
Die intelligente Anreise ex Deutschland kostet weniger als 70 EUR! Von jedem deutschen Bahnhof für nur 39 EUR nach Mailand, weiter mit der spottbilligen italienischen Eisenbahn in Lokalzügen mit zweimal umsteigen über Novara nach Varallo Sesia und dann Bus rauf nach Rimella. Einzelheiten siehe hier!
Auto
Fahrgemeinschaften
Bahn und Bus
Flugzeug
Klimawandel
Zu Fuß

Durchgehende Autobahn über den Gotthard ins Tessin nach Bellinzona. Für die Benützung der schweizerischen Autobahnen benötigt man einen Mautgebühren-Aufkleber, der 2010 40 CHF kostet und jetzt auch im Internet gekauft werden kann.
Obwohl es ex Bellinzona nur noch 120 Kilometer sind, müssen Sie für die restliche Strecke von der Autobahnabfahrt Bellinzona nach Rimella mit knapp drei Stunden Fahrt rechnen, denn alleine von Ascona nach Verbania benötigt man auf der vielbefahrenen und schmalen und kurvenreichen - und landschaftlich sehr schönen! - Uferstraße bis zu einer Stunde, und es gibt keine Umfahrungsmöglichkeiten. Über Locarno und Ascona am Westufer des Lago Maggiore nach Brissago, wo man unmittelbar vor der Staatsgrenze unbedingt volltanken sollte, denn in Italien ist Benzin wegen der hohen Besteuerung manchmal noch teurer als in Deutschland! Weiter nach Cannobio - Verbania - Gravellona Toce - Omegna am Lago d'Orta. In Omegna gibt es bei der Firma Alessi weltberühmtes Designer-Küchenzubehör im Fabrikverkauf. Ins Zentrum von Omegna hineinfahren und genau auf die Wegweiser Richtung Nonio - Passo della Colma - Varallo achten: auf der Via Fratelli di Dio unter einer unscheinbaren Eisenbahnbrücke durch, dahinter an der Ampel (vor der Piazza Beltrami) nach links über den Fluß auf die Via E. de Amicis und sofort danach die erste Einbahnstraße rechts runter abbiegen Richtung See. (Wer hingegen ins Stronatal nach Forno möchte, fährt an der Ampel geradeaus auf die Piazza Beltrami und biegt rechts ab auf die Via de Angeli.) Neuer Kreisverkehr am Seeufer, hier links abbiegen über die kleine Brücke und am See entlang, dann rauf nach Nonio und Cesara. 2 km südlich geht nach Westen die wenig befahrene schöne Straße über den 900 m hohen Sattel La Colma direkt nach Civiasco - Varallo. In Varallo nicht in die enge Altstadt hineinfahren, sie ist für den Durchgangsverkehr aus gutem Grund gesperrt! Man fährt auf der Via Brigate Garibaldi Richtung Centro - Stazione (Zentrum - Bahnhof), biegt jedoch schon nach ein paar hundert Metern vor der TAMOIL-Tankstelle links ab auf die Uscita (Ausfahrt) Varallo Süd der Staatsstraße 299 in Richtung Alagna. (Nur wer zum Albergo Italia möchte, fährt hier geradeaus weiter in die Hauptstraße Corso Roma. Übernachtungsgäste parken im Innenhof. Achtung, dienstags ist von 0700 bis 1200 großer Wochenmarkt in Varallo, dann kann man zwischen 0600 und 1300 das Albergo Italia nicht mit dem Auto erreichen oder verlassen und parkt einfach etwas abseits!) Die Stadt wird westlich umfahren; rechts sieht man ein großes altes Fabrikgebäude. Unmittelbar dahinter nimmt man die unscheinbare Ausfahrt Varallo Nord Richtung Cravagliana - Fobello - Rimella. Rechts in die Via M.T. Rossi, an einer Tankstelle vorbei und links in die Via d'Adda, die geradeaus ins Mastallonetal führt. Im Zweifelsfall immer nach Fobello schauen/fragen, das kennen die Leute (dort ist Lancia geboren). Erst kurz vor Fobello rechts ab nach Rimella.

Das kleine Hotel liegt in einem einsamen mittelalterlichen Bergdorf und ist eine Minute Fußweg von der Straße entfernt. Mit dem Auto fahren Sie bis zur Frazione (Ortsteil) Chiesa (Kirche) und parken Sie auf dem großen ebenen Parkplatz vor der Kirche, wo unter den Bäumen Tische und Bänke bei einer Informationstafel stehen. Hier ist auch die Endstation der Buslinie. Nehmen Sie den Fußweg, der links (westlich) von der großen Kirche abwärts zwischen den Häusern zum Albergo führt - direkt neben dem gelben Baukran!

Warnung: Bei falscher Programmierung zeigen viele GPS-Navigationsgeräte und Internet-Routenplaner NICHT die geniale Abkürzung Omegna - Civiasco - Varallo über die unbekannte Nebenstrecke Passo della Colma. Sie führen viel zu weit südlich nach Borgosesia, oder gar über die Autobahnen um Mailand!
Wer den Stau am Gotthard und/oder den langen Gotthard-Straßentunnel fürchtet, oder wer eine andere Strecke fahren möchte, der kann zum Beispiel weiter westlich über den Simplonpaß oder weiter östlich über den San-Bernardino-Paß oder -Straßentunnel fahren. Auf mehreren Eisenbahn-Tunnelstrecken gibt es außerdem die geld-, zeit- und nervensparende Möglichkeit der Autoverladung.
Um Enttäuschungen und Mist-Verständnissen vorzubeugen, weisen wir nachdrücklich darauf hin, daß Rimella für die gerade hier bei uns in Süddeutschland allseits beliebten "Wochenendtouren" und "Sektionsfahrten" viel zu weit entfernt ist: hinter Bellinzona ist Schluß mit der Autobahn und vom Lago Maggiore aus sind es dann noch gut zwei bis knapp drei (!) Stunden Fahrt auf kurvigen Landstraßen. Kurzreisen ins Sesiatal sind also bestenfalls von der Nordschweiz aus durchführbar. Hierdurch ergibt sich ein natürlicher Filtereffekt, denn in die abgelegenen und wilden Bergtäler "hinter" dem Monte Rosa kommen wegen der relativ weiten Anreise nur solche Leute, die mindestens vier oder fünf Tage bleiben. Solche Touristen begreifen die Berge nicht nur als Kulisse und die Bergbewohner nicht nur als Attrappen, sondern sie interessieren sich intensiv und nachhaltig für diese unbekannte und unerschlossene Gegend: in Rimella und im Sesiatal haben wir schon jetzt zahlreiche "Wiederholer"! Die aus den Nord- und Ostalpen berüchtigten hektischen Wochenendtouristen, die noch am Freitagabend auf der Autobahn ins Allgäu oder nach Tirol brettern oder im Stau stehen, um anschließend zwei Nächte lang auf sogenannten Berg"hütten" durchzufeiern, kommen allenfalls bis ins Tessin und nicht weiter. In Rimella hat man noch seine Ruhe!
In Varallo gibt es Wegweiser nach Locarno. Diesen sollte man bei der Rückfahrt NICHT folgen, denn sie führen mitten in die Pampa zu einem Ortsteil von Varallo, und NICHT nach Locarno am Lago Maggiore!
Im Internet gibt es kostenlose Routenplaner, beispielsweise hier. Rimella liegt praktisch genau südlich von Tübingen, laut GPS exakt 299 Kilometer Luftlinie entfernt in Richtung 192°. Anders als bei der Anreise nach südostalpinen Massentourismus-Zielen wie beispielsweise Kärnten (Klagenfurt 453 Kilometer Luftlinie 115°) oder Südtirol muß man also nicht zuerst mal satte 200 Kilometer (!) durch die oberbayrische Pampa nach rechts Richtung Rußland rumpeln, bevor es dann vielleicht irgendwann einmal endlich in die Berge geht. Die Routenkarte zeigt deutlich, daß man von hier aus sofort nach Süden direkt in die Alpen startet. Übrigens liegt Sihlbrugg, unmittelbar südlich von Zürich, laut GPS genau in der Mitte zwischen Tübingen und Rimella!
Wir fahren normalerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Tübingen nach Rimella. Mit dem Auto fährt man spätestens um 0400 los, dann ist man um 0800 - lange bevor die Lastwagen kommen - schon hinter dem Gotthard auf der Südrampe hinunter ins Tessin und kann den Standard-DRS-Drü-Wetterbericht live begrinsen: "Im Süden ziemlich sonnig." Wichtig ist, daß man spätestens um 0630 Zürich weit hinter sich hat, denn der Pendlerverkehr in die größte Stadt der Schweiz ist ein Wahnsinn.
Eine schöne Strecke - und die kürzeste sowieso ...

... führt weiter westlich durch den Lötschberg ...

mit bequemem und speditivem Autoverlad, der Geld, Kilometer, Nerven und Zeit spart und erst noch umweltfreundlich ist:

Die Fahrzeit beträgt eine Stunde. Eine Strecke kostet 90 CHF in 2010. Eine rechtzeitige Reservation wird dringend empfohlen, einfach per Telefon oder Internet und Bezahlung per Kreditkarte. 10 CHF Rabatt für Vorbuchungen mit Rückfahrten. Die Verkehrslage auf den Zufahrtsrampen steht hier.
An Freitagen und Samstagen fahren Autozüge von Hamburg Hildesheim Düsseldorf Frankfurt direkt nach Alessandria mitten im Piemont. Von dort erreicht man in maximal zwei Stunden praktisch alle Taleingänge im gesamten Alpenbogen der GTA. Von Hamburg nach Alessandria und zurück zahlt man zu viert im Liegewagen mit Abteilbuchung und Frühstückssnack total 1173 EUR, also gerade mal 147 EUR pro Person und Strecke, und umweltfreundlich ist die Reise erst noch. Für etwas mehr Geld reist man im Schlafwagen. Bei frühzeitiger Buchung gibt es natürlich erhebliche Rabatte und Sonderpreise! Mit dem Auto sind das hin und zurück 2400 Kilometer, das kostet alleine an Kraft- und Schmierstoffen schon satte 400 EUR plus Mautgebühren, Abschreibung für Abnutzung und zweimal (!) 13-14 Stunden nonstop Fahrer- und Beifahrerstreß = zwei verlorene Urlaubstage!

Wer mit dem Auto anreist und gerne gut ißt und trinkt, dem empfehlen wir dringend, mindestens 100 Euro pro Person extra mitzunehmen. Wenn Sie nämlich erst mal gesehen haben, welche kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Sesiatal und aus dem Piemont es in Rimella und Varallo original und erst noch günstig zu kaufen gibt, dann laden Sie sich erfahrungsgemäß den ganzen Kofferraum damit voll! Falls Sie durch die Schweiz zurückfahren, lassen Sie sich zum Herzeigen beim Zoll IMMER realistische Quittungen ausstellen. Beamte sehen gerne Kassenbelege mit Buchungsaufdruck und die schweizerischen und deutschen Zöllner sind nicht dumm. Die Personen-Freizügigkeit nach dem Beitritt der Schweiz 2008 in das sogenannte "Schengen-Abkommen" bedeutet lediglich visafreies Reisen und gilt natürlich NICHT für Waren, denn die Schweiz ist nach wie vor NICHT Mitglied irgendeiner komischen "Zollunion" und bei entsprechendem Verdacht werden weiterhin nicht nur die Waren, sondern auch die Personen kontrolliert, jetzt auch beliebig MITTEN im Land und nicht nur an der Grenze. Personalausweis oder Reisepaß muß weiterhin zwingend mitgeführt werden! Nähere Auskünfte finden Sie hier.

Damit Sie für die Anreise eventuell Fahrgemeinschaften machen können, werden wir den Teilnehmern an unseren geführten Bergwanderungen in Rimella und im Sesiatal rechtzeitig vorher die Adressen der anderen Bergfreunde mitteilen, normalerweise mit dem Versand der Reiseunterlagen etwa drei bis vier Wochen vor Reisebeginn. Wenn Sie diese Adreßliste schon vorher benötigen, beispielsweise um sich zwischen Billigflug und Mitfahrgelegenheit und Nachtzug zu entscheiden, kontaktieren Sie uns bitte sofort. Fahrgemeinschaften schonen sowohl die fragile Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel. Außerdem kostet im Zeitalter von Ölpreisexplosion und Ökosteuer das Benzin auch in Italien inzwischen 1,50 EUR pro Liter und mehr. Auch bei der Bahn können Fahrgemeinschaften wegen verschiedener Gruppentarife und Mitnahmeregelungen, zumindest für den deutschen Sektor, sinnvoll sein.
Bahn und Bus
• ex Süddeutschland und Schweiz
• ex Flachdeutschland
• Allgemeine Hinweise
Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man die nationalen Feiertage in Italien kennen, weil dann lokale Verbindungen - beispielsweise von Arona nach Romagnano Sesia nach Varallo nach Rimella - oft ausfallen: 1. Januar Capodanno, 6. Januar Epifania, Ostermontag Lunedì dell'Angelo, 25. April Festa dla Liberazione, 1. Mai Festa del Lavoro, 2. Juni Festa dla Repubblica, 15. August Assunzione di Maria Vergine, 1. November Tutti i santi, 8. Dezember Immacolata concezione, 25. Dezember Natale und 26. Dezember Santo Stefano. Am besten reserviert man sich für solche Reisetage rechtzeitig (das heißt: mindestens einige Tage zuvor!) ein einheimisches Taxi; Tiziano Andreoli holt und bringt Sie freundlich und zuverlässig auch feiertags direkt von und zu den genannten Bahnhöfen. - Außerdem gibt es noch lokale Feiertage, beispielsweise den Namenstag eines Ortsheiligen.
Orte auf der GTA-Anreise sind hier beschrieben. Fahrpläne gibt's im Internet unter Schweizerische Bundesbahnen. Die SBB haben auch sämtliche deutschen und italienischen Nebenbahnen und Provinzzüge in der Datenbank!
Ferrovie dello Stato mit Einzelheiten zu sämtlichen italienischen Nebenbahnen, auch der Nebenstrecken im Piemont wie Arona - Romagnano Sesia ( - Santhia) und (Novara - ) Romagnano Sesia - Varallo Sesia. Das hervorragende System der Nahverkehrs-Dieseltriebzüge bietet gute (Umsteige-) Verbindungen, fährt spottbillig und ist auf die Minute pünktlich. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden viele Bahnhöfe und Bahnsteige der Regionalbahnen mit großem Aufwand modernisiert - beispielsweise der Knotenpunkt Romagnano Sesia und teure Brücken bei Quarona im Sesiatal - und es ist davon auszugehen, daß diese Nahverkehrszüge in Zeiten wie diesen mit zunehmenden Staus auf den Straßen noch lange verkehren werden.
Region Piemont Lokaler öffentlicher Nahverkehr in Piemont einschließlich aller Buslinien. Auch hier stehen die aktuellen Fahrpläne aller Lokalzüge.
Bahn und Bus ex Süddeutschland und Schweiz
Stuttgart - Zürich - Bern - Brig - Domodossola - Arona - Romagnano Sesia - Varallo Sesia. Wesentlich kürzer als der große Umweg über Novara oder gar über Mailand! Letzter Bus nach Rimella 1840 ab Varallo. In der Bahnhofsbar Fahrkarte nach Rimella kaufen, der Busfahrer hat keine Fahrkarten. Der Busfahrplan Varallo - Rimella steht hier.
Beispielsweise (Fahrplan 2010 an Wochentagen; ohne Gewähr, jeweils etwa 10 Minuten für's Umsteigen)
Seit der Inbetriebnahme des neuen Lötschberg-Basistunnels im Dezember 2007 hat sich die Anreise auf dieser Strecke um über eine Stunde verkürzt. Man fährt schon hinter dem Thunersee bei Frutigen in den Berg (das Portal liegt etwa bei GPS 396507 5159236 746) und von Zürich nach Varallo im Sesiatal sind es jetzt nur noch 5¼ Stunden! Eine noch größere Zeitersparnis von mindestens zwei Stunden (!) für die Anreise über den Lago Maggiore und Mailand wird ab 2017 der neue Gotthard-Basistunnel bringen, von dem bereits 95 Prozent ausgebrochen sind.
Seit 2008 kann man tagsüber für nur 39 EUR von jedem deutschen Bahnhof nach Nord-Italien fahren. Der Tarif nennt sich "Europa Spezial Italien". Es besteht Reservierungspflicht sowie Zugbindung und die Zahl der Plätze ist beschränkt, daher sollte man sobald wie möglich buchen.
Warnung: Allem Anschein nach gilt dieser Sondertarif "Europa Spezial Italien" seit 2010 nur noch auf der ostalpinen Brenner-Strecke über München - Bozen - Verona (- Mailand), was für uns Südwestdeutsche einen absurden Umweg von mehreren Hundert Kilometern = vielen vielen Stunden bedeuten würde: eine echte Frechheit. Es gibt offensichtlich keinen Spezialtarif mehr für den zentralalpinen Gotthard und den westalpinen Lötschberg nach Mailand. Also muß man seriell tricksen:
1. Mit dem Tarif "Europa-Spezial Schweiz" fährt man für nur 39 EUR von Deutschland nach Brig. Erste Klasse kostet nur 59 EUR, mit dem Halbtax oder der Bahncard 25 sogar nur 51e75!
2. Von Brig fährt man mit dem Regionalzug ab 1321 (und NICHT vorher oder nachher mit den reservierungspflichtigen Eurocity-Zügen!) nach Domodossola. SBB-Fahrkarten kann man leider noch nicht per Kreditkarte im Internet kaufen und sofort zuhause als PDF-Dokument am PC ausdrucken lassen, also kauft man diese Fahrkarte entweder A. während der Anreise von Basel/Bern/Zürich im Zug nach Brig beim Kontrolleur für etwa 12 CHF, oder B. sofort nach der Ankunft für 7 CHF in Brig am Schalter oder Automat, oder C. bei knappem Umstieg als Anschlußfahrkarte direkt im Zug für etwa 12 CHF - falls überhaupt jemals ein Kontrolleur vorbeikommt ..., oder D. mehrere Wochen vorher per E-Mail-Bestellung über die SBB mit sauteurem Postversand.
3. Von Domodossola fährt man weiter mit Regionalzügen (und NICHT vorher oder nachher mit den reservierungspflichtigen Eurocity-Zügen!) über Arona und Romagnano Sesia nach Varallo. Die Fahrkarte kostet lächerliche 7 EUR, man kauft sie entweder in Domodossola oder bei knappem Umstieg 3-4 Wochen vorher per Post - einschließlich Portokosten für die Zusendung nach Deutschland - für total 10 EUR im Briefumschlag bei Walser Viaggi in Varallo. Sie ist ab Ausstellungsdatum zwei Monate gültig und muß diese Fahrkarte unbedingt vor dem Einsteigen in Domo am orangefarbigen Stempelkasten entwertet werden!
Die Rückfahrkarten Varallo - Domodossola und Domodossola - Brig im Eurocity mit Platzreservierung kauft man einige Tage zuvor direkt in Varallo bei Walser Viaggi.
Achtung: Der Simplon ist bis Dezember 2010 täglich für mehrere Stunden gesperrt wegen der Sanierung des Kehrtunnels bei Varzo ob Domodossola. Die (wenigen ...) internationalen Verbindungen - insbesondere der Regionalzug ab Brig 1321 nach Süden oder der Eurocity 52 Mailand - Brig - Bern - Basel ab Domo 1248 nach Norden - fahren jedoch normal.
Achtung: Wegen den Problemen mit dem gottverdammten Siemensschrott und wegen dem Projekt "Stuttgart 21" verkehren seit 21. März 2010 auf der Gäubahn Stuttgart - Zürich keine ICE-Züge mehr, sondern nur noch normale schweizerische IC-Züge. Konkret hatte es am 20. April 10 Minuten Verspätung und es wurde gerade noch der Zug nach Bern - Brig erreicht: zum speditiven Aussteigen spätestens um 1035 mit breiten Ellenbogen ganz vorne an der ersten Tür links stehen! Die Beantwortung einer Anfrage vom 26. März 2010 an die Deutsche Beamtenbahn lesen Sie hier; die speditive Antwort geht zwar nicht konkret auf die Frage ein, aber die Beschwerdestelle gibt sich offensichtlich Mühe, auch wenn ums Verrecken nicht das Wort Siemens(-Schrott) verwendet wird. Unter dem unsäglichen superarroganten und rotzfrechen Mehdorn - ein überaus lächerlicher Giftzwerg à la Sarkozy und seinerzeit installiert von Schröders Gnaden, das sagt wohl alles! -, der es wagte, uns jahrzehntelange treue Bahn-Kunden übelst zu beschimpfen, hätte das noch ganz anders getönt!
Achtung auf zwei wichtige Änderungen in 2010 gegenüber 2009: erstens gibt es tagsüber während mehrerer Stunden keine internationalen Züge mehr von Brig nach Mailand, und zweitens halten die (wenigen ...) internationalen Züge jetzt nicht mehr in Arona, so daß man jetzt über Domodossola herum- und heruntergurken muß!
Spätere Verbindung wegen der zahlreichen von den SBB gestrichenen Mittagsverbindungen: von Basel EC57 Bern ab 1335 Brig ab 1444 Stresa an 1538 ab 1548 Arona an 1549 ab 1730 umsteigen in Romagnano Sesia, Varallo an 1835!
Wenn von Domodossola die Anreise über Stresa am See entlang nach Arona - (Borgomanero -) Romagnano Sesia zu knapp wird, kann man eventuell auch die etwas kürzere Verbindung von Domodossola über Omegna nach Borgomanero nehmen und von dort mit Zug oder Taxi nach Romagnano Sesia - Varallo kommen. Der Fahrplan steht hier.
Seit Fahrplanwechsel Dezember 2008 sollten auf der Simplon-Achse von Bern nach Mailand sechsmal täglich ausschließlich Neigezüge eingesetzt werden mit einer Fahrzeit von exakt 3 Stunden. Die SBB haben dafür 14 Züge Pendolino Due ETR 610 bei FIAT bestellt. Leider gibt es gigantische gallische Probleme, denn FIAT Ferroviaria wurde inzwischen ausgerechnet von ALSTOM aufgekauft, einer der berüchtigten französischen Staatsfirmen ...
... das traurige Ergebnis für uns arme Bahnkunden ist jedenfalls das gewohnte gallische Chaos mit jahrelangen Verzögerungen: bei sechs Reisen von Mailand nach Zürich in 2009 hat nachweislich (GPS und Zangenabdruck!) nur ein einziges Mal - Mitte September 2009 - der kritische Übergang in Locarno funktioniert, und wir hatten akkumuliert bis Tübingen stets über zwei Stunden Verspätung, total also weit über 10 Stunden. Im Lande der staatlich verordneten systemimmanenten französischen Faulheit mag das völlig normal und more often than not erst noch wünschenswert sein, aber WIR müssen nun mal ARBEITEN! Eine ausführliche Medienorientierung der SBB, die ebenfalls schon lange die Schnauze voll hat und für einmal - endlich! - kein Blatt vor den Mund nimmt, stellte schon 2008 fest: "Nach bald sechs Jahren fehlen nach wie vor die Anfang 2004 bestellten neuen Fahrzeuge des Typs ETR 610". Ein unglaublicher Skandal, jedoch absolut typisch für das so größenwahnsinnige wie korrupte und unfähige Gallien!
Wer von München oder Nürnberg nach Rimella möchte, der fährt je nach Abfahrtzeit entweder über Stuttgart (das ist jetzt kein Witz!) in etwa sechs Stunden nach Zürich und dann weiter wie oben, oder er fährt gleich über den Brenner und Verona in etwa acht Stunden mit nur zweimal umsteigen nach Mailand. Alles andere - Siemensschrott EC194/196 über Lindau mit legendären Verspätungen, oder die Gurkerei über Chur und so weiter mit mehr als zehnmal umsteigen - wäre ein Wahnsinn!
Wer nicht so oft umsteigen und dafür etwas mehr bezahlen möchte, fährt über Mailand: Stuttgart - Zürich - Mailand - Novara - Varallo Sesia. Einige Züge sind Original-FIAT-Pendolini - das sind die berühmten Pendelzüge vom piemontesischen Erfinder dieser legendären Technik, die anders als der ständig kaputte und verspätete Siemensschrott schon seit vielen Jahrzehnten mehr oder weniger anstandslos funktionieren! - mit entsprechender Zeitersparnis. Fahrplan 2010 an Wochentagen; ohne Gewähr:
Frühere Verbindung beispielsweise mit Regionalzügen:
Alternativ kann man bereits ab Novara mit dem Bus fahren. Der letzte direkte Bus der Firma Baranzelli (Telefon Romagnano Sesia 0163 835222 oder 834125) geht Novara 1623 1757 Varallo; damit wird der letzte (ATAP-) Bus Varallo 1840 1935 Rimella erreicht. In Novara fahren die Busse nach Varallo unmittelbar vor dem Haupteingang zum Bahnhof ab, also auf der Straße direkt am Eingang zu den Fahrkartenschaltern bei den zwei Telefonzellen, wo auch eine große Tafel mit den Fahrplänen sämtlicher Regionalbusse steht. Die Fahrkarte nach Varallo kauft man beim Busfahrer, sie kostet 3,50 EUR. Wie in allen größeren Städten auch in Novara Achtung auf Drogenhändler und Taschendiebe am Bahnhof, insbesondere unmittelbar beim Einsteigen in den Bus oder Zug! Der Busfahrplan Varallo - Fobello - Rimella steht hier, die Fahrkarte kauft man in der Bahnhofsbar in Varallo. Dort kann man dann für die Rückfahrt gleich eine Fahrkarte Varallo - Novara kaufen, sie kann irgendwann innerhalb der nächsten 60 Tage benutzt werden (so einfach ist Bahnfahren in Italien!), sie muß dann am Bahnhof (UNMITTELBAR VOR der Rückfahrt mit der Eisenbahn!) mit dem orangefarbigen Kasten abgestempelt werden.
Der Busfahrplan Varallo - Balmuccia - Boccioleto - Rimasco - Rima - Carcoforo steht hier. Der Busfahrplan Varallo - Alagna steht hier. Alle Linien im Sesiatal stehen hier!
Auf der Rückfahrt wird mit dem ersten Linienbus ab Rimella 0700 problemlos der Pendolino 16 ab Mailand 1110 erreicht, der in nur 3½ Stunden über den Gotthard nach Zürich an 1451 rast. Dort wechselt man ab 1514 auf den Intercity 184 nach Stuttgart, der uns 1717 in Horb mit sofortigem Anschluß 1724 nach Tübingen entläßt. Die Rückfahrt erfolgt bevorzugt über Mailand statt über Brig, weil es bereits seit 2007 - lange vor der Baustelle im Sommer 2010! - vormittags und mittags übere mehrere Stunden keinerlei internationalen Züge mehr ex und nach Domodossola durch den Simplon gibt!
Die brutale Entvölkerung und Überalterung im Sesiatal geht weiter. Wer arbeiten geht, hat sowieso ein Auto, und fast alle Buslinien fahren legendär leer in der Gegend herum. Seit 2006 wird daher in ausgewählten Gemeinden des Sesiatals der Betrieb eines Rufbusses geprüft. Man kann individuelle Fahrten einen Tag vorher reservieren unter einer kostenlosen Telefonnummer - natürlich nur innerhalb von Italien und selbstverständlich nur in italienisch, denn dieses System wird von der Region und von der Provinz für die letzten Einwohner dort oben finanziert und subventioniert, "das einzige sinnvolle Projekt in 20 Jahren, das uns die Faulenzer aus dem Flachland gebracht haben", sagen die alten Leute in den aussterbenden Bergdörfern des gottverlassenen Sesiatals.
Bahn und Bus ex Flachdeutschland
Bei entsprechend langer Vorbuchung im Internet gibt es fallweise recht günstige Sondertarife für Nachtzüge ex Flachdeutschland. Die Züge halten auch an vielen Unterwegsbahnhöfen und bedienen somit flächendeckend ganz Preußen nördlich vom Weißwurstäquator. Beachten Sie aber unbedingt, daß in Italien am Wochenende viele Lokalkurse von Bus und Zug am Sonntag nicht fahren, eben weil am Sonntag auch niemand zur Arbeit fährt. Das bedeutet, daß es extrem umständlich und zeitraubend ist, an einem Sonntag beispielsweise von Rimella aus einen Nachtzug ex Basel oder Zürich nach Preußen, oder einen Billigflug ex Bergamo 1800 zu erreichen. Reisen Sie also besser erst am Montag zurück. Aus demselben Grund reisen wir prinzipiell nur an Wochentagen. Alternativ leisten Sie sich für 90 EUR ein Taxi von Rimella nach Novara. Tiziano Andreoli, Telefon 0163 52842 und 339 7892335, stammt aus Cravagliana im Mastallonetal und bringt Sie freundlich und zuverlässig auch samstags oder sonntags direkt zum Bahnhof auf den Intercity nach Mailand!
Einige ICE-Züge fahren auch mitten in der Nacht. Es handelt sich hier um Leerfahrten von Zügen, die für den Umlauf im Wochentakt über Nacht bis zum nächsten Morgen wieder an die richtige Stelle gebracht werden müssen. Das sind allerdings hundsgewöhnliche ICE-Züge, ohne Schlaf- und Liegewagen, und das Resto ist nachts sowieso geschlossen. Für Rimella- und GTA-Wanderer sehr interessant ist der ICE 609 von Kiel nach Basel. Bei 772 Kilometer Luftlinie fährt dieser Zug trotz satten 27 Unterwegshalten eine Durchnittsgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern, diese Züge sind also nicht ganz so pennermäßig langsam unterwegs wie die Schlafwagenzüge. Ob man überhaupt zum Schlafen kommt, wenn der Zug alle 20 Minuten irgendwo hält, ist Nervensache. Diese Möglichkeit der Anreise aus Flachdeutschland ist jedenfalls ideal für Reisende, die so spät wie möglich abfahren möchten, beispielsweise in Köln erst um 2353, und/oder die erst noch in einem Provinzkaff wie Bingen oder Bruchsal oder Neumünster wohnen. Der Gegenzug ICE 608 verläßt Basel um 2326.
Bahn und Bus - Allgemeine Hinweise
Wenn Sie nach Mailand reisen, empfiehlt es sich im Hochsommer, der unerträglichen Gluthitze und dem fürchterlichen Smog in den Städten der padanischen Tiefebene, wo es oft 40 Grad hat ohne den geringsten Luftzug, so schnell wie möglich zu entfliehen. Fahren Sie also, ohne lange zu überlegen, noch vor der Mittagshitzewelle mit den nächsten Zügen über Novara sofort morgens und vormittags weiter nach Varallo und dann um 1355 oder 1840 mit dem Bus - oder sofort mit dem Taxi, siehe oben - rauf nach Rimella. Ihr verspätetes Frühstück kaufen Sie besser nicht im Bahnhof von Mailand. Wenn Sie in Novara 20-25 Minuten Zeit haben, gehen Sie vom Bahnhof raus, links über die Straße und die Treppe hoch zur Bar Dogana unter den Arkaden. Der Typ hinter der Theke macht Ihnen, gerne auch zum Mitnehmen, verschiedene Arten von belegten Brötchen (Panini) zu korrekten Preisen. Das übliche Zuckerzeug und Eis hat er natürlich auch, und wenn Sie ihn höflich darum bitten, gibt es sogar eiskaltes Wasser zum Nachfüllen der Siggflaschen. Von Mailand nach Novara unbedingt rechts!!! sitzen, der Zug macht eine Schleife durch Mailand und bei der anschließenden langen Fahrt immer geradeaus nach Westen Richtung Turin knallt logischerweise von links stundenlang die Sonne rein. Von Novara nach Varallo ab Mittag ebenfalls rechts!
0715 ab Mailand 0757 an Novara (Bar Dogana!) ab 0906 1014 an Varallo
Mit diesen Zügen werden auch die Regionalbusse Novara - Varallo erreicht. Diese sind aber wesentlich unbequemer als der Lokalzug wegen den engen Sitzen und der wesentlich längeren Fahrzeit durch das umständliche Herumgegurke mitten durch die engen mittelalterlichen Ortskerne. Außerdem gibt es Intercity und Eurocity. Der Eurostar - der beste Fernreisezug Europas, hergestellt von der Traditionsfirma Ansaldo in Genua und viel besser als der sauteure deutsche "ICE"! - lohnt sich aber auf Kurzstrecken wegen des relativ hohen Zuschlags und der obligatorischen Sitzplatzreservierung nicht.
Die Ausführungen über das Strona- und das Sesiatal im GTA-Führer auf Seite 86 sind teilweise unvollständig und falsch. Die Linie 161 ins Mastallonetal heißt richtig Varallo - Fobello - Rimella. Die Linie 162 ins Sermenzatal heißt richtig Varallo - Balmuccia - Rimasco - Rima - Carcòforo, aber Vorsicht: nicht alle Kurse dieser Linie beginnen oder enden in Varallo! In diesem Fall fährt man mit der Linie 164 Varallo - Alagna im großen Überlandbus bis Balmuccia und steigt um in den kleinen Lokalbus, der dort schon bereitsteht. Der Busfahrer eben dieser Linie 162 macht es genauso, denn die Zeit zwischen zwei Fahrten kann er in Varallo besser vertrödeln als auf dem langweiligen Parkplatz an der Hauptstraße ins Sesiatal, wo es nicht einmal eine Bar gibt. Links zu den Fahrplänen für die wichtigen Busverbindungen von Varallo direkt zu den GTA-Etappenorten Rimella, Fobello, Carcoforo, Rima und Alagna finden Sie in unserer GTA-Unterkunftsliste direkt beim jeweiligen Etappenort. Die Buslinien in den Provinzen Biella und Vercelli werden schon seit Jahrzehnten von der ATAP betrieben, deren Anschrift und Telefonnummern Sie natürlich ebenfalls in unseren Fahrplänen finden. Der ehemalige ATAP-Busfahrer Signore Franco aus dem Rimella-Ortsteil Grondo fuhr im Zweiten Weltkrieg die Strecke von Varallo ins Mastallonetal - eine nicht asfaltierte Schotterpiste! - noch mit einem museumsreifen Holzvergaser-Bus und später mit einem umgebauten Militär-Lastwagen; im Stronatal war es genauso archaisch, siehe das 1949er-Foto vom "Sambughetto Express" auf Seite 45 im Stronatal-Wanderführer. In Grondo war dann Ende der "Ausbaustrecke", sämtliche Einkäufe und Baumaterialien und Waren mußten mit Tragtieren oder auf dem eigenen Rücken auf der "Schtigu" genannten Mulattiera in die damals wie heute völlig abgelegenen oberen Ortsteile hinaufgezerrt werden. Auf alten Fotos ist die Schtigu sehr gut zu sehen. Die Serpentinenstraße hinauf in das Rimella-Ortszentrum Chiesa wurde erst 1969 fertiggestellt, "ein echter Skandal, sie erreichte die Pfarrkirche erst 1969, in dem Jahr, als der erste Mensch auf dem Mond landete" (Signore Ferruccio Vercellino, Remmalju 1993). Die Stichstraße ans Ende der Welt nach San Gottardo wurde erst Anfang der 1980er Jahre gebaut!
In Italien werden fallweise Streiks der öffentlichen Verkehrsmittel bereits Wochen vorher geplant und angemeldet und hier veröffentlicht, und anders als beispielsweise im streikgeilen Frankreich gibt es auf jeder Verbindung in bewährter Absprache mit den Gewerkschaften (!) Kurse, die natürlich auch bei Streik gefahren werden. Dies gilt insbesondere für Lokal-Züge und Busse an Werktagen von 0600 bis 0900 und von 1800 bis 2100. Der Grund dafür ist ganz einfach: die Italiener gehen arbeiten und sie müssen zur und von der Arbeit fahren können. Die legendäre Faulheit der streikgeilen Gallier und anderer Südeuropäer, bei denen schon aus Prinzip ahaaalle-Jaaahre-wiiihieder vor Weihnachten seit Jahrzehnten überhaupt nix mehr geht oder gar fährt, kennt man zumindest in Norditalien ausdrücklich nicht: "Nelle giornate di sciopero Trenitalia assicura servizi minimi di trasporto predisposti a seguito di accordi con le Organizzazioni sindacali, ritenuti idonei dalla Commissione di Garanzia per l'attuazione della Legge 146/1990. Nel trasporto locale, in particolare, sono stati istituiti i servizi essenziali nelle fasce orarie di maggiore frequentazione (dalle ore 06:00 alle ore 09:00 e dalle ore 18:00 alle ore 21:00 dei giorni feriali). Sono garantiti, inoltre, alcuni treni a lunga percorrenza, nei giorni feriali e nei festivi." Die im Streikfall garantierten Züge stehen natürlich topaktuell im Internet: von www.trenitalia.com weiterklicken auf - Servizio Clienti / In caso di sciopero - Treni Trasporto Locale garantiti in caso di sciopero - Piemonte, und es sind tatsächlich Hunderte von Verbindungen!
Wer sich als Reisender für die landschaftlich faszinierenden Eisenbahnstrecken zum und durch den Gotthard und den Lötschberg interessiert, dem seien die Seiten des Lokomotivführers Bruno Lämmli aus Erstfeld an der Gotthard-Nordrampe empfohlen. Vor 150 Jahren war der Bau dieser Eisenbahntunnel ein technisches Weltwunder. Man hat von beiden Seiten her gerechnet und im Gegenortvortrieb gebohrt - und getroffen!
Die Geometer haben ihre Meßlatten und das ganze Glump händisch über den Berg trianguliert - nota bene, im vergletscherten Hochgebirge und ohne Computer, GPS, Helikopter, Kreiseltheodolit, Laserstrahlen, Mikrowellenfunk, Mobiltelefon, Natel, Nivelliergerät, Präzisionstachymeter, Satelliten, Schlepptop, Seilbahn, Taschenrechner, Trägheitsnavigation und Tunnelbohrmaschinen der selbstverständlich baden-württembergischen Herrenknecht Axienxellschaft, die sowohl im Gotthard-Basistunnel als auch im Lötschberg-Basistunnel arbeiten: vier Monster mit jeweils 440 Metern Länge! Am "alten" Lötschberg beispielsweise war der Axenfehler, bei einer Tunnellänge von 15 Kilometern, weniger als 20 Zentimeter. Einfach unglaublich! Jetzt können Sie sich gut vorstellen, welche ungeheure Spannung derzeit beim 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel herrscht, wo man von Norden nach Süden, von Süden nach Norden, von oben (!) zwei Kilometer senkrecht runter und dann speditiv nach Norden und nach Süden ...
... sowie von zwei Seitenangriffen her in alle Richtungen gleichzeitig bohrt. Am 6. September 2006 erfolgte der erste Teildurchschlag zwischen Bodio und Faido im Tessin, und es schlug die Stunde der Wahrheit: Abweichung horizontal 9,1 Zentimeter, vertikal 2,3 Zentimeter. Mitteilung vom 17. Oktober 2007: Nach einer letzten Sprengung konnten sich heute um 11.00 Uhr die Mineure von Sedrun und Amsteg die Hände reichen. Neun Monate früher als geplant erfolgte in der Weströhre der Durchschlag zwischen den Teilabschnitten Sedrun und Amsteg mit einer horizontalen Abweichung von knapp 15 Zentimeter und einer vertikalen Abweichung von nur 1 Zentimeter! Die beiden Tunnelbohrmaschinen wurden über den Weihnachtsunterbruch 2009 jeweils fünf Wochen lang für den "Endspurt" revisioniert und es sind jetzt total nur noch drei Kilometer auszubrechen. Bei einer Tagesleistung von jeweils etwa 8 bis 13 Metern wird der Hauptdurchschlag zwischen Faido und Sedrun für November 2010 erwartet. Hier steht ein Video von einer Fahrt ex Sedrun Hunderte von Metern senkrecht runter und dann kilometerweit mit Materialbahn und zuletzt zu Fuß bis zur Ortsbrust nach Süden. Richtung Norden sind beide Tunnelröhren bereits fertig ausgebrochen, nach 25 Kilometern käme man in Amsteg aus dem Berg.
Im sehr lesenswerten Werk "Lötschberg-Basistunnel - Von der Idee zum Durchschlag" (ISBN 978-3-7272-1174-4) wird auf Seite 71 im trockenen Stil der schweizerischen Tunnelbau-Weltmeister berichtet: "Die Bauherrin verlangt, daß die Tunnelröhren sich mit einer maximalen Abweichung von 25 Zentimeter in der Lage und 12,5 Zentimeter in der Höhe in der Mitte treffen ... Alle Kontrollergebnisse lagen innerhalb der erlaubten Toleranzen. Das von allen am meisten interessierende Ergebnis ist natürlich der Hauptdurchschlag. Auf einer Vortriebslänge von 21 Kilometern ab den beiden Zwischenangriffen in Mitholz und Ferden ergab die Kontrollmessung folgendes Resultat: Fehler quer 12,4 Zentimeter, Fehler Höhe 4 Millimeter." Einfach unglaublich. Oder andersrum: Vor 140 Jahren waren sie auf 15 Kilometern nur sieben Zentimeter "schlechter"! Oder nochmal andersrum: der Fehler pro Vortriebskilometer hat sich in 140 Jahren trotz ultramodernster Technologie alle zehn Jahre nur um rund einen Zentimeter verringert!
Wer die gesamte Gotthard-Nordrampe von oben anschauen will, dem sei der hervorragende Wanderführer Uri - Gotthard empfohlen, der eine Rundwanderung über 22 Etappen vom Vierwaldstätter See bis hinauf zum Gotthardpaß beschreibt. 2007, Rotpunkt-Verlag Zürich. Im selben Verlag erschien 2008 der Wanderführer "Bahnwanderwg Lötschberg" mit 10 Etappen von Frutigen nach Brig und viel (Bahnbau-) Geschichte. Insbesondere die Südrampe hinunter nach Brig ist landschaftlich spektakulär.
Aktuell: Alternativen bei Totalausfall des europäischen Flugverkehrs durch Vulkanaschewolken
Derzeit, Juni 2010, kann man je nach Vulkan-Aktivität und Wetterlage nicht mit dem Flugzeug anreisen und/oder Flüge nicht zuverlässig planen. Rimella und die GTA liegen in Nordwestitalien direkt an der Grenze zur Schweiz ...
... und nicht irgendwo hinter Südtirol oder gar irgendwo hinter Rom. Wir weisen nachdrücklich darauf hin, daß man dieses Gebiet auch von Flachdeutschland aus mit Auto oder Bahn bequem innerhalb eines Reisetags erreicht, beispielsweise mit dem oben erwähnten ICE 609 ...
... zum Spottpreis ...
... oder, wer im Nachtzug gscheit schlafen möchte, um 1903 Uhr ex Hamburg nach Basel und in nur 4½ Stunden mit dem Eurocity nach Mailand an 1135 (oder schon vorher in Domodossola 1012 raus und rechts ab mitten ins Piemont). Mitfahrgelegenheiten im Auto findet man beispielsweise hier.
Im übrigen gilt: nur keine Panik. Was für die geschockten Europäer eine noch nie erlebte Situation bedeutet ...
... ist beispielsweise für unsere Projekte in Südostasien völlig normal. Irgendwo hat es immer irgendwelche blöden Vulkane, die gerade rumpeln und den Alltag und den Verkehr behindern, und die bei Start und Landung dann auch noch mitten im Weg herumstehen. Dazu kommen häufig tropische Gewitter und sehr starke Windböen. Wer unter diesen Verhältnissen schon mal einen Schlechtwetteranflug beispielsweise auf Manado erlebt hat, der kann über die "weltberühmte" Rechtskurve direkt vor dem Checkerboard im Final nach Kai Tak nur laut grinsen: die fünf (!) bis zu 2000 Meter hohen Vulkane unmittelbar bei Manado haben kein Checkerboard. WAMM ist nicht nur der ICAO Location Indicator des Airport (Taxifahrer-Standardfrage: 'Epoh?') Sam Ratulangi. !!! W A M M !!! tönt es auch, wenn der Pilot die Kiste nach dem nervigen Tanz durch die Wolken und Vulkane zweieinhalb Mikrosekunden vor dem nächsten Scherwind auf die fast immer wolkenbruchnasse Piste knallt! Insbesondere in Donesien gibt es wegen der recht aktiven Vulkane laufend Evakuierungen und Wiederansiedlungen; das war schon immer so. Ebendort hat es auch den ersten Zwischenfall gegeben, nach dessen Analyse man die überraschende Problematik der Vulkan"asche" - in Wirklichkeit handelt es sich um sandkorn-ähnliche saugefährliche Mikro-Gesteinsteilchen! - endlich erkannt und das moderne weltweite Eruptionswolken-Alarmsystem für den Luftverkehr aufgebaut hat, von dem wir heute profitieren. 1982 geriet eine Boeing 747 der British Airways auf dem Flug von KL nach Perth in die auf dem Wetterradar völlig unsichtbare Eruptionswolke des Gunung Galunggung. Nacheinander und speditiv sind alle vier Triebwerke verreckt. Die Paxe haben Elmsfeuer, Feuerräder, unglaubliche Plasmablitze und gigantische Lichtbögen gesehen und in ihrer Kabine den Schwefelgestank der Hölle gerochen und sind - ein Wunder! - trotzdem nicht durchgedreht. Legendär ist die coole Ansage des Pilot-in-Command Moody: "Ladies and gentlemen, this is your captain speaking. We have a small problem. All four engines have stopped. We are doing our damnedest to get them under control. I trust you are not in too much distress." Damit diese Dramatik hier in Europa endlich richtig verstanden wird, wo es die Obergscheiten immer noch nicht voll geschnallt haben: trotz total zehntausenden Stunden Flugerfahrung hatte niemand im Cockpit die geringste Ahnung von der Ursache der Triebwerksausfälle. Moody plante, die antriebslose Kiste im kontrollierten Gleitflug aufs Meer zu setzen; die Paxe hingegen beteten und einige schrieben die letzten Briefe an die Hinterbliebenen! Erst nach einem viertelstündigen Sinkflug, der die Kiste rein zufällig aus der Gefahrenzone herausführte, gelang es, die Triebwerke nacheinander wieder zu starten, den antriebslosen Gleitflug abzufangen und zu steigen - zurück in die Eruptionswolke. Sofort gab es erneut einen Triebwerksausfall. Moody ging endgültig runter auf FL150, um noch über die verdammten Vulkane zu kommen. Die Notlandung in Jakarta gelang, obwohl durch die "sandgestrahlten" blinden Cockpitscheiben praktisch überhaupt nix mehr zu sehen war und die Crew im Final trotz exzellenter Sicht mehr oder weniger heruntergesprochen werden mußte. Zwei Wochen später hatte eine Boeing 747 der Singline dasselbe Problem, und erst dann wurde die wahnsinnige Gefährlichkeit der Vulkan"asche" erkannt und der Luftraum südlich von WIII komplett gesperrt.
Rimella- und Varallo-Bergwanderer fliegen am besten nach Malpensa. GTA-Weitwanderer fliegen je nach Flugplan und Zielgebiet nach
Billigflieger haben ihr Angebot in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Ex Deutschland werden prioritär Provinzpennerpisten wie Erfurt Münster Paderborn Rostock Saarbrücken Sylt Weeze bedient. Obwohl Billigflüge aus ökologischer Sicht der reine Wahnsinn sind, wird sich dieser Geschäftsbereich zukünftig dramatisch vergrößern, denn eine normale Einzelperson-Bahnfahrkarte in der zweiten Klasse von Tübingen über Horb und Mailand und Novara nach Varallo (Hinfahrt im deutschen Sektor morgens um 0537 mit irgendwelchen Billig-Regionalzügen und sechsmal umsteigen, Rückfahrt ab Mailand im Pendolino mit Sitzplatzreservierung) kostete bereits 2003 weit über 150 EUR und es ist NICHT der italienische Sektor, der total überteuert ist - siehe hier. - Diese unsere Voraussage von Anfang 2003 hat sich bereits im März 2004 als Volltreffer erwiesen, denn jetzt bietet sogar Lufthansa Billigflüge ex Flachdeutschland an die Warmwasserziele rund ums Mittelmeer in der durch Geschäftsreisende wenig ausgelasteten Mittagszeit an! Zwei Reiseteilnehmer aus Hamburg hätten für die Bahnfahrkarte von Hamburg nach Varallo mit Schlafwagenbenützung über 700 EUR bezahlen müssen - eine Frechheit per se und sogar teurer als der Urlaub selbst! Sie sind im Juni 2003 mit einem Billigflieger nach Bergamo geflogen und haben einschließlich Hotelübernachtungen und Anschlußzügen über Mailand nach Varallo weniger als 400 EUR bezahlt.
Ab 29. April 2010 fliegt German Wings ex Hannover an sechs Tagen pro Woche nach Malpensa.
Seit 2009 fliegt Ryanair ex Birmingham Cagliari Dublin Stansted direkt nach Cuneo. Möglich werden damit Reisen ex Flachdeutschland, via England oder Irland, direkt nach Cuneo!
2008 hat die bankrotte Alitalia 180 Verbindungen ex Malpensa gestrichen, dem neuesten Großflughafen in der Padanischen Tiefebene, und fliegt ihre Langstrecken praktisch nur noch ex Fiumicino bei Rom, wo routinemäßig das reinste römische Chaos herrscht. Diese extrem weise Entscheidung der (inzwischen verflossenen ...) Regierung im wilden Süden war so ziemlich das beste, was den umtriebigen Norditalienern passieren kann: die Geschäftsleute im wirtschaftlichen Herzen des Landes von Mailand bis Turin lachen sich tot, denn sie fliegen auf Langstrecken sowieso schon seit Jahrzehnten am liebsten mit der Lufthansa ex Malpensa über Frankfurt mit täglich fünf Zubringerflügen ...
... und der größte Knaller kam Anfang 2009: die nagelneue Lufthansa Italia verbindet mit zunächst sechs Flugzeugen Malpensa mit anderen europäischen Geschäftszentren. Die Norditaliener sind begeistert!
Lufthansa Italia war innert Tagen ein durchschlagender Erfolg. Nach gerade mal vier Wochen Flugbetrieb werden sofort zwei weitere 319er-Kisten in Malpensa stationiert, die der bankrotten Alitalia jetzt auch im Inland Konkurrenz machen werden: seit April 2009 gibt es Flüge nach Bari, Neapel und Rom.
Die Norditaliener sind enthusiastisch: "Vielleicht können auch wir jetzt endlich in unserem eigenen Land mit angemessener Qualität und zu vernünftigen Preisen fliegen - und nicht zu den durchgeknallten Preisen der Alitalia!" GTA-Wanderer aus Nordwestdeutschland weisen wir bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß Lufthansa Italia auch ex Brüssel nach Malpensa fliegt!
Auch nach Zürich zur Swiss und nach Genf ist es nur eine Stunde, letzterer ist schon längst ein Riesenhub von Easyjet geworden, über die Hälfte aller Flugzeuge dort ist orange ... Bereits 2008 hat Lufthansa einen Vertrag über die Verbesserung von Infrastruktur und Betrieb des Flughafens Malpensa unterzeichnet und bietet schon heute 160 Flüge pro Woche ex Malpensa. Es war also nur logisch, daß 2009 auch mindestens eine Lufthansa-Langstrecke nach Nordamerika nonstop ex Malpensa kam ... Thai ist schon lange da, American seit 2008, Singline sowieso täglich nonstop zum besten Flughafen der Welt, Malaysian bringt zwei weitere Frachter pro Woche, Air Berlin hat bereits 2008 Bergamo aufgegeben und ist nach Malpensa gezogen - alleine diese Entscheidung brachte jährlich über 300000 Paxe mehr nach Malpensa! - , Air One bietet zahlreiche neue Ziele ex Malpensa an, Air Dolomiti und Ryanair kamen 2009, viele andere werden folgen, jetzt geht es erst richtig los, und wir lachen immer noch!
Vielleicht haben die Räuber da drunten in Rom jetzt endlich begriffen, daß seit Anfang Jahr ein genialer Gegenwind weht - nämlich von Norden - und daß sie mit ihren völlig durchgeknallten "prezzi allucinanti" demnächst ziemlich alleine dastehen und sowieso steinalt aussehen! Die so bankrotte wie verrottete Alitalia - von Januar bis Mai 2009 "produzierte" sie 1058 eintausendundachtundfünfzig EUR Verlust pro Sekunde! - ist nach jahrzehntelangem Tiefschlaf tatsächlich für einmal aufgewacht und prostituiert sich im längst verlorenen Endkampf mit Anzeigen in überregionalen deutschen Tageszeitungen vom 30. März 2009: 99 EUR ex Düsseldorf Frankfurt München nach Italien und zurück. Ob man sich als potentieller Pax die im chaotischen Rom "organisierte" Alitalia tatsächlich noch antut - diese Superseckel sind echt zu blöde, auch nur einen lächerlichen Linienflug von Rom nach Turin ohne mehrere Stunden Verspätung auf die Reihe zu kriegen...
... und wer hier auf die alleine für die nächsten paar Wochen angekündigten Streiks klickt, den trifft sowieso der Schlag! - muß jeder für sich selbst entscheiden ...
Malpensa liegt weit außerhalb von Mailand mitten in der Pampa bei Gallarate. Anschließend wird der Spaß teuer, denn ein Taxi nach Rimella kostet mindestens 100 EUR. Falls Sie mit dem Taxi fahren, verklickern Sie dem Fahrer unbedingt, daß er über Varallo SESIA fahren muß; mit dem nur zehn Kilometer vom Flughafen entfernten Varallo POMBIA haben wir NIX zu tun! Es fahren zwar täglich mehrere Zubringerbusse beispielsweise nach und von Arona und Novara, so daß man nicht mehr zuerst nach Mailand rumpeln muß ...
... dann ist man ex Malpensa aber auch wieder mindestens 4 Stunden unterwegs. Die Baranzelli-Buslinie Mailand - Novara - Varallo - Alagna ist ebenfalls witzlos, weil sie mitten in Mailand an der Piazza Castello beginnt, den neuen Flughafen bestenfalls von weitem sieht und alleine bis Varallo zweieinhalb Stunden benötigt. Ansonsten gibt es Busse von und nach Malpensa nach und von Alessandria, Arona, Bellinzago, Bergamo, Brescia, Casale Monferrato, Castelnovate, Como, Domodossola, Gallarate, Genua, Gravellona Toce, Intra, Lugano-Chiasso, Mailand, Menaggio, Novara, Oleggio, Pavia, Sesto San Giovanni, Stresa und Turin. Ganz Raffinierte fahren mit dem Taxi nur 35 Kilometer über Oleggio und Momo nach Fara Novarese, dem nächstgelegenen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Novara - Varallo. Kleingeld einstecken für den Fahrkartenautomaten!
Linate ist der einzige Flughafen, der wirklich in Mailand liegt. Bergamo und Malpensa liegen ewig weit außerhalb. Von Bergamo fahren laufend Züge in einer Stunde nach Milano Centrale, weiter wie oben. Man kann sich auch, wie es schon einige unserer Teilnehmer gemacht haben, in Bergamo/Orio al Serio einen Mietwagen nehmen und ist dann in etwa 2½ Stunden in Rimella und hat erst noch ein Auto für weitere Erkundungen im unbekannten Sesiatal und seinen wilden Seitentälern bis hinauf nach Alagna am Monte Rosa!
Der Zielflughafen Nizza ist ideal für den Süden der GTA wegen der Eisenbahnverbindung über Ventimiglia und den spektakulären Colle di Tende nach Cuneo, beispielsweise: Nizza Città ab 1108 (rechts sitzen, Blick aufs Mittelmeer!), Ventimiglia an 1156 ab 1203, Cuneo an 1357. Bus 99 der Auto Nizza Trasporti (ANT, Telefon 04 92298888) fährt alle 30 Minuten vom Flughafen direkt zum Bahnhof. Da die Anreise mit dem Zug von Flachdeutschland über die Schweiz nach Italien, wie oben erwähnt, lang und teuer ist, könnte man sogar zur flugscheinmäßig billigsten Mittagszeit nach Mailand oder Nizza fliegen, mit dem Flughafenbus zum Hauptbahnhof fahren, mit der spottbilligen und zuverlässigen italienischen Eisenbahn weiter in eine sehenswerte Kleinstadt an der Hauptlinie Mailand - Turin wie Novara oder Vercelli (Geheimtip) oder nach Cuneo, dort stundenlang herumzigeunern und schön essen (wo, das lesen Sie hier), in einem netten Stadthotel übernachten und am nächsten Tag in aller Ruhe mit Zug und Bus genauso spottbillig weiter zum Ausgangspunkt der GTA-Weitwanderung fahren, und man hat dann erst noch eine Menge Geld gespart. Die oben genannten Flughafen-Zubringer-Busverbindungen beispielsweise ex Malpensa direkt nach Novara können ebenfalls einbezogen werden.
Wenn Sie ziemlich weit entfernt von der GTA in Flachdeutschland wohnen, lassen Sie Ihre Fantasie spielen. Bei sehr weiter Anreise muß man sich entscheiden zwischen optimaler Bequemlichkeit oder kurzer Gesamtreisezeit oder geringsten Kosten. Verschiedene Verkehrsträger können je nach Priorität entsprechend intelligent kombiniert werden. Es gibt natürlich noch viel mehr Flugverbindungen nach Norditalien als die hier erwähnten. Angenommen, Sie wohnen in irgendeinem Kaff im Emsland nordwestlich von Münster. Fliegen Sie einfach von Münster mit dem Billigflieger in anderthalb Stunden nach Venedig. Mit dem Taxi sind Sie in zehn Minuten am Bahnhof Santa Lucia. Alternativ gibt es nur in Venedig natürlich auch das Wassertaxi. Der Eurostar rast in weit unter drei Stunden für ein Spottgeld nach Mailand - rechts sitzen mit Blick auf die Alpen! -, macht total weniger als sieben Stunden vom Emsland nach Mailand, was für den Anfang schon mal ganz ordentlich ist. Alternativ können Sie auch mit dem ATVO-Bus für nur 4 EUR nach Venedig auf das Piazzale Roma fahren und in zehn Minuten zu Fuß über die Ponte degli Scalzi zum Bahnhof latschen. Oder Sie nehmen vom Marco-Polo-Flughafen den nächstbesten ACTV-Bus zum Bahnhof, der fährt aber zum Bahnhof Mestre und Sie begreifen erst dort, daß der Eurostar hier nicht hält und Sie mit Regionalzügen mindestens vier Stunden nach Mailand brauchen ... Von Hahn kommt man jetzt mit Ryanair auch nach Genua am Mittelmeer und von dort kommt man mit der Eisenbahn in anderthalb Stunden schon mitten ins Piemont, oder noch schneller ans südliche Ende der GTA ... Alle diese Möglichkeiten und Unmöglichkeiten können bequem vorab im Internet recherchiert werden!
Bevor Sie nach Italien fliegen, schauen Sie vorsichtshalber auf der Streik-Webseite nach, damit Sie mögliche Streiktage vermeiden, denn die Flughäfen und die bankrotte Alitalia werden viel öfter bestreikt als die zuverlässige italienische Eisenbahn.
Abgesehen von recht seltenen lokalen Helikopterflügen gibt es im Raum Rimella übrigens keinerlei Fluglärm. Wer in den letzten Jahren den zunehmenden Helikopter-Lärmterror der nordschweizerischen Rustici-Bonzen erlebt hat, die sich ex Locarno oder Lugano oder gar direkt vom Autobahn-Parkplatz Ambri bei Airolo oder Biasca oder Bellinzona weg schon am Freitag samt Wi und Wib auf ihre Satellitenfernsehen- und Solarduschen-Datschas beispielsweise im Maggia-, Onsernone- und Verzascatal fliegen lassen, der kommt sich im Piemont vor wie auf dem Mond. Anders als in den schweizerischen Berggebieten oder gar in Frankreich gibt es im Raum Rimella auch weit und breit keine Flugplätze für die "Allgemeine Luftfahrt", das heißt für die Privat- und Geschäftsfliegerei. Außerdem erhebt sich der fast 4700 m hohe Monte Rosa stets ziemlich eindrucksvoll im Hintergrund und erfordert auch von italienischen und schweizerischen Kampfjets im Übungseinsatz entsprechend respektvollen Abstand. Insidern fällt natürlich sofort auf, daß es selbst im oberen Luftraum keinerlei Überflüge gibt. Wo gibt es heutzutage sowas noch in Mitteleuropa? Nirgendwo sonst!
Aus der Aufsummierung derartiger Radargrafiken über 48 Stunden geht klar hervor, daß das Dreieck Brig - Domodossola - Alagna - und zwar NUR dieses Gebiet! - buchstäblich eine Insel der Seligen praktisch ohne jegliche Überflüge ist. Ex LIMC führen vier parallele Luftstraßen pfeilgrad nach Norden und beschallen flächendeckend die Provinz Varese und das gesamte Tessin, wobei die westlichste Luftstraße über Verbania am stärksten benützt wird - logisch, denn 70 % der Abflüge starten entgegen der Hauptwindrichtung nach Westen und drehen dann nach Norden, was man beispielsweise vom Ortasee aus - oder bei guter Sicht vom Monte Cápio aus! - sehr gut beobachten kann, denn genau dort über Borgomanero wird diese Rechtskurve geflogen. Die Luftstraßen ex LSGG nach LIMC und LIRF führen weit südlich des Monte Rosa vorbei, und die Übungsflüge der schweizerischen Luftwaffe konzentrieren sich offensichtlich auf die Berner Alpen nördlich vom Rhonetal und verschonen glücklicherweise das gesamte Wallis südlich der Rhone.
Eine weitere interessante Grafik zeigt die Sichtbarkeit des Sternhimmels nach Professor Cinzano von der Universität Padua. Oben Zug, links Genf - Lausanne, unten Turin und Mailand. Man sieht auch gut die kleinen hellgelben Lichtzentren Sitten im Wallis und das Aostatal. Gebietskenner identifizieren sogar das volltouristische Mattertal erleuchtet bis hinauf an die Staatsgrenze (!), das Saastal und das Anzascatal, und den Industrietalkessel von Domodossola sowieso: selbst mitten im unmittelbar benachbarten Nationalpark Val Grande wird es nicht mehr richtig dunkel! Rimella, der rote Punkt in der Mitte, liegt in der dunkelsten Zone überhaupt und ist von der unglaublichen Lichtverschmutzung des Nachthimmels, die rund 100 Kilometer über die größten Ballungszentren hinausreicht, vollständig verschont. Selbst kleine Gemeinden und Provinzkäffer mit wenigen hundert Einwohnern streuen - auch bei total klarem Himmel ohne Wolkenreflektion! - schon so viel Licht in die Atmosphäre, dass man sich kilometerweit entfernen muss, um ungestört in den Himmel zu blicken. Viele Jüngere haben deshalb noch nie die Milchstraße gesehen. Die Verschmutzung durch Streulicht nimmt weiterhin zu und ältere Leute sind naturgemäß eher in der Lage festzustellen, daß es nachts "nicht mehr dunkel wird". Hauptbetroffene sind alle naturinteressierten Menschen: "Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Sterne gesehen" sagen viele unserer Gäste in Rimella!
Fahrgemeinschaften haben wir von Anfang an durch die rechtzeitige Information über die anderen Teilnehmer in einer Wandergruppe massiv unterstützt. Es sind schon Wanderfreunde von Hamburg mit dem Zug nach Köln gefahren und dann mit anderen Teilnehmern gemeinsam im Auto weiter nach Rimella - oder umgekehrt. Bravo, ragazzi! Die Kostenersparnis macht gut und gerne 50 oder 100 EUR aus, und dem Klima tut es auch gut.
Forum Anders Reisen 2010: "Seltener reisen, dafür aber länger bleiben". Ecco bravo ragazzi. Haargenau das, was wir selbst schon immer machen: von April bis Oktober sind wir mindestens fünfmal für jeweils mindestens drei Wochen im Zielgebiet, und seit Jahrzehnten organisieren wir unsere Wandergruppen immer volle acht Tage von Samstagnachmittag bis Sonntagvormittag, damit sich die Anreise für unsere Gäste auch lohnt. Gerne geben wir Ihnen auch Tips und reservieren das Hotel, wenn Sie schon ein paar Tage vorher anreisen oder später abreisen möchten. Weil wir selbst sowieso schon seit Urzeiten immer mit Zug und Bus anreisen - nicht nur am Projekt Rimella, sondern aus Prinzip schon immer und überall! -, haben wir an dieser Stelle schon seit Urzeiten nachdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln propagiert und so umfassend und praxisnah wie möglich beschrieben.
Die konkreten Auswirkungen des Klimawandels in unserem Arbeitsgebiet beschreiben wir hier.
Natürlich kann man auch zu Fuß nach Rimella und auf die GTA gelangen, beispielsweise in nur sechs Wandertagen von Locarno am Lago Maggiore im Tessin. Man überschreitet dabei die vier wirklich hervorragenden Aussichtsgipfel Gambarogno, Tamaro, Lema und Mottarone. Wie das geht, haben wir hier beschrieben!
Jörg Klingenfuss
Initiative Pro Rimella
Mitglied CAI Sektion Varallo
NACHDRÜCKLICHE WARNUNG: Verwenden Sie niemals E-Müll, wenn Sie zuverlässige Kommunikation wünschen. Während eine Privatperson ihre E-Müll-Adresse jederzeit beliebig ändern kann, ist dies für uns als Inhaber dieser Webseite nicht möglich. Der Austausch von Mitteilungen über E-Müll mitsamt Virus und Spam ist ein Alptraum geworden und macht diese Art von "Kommunikation" extrem ärgerlich, zeitaufwendig, gefährlich und unzuverlässig. Wenn Sie von uns innerhalb einer vernünftigen Zeit, das heißt nach 48 Stunden, noch keine Antwort erhalten haben, dann haben wir Ihre Mitteilung nicht erhalten. Außerdem werden E-Mülls nicht sofort beantwortet, während wir unterwegs sind, also laufend zwischen April und Oktober und insbesondere vor, während und nach den von uns organisierten und geführten Bergwanderungen in Rimella und im Sesiatal; die Termine stehen hier. Außerdem haben wir nach ein paar Wochen Abwesenheit wahrhaftig etwas Besseres zu tun, als unter zigtausend Viagras im Spamfilter auch noch ein paar "echte" Mitteilungen herauszusuchen. Vergiß es! Telefax und Briefpost sind immer noch - und jetzt wieder! - die schnellsten und sichersten Arten der Kommunikation!
0758 ab Stuttgart
1048 an Zürich ab 1100 Gleis 14
1311 an Brig ab 1321
1351 an Domodossola ab 1402 Gleis 1
1501 an Arona ab 1511 Gleis 8 (Nebenstrecke Richtung Santhia)
1543 an Romagnano Sesia ab 1553 Gleis gegenüber
1620 an Varallo, zwei Möglichkeiten:
1930 Rimella an




0758 ab Stuttgart
1048 an Zürich ab 1109
1450 an Mailand ab 1515
1557 an Novara ab 1722
1835 an Varallo ab 1840 knapper Übergang, der Busfahrer wartet aber immer bis etwa 1850 auf den immer verspäteten Überlandbus aus Vercelli
1930 Rimella an
alternativ kann man schon 1623 ab Novara mit dem Bus nach Varallo an 1757 fahren.
0535 ab Tübingen
0603 an Horb ab 0608
0806 an Schaffhausen ab 0809
0848 an Zürich ab 0909
1250 an Mailand ab 1315
1357 an Novara, ab in die Bar Dogana und ab 1507
1620 an Varallo


Ankunft Basel SBB 0654 aus Richtung Amsterdam: Amsterdam ab 2031 Utrecht 2101 Arnhem 2137 Emmerich 2215 Oberhausen 2248 Duisburg 2256 Düsseldorf 2312 Köln 2346 Bonn 0007 Koblenz 0043. Die Nachtzuglinie Amsterdam-Mailand wurde im Dezember 2009 mangels Nachfrage komplett gestrichen, der neue Zubringer nach Basel (und Zürich) wird jetzt in Karlsruhe mit dem Komet zusammengekoppelt.



0815 ab Mailand 0857 an Novara (knapper Übergang!) ab 0906 1012 an Varallo
0915 ab Mailand 0957 an Novara
1115 ab Mailand 1157 an Novara (Bar Dogana!) ab 1230 1346 an Varallo
1215 ab Mailand 1257 an Novara
1315 ab Mailand 1357 an Novara
1415 ab Mailand 1457 an Novara ab 1507 1620 an Varallo
1515 ab Mailand 1557 an Novara
1615 ab Mailand 1657 an Novara ab 1722 1835 an Varallo
Originaltelegramm des Sektionsingenieurs Zollinger
an Oberingenieur Bridel in Luzern
"Sonde hat gestern Abend 6 ¾ Uhr Scheidenwand paßiert.
Nach derselben ist Durchschlag.
Differenz quasi null."
Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der
Stiftung Historisches Erbe der SBB
Grafik anklicken!




Analysis H+00 and Forecast H+06 H+18
Die Grafiken, die für Laien besser verständlich sind, stehen hier!
"Jeden Tag 2700000 EUR Verlust"
Das sind unglaubliche 31 EUR jede Sekunde!
"26 Prozent weniger Passagiere"
"Tragische Marktkrise"
"Eine katastrophale Idee"
La Stampa, Turin
6. Juni 2008
Zeitungsausschnitt anklicken!



"Eine Odyssee ohne Ende"
"Eine Schande, ihr solltet endlich verrecken!"
La Stampa, Turin
11. Juli 2009
Oben Bern - Luzern
Links Genfer See
Unten rechts Malpensa
Der rote Punkt ist Rimella
Grafik anklicken!

Hagenloher Str. 14
D-72070 Tübingen
Telefon 07071 62830
Fax 07071 600849
E-Mail info@rimella.de