Die Problematik des Gotthard-Transits

Wann schaffen es die unfähigen Politiker insbesondere in Deutschland endlich, der transeuropäischen Speditions-Mafia die Stirn zu bieten und nach der längst überfälligen Modernisierung der völlig verrotteten Deutschen Beamtenbahn wieder mehr Gütertransporte auf die Schiene zu ZWINGEN? Am und im Gotthard sind bereits 45 Prozent Schwerverkehr, also praktisch jedes zweite Fahrzeug, und zeigt sich somit gerade am Gotthard exemplarisch der ganze Wahnsinn dieser lächerlichen "EU": holländische und norddeutsche Turboschweine werden Tausende Kilometer weit nach Norditalien und wieder zurück gekarrt, um dann hierzulande als sogenannter "Parmaschinken" auf den Markt geworfen zu werden. Pfui Teufel! Der kleinen Schweiz bleiben lediglich der Dreck und die Abgase und die brutalen politischen Erpressungsversuche der transeuropäischen Speditions-Mafia mit ihren Marionetten in der korrupten Eurokratie, die das halsstarrige Schweizervolk - das sich gerade nicht jede Brüsseler Idiotie gefallen läßt! - endlich auch mit 70-Tönnern anstatt der 40-Tonnen-Limite beglücken will und die sich buchstäblich ums Verrecken um die vertraglich festgelegte Leistungsabhängige Schwerverkehrs-Abgabe (LSVA) drückt - und damit selbstverständlich um die gigantischen Kosten für den derzeit im Bau befindlichen zweiten Gotthard-Eisenbahn-Verlad-Tunnel, der ausschließlich dem transeuropäischen Schwerverkehr zugute kommt. Believe it or not: auf den Planen dieser Idioten-Lastzüge - im 40 Kilometer langen "Stauraum" auf der Südrampe ex Biasca - liest man dann im Juni 2002 tatsächlich "Dachser: Intelligente Logistik"! "Berge" Januar 2002 bestätigt unsere Meinung: "Pervers bis zum Irrsinn ist der Transit in den Alpen. Ex und hopp: Belgien exportiert über 300000 Schweine zur Schlachtung in die italienische Po-Ebene, wo sie mit Milch, die aus Deutschland in Tankwagen angeliefert wird, gemästet und dann als Parmaschinken, wiederum per LKW, nach Norden transportiert werden. Das Waldsterben (am Gotthard) kann man mit bloßem Auge erkennen, und die Menschen sterben dabei auch." Ach ja, seit wievielen JahrZEHNTEN wird von den unfähigen Politikern in Berlin, Bonn, Bozen, Innsbruck, München, Rom und Wien eigentlich schon über den Brenner-Basis-Tunnel geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet und geredet??? Es ist physikalischer und wirtschaftlicher Wahnsinn, jeden Tag zehntausende Tonnen Güter von Basel (300 m) oder Zürich (400 m) aus bis zum Gotthard-Tunnel (1200 m) hinaufzuzerren und danach das Ganze bis nach Mailand (200 m) wieder hinunterzubremsen und/oder umgekehrt, von der zerstörten Umwelt ganz zu schweigen. Alleine mit unseren bundesdeutschen Steuergeldern, die jetzt jahrzehntelang für die völlig sinnlose sogenannte "ISS" buchstäblich in die Luft gejagt werden, hätte man schon längst ein Dutzend der jeweiligen Geografie und Geologie entsprechend 100 bis 150 Kilometer lange Basis-Tunnel bauen können, entlang der gesamten Alpenkette von Wien bis Nizza verteilt und mit einer intelligent gesteuerten Zugfolgedichte von nur zwei bis drei Minuten!

Der neue Lötschberg-Basistunnel ging 2007 in Betrieb. Die neue Basisstrecke führt von Frutigen im Kandertal im Berner Oberland nach Raron im Wallis. Dieser Ort liegt westlich von Brig unterhalb der alten Südrampe, die bei der Fahrt über die Bergstrecke, die weiterhin in Betrieb bleibt, hinunter nach Brig im Rhonetal eine herrliche Sicht auf die Walliser Berge ermöglicht. Durch die Basisstrecke werden die Transportkapazitäten im Vergleich zur bestehenden Strecke von Kandersteg nach Goppenstein wesentlich gesteigert, und es können auch schwere Güterzüge passieren. Seit 2007 beträgt die Reisezeit durch die Schweiz auf der Lötschberg-Simplon-Achse weniger als zwei Stunden, und die Reisezeit zwischen dem Oberwallis und Bern hat sich halbiert. Der neue Tunnel ist 35 Kilometer lang und wie der neue Gotthard-Basistunnel als zweiröhriger richtungsgetrennter Einspur-Eisenbahntunnel konzipiert. Die Tunnelbohrmaschine Raron hat am 09. September 2003 die Rekordleistung von 50,1 Metern in nur 18 Stunden gebohrt, ein neuer Weltrekord mit einer Hartgesteins-TBM von 9.43 m Durchmesser!

Die Schweiz ist gottseidank nicht Mitglied in der sogenannten "EU" und setzt entsprechend intelligentere Prioritäten: Frequenz und Kapazität der SBB-Eurocity- und Intercity-Personenzüge wurden erheblich aufgestockt; die Strecke Arth-Goldau - Bellinzona weist deshalb derzeit wieder die höchste Zugfolgedichte der ganzen Welt auf und wird diese mit der neuen Führerstand-Signalisierung noch weiter gesteigert auf nur zwei Minuten selbst bei 200 Kilometern pro Stunde. Im Sommer ist auch die Gotthard-Paßstraße wieder befahrbar (ja, die gibt's immer noch, und sie ist sehr gut ausgebaut) und ebenso Julier oder Lukmanier.

Wie für einmal in einer echten Demokratie über das heiße Thema Transitverkehr diskutiert wird, kann man recht anschaulich beispielsweise hier nachlesen.

Genauso katastrophal wie am Gotthard ist die Lage an den Transitachsen in Südtirol, wie Francesco Pozzato in der Rivista Januar-Februar 2003 des Club Alpino Italiano schreibt:


Der Autor

Jörg Klingenfuss

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