Ihrer Unterkunft nach der aktuellen Situation und fallweisen Anmeldemöglichkeiten. Der aktuelle Fahrplan steht - jedoch erst dann wenn zuverlässig etabliert, voraussichtlich ab Frühjahr 2012! - hier.
Vorläufig gibt es ein recht komplexes System, das schon einige ältere Einheimische überfordert, ganz zu schweigen von den armen Touristen, die nicht italienisch sprechen. Das ziemlich unbekannte Sesiatal ist aber nicht vom Tourismus verdorben und vor Ort sind die Leute sehr hilfsbereit! Der Busunternehmer Tiziano Andreoli ist ein Einheimischer aus dem Mastallonetal und kennt die Gegend und die Leute, und unsere Initiative Pro Rimella sowieso. Bis Ende Jahr gilt jedenfalls: Linienkurse gibt es nur an Werktagen: von Rimella runter um 0700; von Varallo rauf an NICHT-Schultagen um 1200, an Schultagen um 1400, sowie nur Montag und Mittwoch falls Schultag (wegen der Nachmittags-Schule) um 1640. Welche Tage Schultage sind, sieht man auf diesem Kalender.
Alle anderen Zeiten sowie Sonn- und Feiertage werden nach Reservierung und Koordinierung (!) am Vortag ausschließlich vom erwähnten individuellen Rufbus ODER von Linienkursen, die NUR NACH ANMELDUNG fahren, bedient, beispielsweise von Rimella runter um 1430 an NICHT-Schultagen, um 1500 an Schultagen und um 1800 nur Montag und Mittwoch falls Schultag. Um sinnlose Parallelfahrten zu vermeiden, kommt zur Kostenminimierung dann noch die Bedingung hinzu, dass der Rufbus nur mit mindestens 2½ Stunden Zeitabstand zu den Abfahrzeiten der Linienkurse fährt ... Wem das alles viel zu kompliziert ist, der kauft sich einfach ein Taxi ab Varallo.
Seit der Inbetriebnahme des neuen Lötschberg-Basistunnels Ende 2007 hat sich die Anreise auf der Strecke Bern-Brig um über eine Stunde verkürzt. Man fährt schon hinter dem Thunersee bei Frutigen in den Berg, und von Zürich nach Varallo im Sesiatal sind es jetzt nur noch 5¼ Stunden! Eine noch größere Zeitersparnis von mindestens zwei Stunden (!) für die Anreise über den Lago Maggiore und Mailand wird ab 2016 der neue Gotthard-Basistunnel bringen, der nach 18 Jahren Bauzeit am 19. Mai 2011 mit der letzten Sprengung komplett ausgebrochen wurde und in den jetzt die Bahntechnik eingebaut wird.
Tagsüber kann man für nur 39 EUR von jedem deutschen Bahnhof nach Nord-Italien fahren. Der Tarif nennt sich "Europa Spezial Italien". Es besteht Reservierungspflicht sowie Zugbindung und die Zahl der Plätze ist beschränkt, daher sollte man sobald wie möglich buchen.
Achtung: Allem Anschein nach gilt dieser Sondertarif "Europa Spezial Italien" nur auf der ostalpinen Brenner-Strecke über München - Bozen - Verona (- Mailand) sowie nur auf wenigen Verbindungen durch den Gotthard "im Transit durch die Schweiz nach Mailand". Für GTA-Wanderer ab etwa Susa nach Süden ist das okay, aber für den Norden der GTA und insbesondere für unsere Bergwanderungen in Rimella gibt es offensichtlich keinen Spezialtarif mehr über den westalpinen Lötschberg via Brig im Wallis nach Domodossola. Also muß man für diese schnelle Verbindung ex Südwestdeutschland seriell tricksen:
1. Mit dem Tarif "Europa-Spezial Schweiz" fährt man für nur 39 EUR von Deutschland nach Brig. Erste Klasse kostet 69 EUR.
2. Von Brig fährt man mit dem Regionalzug ab 1321 (und NICHT vorher oder nachher mit den reservierungspflichtigen Eurocity-Zügen!) nach Domodossola. SBB-Fahrkarten kann man leider noch nicht per Kreditkarte im Internet kaufen und sofort zuhause als PDF-Dokument am PC ausdrucken lassen, also kauft man diese Fahrkarte entweder A. während der Anreise von Basel/Bern/Zürich im Zug nach Brig beim Kontrolleur für etwa 12 CHF, oder B. sofort nach der Ankunft für 7 CHF in Brig am Schalter oder Automat, oder C. bei knappem Umstieg als Anschlußfahrkarte direkt im Zug für etwa 12 CHF - falls überhaupt jemals ein Kontrolleur vorbeikommt ..., oder D. mehrere Wochen vorher per E-Mail-Bestellung über die SBB mit sauteurem Postversand. - Aktualisierung Mai 2011: auch die SBB haben es jetzt endlich eingeführt und man kann sich die Fahrkarte online als PDF am PC drucken. Wir bitten um Erfahrungsberichte!
3. Von Domodossola fährt man weiter mit Regionalzügen (und NICHT vorher oder nachher mit den reservierungspflichtigen Eurocity-Zügen!) über Arona und Romagnano Sesia nach Varallo. Die Fahrkarte kostet lächerliche 7 EUR, man kauft sie entweder in Domodossola oder bei knappem Umstieg 3-4 Wochen vorher per Post - einschließlich Portokosten für die Zusendung nach Deutschland - für total 10 EUR im Briefumschlag bei Walser Viaggi in Varallo. Sie ist ab Ausstellungsdatum zwei Monate gültig und muß diese Fahrkarte unbedingt vor dem Einsteigen in Domo am orangefarbigen Stempelkasten entwertet werden!
Die Rückfahrkarten Varallo - Domodossola und Domodossola - Brig im Eurocity mit Platzreservierung kauft man einige Tage zuvor direkt in Varallo bei Walser Viaggi.
Achtung: Wegen den Problemen mit dem sagenhaften Siemensschrott und wegen dem Projekt "Stuttgart 21" verkehren seit 2010 auf der Gäubahn Stuttgart - Zürich keine ICE-Züge mehr, sondern nur noch normale schweizerische IC-Züge. Konkret hatte es am 20. April 10 Minuten Verspätung und es wurde gerade noch der Zug nach Bern - Brig erreicht: zum speditiven Aussteigen spätestens um 1035 mit breiten Ellenbogen ganz vorne an der ersten Tür links stehen! Die Beantwortung einer Anfrage vom 26. März 2010 an die Deutsche Bahn lesen Sie hier; die speditive Antwort geht zwar nicht konkret auf die Frage ein, aber die Beschwerdestelle gibt sich offensichtlich Mühe.
Auch in 2012 gibt es tagsüber während mehrerer Stunden keine internationalen Züge mehr durch den Simplon, und außerdem halten die (wenigen ...) internationalen Züge seit 2010 nicht mehr in Arona, so dass man jetzt schon in Domodossola auf den Regionalzug umsteigen muß!
Spätere Verbindung wegen der zahlreichen von den SBB gestrichenen Mittagsverbindungen: von Basel EC57 Bern ab 1335 Brig ab 1444 Stresa an 1538 ab 1548 Arona an 1549 ab 1730 umsteigen in Romagnano Sesia, Varallo an 1835!
Wenn von Domodossola die Anreise über Stresa am See entlang nach Arona - (Borgomanero -) Romagnano Sesia zu knapp wird, kann man eventuell auch die etwas kürzere Verbindung von Domodossola über Omegna nach Borgomanero nehmen und von dort mit Zug oder Taxi nach Romagnano Sesia - Varallo kommen. Der Fahrplan steht hier.
Wer von München oder Nürnberg nach Rimella möchte, der fährt je nach Abfahrtzeit entweder über Stuttgart (das ist jetzt kein Witz!) in etwa sechs Stunden nach Zürich und dann weiter wie oben, oder er fährt gleich über den Brenner und Verona in etwa acht Stunden mit nur zweimal umsteigen nach Mailand. Alles andere - Siemensschrott EC194/196 über Lindau mit legendären Verspätungen, oder die Gurkerei über Chur und so weiter mit mehr als zehnmal umsteigen - wäre ein Wahnsinn!
Wer nicht so oft umsteigen und dafür etwas mehr bezahlen möchte, fährt über Mailand: Stuttgart - Zürich - Mailand - Novara - Varallo Sesia. Einige Züge sind Original-FIAT-Pendolini - das sind die berühmten Pendelzüge vom piemontesischen Erfinder dieser legendären Technik, die anders als der ständig kaputte und verspätete Siemensschrott schon seit vielen Jahrzehnten mehr oder weniger anstandslos funktionieren! - mit entsprechender Zeitersparnis. Fahrplan 2012 an Wochentagen; ohne Gewähr:
Frühere Verbindung beispielsweise mit Regionalzügen:
Alternativ kann man bereits ab Novara mit dem Bus fahren. Der letzte direkte Bus der Firma Baranzelli (Telefon Romagnano Sesia 0163 835222 oder 834125) geht Novara 1623 1757 Varallo. In Novara fahren die Busse nach Varallo unmittelbar vor dem Haupteingang zum Bahnhof ab, also auf der Straße direkt am Eingang zu den Fahrkartenschaltern bei den zwei Telefonzellen, wo auch eine große Tafel mit den Fahrplänen sämtlicher Regionalbusse steht. Die Fahrkarte nach Varallo kauft man beim Busfahrer, sie kostet 3,50 EUR. Wie in allen größeren Städten auch in Novara Achtung auf Drogenhändler und Taschendiebe am Bahnhof, insbesondere unmittelbar beim Einsteigen in den Bus oder Zug! Der Busfahrplan Varallo - Fobello - Rimella steht hier, die Fahrkarte kauft man in der Bahnhofsbar in Varallo. Dort kann man dann für die Rückfahrt gleich eine Fahrkarte Varallo - Novara kaufen, sie kann irgendwann innerhalb der nächsten 60 Tage benutzt werden (so einfach ist Bahnfahren in Italien!), sie muß dann am Bahnhof (UNMITTELBAR VOR der Rückfahrt mit der Eisenbahn!) mit dem orangefarbigen Kasten abgestempelt werden.
Der Busfahrplan Varallo - Balmuccia - Boccioleto - Rimasco - Rima - Carcoforo steht hier. Der Busfahrplan Varallo - Alagna steht hier.
Auf der Rückfahrt wird mit dem ersten Bus ab Rimella 0700 problemlos der Pendolino 16 ab Mailand 1110 erreicht, der in nur 3½ Stunden über den Gotthard nach Zürich an 1451 rast. Dort wechselt man ab 1510 auf den Intercity 184 nach Stuttgart, der uns 1720 in Horb mit sofortigem Anschluß 1724 nach Tübingen entläßt. Die Rückfahrt erfolgt bevorzugt über Mailand statt über Brig, weil es bereits seit 2007 vormittags und mittags über mehrere Stunden keinerlei internationalen Züge mehr ex und nach Domodossola durch den Simplon gibt!
Wer viel Zeit hat, der kann bei schönem Wetter in knapp zwei Stunden auch mit dem Postauto von Brig über den Simplonplaß nach Domodossola fahren. Ab Brig 0920 1020 1135, ab Domo 1250 1350 1450. Der Fahrplan steht hier. Mit dem Halbtax kostet es sogar nur 17 CHF!
Bahn und Bus aus Flachdeutschland
Bei entsprechend langer Vorbuchung im Internet gibt es fallweise recht günstige Sondertarife für Nachtzüge aus Flachdeutschland. Die Züge halten auch an vielen Unterwegsbahnhöfen und bedienen somit flächendeckend ganz Preußen nördlich vom Weißwurstäquator. Beachten Sie aber unbedingt, dass in Italien am Wochenende viele Lokalkurse von Bus und Zug am Sonntag nicht fahren, eben weil am Sonntag auch niemand zur Arbeit fährt. Das bedeutet, dass es extrem umständlich und zeitraubend ist, an einem Sonntag beispielsweise von Rimella aus einen Nachtzug ex Basel oder Zürich nach Preußen, oder einen Billigflug ex Bergamo 1800 zu erreichen. Reisen Sie also besser erst am Montag zurück. Aus demselben Grund reisen wir prinzipiell nur an Wochentagen. Alternativ leisten Sie sich für 90 EUR ein Taxi von Rimella nach Novara. Tiziano Andreoli, Telefon 0163 52842 und 339 7892335, stammt aus Cravagliana im Mastallonetal und bringt Sie freundlich und zuverlässig auch samstags oder sonntags direkt zum Bahnhof auf den Intercity nach Mailand!
Bahn und Bus - Allgemeine Hinweise
Wenn Sie nach Mailand reisen, empfiehlt es sich im Hochsommer, der unerträglichen Gluthitze und dem fürchterlichen Smog in den Städten der padanischen Tiefebene, wo es oft 40 Grad hat ohne den geringsten Luftzug, so schnell wie möglich zu entfliehen. Fahren Sie also, ohne lange zu überlegen, noch vor der Mittagshitzewelle mit den nächsten Zügen über Novara sofort morgens und vormittags weiter nach Varallo und dann nachmittags mit dem Bus - oder sofort mit dem Taxi, siehe oben - rauf nach Rimella. Ihr verspätetes Frühstück kaufen Sie besser nicht im Bahnhof von Mailand. Wenn Sie in Novara 20-25 Minuten Zeit haben, gehen Sie vom Bahnhof raus, links über die Straße und die Treppe hoch zur Bar Dogana unter den Arkaden. Der Typ hinter der Theke macht Ihnen, gerne auch zum Mitnehmen, verschiedene Arten von belegten Brötchen (Panini) zu korrekten Preisen. Das übliche Zuckerzeug und Eis hat er natürlich auch, und wenn Sie ihn höflich darum bitten, gibt es sogar eiskaltes Wasser zum Nachfüllen der Siggflaschen. Von Mailand nach Novara unbedingt rechts!!! sitzen, der Zug macht eine Schleife durch Mailand und bei der anschließenden langen Fahrt immer geradeaus nach Westen Richtung Turin knallt logischerweise von links stundenlang die Sonne rein. Von Novara nach Varallo ab Mittag ebenfalls rechts!
0715 ab Mailand 0757 an Novara (Bar Dogana!) ab 0906 1014 an Varallo
Mit diesen Zügen werden auch die Regionalbusse Novara - Varallo erreicht. Diese sind aber wesentlich unbequemer als der Lokalzug wegen den engen Sitzen und der wesentlich längeren Fahrzeit durch das umständliche Herumgegurke mitten durch die engen mittelalterlichen Ortskerne. Außerdem gibt es Intercity und Eurocity. Der Eurostar - der beste Fernreisezug Europas, hergestellt von der Traditionsfirma Ansaldo in Genua und viel besser als der sauteure deutsche "ICE"! - lohnt sich aber auf Kurzstrecken wegen des relativ hohen Zuschlags und der obligatorischen Sitzplatzreservierung nicht.
Links zu den Fahrplänen für die wichtigen Busverbindungen von Varallo direkt zu den GTA-Etappenorten Rimella, Fobello, Carcoforo, Rima und Alagna finden Sie in unserer GTA-Unterkunftsliste direkt beim jeweiligen Etappenort. Der ehemalige ATAP-Busfahrer Signore Franco aus dem Rimella-Ortsteil Grondo fuhr im Zweiten Weltkrieg die Strecke von Varallo ins Mastallonetal - eine nicht asfaltierte Schotterpiste! - noch mit einem museumsreifen Holzvergaser-Bus und später mit einem umgebauten Militär-Lastwagen; im Stronatal war es genauso archaisch, siehe das 1949er-Foto vom "Sambughetto Express" auf Seite 45 im Stronatal-Wanderführer. In Grondo war dann Ende der "Ausbaustrecke", sämtliche Einkäufe und Baumaterialien und Waren mußten mit Tragtieren oder auf dem eigenen Rücken auf der "Schtigu" genannten Mulattiera in die damals wie heute völlig abgelegenen oberen Ortsteile hinaufgezerrt werden. Auf alten Fotos ist die Schtigu sehr gut zu sehen. Die Serpentinenstraße hinauf in das Rimella-Ortszentrum Chiesa wurde erst 1969 fertiggestellt, "ein echter Skandal, sie erreichte die Pfarrkirche erst 1969, in dem Jahr, als der erste Mensch auf dem Mond landete" (Signore Ferruccio Vercellino, Remmalju 1993). Die Stichstraße ans Ende der Welt nach San Gottardo wurde erst Anfang der 1980er Jahre gebaut!
In Italien werden fallweise Streiks der öffentlichen Verkehrsmittel bereits Wochen vorher geplant und angemeldet und hier veröffentlicht, und anders als beispielsweise im streikgeilen Frankreich gibt es auf jeder Verbindung in bewährter Absprache mit den Gewerkschaften (!) Kurse, die natürlich auch bei Streik gefahren werden. Dies gilt insbesondere für Lokal-Züge und Busse an Werktagen von 0600 bis 0900 und von 1800 bis 2100. Der Grund dafür ist ganz einfach: die Italiener gehen arbeiten und sie müssen zur und von der Arbeit fahren können. Die legendäre Faulheit der streikgeilen Gallier und anderer Südeuropäer, bei denen schon aus Prinzip ahaaalle-Jaaahre-wiiihieder vor Weihnachten seit Jahrzehnten überhaupt nix mehr geht oder gar fährt, kennt man zumindest in Norditalien ausdrücklich nicht: "Nelle giornate di sciopero Trenitalia assicura servizi minimi di trasporto predisposti a seguito di accordi con le Organizzazioni sindacali, ritenuti idonei dalla Commissione di Garanzia per l'attuazione della Legge 146/1990. Nel trasporto locale, in particolare, sono stati istituiti i servizi essenziali nelle fasce orarie di maggiore frequentazione (dalle ore 06:00 alle ore 09:00 e dalle ore 18:00 alle ore 21:00 dei giorni feriali). Sono garantiti, inoltre, alcuni treni a lunga percorrenza, nei giorni feriali e nei festivi." Die im Streikfall garantierten Züge stehen natürlich topaktuell im Internet: von www.trenitalia.com weiterklicken auf Informazioni per chi viaggia / In caso di sciopero / Treni Trasporto Locale garantiti in caso di sciopero - Piemonte, und es sind tatsächlich Hunderte von Verbindungen!
Wer sich als Reisender für die landschaftlich faszinierenden Eisenbahnstrecken zum und durch den Gotthard und den Lötschberg interessiert, dem seien die Seiten des Lokomotivführers Bruno Lämmli aus Erstfeld an der Gotthard-Nordrampe empfohlen. Vor 150 Jahren war der Bau dieser Eisenbahntunnel ein technisches Weltwunder. Man hat von beiden Seiten her gerechnet und im Gegenortvortrieb gebohrt - und getroffen!
Die Geometer haben ihre Meßlatten und das ganze Glump händisch über den Berg trianguliert - nota bene, im vergletscherten Hochgebirge und ohne Computer, E-Mail, GPS, Helikopter, Internet, Kreiseltheodolit, Laserstrahlen, Mikrowellenfunk, Mobiltelefon, Natel, Nivelliergerät, Präzisionstachymeter, Satelliten, Schlepptop, Seilbahn, Taschenrechner, Trägheitsnavigation und Tunnelbohrmaschinen der selbstverständlich baden-württembergischen Herrenknecht Axienxellschaft, die sowohl im Gotthard-Basistunnel als auch im Lötschberg-Basistunnel arbeiten: vier Monster mit jeweils 440 Metern Länge! Im "alten" Lötschberg beispielsweise war der Axenfehler, bei einer Tunnellänge von 15 Kilometern, weniger als 20 Zentimeter. Einfach unglaublich! Jetzt können Sie sich gut vorstellen, welche ungeheure Spannung derzeit beim 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel herrscht, wo man von Norden nach Süden, von Süden nach Norden, von oben (!) zwei Kilometer senkrecht runter und dann speditiv nach Norden und nach Süden ...
... sowie von zwei Seitenangriffen her in alle Richtungen gleichzeitig bohrt. Am 6. September 2006 erfolgte der erste Teildurchschlag zwischen Bodio und Faido im Tessin, und es schlug die Stunde der Wahrheit: Abweichung horizontal 9,1 Zentimeter, vertikal 2,3 Zentimeter. Mitteilung vom 17. Oktober 2007: Nach einer letzten Sprengung konnten sich heute um 11.00 Uhr die Mineure von Sedrun und Amsteg die Hände reichen. Neun Monate früher als geplant erfolgte in der Weströhre der Durchschlag zwischen den Teilabschnitten Sedrun und Amsteg mit einer horizontalen Abweichung von knapp 15 Zentimeter und einer vertikalen Abweichung von nur 1 Zentimeter! Weltrekord: Am 15. Oktober 2010 erfolgte der Hauptdurchschlag vom Zwischenangriff Faido in den Abschnitt Sedrun, selbstverständlich mittels einer Herrenknecht Tunnelbohrmaschine, mit einer Abweichung von nur 8 Zentimetern. Durch den unglaublichen Zeitvorsprung von inzwischen mehr als einem Jahr könnte man den Betrieb des Gotthard-Basistunnels sogar schon 2016 aufnehmen.
In Deutschland hingegen gibt es 170000 (in Worten: einhundertsiebzigtausend) Einsprüche gegen den speditiven Ausbau der nördlichen Zubringerstrecke von Flachdeutschland nach Basel, und für den wichtigsten Abschnitt im Rheintal haben sie noch nicht mal die Pläne fertig, vom Baubeginn ganz zu schweigen ... Hier steht ein Video von einer Fahrt ex Sedrun Hunderte von Metern senkrecht runter und dann kilometerweit mit Materialbahn und zuletzt zu Fuß bis zur Ortsbrust nach Süden.
Im sehr lesenswerten Werk "Lötschberg-Basistunnel - Von der Idee zum Durchschlag" (ISBN 978-3-7272-1174-4) wird auf Seite 71 im trockenen Stil der schweizerischen Tunnelbau-Weltmeister berichtet: "Die Bauherrin verlangt, dass die Tunnelröhren sich mit einer maximalen Abweichung von 25 Zentimeter in der Lage und 12,5 Zentimeter in der Höhe in der Mitte treffen ... Alle Kontrollergebnisse lagen innerhalb der erlaubten Toleranzen. Das von allen am meisten interessierende Ergebnis ist natürlich der Hauptdurchschlag. Auf einer Vortriebslänge von 21 Kilometern ab den beiden Zwischenangriffen in Mitholz und Ferden ergab die Kontrollmessung folgendes Resultat: Fehler quer 12,4 Zentimeter, Fehler Höhe 4 Millimeter." Einfach unglaublich. Oder andersrum: Vor 140 Jahren waren sie auf 15 Kilometern nur sieben Zentimeter "schlechter"! Oder nochmal andersrum: der Fehler pro Vortriebskilometer hat sich in 140 Jahren trotz ultramodernster Technologie alle zehn Jahre nur um rund einen Zentimeter verringert!
Wer die gesamte Gotthard-Nordrampe von oben anschauen will, dem sei der hervorragende Wanderführer Uri - Gotthard empfohlen, der eine Rundwanderung über 22 Etappen vom Vierwaldstätter See bis hinauf zum Gotthardpaß beschreibt. 2007, Rotpunkt-Verlag Zürich. Im selben Verlag erschien 2008 der Wanderführer "Bahnwanderweg Lötschberg" mit 10 Etappen von Frutigen nach Brig und viel (Bahnbau-) Geschichte. Insbesondere die Südrampe hinunter nach Brig ist landschaftlich spektakulär.
Rimella- und Varallo-Bergwanderer fliegen am besten nach Malpensa; Bern ist noch okay, Turin dagegen liegt verdammt weit weg. GTA-Weitwanderer fliegen je nach Flugplan und Zielgebiet nach
Billigflieger haben ihr Angebot in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Aus Deutschland werden prioritär Provinzpennerpisten wie Erfurt Lübeck Hahn Münster Paderborn Rostock Saarbrücken Sylt Weeze bedient.
Lufthansa fliegt von allen großen Flughäfen nach Malpensa und Turin. Ab Juni 2012 geht es zweimal täglich ex Berlin nach Linate mitten in Mailand.
Air Berlin, solange sie noch nicht bankrott ist, fliegt von fast allen großen Flughäfen sowie Baden-Baden Bremen Dortmund Leipzig Nürnberg Paderborn Sylt nach Malpensa.
Die zuverlässige schweizerische Sky Work Airlines fliegt täglich außer Samstag ex Berlin und Hamburg nach Bern. Ideal ist SX118 mit Ankunft in Bern um 1045, weiter mit dem Airport-Bus zum Hauptbahnhof und ab 1207 mit dem Zug wie oben in etwa 4 - 5 Stunden nach Varallo und Rimella. Wer aus Hamburg erst nachmittags in Bern ankommt, der übernachtet nicht unbedingt in der relativ teuren Hauptstadt, die allerdings mit gerade mal 124000 Einwohnern so überschaubar ist wie Göttingen oder Ulm und erst noch eine recht sehenswerte Altstadt bietet, sondern besser in Brig im sonnigen Oberwallis!
Air Dolomiti fliegt ex Dresden nach Malpensa.
German Wings fliegt im Sommer 2012 ex Berlin Dresden Hannover Köln München nach Malpensa.
Ryanair fliegt ex Berlin Bremen Eindhoven (das liegt irgendwo in Holland und ist für Reisende aus Nordwestdeutschland interessant) Hahn Lübeck Weeze nach Bergamo, sowie ex Charleroi (das ist irgendein heruntergekommenes Industriekaff in Wallonien) nach Turin, sowie ex Birmingham Cagliari Dublin Stansted direkt nach Cuneo. Möglich werden damit Reisen ex Flachdeutschland, via England oder Irland, direkt nach Cuneo! Ryanair läßt sich allerdings die lächerliche neue Flugsteuer nicht gefallen und hat ihr Streckennetz ex BRD in 2011 stark ausgedünnt.
Easy Jet fliegt ex Amsterdam Berlin Brüssel nach Malpensa.
2008 hat die bankrotte Alitalia 180 Verbindungen ex Malpensa gestrichen, dem neuesten Großflughafen in der Padanischen Tiefebene, und fliegt ihre Langstrecken praktisch nur noch ex Fiumicino bei Rom, wo routinemäßig das reinste römische Chaos herrscht. Diese extrem weise Entscheidung der (inzwischen verflossenen ...) Regierung im wilden Süden war so ziemlich das beste, was den umtriebigen Norditalienern passieren kann: die Geschäftsleute im wirtschaftlichen Herzen des Landes von Mailand bis Turin lachen sich tot, denn sie fliegen auf Langstrecken sowieso schon seit Jahrzehnten am liebsten mit der Lufthansa ex Malpensa über Frankfurt mit täglich fünf Zubringerflügen. Die so bankrotte wie verrottete Alitalia - von Januar bis Mai 2009 "produzierte" sie 1058 eintausendundachtundfünfzig EUR Verlust pro Sekunde! - ist nach jahrzehntelangem Tiefschlaf tatsächlich für einmal aufgewacht und prostituiert sich im längst verlorenen Endkampf mit Anzeigen in überregionalen deutschen Tageszeitungen vom 30. März 2009: 99 EUR ex Düsseldorf Frankfurt München nach Italien und zurück. Ob man sich als potentieller Pax die im chaotischen Rom "organisierte" Alitalia tatsächlich noch antut, muß jeder für sich selbst entscheiden: diese Superseckel sind echt zu blöde, auch nur einen lächerlichen Linienflug von Rom nach Turin ohne mehrere Stunden Verspätung auf die Reihe zu kriegen...
... und wer hier auf die alleine für die nächsten paar Wochen angekündigten Streiks klickt, den trifft sowieso der Schlag!
Malpensa liegt weit außerhalb von Mailand mitten in der Pampa bei Gallarate. Anschließend wird der Spaß teuer, denn ein Taxi nach Rimella kostet mindestens 100 EUR. Falls Sie mit dem Taxi fahren, verklickern Sie dem Fahrer unbedingt, dass er über Varallo SESIA fahren muß; mit dem nur zehn Kilometer vom Flughafen entfernten Varallo POMBIA haben wir NIX zu tun! Es fahren zwar täglich mehrere Zubringerbusse beispielsweise nach und von Arona und Novara, so dass man nicht mehr zuerst nach Mailand rumpeln muß ...
... dann ist man ex Malpensa aber auch wieder mindestens 4 Stunden unterwegs. Die Baranzelli-Buslinie Mailand - Novara - Varallo - Alagna ist ebenfalls witzlos, weil sie mitten in Mailand an der Piazza Castello beginnt, den neuen Flughafen bestenfalls von weitem sieht und alleine bis Varallo zweieinhalb Stunden benötigt. Ansonsten gibt es Busse von und nach Malpensa nach und von Alessandria, Arona, Bellinzago, Bergamo, Brescia, Casale Monferrato, Castelnovate, Como, Domodossola, Gallarate, Genua, Gravellona Toce, Intra, Lugano-Chiasso, Mailand, Menaggio, Novara, Oleggio, Pavia, Sesto San Giovanni, Stresa und Turin. Ganz Raffinierte fahren mit dem Taxi nur 35 Kilometer über Oleggio und Momo nach Fara Novarese, dem nächstgelegenen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Novara - Varallo. Kleingeld einstecken für den Fahrkartenautomaten!
Linate ist der einzige Flughafen, der wirklich in Mailand liegt. Bergamo und Malpensa liegen ewig weit außerhalb. Von Bergamo fahren laufend Züge in einer Stunde nach Milano Centrale, weiter wie oben. Man kann sich auch, wie es schon einige unserer Teilnehmer gemacht haben, in Bergamo/Orio al Serio einen Mietwagen nehmen und ist dann in etwa 2½ Stunden in Rimella und hat erst noch ein Auto für weitere Erkundungen im unbekannten Sesiatal und seinen wilden Seitentälern bis hinauf nach Alagna am Monte Rosa!
Der Zielflughafen Nizza ist ideal für den Süden der GTA wegen der Eisenbahnverbindung über Ventimiglia und den spektakulären Colle di Tende nach Cuneo, beispielsweise: Nizza Città ab 1108 (rechts sitzen, Blick aufs Mittelmeer!), Ventimiglia an 1156 ab 1203, Cuneo an 1357. Bus 99 der Auto Nizza Trasporti (ANT, Telefon 04 92298888) fährt alle 30 Minuten vom Flughafen direkt zum Bahnhof. Da die Anreise mit dem Zug von Flachdeutschland über die Schweiz nach Italien, wie oben erwähnt, lang und teuer ist, könnte man sogar zur flugscheinmäßig billigsten Mittagszeit nach Mailand oder Nizza fliegen, mit dem Flughafenbus zum Hauptbahnhof fahren, mit der spottbilligen und zuverlässigen italienischen Eisenbahn weiter in eine sehenswerte Kleinstadt an der Hauptlinie Mailand - Turin wie Novara oder Vercelli (Geheimtip) oder nach Cuneo, dort stundenlang herumzigeunern und schön essen (wo, das lesen Sie hier), in einem netten Stadthotel übernachten und am nächsten Tag in aller Ruhe mit Zug und Bus genauso spottbillig weiter zum Ausgangspunkt der GTA-Weitwanderung fahren, und man hat dann erst noch eine Menge Geld gespart. Die oben genannten Flughafen-Zubringer-Busverbindungen beispielsweise ex Malpensa direkt nach Novara können ebenfalls einbezogen werden.
Wenn Sie ziemlich weit entfernt von der GTA in Flachdeutschland wohnen, lassen Sie Ihre Fantasie spielen. Bei sehr weiter Anreise muß man sich entscheiden zwischen optimaler Bequemlichkeit oder kurzer Gesamtreisezeit oder geringsten Kosten. Verschiedene Verkehrsträger können je nach Priorität entsprechend intelligent kombiniert werden. Es gibt natürlich noch viel mehr Flugverbindungen nach Norditalien als die hier erwähnten. Angenommen, Sie wohnen in irgendeinem Kaff im Emsland nordwestlich von Münster. Fliegen Sie einfach von Münster mit dem Billigflieger in anderthalb Stunden nach Venedig. Mit dem Taxi sind Sie in zehn Minuten am Bahnhof Santa Lucia. Alternativ gibt es nur in Venedig natürlich auch das Wassertaxi. Der Eurostar rast in weit unter drei Stunden für ein Spottgeld nach Mailand - rechts sitzen mit Blick auf die Alpen! -, macht total weniger als sieben Stunden vom Emsland nach Mailand, was für den Anfang schon mal ganz ordentlich ist. Alternativ können Sie auch mit dem ATVO-Bus für nur 4 EUR nach Venedig auf das Piazzale Roma fahren und in zehn Minuten zu Fuß über die Ponte degli Scalzi zum Bahnhof latschen. Oder Sie nehmen vom Marco-Polo-Flughafen den nächstbesten ACTV-Bus zum Bahnhof, der fährt aber zum Bahnhof Mestre und Sie begreifen erst dort, dass der Eurostar hier nicht hält und Sie mit Regionalzügen mindestens vier Stunden nach Mailand brauchen ... Von Hahn kommt man jetzt mit Ryanair auch nach Genua am Mittelmeer und von dort kommt man mit der Eisenbahn in anderthalb Stunden schon mitten ins Piemont, oder noch schneller ans südliche Ende der GTA ... Hahn ist übrigens ein Kaff erstens ohne Bahnhof und zweitens irgendwo hinter einer Autobahnausfahrt namens "Rheinböllen", das mit dem weit über 100 Kilometer entfernten Frankfurt etwa genausoviel zu tun hat wie das Kaff Upflamör auf der Schwäbischen Alb mit München, nämlich N I X ... Alle diese Möglichkeiten und Unmöglichkeiten können bequem vorab im Internet recherchiert werden!
Bevor Sie nach Italien fliegen, schauen Sie vorsichtshalber auf der Streik-Webseite nach, damit Sie mögliche Streiktage vermeiden, denn die Flughäfen und die bankrotte Alitalia werden viel öfter bestreikt als die zuverlässige italienische Eisenbahn.
Alternativen bei Totalausfall des europäischen Flugverkehrs durch Vulkanaschewolken
Je nach aktueller Vulkan-Aktivität und Wetterlage kann man nicht mit dem Flugzeug anreisen und/oder Flüge nicht zuverlässig planen. Rimella und die GTA liegen in Nordwestitalien direkt an der Grenze zur Schweiz ...
... und nicht irgendwo hinter Südtirol oder gar irgendwo hinter Rom. Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass man dieses Gebiet, beispielsweise Brig oder Mailand, auch von Flachdeutschland aus mit Auto oder Bahn bequem innerhalb eines Reisetags erreicht (es gibt noch frühere und spätere Abfahrtsmöglichkeiten) ...
... zum Spottpreis ...
... oder, wer im Nachtzug gscheit schlafen möchte, um 1903 Uhr ex Hamburg nach Basel und in nur 4½ Stunden mit dem Eurocity nach Mailand an 1135 (oder schon vorher in Domodossola 1012 raus und rechts ab mitten ins Piemont). Mitfahrgelegenheiten im Auto findet man beispielsweise hier.
Im übrigen gilt: nur keine Panik. Was für die geschockten Europäer eine noch nie erlebte Situation bedeutet, ist beispielsweise für unsere Projekte in Südostasien völlig normal. Irgendwo hat es immer irgendwelche blöden Vulkane, die gerade rumpeln und den Alltag und den Verkehr behindern, und die bei Start und Landung dann auch noch mitten im Weg herumstehen. Dazu kommen häufig tropische Gewitter und sehr starke Windböen. Wer unter diesen Verhältnissen schon mal einen Schlechtwetteranflug beispielsweise auf Manado erlebt hat, der kann über die "weltberühmte" Rechtskurve direkt vor dem Checkerboard im Final nach Kai Tak nur laut grinsen: die fünf (!) bis zu 2000 Meter hohen Vulkane unmittelbar bei Manado haben kein Checkerboard. WAMM ist nicht nur der ICAO Location Indicator des Airport (Taxifahrer-Standardfrage: 'Epoh?') Sam Ratulangi. !!! W A M M !!! tönt es auch, wenn der Pilot die Kiste nach dem nervigen Tanz durch die Wolken und Vulkane zweieinhalb Mikrosekunden vor dem nächsten Scherwind auf die fast immer wolkenbruchnasse Piste knallt! Insbesondere in Donesien gibt es wegen der recht aktiven Vulkane laufend Evakuierungen und Wiederansiedlungen; das war schon immer so. Ebendort hat es auch den ersten Zwischenfall gegeben, nach dessen Analyse man die überraschende Problematik der Vulkan"asche" - in Wirklichkeit handelt es sich um sandkorn-ähnliche saugefährliche Mikro-Gesteinsteilchen! - endlich erkannt und das moderne weltweite Eruptionswolken-Alarmsystem für den Luftverkehr aufgebaut hat, von dem wir heute profitieren. 1982 geriet eine Boeing 747 der British Airways auf dem Flug von KL nach Perth in die auf dem Wetterradar völlig unsichtbare Eruptionswolke des Gunung Galunggung. Nacheinander und speditiv sind alle vier Triebwerke verreckt. Die Paxe haben Elmsfeuer, Feuerräder, unglaubliche Plasmablitze und gigantische Lichtbögen gesehen und in ihrer Kabine den Schwefelgestank der Hölle gerochen und sind - ein Wunder! - trotzdem nicht durchgedreht. Legendär ist die coole Ansage des Pilot-in-Command Moody: "Ladies and gentlemen, this is your captain speaking. We have a small problem. All four engines have stopped. We are doing our damnedest to get them under control. I trust you are not in too much distress." Damit diese Dramatik hier in Europa endlich richtig verstanden wird, wo es die Obergscheiten immer noch nicht voll geschnallt haben: trotz total zehntausenden Stunden Flugerfahrung hatte niemand im Cockpit die geringste Ahnung von der Ursache der Triebwerksausfälle. Moody plante, die antriebslose Kiste im kontrollierten Gleitflug aufs Meer zu setzen; die Paxe hingegen beteten und einige schrieben die letzten Briefe an die Hinterbliebenen! Erst nach einem viertelstündigen Sinkflug, der die Kiste rein zufällig aus der Gefahrenzone herausführte, gelang es, die Triebwerke nacheinander wieder zu starten, den antriebslosen Gleitflug abzufangen und zu steigen - zurück in die Eruptionswolke. Sofort gab es erneut einen Triebwerksausfall. Moody ging endgültig runter auf FL150, um noch über die verdammten Vulkane zu kommen. Die Notlandung in Jakarta gelang, obwohl durch die "sandgestrahlten" blinden Cockpitscheiben praktisch überhaupt nix mehr zu sehen war und die Crew im Final trotz exzellenter Sicht mehr oder weniger heruntergesprochen werden mußte. Zwei Wochen später hatte eine Boeing 747 der Singline dasselbe Problem, und erst dann wurde die wahnsinnige Gefährlichkeit der Vulkan"asche" erkannt und der Luftraum südlich von WIII komplett gesperrt.
Abgesehen von recht seltenen lokalen Helikopterflügen gibt es im Raum Rimella übrigens keinerlei Fluglärm. Wer in den letzten Jahren den zunehmenden Helikopter-Lärmterror der nordschweizerischen Rustici-Bonzen erlebt hat, die sich ex Locarno oder Lugano oder gar direkt vom Autobahn-Parkplatz Ambri bei Airolo oder Biasca oder Bellinzona weg schon am Freitag samt Wi und Wib auf ihre Satellitenfernsehen- und Solarduschen-Datschas beispielsweise im Maggia-, Onsernone- und Verzascatal fliegen lassen, der kommt sich im Piemont vor wie auf dem Mond. Anders als in den schweizerischen Berggebieten oder gar in Frankreich gibt es im Raum Rimella auch weit und breit keine Flugplätze für die "Allgemeine Luftfahrt", das heißt für die Privat- und Geschäftsfliegerei. Außerdem erhebt sich der fast 4700 m hohe Monte Rosa stets ziemlich eindrucksvoll im Hintergrund und erfordert auch von italienischen und schweizerischen Kampfjets im Übungseinsatz entsprechend respektvollen Abstand. Insidern fällt natürlich sofort auf, dass es selbst im oberen Luftraum keinerlei Überflüge gibt. Wo gibt es heutzutage sowas noch in Mitteleuropa? Nirgendwo sonst!
Aus der Aufsummierung derartiger Radargrafiken über 48 Stunden geht klar hervor, dass das Dreieck Brig - Domodossola - Alagna - und zwar NUR dieses Gebiet! - buchstäblich eine Insel der Seligen praktisch ohne jegliche Überflüge ist. Ex LIMC führen vier parallele Luftstraßen pfeilgrad nach Norden und beschallen flächendeckend die Provinz Varese und das gesamte Tessin, wobei die westlichste Luftstraße über Verbania am stärksten benützt wird - logisch, denn 70 % der Abflüge starten entgegen der Hauptwindrichtung nach Westen und drehen dann nach Norden, was man beispielsweise vom Ortasee aus - oder bei guter Sicht vom Monte Cápio aus! - sehr gut beobachten kann, denn genau dort über Borgomanero wird diese Rechtskurve geflogen. Die Luftstraßen ex LSGG nach LIMC und LIRF führen weit südlich des Monte Rosa vorbei, und die Übungsflüge der schweizerischen Luftwaffe konzentrieren sich offensichtlich auf die Berner Alpen nördlich vom Rhonetal und verschonen glücklicherweise das gesamte Wallis südlich der Rhone.
Eine weitere interessante Grafik zeigt die Sichtbarkeit des Sternhimmels nach Professor Cinzano von der Universität Padua. Oben Zug, links Genf - Lausanne, unten Turin und Mailand. Man sieht auch gut die kleinen hellgelben Lichtzentren Sitten im Wallis und das Aostatal. Gebietskenner identifizieren sogar das volltouristische Mattertal erleuchtet bis hinauf an die Staatsgrenze (!), das Saastal und das Anzascatal, und den Industrietalkessel von Domodossola sowieso: selbst mitten im unmittelbar benachbarten Nationalpark Val Grande wird es nicht mehr richtig dunkel! Rimella, der rote Punkt in der Mitte, liegt in der dunkelsten Zone überhaupt und ist von der unglaublichen Lichtverschmutzung des Nachthimmels, die rund 100 Kilometer über die größten Ballungszentren hinausreicht, vollständig verschont. Selbst kleine Gemeinden und Provinzkäffer mit wenigen hundert Einwohnern streuen - auch bei total klarem Himmel ohne Wolkenreflektion! - schon so viel Licht in die Atmosphäre, dass man sich kilometerweit entfernen muss, um ungestört in den Himmel zu blicken. Im dichtbesiedelten Mitteleuropa gibt es praktisch nur noch in den Hochalpen versteckte Orte ohne jegliche Lichtverschmutzung. Viele Jüngere haben deshalb noch nie die Milchstraße gesehen. Die Verschmutzung durch Streulicht nimmt weiterhin zu und ältere Leute sind naturgemäß eher in der Lage festzustellen, dass es nachts "nicht mehr dunkel wird". Hauptbetroffene sind alle naturinteressierten Menschen: "Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Sterne gesehen" sagen viele unserer Gäste in Rimella! Neumondnächte im Sommer 2012 laut GPS: 21. April, 21. Mai, 19. Juni, 19. Juli, 17. August, 16. September, 15. Oktober.
Fahrgemeinschaften haben wir von Anfang an durch die rechtzeitige Information über die anderen Teilnehmer in einer Wandergruppe massiv unterstützt. Es sind schon Wanderfreunde von Hamburg mit dem Zug nach Köln gefahren und dann mit anderen Teilnehmern gemeinsam im Auto weiter nach Rimella - oder umgekehrt. Bravo, ragazzi! Die Kostenersparnis macht gut und gerne 50 oder 100 EUR aus, und dem Klima tut es auch gut.
Forum Anders Reisen 2010: "Seltener reisen, dafür aber länger bleiben". Ecco bravo ragazzi. Haargenau das, was wir selbst schon immer machen: von April bis Oktober sind wir mindestens fünfmal für jeweils mindestens drei Wochen im Zielgebiet, und seit Jahrzehnten organisieren wir unsere Wandergruppen immer volle acht Tage von Samstagnachmittag bis Sonntagvormittag, damit sich die Anreise für unsere Gäste auch lohnt. Gerne geben wir Ihnen auch Tips und reservieren das Hotel, wenn Sie schon ein paar Tage vorher anreisen oder später abreisen möchten. Weil wir selbst sowieso schon seit Urzeiten immer mit Zug und Bus anreisen - nicht nur am Projekt Rimella, sondern aus Prinzip schon immer und überall! -, haben wir an dieser Stelle schon seit Urzeiten nachdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln propagiert und so umfassend und praxisnah wie möglich beschrieben.
Auf der empfehlenswerten Webseite der Schweizerischen Bundesbahnen - die, wie bereits erwähnt, sowieso nicht mit ärgerlicher Fremdwerbung zugemüllt ist wie diejenige der Deutschen Bahn! - gibt es jetzt auch einen genialen Umweltrechner.
Abgesehen von den üblichen Vorteilen des Bahnfahrens für die Umwelt wird hier endlich auch die effektiv nutzbare Zeit im Verhältnis zur tatsächlichen Reisezeit berechnet. Zeit hat heutzutage sowieso niemand mehr, und Tatsache ist jedenfalls, dass man im Auto zumindest als Fahrer und meistens auch als Beifahrer nicht in aller Ruhe das alles und noch viel mehr tun kann: Nixtun, Zeitung lesen, essen und trinken, telefonieren, knutschen, die Ausrüstung kontrollieren und herrichten, labern, den Mitreisenden auf dem GPS die Geschwindigkeit zeigen (280 in der Pampa hinter Aarau), die Gegend und die Leute anschauen, schlechte Fotos in der Digitalkamera aussortieren und löschen, dem Bauchladenschieber die letzten Biberli abkaufen, pinkeln gehen, den digitalen Fotorahmen für die Freunde in Rimella auf Italienisch umprogrammieren, schlafen, über die geplante Bergtour diskutieren, den Schlepptop aufräumen und entmüllen, die Wanderkarte auswendig lernen, Kaffee trinken, die allerletzten Biberli speditiv vernichten, das helvetische Fahrpersonal auf Tüttschu zutexten oder auf schwäbisch beschimpfen oder auf liechtensteinerisch loben, sich wieder mal die gottverdammte Grammatik reinziehen und/oder die Geheimsprache Valsesiano vertiefen: nel caso in cui DECIDESTE di venire FATEMELO sapere TECAPPI MADIGGITE 'NDUMMASSÜ!!! und so weiter ... Das Fluchzeuch kann man in dieser Hinsicht sowieso gleich ganz vergessen. Die Relevanz der Reisezeit als Nutzzeit wird von den SBB hier genau und verdammt praxisnah definiert.
Die konkreten Auswirkungen des Klimawandels in unserem Arbeitsgebiet beschreiben wir hier.
Natürlich kann man auch zu Fuß nach Rimella und auf die GTA gelangen, beispielsweise in nur sechs Wandertagen von Locarno am Lago Maggiore im Tessin. Man überschreitet dabei die vier wirklich hervorragenden Aussichtsgipfel Gambarogno, Tamaro, Lema und Mottarone. Wie das geht, haben wir hier beschrieben!
Jörg Klingenfuss
Initiative Pro Rimella
Mitglied CAI Sektion Varallo
NACHDRÜCKLICHE WARNUNG: Verwenden Sie niemals E-Müll, wenn Sie zuverlässige Kommunikation wünschen. Während eine Privatperson ihre E-Müll-Adresse jederzeit beliebig ändern kann, ist dies für uns als Inhaber dieser Webseite nicht möglich. Der Austausch von Mitteilungen über E-Müll mitsamt Virus und Spam ist ein Alptraum geworden und macht diese Art von "Kommunikation" extrem ärgerlich, zeitaufwendig, gefährlich und unzuverlässig. Wenn Sie von uns innerhalb einer vernünftigen Zeit, das heißt nach 48 Stunden, noch keine Antwort erhalten haben, dann haben wir Ihre Mitteilung nicht erhalten. Außerdem werden E-Mülls nicht sofort beantwortet, während wir unterwegs sind, also laufend zwischen April und Oktober und insbesondere vor, während und nach den von uns organisierten und geführten Bergwanderungen in Rimella und im Sesiatal; die Termine stehen hier. Außerdem haben wir nach ein paar Wochen Abwesenheit wahrhaftig etwas Besseres zu tun, als unter zigtausend Viagras im Spamfilter auch noch ein paar "echte" Mitteilungen herauszusuchen. Vergiß es! Telefax und Briefpost sind immer noch - und jetzt wieder! - die schnellsten und sichersten Arten der Kommunikation!
0758 ab Stuttgart
1048 an Zürich ab 1102 Gleis 14
1311 an Brig ab 1320
1349 an Domodossola ab 1402 Gleis 1
1501 an Arona ab 1511 Gleis 8 (Nebenstrecke Richtung Santhia)
1543 an Romagnano Sesia ab 1553 Gleis gegenüber
1620 an Varallo, zwei Möglichkeiten:
Grafik anklicken!


0758 ab Stuttgart
1048 an Zürich ab 1109
1450 an Mailand ab 1515
1557 an Novara ab 1722
1835 an Varallo ab 1840 knapper Übergang, der Busfahrer wartet aber immer bis etwa 1850 auf den immer verspäteten Überlandbus aus Vercelli
1930 Rimella an
alternativ kann man schon 1623 ab Novara mit dem Bus nach Varallo an 1757 fahren.
0535 ab Tübingen
0603 an Horb ab 0608
0806 an Schaffhausen ab 0809
0848 an Zürich ab 0909
1250 an Mailand ab 1315
1357 an Novara, ab in die Bar Dogana und ab 1507
1620 an Varallo



Ankunft Basel SBB 0654 aus Richtung Amsterdam: Amsterdam ab 2031 Utrecht 2059 Arnhem 2137 Emmerich 2217 Duisburg 2258 Düsseldorf 2313 Köln 2346 Bonn 0007 Koblenz 0041. Die Nachtzuglinie Amsterdam-Mailand wurde im Dezember 2009 mangels Nachfrage komplett gestrichen, zweifellos eine Auswirkung der fragwürdigen Billigfliegerei. Der neue Zubringer nach Basel (und Zürich) wird jetzt in Karlsruhe mit dem Komet zusammengekoppelt.


0815 ab Mailand 0857 an Novara (knapper Übergang!) ab 0906 1012 an Varallo
0915 ab Mailand 0957 an Novara
1115 ab Mailand 1157 an Novara (Bar Dogana!) ab 1230 1346 an Varallo
1215 ab Mailand 1257 an Novara
1315 ab Mailand 1357 an Novara
1415 ab Mailand 1457 an Novara ab 1507 1620 an Varallo
1515 ab Mailand 1557 an Novara
1615 ab Mailand 1657 an Novara ab 1722 1835 an Varallo
Originaltelegramm des Sektionsingenieurs Zollinger
an Oberingenieur Bridel in Luzern
"Sonde hat gestern Abend 6 ¾ Uhr Scheidenwand paßiert.
Nach derselben ist Durchschlag.
Differenz quasi null."
Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der
Stiftung Historisches Erbe der SBB
Grafik anklicken!
Die kürzeste Schlagzeile in 190+ Jahren ...
1. März 1880
Neue Zürcher Zeitung
Zeitungsausschnitt anklicken!
nachweislich am 14. Oktober 2010 um 1751
zum Hauptdurchschlag gratuliert
und einen Fehler von 7 Zentimetern vorausgesagt
Leider haben wir uns geirrt:
es waren dann doch 8 Zentimeter ...

"Eine Odyssee ohne Ende"
"Eine Schande, ihr solltet endlich verrecken!"
La Stampa, Turin
11. Juli 2009



Oben Bern - Luzern
Links Genfer See
Unten rechts Malpensa
Der rote Punkt ist Rimella
Grafik anklicken!


Hagenloher Str. 14
D-72070 Tübingen
Telefon 07071 62830
Fax 07071 600849
E-Mail info@rimella.de